Kollateralschäden durch Austausch von Füllungen

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SchwachSuper 

Lesen Sie auch die Artikel Komposite ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss  und  Füllungsexperimente mit Affen - die Ergebnisse

 

Legt man sich die Frage vor, wie oft man denn einen Zahn tatsächlich füllen kann, stößt man auf den erstaunlichen Befund, dass die zahnmedizinische Wissenschaft dazu relativ wenig Konkretes weiß. Die Herren Krejci und Lutz (Zürich) haben dazu einmal folgende Untersuchung angestellt: sie haben Acrylmolaren (Backenzähne aus Kunststoff) mit 4 verschiedenen Materialien gefüllt, diese Zähne dann in ein Phantom-Modell eingebaut und dann Zahnärzten die Aufgabe erteilt, diese Füllungen wieder zu entfernen. Dabei wurde der bohrbedingte Verlust am eigentlichen Zahn und die Zeit, die dafür gebraucht wurde, gemessen. Das Resultat war, dass für das Entfernen von Komposit rund 30 Minuten gebraucht wurden im Gegensatz zu Amalgam mit 15 Minuten und der Verlust an Zahnmaterial betrug bei Komposit 40 mm3, bei Amalgam nur rund 20 mm3. Bestätigt wird diese Tendenz von einer weiteren Untersuchung, die ebenfalls, diesmal mit einer Cerec Videokamera, herausfindet, dass die Entfernung von Amalgamfüllungen schneller und weniger verlustreich am Restzahn ist, als die Entfernung von Komposit und Kompomer.

Ein großer Backenzahn ist etwa 10 mal 10 mal 6 mm groß ist, das ergibt ein Gesamtvolumen von 600 mm3, und stellt das Maximum dessen dar, was beschliffen werden kann. Setzt man jetzt 40 mm3 für die Sekundärkaries an, und für eine Erstfüllung in der "mod" Variante ca. 130 mm3 an, dann läßt sich daraus folgern:

  • Mit der Amalgam Füllung Nr. 1 (mod, Amalgam) fehlen an der Zahnhartsubstanz = 130 mm3
  • Mit der Kunststoff Füllung Nr. 2 fehlen 130 + 40 Sek.Karies + 20 Verlust beim Entfernen Amalgam = 190 mm3
  • Mit der Kunststoff Füllung Nr. 3 fehlen 190 + 40 Sek.Karies + 40 Verlust beim Entfernen Kunststoff = 270 mm3
  • Mit der Kunststoff Füllung Nr. 4 fehlen 270 + 40 Sek.Karies + 40 Verlust beim Entfernen Kunststoff = 350 mm3

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  • Elva's Avatar
    Hallo Daniela, ja, das stimmt: ich habe Schmerzen auch im Bereich der gezogenen Zähne (sodass ich schon den verbliebenen Nachbarzahn verdächtigt habe, aber der ist absolut kariesfrei). Aber: ich meine, die Schmerzen sind nach der Extraktion...
  • Daniela's Avatar
    16 Sep 2014 13:14
    ähhh ich wollte nur noch erwähnen das ein ziehen der Zähne bzw alle Zähne die Schmerzen nicht unbedingt dazu führt das Du keine Schmerzen mehr hast. Klar wenn es noch um die Frage geht lieber Wurzelsptizenrevision oder Zahn ziehen mag ich das...
  • missy's Avatar
    16 Sep 2014 09:49
    Hallo Elva, da ich nicht vom Fach bin, kann ich leider nicht viel dazu sagen- außer das ich Dich bestens verstehen kann.Mir geht es ähnlich und ich weiß nicht, ob mit den Zähnen wirklich was ist oder nicht. Mit den Nerven bin ich...
  • Elva's Avatar
    By-Elva
    16 Sep 2014 09:45
    Hallo Manu, auch dir lieben Dank für die Antwort! Ich sage mir auch, dass einen weitaus Schlimmeres treffen kann, andererseits habe ich teilweise schon recht starke Schmerzen, die sich schlecht ignorieren lassen. Ich habe mir schon...
  • missy's Avatar
    Hallo an alle, ich bin gerade sehr verzweifelt.... Vor einem Jahr wurde am 1.4 eine Wb vorgenommen-Ruhe, Krone drauf. Nach 9 Monaten , April 14, vereitert...es wurde wohl nur 1 Kanal gefunden, jetzt muss der 2. behandelt werden ! Sehr...
  • Manu's Avatar
    By-Manu
    12 Sep 2014 13:08
    Hallo liebe Elva, ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das eine abwartende Haltung und den Schmerz als Gegeben zu akzeptieren das Beste ist. Ich habe damals auch immer mit der Angst gelebt, dass etwas ganz schlimmes mit den Zähnen geschieht....
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