TMD (CMD) durch Nervschäden im Trigeminus und limbischen System

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limbischPain. 2010 May;149(2):222-8. Epub 2010 Mar 16.

Chronischer muskulärer TMD Schmerz ist vergesellschaftet mit neurologischen Auffälligkeiten im Trigeminus und im limbischen System

Zusammenfassung

Younger JW, Shen YF, Goddard G, Mackey SC.

Muskel/Sehnen/Faszien Schmerz in der Schläfen Unterkiefer Region (M-TMD) ist eine häufige, aber bisher nur schlecht verstandene chronische Störung. Es ist unbekannt, ob die Erkrankung ein Problem der Peripherie (= Organe vor Ort) oder eine Störung des Zentralnerven Systems (ZNS) ist. Um die mögliche ZNS Anteile der M-TMD zu ermitteln, verglichen wir das Hirn Aussehen von 15 Frauen mit M-TMD mit 15 altersentsprechenden gesunden Frauen.  Hochauflösende strukturelle Hirn und Stammhirn Scans wurden ausgeführt mit Hilfe der Kernspin (= Magnet Resonanz Imaging MRI) Bildgebung und die Daten wurden mit einer Voxel (= Pixel dreidimensional) basierten Software analysiert. Die M-TMD Gruppe zeigte verkleinerte und vergrößerte graue Masse Volumen verglichen mit gesunden Kontrollpersonen in einigen Gebieten der trigeminothalamocorticalen Wege, inclusive der Trigeminus sensorischen Kerne im Hirnstamm, des Thalamus und der ersten somatosensorischen Rinde. Dazu zeigten M-TMD Individuen vergrößerte graue Massevolumen im Vergleich zu Kontrollen im limbischen System, wie dem hinteren Putamen, Globus pallidus den vorderen Inseln. Innerhalb der M-TMD Gruppe waren die Kiefer Schmerzen, die Schmerz Toleranz und die Schmerzdauer differentiell mit dem Hirn und Hirnstamm grauen Zellenvolumen gekoppelt. Die selbst berichtete Schmerzstärke ist gekoppelt mit zunehmender grauem Hirnmassenvolumen im unteren vorderen Anterior Cingulate Cortex (ACC). Die Empfindlichkeit auf Druckschmerz war gekoppelt mit einem Rückgang der grauen Massen in der Brücke, was die trigeminalen sensorischen Kerne wiederspiegelt. Eine längere Schmerzdauer war gekoppelt mit mehr grauer Masse im hinteren Cingulate Cortex, Hippocampus, Mittelhirn, und Kleinhirn. Das Muster der grauen Zellen Veränderung, das sich in M-TMD Individuen findet, legt die Beteiligung von trigeminalen und limbischen System Fehlregulationen nahe, wie auch eine denkbare Umordnung im Putamen, Thalamus und der somatosensorischen Hirnrinde.

 

Pain. 2010 May;149(2):222-8. Epub 2010 Mar 16.

Chronic myofascial temporomandibular pain is associated with neural abnormalities in the trigeminal and limbic systems.

Younger JW, Shen YF, Goddard G, Mackey SC.

Stanford University School of Medicine, Department of Anesthesia, Division of Pain Management, 780 Welch Rd., Suite 208E, Palo Alto, CA 94304, USA. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Abstract

Myofascial pain of the temporomandibular region (M-TMD) is a common, but poorly understood chronic disorder. It is unknown whether the condition is a peripheral problem, or a disorder of the central nervous system (CNS). To investigate possible CNS substrates of M-TMD, we compared the brain morphology of 15 women with M-TMD to that of 15 age- and gender-matched healthy controls. High-resolution structural brain and brainstem scans were carried out using magnetic resonance imaging (MRI), and data were analyzed using a voxel-based morphometry approach. The M-TMD group evidenced decreased or increased gray matter volume compared to controls in several areas of the trigeminothalamocortical pathway, including brainstem trigeminal sensory nuclei, the thalamus, and the primary somatosensory cortex. In addition, M-TMD individuals showed increased gray matter volume compared to controls in limbic regions such as the posterior putamen, globus pallidus, and anterior insula. Within the M-TMD group, jaw pain, pain tolerance, and pain duration were differentially associated with brain and brainstem gray matter volume. Self-reported pain severity was associated with increased gray matter in the rostral anterior cingulate cortex and posterior cingulate. Sensitivity to pressure algometry was associated with decreased gray matter in the pons, corresponding to the trigeminal sensory nuclei. Longer pain duration was associated with greater gray matter in the posterior cingulate, hippocampus, midbrain, and cerebellum. The pattern of gray matter abnormality found in M-TMD individuals suggests the involvement of trigeminal and limbic system dysregulation, as well as potential somatotopic reorganization in the putamen, thalamus, and somatosensory cortex.

Copyright 2010 International Association for the Study of Pain. Published by Elsevier B.V. All rights reserved.

PMID: 20236763 [PubMed - indexed for MEDLINE]PMCID: PMC2860657 [Available on 2011/5/1]

 


Was sagen uns die Stanford (Kalifornien) Wissenschaftler hier?

Im Unterschied zur frustrierenden MRT (= Kernspin) Suche in den Kiefergelenken von TMD kranken Frauen, in denen die sich nämlich NICHT (!) von Kontrollen unterscheiden, findet man in den Hirnen ganz eindeutige Spuren der Krankheit TMD.  Und diese Unterschiede zu gesunden Kontrollen betreffen den Trigeminus Bereich im Hirnstamm und die für Gefühle zuständigen Partien des limbischen Systems. Die Studie ist ganz frisch, denn sie wird erst dieser Tage (Anfang Januar 2011) in den Druck gegeben.

Kommentar

Jetzt begreift es endlich, ihr Leugner des Einflusses des Zentral Nerven Systems auf die Krankheit TMD. Auch hier legen intelligente Wissenschaftler wieder einen weiteren Mosaikstein dazu, der beweist, was bei TMD wirklich passiert: die Hirnrinde, lateinlich der "Cortex" verändert sich und zwar serienmäßig und um so stärker, je länger die Symptome anhalten. Wenn das kein Beweis ist, was dann? Die Kalifornier haben hier alles richtig gemacht, nämlich als Testgruppe nur Frauen mit TMD verwendet und alterentsprechende TMD-freie Frauen dagegen gesetzt. Das nennt man korrekte Forschung, weil diese jederzeit so zu wiederholen und mit ähnlichem Ergebnis auch zu erwarten ist.

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