Von 15 Patienten des Vormittags 3 Neurologische

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SchwachSuper 
Es ist in Montag in der Zahnarztpraxis und das Telefon steht kaum still. Schmerzfälle wollen kommen, andere wollen absagen ... 2 Schmerzfälle und 1 Routineuntersuchung von 15 Patienten waren keine zahnmedizinischen Fälle. Alle 3 sind Frauen im Alter von 53 bis 67 Jahre.

Frau Z. muß seit Jahren Carbamazepin wegen einer atypischen Trigeminus-Neuralgie nehmen. Jedes Jahr wird von Arzt bzw. auch Patientenseite versucht, das Medikament abzusetzen. Aber schon bei einer Halbierung der Tagesdosis (200mg) kommt der Schmerz jedes mal wieder. Die lebenslange Einnahme haben wir heute erörtert.

Frau R. kommt als Schmerzfall, und das ist nicht das erste Mal. Sie schildert sehr starke Schmerzen einschießend auf der rechten Seite und deutet dabei auf den Unterkiefer rechts, eigentlich noch tiefer. Dann stellt sich heraus, dass von allgemeinärztlicher Seite sowohl ein Antiepileptikum gegen neuropathische Schmerzen als auch Novalgin gegen Akutschmerzen verordnet worden ist. Das Antiepileptikum (wahrscheinlich Gabapentin) hat sie nicht vertragen, wurde ihr "schummrig" von. Der Arzt ist telefonisch nicht erreichbar. Die Vitalitätstests und Klopfproben sind auf der rechten Seite eher unauffällig. In neuen Röntgenbilder zeigt 14 eine beherdete Wurzelbehandlung, die anderen Zähne sind o.B.
Diese Pat. habe ich mit einem Arztbrief des Inhalts "Schmerzen mit erhobenen Befunden nicht erklärbar, VD: Neuropathie Trigeminus rechts" entlassen müssen. Der Röntgenbefund 14 ist zwar ein gewisser Unsicherheitsfaktor, aber nach m.E. für den Schmerz nicht verantwortlich. Die Compliance der Patienten bei Pharmaka mit hohem Nebenwirkungsanteil ist bekanntermaßen schlecht. Aber da muss sie jetzt durch.

Und schließlich Frau S., kommt als Schmerzfall, und bricht als erstes mal in einen Weinkrampf aus. Dann berichtet sie von Panikattacken und zeigt mir zu rotes Zahnfleisch am Eckzahn rechts unten. Da erwartet sie jetzt die Einrichtung einer Großbaustelle. Sie habe die ganze Nacht nicht geschlafen, und die Amitryptilin (Tricyclisches Antidepressivum) Tabletten hätten auch nicht geholfen. Mit einer subgangivalen Konkremententfernung unter Leitungsanästhesie wird sie wieder entlassen. Vermutlich ist für die Angst/Panikstörung die Dosierung des Medikaments nicht ausreichend, was ein ganz häufiges Problem darstellt.

Wie im wirklichen Leben halt ....

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