Die Hochempfindlichen = so wenig wie möglich behandeln

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SchwachSuper 
Lesen Sie auch die Artikel  Trigeminusneuropathie & Kunststofffüllungen = Katastrophe  und  Schmerzgeschichten aus Foren, nicht verursacht von Zähnen


3 Patientenschicksale aus der Internetberatung in dieser Woche verdeutlichen, wie die krankhafte Hochempfindlichkeit im Bereich des Trigeminus böse in das Schicksal der Betroffenen eingreift. Es handelt sich überzufällig oft um Frauen zwischen 16 und 50 Jahren, also im gebärfähigen Alter, die nach einem zahnärztlichen Eingriff plötzlich Schmerzen erleben, die mit dem Befund, oder der Behandlung nicht erklärbar sind.

-------- > im August 2004 bekam ich rechts unten im Backenzahn Zahnschmerzen. Mir wurde der Zahn aufgebohrt, Karies entfernt und neu gefüllt. Die Schmerzen nahmen kein Ende. Dann wurde ich auf Paradontose behandelt, im Dezember 2004 wurden mir der obere und der untere Weisheitszahn entfernt. Immernoch unerklärliche Schmerzen. Im Mai 2005 wechselte ich den Zahnarzt. Dort bekam ich eine "Medikamentenfüllung" in den unteren Backenzahn, mehrmals wiederholt und Parandontosebehandlungen (Spritzen ins Zahnfleisch). Im August 2005 stärkste Schmerzen im hinteren Backenzahn, so dass ich ihn mir vom Notdienst reissen lies. Immernoch Schmerzen. Zur Zeit habe ich seit 23.05. wieder eine Meikamenteneinlage im oberen und unteren Backenzahn. <---------


Das sind fast 2 Jahre "Zahnschmerzen". Und dieser Ausschnitt

-------> ...... Dabei bin ich (weibl. 41J) .......Vorgang war äußerst schmerzhaft. Sehr schmerzempfindliche Zähne im oberen Bereich hinten und überall dort, wo die Amalgamfüllungen entfernt wurden.......2003 Zahnhälse gereizt, starke Überempfindlichkeit insbesondere oben........Wurzelbehandlung letzter Backenzahn oben rechts. Danach wurde der Zahn wurde gezogen.........Es wurden 5-6 Versuche gestartet und immer wieder nachgespritzt, die Zähne waren einfach nicht zu betäuben........der unter Vollnarkose alle 8 oberen Zähne überkronen soll und der bis heute versucht das Problem in den Griff zu bekommen..........Die Beschwerden verschlimmerten sich, überaus schmerzempfindliche Zähne im oberen Bereich, dort wo die Kronen sind........<-----------


Auch hier zeigt sich das Problem, dass die üblichen zahnärztlichen Maßnahme zur Schmerzbekämpfung nicht mehr reichen. Und da sollte jeder Zahnmediziner innehalten und die Frage stellen, was denn nun wirklich das Problem ist: ein echter Befund, oder ein neurogener Schmerz. Da es in der Zahnmedizin nur 2 bis 3 klinische Befunde gibt, die heftigste Schmerzen auslösen (akute Pulpitis, bakterieller eitriger Abszeß im Kieferknochen ohne Drainage, und selten: Parodontalabszeß), kann der Zahnarzt anhand vom Verlauf und Stärke der Schmerzen eigentlich schon bald ahnen, dass die Schmerzen nicht mehr vom Befund im Mund abhängig sind. Und spätestens dann verbieten sich weitere chirurgische Behandlungen.

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