Neuropathischer Mund/Gesichtsschmerz Teil 2

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: Aust Endod J. 2000 Aug;26(2):53-63. Links

Neuropathic orofacial pain. Part 2-Diagnostic procedures, treatment guidelines and case reports.

Department of Anaesthesia and Pain Management, University of Sydney at Royal North Shore Hospital. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Neuropathic orofacial pain can be difficult to diagnose because of the lack of clinical and radiographic abnormalities. Further difficulties arise if the patient exhibits significant distress and is a poor historian regarding previous diagnostic tests and treatments, such as somatosensory local anaesthetic blockade. Valuable information can be obtained by utilising the McGill Pain Questionnaire that allows the patient to choose words that describe the qualities of his/her pain in a number of important dimensions (sensory and effective). Basal pain intensity should be measured with the visual analogue scale, a simple instrument that can evaluate the efficacy of subsequent treatments. The dentist or endodontist can employ sequential analgesic blockade with topical anaesthetics and perineural administration of plain local anaesthetic to ascertain sites of neuropathology in the PNS. These can be performed in the dental chair and in a patient blinded manner. Other, more specific, tests necessitate referral to a specialist anaesthetist at a multidisciplinary pain clinic. These tests include placebo controlled lignocaine infusions for assessing neuropathic pain, and placebo controlled phentolamine infusions for sympathetically maintained pain. The treatment/management of neuropathic pain is multidisciplinary. Medication rationalisation utilises first-line antineuropathic drugs including tricyclic antidepressants such as amitriptyline and nortriptyline, and possibly an anticonvulsant such as carbamazepine, sodium valproate, or gabapentin if there are sharp, shooting qualities to the pain. Mexiletine, an antiarrhythmic agent and lignocaine analogue, may be considered following a positive patient response to a lignocaine infusion. All drugs need to be titrated to achieve maximum therapeutic effect and minimum side effects. Topical applications of capsaicin to the gingivae and oral mucosa are a simple and effective treatment in two out of three patients suffering from neuropathic orofacial pain. Temporomandibular disorder is present in two thirds of patients and should be assessed and treated with physiotherapy and where appropriate, occlusal splint therapy. Attention to the patient's psychological status is crucial and requires the skill of a clinical psychologist and/or psychiatrist with pain clinic experience. Psychological variables include distress, depression, expectations of treatment, motivation to improve, and background environmental factors. Unnecessary dental treatment to "remove the pain" with dental extractions is contraindicated and aggravates neuropathic orofacial pain.

PMID: 11359283 [PubMed - indexed for MEDLINE]


Übersetzung

Neuropathische Gesichtsschmerzen Teil 2, Behandlungs Leitlinien und Fall Berichte


Vickers ER, Cousins MJ.

Department of Anaesthesia and Pain Management, University of Sydney at Royal North Shore Hospital. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 
Neuropathischer Gesichtsschmerz ist teilweise schwer zu diagnostizieren, weil klinische und röntgenologische Abweichungen fehlen. Weitere Schwierigkeiten entstehen, wenn der Patient stark beeinträchtigt ist und sich dazu seine früheren diagnostischen Tests und Behandlungen, z.B. lokalanästhetische Blockaden von sensiblen Nerven nicht merken kann. Wertvolle Information kann durch den Gebrauch des McGill Schmerz Fragebogens ermittelt werden, der es erlaubt, dass Patienten Worte wählen, um seine/ihre Schmerzqualität in einer Anzahl von verschiedenen Dimensionen (Gefühl und ausmachende Größe) auszudrücken. Die Dauer Schmerzstärke sollte mit Hilfe der visuellen Analog Skala (VAS) gemessen werden. Die VAS ist ein einfaches Instrument zur Erkennung der Effektivität der nachfolgenden Behandlung. Der Zahnarzt oder Endodontist kann aufeinander folgende Blockaden (von Nerven) mit Betäubungsmittel auf die Haut und Einstichbetäubungen um die Nerven einsetzen, um die Stelle der Nerverkrankung im peripheren Nervensystem (PNS) einzugrenzen. Das kann im zahnärztlichen Behandlungsstuhl stattfinden in einer für die Patienten unerkennbaren Weise. Andere, tiefere Tests benötigen die Überweisung zu einem Spezialisten für Anästhesie an einer multidisziplinzären Schmerzklinik. Diese Tests beeinhalten Placebo kontrollierte Lignocaine Infusionen zur Bestimmung neuropathischer Schmerzen und Placebo kontrollierte Phentolamin Infusionen zur Bestimmtung von sympathisch (autonomes Nervensystem) unterhaltenen Schmerzen.

Die Behandlung und das Management von neuropathischen Schmerzen ist multidisziplinär. Die medikamentöse Vernunftsbehandlung benutzt die Mittel der ersten Wahl der Antineuropathika, welche  aus tricyclischen Antidepressiva wie Amitriptylin und Nortriptylin bestehen, und auch ein Anticonvulsant wie Carbamazepin, Sodium Valproat oder Gabapentin, wenn scharfe und einschießende Schmerzen vorkommen. Mexiletin, ein antiarrythmisches Mittel und Lignocain Analog, kann überlegt werden bei positiver Reaktion auf die Lignocain Infusion. Alle Medikamente müssen auftitriert werden, um den besten Punkt zwischen maximalem therapeutischen Effekt und niedrigem Nebenwirkungen zu erreichen. Das Auftragen von Capsaicin auf das Zahnfleisch und die Mundhöhlenschleimhaut ist ein einfaches und effektives Mittel bei zwei von drei Patienten, die an neuropathischen Schmerzen im Mundbereich leiden.

Unter einer Temporomandibular Disorder (TMD) leiden 2/3 der Neuropathie Patienten und diese sollte bestimmt werden und behandelt werden mit Physiotherapie und dort wo es sinnvoll ist, mit einer okklusalen Schiene. Der psychologische Zustand des Patient ist entscheidend und erfordert die Fähigkeiten eines klinischen Psychologen und/oder Psychiaters mit klinischer Schmerzerfahrung. Die psychologisch unbekannten Faktoren sind Stress, Depression, Erwartung an die Behandlung, eigene Motivation zum Verbessern, und der persönliche Hintergrund. Eine unnötige zahnärztliche Behandlung zur "Schmerzbeseitigung" mit Ziehen von Zähnen ist falsch und verschlimmert die neuropathischen Mund/Gesichtsschmerzen.

 

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