Kieferorthopädische Forschung abgewatscht

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SchwachSuper 

Lesen Sie dazu auch die Artikel Zielgrößen in der Zahnmedizin und Wissenschaft ist zum Unterpflügen da, meint die DGFDT aus der Rubrik Biss, Knirschen und 'Funktion'

 

Das  "Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information" (DIMDI) mit Sitz in Köln ist ein staatliches Unternehmen unter der Aufsicht des Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Eines seiner Hauptaufgaben scheint die Erstellung von sogenannten "Health Technology Assessments (HTA)" zu sein, worunter das Institut laut Eigenwerbung "die systematische Bewertung medizinischer Prozesse und Verfahren als wirksames Mittel zur Sicherung der Qualität und Wirtschaftlichkeit im deutschen Gesundheitswesen" versteht.sany0052.jpg

Dieses DIMDI hat nun ein HTA zur Kieferorthopädie in Deutschland veröffentlicht mit dem Titel "Mundgesundheit nach kieferorthopädischer Behandlung mit festsitzenden Apparaten", geschrieben von den Autoren Wilhelm Frank, Karin Pfaller und Brigitte Konta , die auf 64 Seiten mit 224 hauptsächlich englischsprachigen Literaturverweisen darlegen, dass

 

  • fast die gesamte Forschung der Kieferorthopäden sich immer nur um den kleinen Kreis dreht: mit welchem Behandlungsmittel bekomme ich welches Ergebnis am besten hin.
  • wenn man die Grundsatzfrage stellt, wofür die Kieferorthopäde jetzt wirklich gut ist, die Ästetik (Aussehen) letztlich als einziger harter Grund übrig bleibt.
  • die vielbeschworene Mundgesundheit (die selbst kaum definiert ist) wahrscheinlich wenig, wenn überhaupt etwas mit der KFO-Behandlung zu tun hat.
  • es praktisch keine belastbaren Feldstudien zu den Fragen gibt: was nutzt die KFO bei Karies, bei Parodontalproblemen oder der Kaufähigkeit in der Langzeitbetrachtung. Lediglich hinsichtlich TMD ist man sich heute sicher, dass KFO die TMD wohl nicht beeinflusst, auch nicht negativ.

 


Was ist daran die Watsche?

 

Das BMG (Bundesministerium für Gesundheit) hat sich einfach mal angeschaut, wieviel Kinder in Deutschland kieferorthopädisch behandelt werden und wieviele im europäischen Ausland. Und dabei ist aufgefallen, dass in Deutschland die Gebisse fürchterlich viel krummer sein müssen, denn sonst wäre ja die erhebliche Behandlungsübermenge nicht zu erklären. Also kommt jetzt die Beamtenschaft im BMG auf die Idee zu fragen: warum glauben wir eigentlich den KFOten, wer behandlungsbedürftig ist und wer nicht? Wessen Einkommen hängt denn davon ab?

Also schauen wir mal a) was machen die anderen Europäer?, b) was wissen wir aus wissenschaftlichen Studien? Und im Fall a) werden unsere besserverdienenden Kollegen mit dem Finger im Honigglas erwischt und im Fall b) ohne Unterhose. Dafür gibt es die Haue.


Der  Bundesverband Deutscher Kieferorthopäden (BDK) hat indes schon reagiert und schreibt u.a.:

.... Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Grundlage der neuen Gebührenordnung im privaten Versicherungsbereich und der Finanzierbarkeit der gesetzlichen Versicherungen sowie der Entwicklung des Faches Kieferorthopädie im europäischen und internationalen Ausland ist die Frage nach evidenzbasierten Studien zur Absicherung der Wirkung von kieferorthopädischen Behandlungen kritisch zu hinterfragen ....


... Es war und ist die Kieferorthopädie, die dem Thema Kiefergelenk und Okklusion ihre heutige Bedeutung in der Zahnheilkunde mit auf den Weg gegeben hat ....


... Wir sehen die DIMDI-Studie als einen weiteren Beleg dafür, dass Kieferorthopädie ein Fachzahnarztberuf ist und auch bleiben muss... 


Kommentar: wer lesen kann .... 

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  • Elva's Avatar
    By-Elva
    17 Sep 2014 08:16
    Hallo Daniela, ja, das stimmt: ich habe Schmerzen auch im Bereich der gezogenen Zähne (sodass ich schon den verbliebenen Nachbarzahn verdächtigt habe, aber der ist absolut kariesfrei). Aber: ich meine, die Schmerzen sind nach der Extraktion...
  • Daniela's Avatar
    16 Sep 2014 13:14
    ähhh ich wollte nur noch erwähnen das ein ziehen der Zähne bzw alle Zähne die Schmerzen nicht unbedingt dazu führt das Du keine Schmerzen mehr hast. Klar wenn es noch um die Frage geht lieber Wurzelsptizenrevision oder Zahn ziehen mag ich das...
  • missy's Avatar
    16 Sep 2014 09:49
    Hallo Elva, da ich nicht vom Fach bin, kann ich leider nicht viel dazu sagen- außer das ich Dich bestens verstehen kann.Mir geht es ähnlich und ich weiß nicht, ob mit den Zähnen wirklich was ist oder nicht. Mit den Nerven bin ich...
  • Elva's Avatar
    By-Elva
    16 Sep 2014 09:45
    Hallo Manu, auch dir lieben Dank für die Antwort! Ich sage mir auch, dass einen weitaus Schlimmeres treffen kann, andererseits habe ich teilweise schon recht starke Schmerzen, die sich schlecht ignorieren lassen. Ich habe mir schon...
  • missy's Avatar
    Hallo an alle, ich bin gerade sehr verzweifelt.... Vor einem Jahr wurde am 1.4 eine Wb vorgenommen-Ruhe, Krone drauf. Nach 9 Monaten , April 14, vereitert...es wurde wohl nur 1 Kanal gefunden, jetzt muss der 2. behandelt werden ! Sehr...
  • Manu's Avatar
    By-Manu
    12 Sep 2014 13:08
    Hallo liebe Elva, ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das eine abwartende Haltung und den Schmerz als Gegeben zu akzeptieren das Beste ist. Ich habe damals auch immer mit der Angst gelebt, dass etwas ganz schlimmes mit den Zähnen geschieht....
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