Vier Kunststoff Füllungen ergeben drei tote Zähne
| Wurzel-Behandlung |
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Bild 1 In der Bildmitte befindet sich Zahn 16, eine Bezeichnung für den ersten großen Backenzahn im Oberkiefer rechts. Dieser trägt eine Kunststoff Füllung ausgehend von der Mitte bis zum linken Rand und ist tot. Alle Nachbarzähne sind füllungs- und kariesfrei. |
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Bild 2 In Bildmitte erscheint Zahn 26 (Backenzahn Oberkiefer links). Im Unterschied zur rechten Seite trägt dieser 6-er keine Kunststoff Füllung, dafür aber der 7-er, welcher im Bild rechts daneben zu sehen ist. Die jetzt 27 jährige Patientin erschien ursprünglich mit der Fragestellung, ob es ratsam sei, den nach Kunststoff Füllung kälteempfindlichen 27 vielleicht auch abzutöten, wie die anderen 3 Backenzähne. Auch hier fällt auf, dass die Prämolaren (kleinen Backenzähne) völlig kariesfrei sind. |
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Bild 3 Zahn 36 (Backenzahn links unten) erhielt nach dem Ausbohren einer Altfüllung eine neue Kunststoff Füllung. Diese schmerzte langdauernd, die Vorbehandlerin entschied sich dann für eine Wurzelbehandlung und darüber ein Keramikinlay. Der 37 weist nur eine kleine Kauflächenfüllung auf, die Prämolaren links unten sind im jungfräulichen Zustand. |
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Bild 4 Zahn 46 ergraute unter der Behandlungsmaßnahme a) Kunststoff Füllung und anschließend b) Wurzelbehandlung wegen fortgesetzter Aufbissempfindlichkeit. Der Nachbarzahn 45 wurded erfreulicherweise ohne Nebenwirkung kunststoff gefüllt und Zahn 47 ganz verschont. |
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Iatrogen
Beim vorurteilsfreien Betrachten dieser 4 Seitenzahnbilder drängt sich ein häßlicher Gedanke auf: ohne Zahnarzt wäre das wohl nicht passiert. Die Patientin trägt insgesamt 7 zahnmedizinische Werke in 7 ihrer Zähne. Dabei sind 3 Zähnnerven auf der Strecke geblieben und einer (27) bleibt immer noch überempfindlich. Vergleicht man dann noch die nicht angetasteten Zähne mit den "behandelten", könnte man glatt glauben, dass das Gebiss aus 2 völlig verschiedenen Zahnsorten besteht: a) die 21 nicht bebohrten karies- und füllungsfreien Zähne und b) die 7 anderen, davon 4 regelrechte Katastrophenzähne.
Da es aber nun ganz sicher Zähne aus dem gleichen Mund, mit der gleichen Erbinformation, im gleichen Speichel, mit gleicher Ernährung usw. sind, bleibt nur der Zahnarzt übrig, der hier die derart krassen Unterschiede hervorrufen kann. Und leider ist das, was zu sehen ist, bedrückend. In der Originalauflösung der Fotos verschlimmern sich die Dinge noch. Trotzdem meine ich, dass man als Nachbehandler eben nicht den Fehler begehen sollte, alle unglücklichen Entwicklungen und hier insbesondere die Wurzelbehandlungen dem Vorbehandler anlasten darf. So einfach ist die Welt nicht und es gibt genügend Beispiele von excellent verarbeiteten Kunststoff Füllungen, die trotzdem Schmerzen und Schlimmeres verursachen. Diese Information habe ich der Patientin auch vermittelt. Sie sollte in Zukunft um Kunststoff Füllungen in Backenzähnen einen großen Bogen machen.
Aktualisiert (Montag, den 30. November 2009 um 12:05 Uhr)








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