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Trigeminale Neuropathische Schmerzen machen Ausdünnungen im Hirn
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Bild 1
Im wissenschaftlichen Papier Colocalized structural and functional changes in the cortex of patients with trigeminal neuropathic pain. (= Zusammentreffende Struktur- und Funktionsänderungen in der Hirnrinde von Patienten mit Trigeminus Neuropathie Schmerzen) vom Oktober 2008 untersucht eine Wissenschaftsgruppe um Dr. A.F. DaSilva an der Harvard University, Boston, Massachusetts mit Hilfe eines Siemens 3-T Magnet Resonanz Tomografen (= Kernspin) in vergleichsweise hoher Auflösung in der Voxelgröße (1 Voxel = 3 dimensionaler Pixel) 1 x 1 x 1.6 mm das Hirn von sechs handverlesenen Trigeminus Neuropathie Patienten.
Tabelle 2
Handverlesen wurden die Patienten deswegen, damit sie alle folgende Bedingungen erfüllen:
- Die neuropathischen Gesichtsschmerzen müssen dauerhaft höher als 4 auf der Skala 0 bis 10 liegen
- Es müssen zusätzliche Schmerzen von mehr als 4 von 10 auftreten, wenn die Wangenhaut mit einer weichen Feder berührt wird.
- Es werden ausschließlich Patienten mit einer Neuropathie im 2. Ast (Oberkiefer) der rechten Gesichtshälfte akzeptiert, um eindeutige Bildergebnisse zu erzielen.
- Es muss sich um Rechtshänder handeln
- Die chronischen Gesichtsschmerzen müssen seit länger als 6 Monate bestehen
- Es dürfen keine sonstigen medizinische/neurologische/psychiatrische Erkrankungen insbesondere keine weiteren chronischen Schmerzen vorkommen.
Aus einer Vorauswahl von 31 Personen, die per Anzeigen im Großraum Boston gewonnen wurden, erfüllten schließlich die in Tabelle 2 einzeln aufgeführten Teilnehmer alle 6 Bedingungen. Der Blick in die Tabelle offenbart das typische Bild, dass Zahnfilm DE hier in der Praxis auch vorfindet: Frauen stellen die absolute Mehrheit mit 5 gegen 1 Mann, das angetroffene Alter liegt zwischen 34 und 58 Jahren, die Dauerschmerzen dauern seit 1 bis 10 (!) Jahren an und die in Trigeminus Neuropathie Untersuchungen erfahrenen Forscher geben als Gründe (= Etiology) hauptsächlich "Zustand nach Herpes Infektion" bzw. "Trauma" (= Schlag, Unfall, unsachgemäße Zahnbehandlung) an.
In Bild 1 ist der so genannte "Cingulate Cortex" (CC) in dunkelblau hervorgehoben. Diese Hirnwindung wird erst sichtbar beim Auseinanderklappen der Hirnhälften. Cingulate Cortex bedeutet übersetzt "ringförmige Hirnrinde", weil sie sich wie ein Ring über die große Verbindung der beiden Hirnhälften (Corpus Callosum) legt. Über diesen CC schreiben die Autoren des Papiers:
Bild 2
Bild 2 zeigt die aufsummierten Effekte aller 6 Trigeminus Neuropathie Patienten beim Streicheln der rechten Backe während laufendem Scanner. Der Abschnitt A, ganz oben in Bild 2, gibt das Gesamthirn in der Schematik des Scanner wieder, während der Abschnitt B den herausvergrößerten Cingulate Cortex verdeutlicht. Interessant wird es in Abschnitt C: dort tauchen blaue und rote Bezirke auf. Diese haben zu bedeuten, dass im Bereich der roten Flecken die Durchblutung in dem Moment erheblich ansteigt, in dem bei den Kranken die Backe gestreichelt wird. Für die blauten Flecken gilt, dass dort die Durchblutung stark abfällt. Verglichen wird dabei nicht mit dem Zustand der Kranken vor dem Streicheln, sondern mit Gesunden, die ebenfalls gestreichelt werden. Wichtiger Unterschied!
