Anti CMD und Anti Fibromyalgie Mittel Milnacipran
| Chronische Schmerzen |
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Mitte der 80-er Jahre des letzten Jahrhunderts entwickeln Forscher beim französischen Pharmaunternehmen Pierre Fabre eine chemische Verbindung, zuerst unter dem Codenamen F 2207 oder auch Midalcipran, später in Milnacipran umbenannt. Die beiden Entwickler des Präparats M. Briley und C. Moret schreiben bereits 1991 nach mehrjährigen Untersuchungen der Substanz an Labortieren, dass sich Milnacipran von den Antidepressiva der ersten Generation durch eine relativ saubere Wirkung nur auf die Konzentration der beiden Neurotransmitter (Botenstoffe) Serotonin und Noradrenalin abhebt.
Aus einer wissenschaftlichen Zusammenfassung
Treatment options and patient perspectives in the management of fibromyalgia: future trends
Kim Lawson
Biomedical Research Centre, Sheffield Hallam University, Faculty of Health and Wellbeing, Sheffield, UK
von 2008 dazu folgendes Zitat
Ende Zitat
Übersetzung
Milnacipran Symptome lindert Schmerzen und verbessert die Lebensqualität (z.B. PGI und FIQ scores) von Fibromyalgie (FM) Kranken (Vitton et al 2004; Gendreau et al 2005). Eine Reduktion der Schmerzen um 50% oder mehr wurde bei bis zu 37% der Patientenpopulation und eine Verbesserung der Schmerzlinderung wurde in nicht-depressiven Patienten, die mit Milnacipran behandelt worden waren, beobachtet. Diese Ergebnisse sind mit der analgetischen Wirkung von Milnacipran, wie die von Duloxetin, in Einklang, also nicht eine Folge der Verbesserung der Stimmung. Die dauerhafte Wirksamkeit von Milnacipran zur Behandlung von FM wurde in 15-wöchigen, 6-Monats-und 12-Monats-RCTs, in denen mehrdimensionale Symptom Verbesserung berichtet wurden (Clauw et al 2007a, b; Goldenberg et al 2007).
Die SNRIs, Duloxetin und Milnacipran, sind gut verträglich, weil sie keine Wechselwirkung mit adrenergen, cholinergen oder Histamin-Rezeptoren, oder Natrium-Kanälen aufweisen und damit nur wenige der vielen negativen Auswirkungen der TCA (Tricyclischen Antidepressiva, z.B. Amitriptylin) haben. Jedoch sollte angemerkt werden, dass Schlafstörungen ein häufig berichteter unerwünschter Effekt von Duloxetin ist, und das bei einem Zustand, bei dem Schlafstörungen ein Hauptsymptom darstellt (Arnold et al 2004, 2005, Russell et al 2008).
Aktualisiert (Sonntag, den 21. März 2010 um 17:15 Uhr)





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