CMD Patienten leiden auch unter Geschmacksstörungen

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J Oral Rehabil. 2009 Nov;36(11):792-800. Epub 2009 Sep 11.

Selbst gemeldete Stärke der Geschmacksstörung stimmt mit Schweregrad der TMD Schmerzen überein

Nixdorf DR, John MT, Schierz O, Bereiter DA, Hellekant G.

Division of TMD & Orofacial Pain, School of Dentistry, University of Minnesota, 6-320 Moos Tower, 515 Delaware Street S.E., Minneapolis, MN 55455, USA. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zusammenfassung


Eine geänderte zentralnervöse Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen kann bei TMD Schmerzen vorkommen. Der Zweck dieser Studie war es, das Vorkommen von selbst angegebenen Geschmacksstörungen bei TMD Schmerz Patienten und einer Kontrollgruppe zu vergleichen, und festzustellen, ob die Häufigkeit der Geschmäcksstörung mit dem Schweregrad der TMD Schmerzen zusammenhängt. Die Untersuchungsobjekte waren 2.026 Menschen aus einer deutschen Probe und 301 hintereinander folgende TMD Patienten, die mit den RDC/TMD Kriterien [= wissenschaftliche Untersuchungspunkte für TMD Kranke] diagnostiziert wurden. Die Geschmacksstörungen wurden mit 2 Fragen aus dem Mund Gesundheits Eindruck Profil gewonnen. Der Schweregrad der TMD Schmerzen ergab sich aus der sogenannten graduierten chronischen Schmerzskala. Ein 2-Proben Test der Verhältnisse zeigte, dass TMD Patienten häufiger unter Geschmacksstörungen leiden (6%)  als die Allgemeinbevölkerung (2%), (P < 0.001). Hinzu kommt, dass die Häufigkeit der Geschmacksstörung mit dem Schweregrad der TMD Schmerzen steigt. Für jede Einheit Steigerung in der Geschmacksstörung steigt die Wahrscheinlichkeit eines höheren  TMD Schmerzes um 29% (95% CI: 3-63%, P = 0.03). Die Analyse der individuellen Fragen nach dem Geschmack und Korrekturen nach Alter und Geschlecht veränderten die Resultate nicht erheblich. Die Ergebnisse stimmen überein mit einer hirnbedingten Fehlfunktion bei TMD Schmerzen und legen nahe, dass eine gemeinsame neurologische Ursache verantwortlich für die Störungen der Sinnesempfindungen verschiedener Sinne bei chronischen Schmerzpatienten sind. Weitere Forschungen bezüglich Geschmacksstörungen und trigeminal vermittelter Schmerzen wie bei TMD sind erforderlich.

PMID: 19747196 [PubMed - in process]

J Oral Rehabil. 2009 Nov;36(11):792-800. Epub 2009 Sep 11.

Self-reported severity of taste disturbances correlates with dysfunctional grade of TMD pain.

Nixdorf DR, John MT, Schierz O, Bereiter DA, Hellekant G.

Division of TMD & Orofacial Pain, School of Dentistry, University of Minnesota, 6-320 Moos Tower, 515 Delaware Street S.E., Minneapolis, MN 55455, USA. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Abstractkirschen

Altered central neural processing of sensory information may be associated with temporomandibular disorders (TMD) pain. The objectives of this study were to compare the prevalence of self-reported taste disturbances in TMD pain patients and in a control population, and to determine whether frequency of taste disturbances was correlated with dysfunctional grade of TMD pain. Subjects were 2026 people within a German population sample and 301 consecutive TMD patients diagnosed using the Research Diagnostic Criteria. Taste disturbances were measured using two questions from the Oral Health Impact Profile. Dysfunctional grade of TMD pain was measured with the Graded Chronic Pain Scale. A two-sample test of proportions revealed that TMD patients reported a greater frequency of taste disturbances, 6%, than did the general population subjects, 2% (P < 0.001). Moreover, the frequency of taste disturbances correlated with the dysfunctional grade of TMD pain. For each 1 unit increase in taste disturbance, the odds of observing a higher grade of TMD pain increased by 29% (95% CI: 3-63%, P = 0.03). Analysis by individual taste question and adjustment for age and gender did not substantially affect the results. These findings are consistent with a central neural dysfunction in TMD pain and suggest that a common neural substrate may underlie sensory disturbances of multiple modalities in chronic pain patients. Further research regarding taste disturbances and trigeminally mediated pains such as in TMD is warranted.

PMID: 19747196 [PubMed - in process]

 

Kommentar

So sehen wir das gerne: eine US-Forschertruppe in Minneapolis, Minnesota mit der speziellen Bezeichung "Division of TMD & Orofacial Pain" bearbeitet mit einem deutschem Mann (Dr. O Schierz) im letzten Jahr 2009 deutsche Patientendaten und gelangt zu den gleichen Schlüssen wie Zahnfilm DE: Geschmacksstörungen sind neurologische Ereignisse und haben nichts mit "Allergien" oder "Umweltgiften" zu tun. Und es ist auch nicht dem Zufall zuzuschreiben, dass TMD Patienten (in Deutschland immer noch hartnäckig CMD genannt) häufiger und stärker unter Geschmacksstörungen leiden, sondern die Krankheit verursacht es.

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