Trigeminus Neuropathien sind schlimmer

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SchwachSuper 

Lesen Sie auch die Artikel Neuropathische Forschung direkt am Trigeminus schon 2002  und  Neuropathische Schmerzen besänftigen   aus der Rubrik  Biss, Knirschen und 'Funktion'

 

 

trigeminusspinal.jpg Diese Grafik ist folgender Studie  entnommen:

 

J Neurosci. 2008 Aug 20;28(34):8489-501.Click here to readLinks

Differential implication of proinflammatory cytokine interleukin-6 in the development of cephalic versus extracephalic neuropathic pain in rats.

Université Pierre et Marie Curie-Paris 6, Faculté de Médecine Pierre et Marie Curie, Site Pitié-Salpêtrière, Institut Fédératif de Recherche 70 des Neurosciences, Unité Mixte de Recherche S677, F-75013 Paris, France. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Hier die Ultrakurzfassung

Französische Neurologen binden bei Ratten in einer Gruppe den Nervus Sciaticus (Spinalnerv für ein Hinterbein) - = SN in der obigen Grafik - mit Nahtmaterial etwas zusammen, um eine Nervschädigung und nachfolgend neuropathische Schmerzen auszulösen. In einer zweiten Gruppe von Ratten verwenden sie statt dem Beinnerv den 2. Ast des Trigeminus, den Nervus Infraorbitalis - = ION in der Grafik. Eine dritte und vierte Gruppe bilden die Sham-Ratten, das sind Ratten mit einer genau gleichen Operation, allerdings ohne Nahtmaterial um den Nerv.

Ergebnis: Zwischen dem 7. und 14. Tag nach der OP wird der 2. Ast des Trigeminus superempfindlich. Von einem Normalwert von 12 Gramm sinkt die Empfindlichkeit auf ca. 0,4 Gramm Tastempfindlichkeit und das über die gesamte Versuchsdauer von 140 Tagen. Der Beinnerv verzeichnet dagegen weitaus geringere Zunahmen der Empfindlichkeit: Am 14. Tag liegt die Empfindlichkeit bei ca. 6 bis 10 Gramm von vorher 60 Gramm. 

Die Forscher legen weitere biochemische Beweise (Cytokine, Interleukin) vor, dass sich die trigeminale = Kopfnerv Neuropathie von der spinalen - Körpernerv Neuropathie grundsätzlich unterscheidet. Insbesondere auch den Nachweis, dass die Wirkstoffe zur Bekämpfung verschieden sind und sein müssen.

 

Kommentar 1

Seit hundert Jahren behauptet Zahnfilm DE (also im wesentlichen Joachim Wagern, Zahnarzt), dass die Empfindlichkeit des 5. Kopfnerven der einzige Grund ist, warum die Zahnmedizin sich so wichtig nehmen darf. Allmählich verdichten sich die handfesten Beweise für a) die Richtigkeit der Behauptung in Bezug auf den Restkörper und b) die entscheidende Rolle der Pathologie (Krankengeschichte) des Trigeminus für eine Mehrzahl der bisher nicht wirklich geklärten Schmerzerkrankungen im Gesicht. Hier haben wir schwarz auf weiß den Nachweis, dass die Empfindlichkeit des berüchtigten Nervs im Bereich der Kiefer innerhalb weniger Tage um den Faktor (!) 20 bis 30 ansteigt und sich das während des folgenden halben Rattenlebens nicht mehr beruhigt. Das ist nichts weniger als "the missing link" (= das wichtigste fehlende Puzzleteilchen).

Uns fehlen aber noch

1. die verursachende Umschlingung des Trigeminusastes durch Nahtmaterial beim Menschen, also vermutlich eine Dauerentzündung am Nerv und

2. der Grund, warum diese Ursache in erster Linie Frauen betrifft. Genauer gesagt, wo das Geschlechtsverhältnis von 4:1 genau herkommt.

Dann läßt sich eine überprüfbare Kausalkette bis zur CMD, bzw. chronischen Schmerzen darstellen.

 

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