Haftverbund zwischen Dentin und Komposite ist nicht langzeitstabil

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Lesen Sie auch die Artikel  Wasser aus Dentin macht Kunststoff undicht  und  Da geht nur GIZ

 

In dieser japanischen Tierversuchsstudie an Affen aus dem Jahr 2005 wird deutlich, dass die Klebung des Komposites auf Dentin mit den "modernen" Adhäsiven längst nicht so verläßlich funktioniert, wie das die begeisterten Anhänger der "Adhäsiv-Zahnmedizin" gerne sehen würden. In diesem Experiment wurden jeweils 10 Zähne per Zufallsgenerator mit 2 verschiedenen Kunststoff-Klebesystemen : Unifil Bond (selbstätzendes Zweischrittsystem) und Z250 (Komposit) oder mit Single Bond (Ätzgel und Einflaschen-Adhäsiv) und Z250 versorgt.

Nach einem Jahr Tragezeit erhielten die Tiere weitere 10 Füllungen mit den gleichen Materialien und wurden dann nach 24 Stunden geopfert. Alle 40 Füllungen wurden zunächst einer Zugkraftmessung zugeführt, um den Haftverbund zwischen Dentin und Komposit direkt messen zu können. Bei beiden Klebesystemen war der Unterschied zwischen den 24 Stunden alten Proben (Unifil Bond 38,7 MPa, Single Bond 48,1 MPa) und den 1-Jahresproben (Unifil Bond 14,4 MPa, Single Bond 11,7 MPa) enorm und statistisch hochsignifikant.

Legt man nun die Proben unter ein Elektronenmikroskop, dann zeigt sich, dass die Verbundzone des selbstätzenden Klebers (Unifil Bond) deutlich besser aussieht als die des Einflaschensystems mit vorheriger Phosphorsäureätzung (Single Bond). Bei letzteren lassen sich nach einem Jahr Porositäten, Hohlräume und freigelegte Kollagenfasern finden. Die Frakturlinien befinden sich sowohl innerhalb als auch über der Hybridschicht. Hauptsächlich aber ist das Materialversagen außerhalb der Hybridschicht zu beobachten.

Schlußfolgerung: Die Dauerhaftigkeit der Dentinklebung ist mit allen bisher bekannten Bondsystemen keineswegs als stabil zu betrachten. Innerhalb nur eines Jahres sinkt die durchschnittliche Klebehaftung von vergleichsweise hohen Werten nach 24 Stunden auf ca. 1 Drittel nach einem Jahr. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass dieser Auflösungsprozess nach einem Jahr plötzlich beendet ist. Außerdem scheint die Phosphorsäureätzung des Dentins in Bezug auf die Bildung von Hohlräumen schlechter zu funktionieren als die Selbstätzung. Vor der unkritischen Verarbeitung von Komposit in jedem Mund muss deshalb gewarnt werden.

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  • Elva's Avatar
    By-Elva
    17 Sep 2014 08:16
    Hallo Daniela, ja, das stimmt: ich habe Schmerzen auch im Bereich der gezogenen Zähne (sodass ich schon den verbliebenen Nachbarzahn verdächtigt habe, aber der ist absolut kariesfrei). Aber: ich meine, die Schmerzen sind nach der Extraktion...
  • Daniela's Avatar
    16 Sep 2014 13:14
    ähhh ich wollte nur noch erwähnen das ein ziehen der Zähne bzw alle Zähne die Schmerzen nicht unbedingt dazu führt das Du keine Schmerzen mehr hast. Klar wenn es noch um die Frage geht lieber Wurzelsptizenrevision oder Zahn ziehen mag ich das...
  • missy's Avatar
    16 Sep 2014 09:49
    Hallo Elva, da ich nicht vom Fach bin, kann ich leider nicht viel dazu sagen- außer das ich Dich bestens verstehen kann.Mir geht es ähnlich und ich weiß nicht, ob mit den Zähnen wirklich was ist oder nicht. Mit den Nerven bin ich...
  • Elva's Avatar
    By-Elva
    16 Sep 2014 09:45
    Hallo Manu, auch dir lieben Dank für die Antwort! Ich sage mir auch, dass einen weitaus Schlimmeres treffen kann, andererseits habe ich teilweise schon recht starke Schmerzen, die sich schlecht ignorieren lassen. Ich habe mir schon...
  • missy's Avatar
    Hallo an alle, ich bin gerade sehr verzweifelt.... Vor einem Jahr wurde am 1.4 eine Wb vorgenommen-Ruhe, Krone drauf. Nach 9 Monaten , April 14, vereitert...es wurde wohl nur 1 Kanal gefunden, jetzt muss der 2. behandelt werden ! Sehr...
  • Manu's Avatar
    By-Manu
    12 Sep 2014 13:08
    Hallo liebe Elva, ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das eine abwartende Haltung und den Schmerz als Gegeben zu akzeptieren das Beste ist. Ich habe damals auch immer mit der Angst gelebt, dass etwas ganz schlimmes mit den Zähnen geschieht....
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