Und nun zum Abschnitt D
Rechts neben der Grafik lesen Sie "Cortical Thickness" TNP versus HC, was auf deutsch bedeutet: Dicke der Hirnrinde, Vergleich Trigeminus Neuropathie Patienten gegen Gesunde (Healthy Controls). Bei den rötlich/orangefarbenen Bereichen handelt es sich um die Zonen, in denen der Scanner bei allen (!) Trigeminus Neuropathie Patienten eine dünnere Schicht in der Hirnrinde ermittelt hat als bei Gesunden. Beachten Sie die Angabe "P < 0,05". Das besagt, dass der Unterschied zwischen Gesunden und Kranken statistisch nicht mehr durch Zufall erklärt werden kann. Wenn Sie die diese Arbeit im Original lesen, werden Sie feststellen, dass unsere Forscher gerade in Statistik sattelfest sind, denn sie widmen diesem Bereich ein eigenes Kapitel.
Das wissenschaftliche Papier enthält nicht weniger als 5 solcher Bilder wie hier das Bild 2, in dem ganz verschiedene Hirnbereiche in ähnlicher Form vorgeführt werden können. Was sich auch zeigt: Die Änderung der Dicke der gefunden Hirnbereiche fällt um so stärker aus, je länger die Neuropathie des Trigeminus andauert. Und: häufig fallen die aufgefallenen Zonen aus Abteilung C und D ziemlich dicht oder sogar direkt aufeinander.
Was bedeutet das alles für Trigeminus Neuropathie Kranke?
Ernstzunehmende Neurologie Forscher aus der vorderen Front legen hier schwer angreifbare Beweise dafür vor, dass a) das Hirn von Trigeminus Neuropathie Kranken krankhaft verändert ist, b) diese Änderungen im Hirn von der Dauer der Neuropathie abhängen und c) diese Veränderungen eben nicht zufällig verlaufen, sondern systematisch nach einem bisher noch nicht durchschaubaren Muster in vielen Hirnbereichen - in diesem Beispiel eben charakteristisch für die Neuropathie des Trigeminus - stattfinden. Diese Botschaft gilt es erst einmal zu verdauen.
Es verdichten sich damit die Anzeichen, dass der wahre Ort des Geschehens bei Neuropathien oder chronischen Schmerzen allgemein weniger in den Geweben vor Ort, also da, wo der Patient den Schmerz fühlt, liegt, als viel mehr im Zentralen Nerven System. Das sagt Zahnfilm DE seit Jahren.
Aktualisiert (Dienstag, den 09. März 2010 um 13:29 Uhr)
Dr. Apkarian: Chronische Schmerzen - der neueste Stand Teil 1Lesen Sie auch die Artikel
Prof. Dr. Apkarian veröffentlich seit 1981 wissenschaftliche Papiere im engeren Bereich der Rückenmark / Hirnstamm / Großhirn Schmerzforschung, Medline listet auf Anhieb 92 Veröffentlichungen. Er spricht englisch, französisch, arabisch und armenisch.
Ein neueres Werk (veröffentlicht Oktober 2008) aus der Feder des weltweit wohl führenden Hirnexperten für chronische Schmerzen soll hier wegen seiner grundsätzlichen Bedeutung in Auszügen vorgestellt werden. Es heißt demütig Towards a theory of chronic pain. (= In die Richtung zu einer Theorie des chronischen Schmerzes) und ist im englischen Volltext direkt auf dem genannten Link abrufbar.
Part 1 Teil 1 soll damit beginnen, dass ich (J.W.) zunächst die mir zuerst aufgefallenen Sätze aus dem 22-seitigen Nurtext Dokument hier präsentiere. Danach plane ich, auf die für Trigeminus Neuropathien zutreffenden Absätze genauer einzugehen.
