Neue Schmerzmittel braucht das Land
| Chronische Schmerzen |
Die Auswahl an Schmerzmitteln bei chronischen Kiefer- und Gesichtsschmerzen ist arg beschränkt. Zum einen, weil "normale" Schmerzmittel, wie Aspirin, Paracetamol und Novalgin praktisch nicht wirken, zum anderen, weil die bisher bekannten Mittel allesamt erhebliche Nachteile mitbringen:
a) Die Klasse der trizyklischen Antidepressiva, aus der Amitriptylin stammt, wirkt bestenfalls bei 50% aller Betroffenen, führt aber bei annähernd 100% zu typischen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, Mundtrockenheit etc.
b) Die Klasse der Antiepileptika mit deren wichtigsten Vertretern Carbamazepin, Gabapentin und Pregabalin entfalten ihre schmerzmindernde Wirkung bei deutlich weniger als 50 % der Betroffenen, aber die Nebenwirkungen bei fast allen
c) Alle Opioide (Oxycodon, Tramadol, Tilidin etc.) verlieren charakteristischerweise innerhalb kurzer Zeit ihre schmerzlindernde Wirkung, was auch durch erhebliche Dosissteigerung selten auszugleichen ist. Mit der Dosis steigen alle unerwünschten Nebenwirkungen an. Eine Dauerbehandlung von chronischen Kiefer- und Gesichtsschmerzen mit Opioiden sehen sehr viele Schmerztherapeuten kritisch.
Die folgenden chemischen Einzelstoffe sollen näher betrachtet und grob eingeschätzt werden
- Lornoxicam (Xefo)
- Mefenaminsäure (Ponstan, Parkemed)
- Milnacipran
- Duloxetin
- Pramipexol (Sifrol )
- Orphenadrin (Norflex)
- Kombination Orphenadrin/Diclofenac (Neodolpasse)
Aktualisiert (Dienstag, den 17. November 2009 um 13:00 Uhr)





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