Noch ein Gegenargument gegen Kunststoff

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SchwachSuper 


Kunststoffüllungen wechseln, wann nötig? Habe keine Zahnbeschwerden im Moment. Wohne seit kurzen in einer anderen Stadt und habe ein Zahnarzt (Jahreskontrolle) besucht. Nun aber meinte er (ohne ein Röntgenbild zu machen), dass ich meine ganzen Füllungen (Kunststoff) dringend auswechseln muss, da Sie meinen Zähnen schaden. Es handelt sich um 5 Backenzahn-Füllungen die etwa vor 12-15 Jahren gemacht wurden.Nun die Frage... Muss ich meine Füllungen wechseln lassen, obwohl ich keine Beschwerden damit habe? Oder plant mein ZA Karibik-Ferien?Hatte jemand ähnliche Probleme? Danke schonmal für die Antworten.greenmama

13.06.07 15:53-  Hat er gesagt warum diese schaden Undicht oder Karies oder dergleichen??  simi500
13.06.07 15:56   WowWow, 12-15 Jahre für Kunststoff-Füllungen?? Das klingt rekordverdächtig, sei froh, dass Du bisher keine Probleme hattest.Es ist absolut möglich, dass die schon undicht sind, normalerweise halten Kunststoff-Füllungen maximal 5-7 Jahre! Aber hol Dir noch eine Zweit-Meinung ein! Liebe Grüße, Laserguy (zahnforum.org)  Thomas Bauer
13.06.07 17:56    an greenmama  Meine Kunststoffüllungen sind laut Röntgenbild alle kaputt, überall Sekundärkaries drunter, obwohl sie erst paar Monate drin sind - und das trotz 3 X Zähneputzen täglich. Insofern würde ich mal vermuten, dass deine Füllungen wohl auch nicht mehr so toll ist. Ein Röntgenbild gibt Klarheit.   Marianne2
13.06.07 18:04-  ich habe auch 15 Jahre alte Kunststofffüllungen - allerdings nicht in den Backenzzähnen. Also unmöglich ist es nicht, dass sie noch in Ordnung sind.Bevor Du da was wechseln lässt frage wirklich noch mal einen anderen Zahnarzt. Normalerweise kann der Zahnarzt recht leicht erkennen, ob die Füllungen getauscht werden müssen oder nicht - mittels Röntgenbild oder draufschauen.  Trinity001

Soweit der aktuell laufende Thread über die Notwendigkeit von Redentistry (Wiederholungsleistungen). Was die Patienten hier schildern, ist ein schwerwiegender Problempunkt des Füllungsmaterials Kunststoff: wann genau ist der richtige Zeitpunkt, das Material wieder herauszubohren? Diese Frage ist doch schon pervers, geht sie doch von der  Vorstellung aus, dass Füllungen prinzipiell keine Chance auf lebenslange Funktion haben.

Und das ist Unfug. Amalgam Füllungen und Gold-Inlays sind ernsthaft befähigt, 50 Jahre zu funktionieren. Kunststoff ist es nicht, weil es kein Metall ist und nie dessen Eigenschaften haben wird.

An den folgenden Punkten können sich Patienten orientieren bei der Frage, ob die Angaben des Behandlers über die Notwendigkeit von Füllungserneuerungen schlüssig und belastbar sind:
  1. Auf welcher Datengrundlage wird die Entscheidung zur Füllungserneuerung gestellt? Nur gekuckt, mit Hakensonde (spitzer Pieckser) langsam Zähne umrundet, oder auch Bissflügel-Röntgenaufnahme angefertigt?
  2. Stimmt das Verhältnis zwischen Zeit für die Schadenermittlung und der Ausdehnung der Behandlung? Ein 30-Sekundenblick in den Mund mit der Feststellung alles müsse neu ist sicher nicht so ernst zu nehmen, wie eine Befundaufnahme von vollen 10 Minuten und anschließender Besprechung von Einzelbefunden.
  3. "Kompletterneuerungen" sind grundsätzlich in Frage zu stellen. Ist wirklich jede einzelne Füllung der Vorbehandler schlecht? Das ist statistisch schon deswegen fragwürdig, weil Füllungen normalerweise sehr unterschiedlich alt sind und die Belastung je nach Zahn stark schwankt und das Kariesrisiko auch nicht einheitlich im ganzen Mund verteilt ist.
  4. Erneuerungen von Füllungen, die noch kein Jahr alt sind. Bei solchen Füllungen ist eine "Sekundärkaries" als Begründung reichlich fadenscheinig. Wenn das wirklich so ist, dann ist es selbstverständlich in Ordnung, aber das kommt real nur als Ausnahme vor. Wenn Behandler serienweise mit diesem Argument Füllungen ausbohren, sollten die Alarmglocken klingeln.

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