Der Artikel soll noch lesbar bleiben, deshalb stoppt hier der Auszug aus dem Artikel Towards a theory of chronic pain. an dieser Stelle, obwohl erst die Seite 11 von 23 erreicht ist. Kommentar Reines Gold liest derjenige hier, der sich näher mit der aktuellen Hirnforschung und da speziell mit chronischen Schmerzzuständen beschäftigt. Natürlich ist es kein Zufall, dass Dr. Apkarian mit dem chronischen Rückenschmerz beginnt. Für diejenigen, die das nicht wissen: chronische Rückenschmerzen überlebt der Patient mit hoher Sicherheit 50 Jahre, sie macht den Rücken eben nicht "kaputt", Operationen bleiben zu über 90% fruchtlos und alle Methoden (Schmerzmittel aller Art bis zum Morphium), physikalische Therapie, Übungen, Moorbäder oder Psychotherapie erweisen sich ALLE (!) als so gering hilfreich, dass die Frage einfach gestellt werden muss: stimmt die Diagnose? Ist es wirklich der Rücken? Dr. Apkarian sagt: Nein. Und Zahnarzt Joachim Wagner sagt zu TMD (oder CMD) auch: Ihr sucht bei Temporo Mandibulär ... schlicht an der falschen Stelle. Aktualisiert (Dienstag, den 09. März 2010 um 13:35 Uhr) Was Osteopathen alles könnenIn einem laiengeführten Patientenforum für Zahnmedizin fand ich heute dieses:
Zitat Anfang beim gähnen knackt das kiefer? Zitat Ende
"Hase" ist gelernte Zahnarzthelferin und übt offenbar seit mehr als 5 Jahren ihren Beruf hauptsächlich im Internet aus. Bekanntlich handelt es sich bei den Osteopathen um die Schweizer Offiziermesser der Medizin/Zahnmedizin, wenn man bestimmten glaubensseligen Patienten zuhört. Sie kurieren unklare Schmerzen ALLER (!) Art, egal ob es um den Kopf, Hals, Rücken, Eingeweide, Herz oder Seelenschmerz geht. Auch spielt es keine Rolle, welche Ursachen dem Schmerz zugrunde liegen, ob sich ein Zostervirus aktiviert, oder Rheuma, oder ein Faustschlag ihn verursacht hat. Der Osteopath zieht und drückt hier oder da an irgendwelchen Hautpartien, schaut dem Patient tief in die Augen, schreibt eine schmerzhafte Rechnung und schon bessert sich alles. Deswegen brauchen wir uns auch nicht wundern, wenn der Osteopath der richtige Mann für das Kiefergelenksknacken ist. Weil a) das Knacken im Kiefergelenk immer noch keine Krankheit ist, obwohl bestimmte Kreise in der Zahnmedizin hartnäckig das Gegenteil behaupten, und b) kein Fachmensch dieser Erde bisher herausgefunden hat, wie das Knacken garantiert zu beseitigen ist, ohne chirurgisch im Kiefergelenk selbst herum zu fuhrwerken. Und letzteres, die Kiefergelenks OP hat derart katastrophale Folgen, das nicht einmal die "Kiefergelenks Geräusche sind krankhaft" Prediger sich beim Zuraten zu einer OP erwischen lassen. So gesehen ist die Aussage im Zitat oben stimmig: Eine nicht behandlungsbedürftige Sache wird von nicht behandlungsfähigen Leuten be"handelt". Passt doch. Was lernt das den Schulmediziner? Wer sich als Schulmediziner dadurch profiliert, ungeprüften Unsinn ("Kiefergelenks Geräusche sind krankhaft") weiter zu geben, sollte sich auch darauf einstellen, zu erklären, warum völliger Humbug als "Behandlung" offensichtlich auch funktioniert. Aktualisiert (Samstag, den 27. Februar 2010 um 09:44 Uhr) |
Unter Gold bitte keinen Kunststoff!
