Eins zu null für Amalgam, Studie aus 2007

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Der Originaltext lautet:
Survival and reasons for failure of amalgam versus composite posterior restorations placed in a randomized clinical trial. Bernardo M, Luis H, Martin MD, Leroux BG, Rue T, Leitão J, DeRouen TA. Community and Preventive Dentistry, Faculdade de Medicina Dentária, Universidade de Lisboa, Portugal. BACKGROUND: Failure of dental restorations is a major concern in dental practice. Replacement of failed restorations constitutes the majority of operative work. Clinicians should be aware of the longevity of, and likely reasons for the failure of, direct posterior restorations. In a long-term, randomized clinical trial, the authors compared the longevity of amalgam and composite. SUBJECTS, METHODS AND MATERIALS: The authors randomly assigned one-half of the 472 subjects, whose age ranged from 8 through 12 years, to receive amalgam restorations in posterior teeth and the other one-half to receive resin-based composite restorations. Study dentists saw subjects annually to conduct follow-up oral examinations and take bitewing radiographs. Restorations needing replacement were failures. The dentists recorded differential reasons for restoration failure. RESULTS: Subjects received a total of 1,748 restorations at baseline, which the authors followed for up to seven years. Overall, 10.1 percent of the baseline restorations failed. The survival rate of the amalgam restorations was 94.4 percent; that of composite restorations was 85.5 percent. Annual failure rates ranged from 0.16 to 2.83 percent for amalgam restorations and from 0.94 to 9.43 percent for composite restorations. Secondary caries was the main reason for failure in both materials. Risk of secondary caries was 3.5 times greater in the composite group. CONCLUSION: Amalgam restorations performed better than did composite restorations. The difference in performance was accentuated in large restorations and in those with more than three surfaces involved. CLINICAL IMPLICATIONS: Use of amalgam appears to be preferable to use of composites in multisurface restorations of large posterior teeth if longevity is the primary criterion in material selection.


Auf Deutsch:
Das Überleben und die Gründe für das Scheitern von Amalgam und Komposite Füllungen in Seitenzähnen, die in einer randomisierten klinischen Studie gelegt wurden
Bernardo M, Luis H, Martin MD, Leroux BG, Rue T, Leitão J, DeRouen TA.
Community and Preventive Dentistry, Faculdade de Medicina Dentária, Universidade de Lisboa, Portugal.

Hintergrund: Das Scheitern von zahnärztlichen Restaurationen ist ein großes Problem in der zahnärztlichen Praxis. Die Wiederholung von zerstörten Füllungen macht die Mehrheit der zahnärztlichen Arbeit aus. Klinisch Tätige sollten also die Dauerhaftigkeit und die möglichen Gründe für das Scheitern von direkt gelegten Füllungen kennen. In dieser Lanzeitstudie versuchten die Autoren die Haltbarkeit von Amalgam und Kunststoff durch eine systematische randomisierte (zufällige) Anordnung zu ermitteln.
Patienten, Methoden und Material: Die Autoren verteilten von den 472 Patienten die Hälfte per Zufall auf die beiden Materialien. Die Patienten waren zu diesem Zeitpunkt 8 bis 12 Jahre alt. Die an der Studie teilnehmenden Zahnärzte sahen die Patienten einmal pro Jahr zur Kontrolle und nahmen jeweils eine Röntgen-Bißflügel-Kontrollaufnahme (!). Alle Füllungen, die eine Erneuerung verursachten, wurden als gescheitert betrachtet. Die Zahnärzte notierten unterschiedliche Gründe für die Erneuerung.
Ergebnisse: Die Patienten erhielten am Start des Experiments 1.748 Füllungen, die dann 7 Jahre weiter verfolgt wurden. Insgesamt scheiterten 10,1% aller Füllungen. Die Überlebensrate von Amalgam war 94,4% von Komposite dagegen nur 85,5%. Die jährliche Versagensrate bei Amalgam lag zwischen 0,16 und 2,83% und die von Komposite zwischen 0,94 und 9,43% . Das Risiko einer Sekundärkaries war 3,5 mal höher in der Komposite Gruppe als in der Amalgam Gruppe.
Schlussfolgerung: Amalgam Füllungen halten besser als Komposite Füllungen. Der Unterschied betrifft besonders große Füllungen mit mehr als 3 Flächen. Es erscheint sinnvoll, da Amalgam als Material zu bevorzugen, wo die Haltbarkeit das primäre Kriterion ist.

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