Der Fall ist aus 2 Gründen interessant 1. Hier liegt ein weiterer Mosaikstein für meine These vor, dass Kunststoff als Füllungsmaterial unterhalb des Zahnfleischniveaus nichts taugt. Gerade erst hatte ich wieder ein Fotoserie eines Oberarztes einer Münchner Universitätsklinik in der Hand, der in der Diskussion allen Ernstes behauptet, dass in der Literatur die Langzeitergebnisse von Komposite und Amalgam im Seitenzahngebiet vergleichbar wären. Vermutlich denkt er dabei an die Ergebnisse des eigenen Hauses (Hickel et al.), die mit Langzeit einen Zeithorizont von 2 bis 3 Jahren meinen. Im hier abgebildeten Fall ist die tiefliegende KOmposite Füllung eindeutig am Untergang des Zahnnerven beteiligt. 2. Wie oben erwähnt, bemerkte unser Patient, Herr L., bereits vor lockeren 5 Jahren einen üblen "fauligen" Geschmack im Zahnzwischenraum von 46 zu 47. Allerdings gelang es mir bis zum Ende 2009 nicht, per Röntgenbild oder Hakensonde eine eindeutige Öffnung im Zahnzwischenraum zwischen der Gold Teilkrone 46 und Vollkrone 47 nachzuweisen. Den Grund dafür kennen wir inzwischen: Die Hakensonde setzte immer auf den Kunststoff auf und das Röntgenbild wurde vorher immer im etwas falschen Winkel angefertigt, so dass die Kunststoff Füllung unter dem Metall gerade im Metallschatten zu liegen kam. Was beweist der Geschmack? Die Geschmacks- und/oder Riechnerven sind in der Lage, Fäulnisbakterien aus dem Spalt zwischen Kunststoff und Dentin zu ermitteln. Und obwohl die Bakterien im Spalt über Jahre Gerüche erzeugt haben, hat es trotzdem nicht dafür gereicht, weiteren Kariesschaden Richtung Wurzel anzurichten. Besonders diese Tatsache sollte den Kunststoff Verteidigern zu Denken geben, weil ein Nichtvorhandensein von Karies bei Kunststoff eben nicht beweist, dass eine dichte Klebeverbindung vorhanden wäre. Hier war es definitiv nicht der Fall.
Weiterbehandlung Herr L. erhält an dieser Stelle des Zahns nun eine Aufbaufüllung aus Glas Ionomer Zement, die bekanntlich ohne Kleber dicht wird und dicht bleibt. Diese Aufbaufüllung verläuft zum Rand rampenförmig bis auf eine Höhe 0 mm und die Präparation der neuen Teilkrone wird im Sinne eines Scheibenschliffes 2 mm tiefer*) in das Zahnfleisch versenkt. Damit ist der Rand ganz sicher dicht.
*) Für die mitlesenden Kollegen/innen: Machen Sie sich keine Sorgen über die so genannte biologische Breite, ich praktiziere dieses Vorgehen seit mindestens 10 Jahren und es gab bisher keine (!) ernste Komplikation. Aktualisiert (Mittwoch, den 24. Februar 2010 um 12:42 Uhr) Biss spezial 10 und ein Kunststoff Opfer
Was zeigt der Fall? So sieht die von mir vorgefundene real existierende Wirklichkeit von CMD Fällen fast regelmäßig aus. Ich erhebe dabei an Befunden:
Und was merkt davon die Patientin: Außer der den Geräuschen beim Bewegen des Unterkiefers nichts, gar nichts. Natürlich wird jeder Pro-CMD Leser sofort anmerken, dass a) Einzelfälle nichts beweisen und b) ich (Joachim Wagner) als ausgewiesener CMD-Kritiker kein Interesse an der Präsentation von so genannten "typischen" Fällen habe. Mein Problem mit dieser Argumentation lautet aber: ich suche für Zahnfilm DE eben keine "Vorführfälle" heraus, sondern nehme das, was tagtäglich so einläuft. Wenn ich mir anschaue, was von der CMD-Schule an Fallvorstellungen präsentiert wird, dann weiß ich genau, dass diese
Aktualisiert (Samstag, den 20. Februar 2010 um 20:12 Uhr) |
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Apkar Vania Apkarian, Ph.D. , seit 2000 Professor der Northwestern University Medical School, Chicago, Illinois, dazu Associate professor of Physiology, Surgery, Cognitive Brain Mapping Group,& Neuroscience Institute, studierte ursprünglich in Californien von 1974 - 1979 Elektroingenieur, erweiterte sein Wissen zum biomedizinischen Ingenieur (Master of Science) bis 1988, und ging für 2 Jahre nach Würzburg an das physiologische Institut der Neurologie durch einen Ruf der Humboldt Stiftung. Er kehrte 1989 zurück an die Universität Syracuse, New York State als Director, Computational Neuroscience Program und stieg auf zum Chef der Hirnforschung des Instituts bis zum Ruf nach Chicago 2000.









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