10 % aller Weisheitszahn-OPs machen Dauerschmerzen

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Dieses Röntgenbild zeigt einen 90 Grad gekippten Weisheitszahn, der fast noch komplett vom Kieferknochen umgeben ist. Das bedeutet: die Entfernung wäre schwierig und würde mit einer deutlich erhöhten Komplikationsrate einhergehen.

KFOten (Kieferorthopäden = Spangenmacher) neigen mehrheitlich dazu, die Weisheitszähne ihrer Patienten im Alter von 14 - 18 Jahren entfernen zu lassen. Die Begründung für dieses Vorgehen ist die Behauptung, dass die 8er (=Weisheitszähne) sonst die aufwändig gerade gestellten Zähne wieder schief drücken würden. Der Beweis für diese These steht immer noch aus. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass auch bei Entfernung der 8er sich die Unterkieferfront trotzdem zusammenschiebt.

Dazu kommen die Empfehlungen von sehr gründlichen Hauszahnärzten, die ihrer Kundschaft die Extraktion der Weisheitszähne nahelegen, um z.B. mundhygienische Dreckecken zu beseitigen.

Es gibt dabei aber leider einen Zielkonflikt, der von den Fachleuten nicht ausreichend beachtet wird. Die Rede ist von den typischen Komplikationen bei der operativen Entfernung vor allem der unteren Weisheitszähne. Eine Untersuchung aus einer niederländischen Zahnklinik von 1998 geht eindeutig hervor, dass die Komplikationsrate erheblich höher ist, als bisher bekannt. Die Mehrheit hatte deutliche Schmerzen bis zu 4 Wochen nach der OP und 12% der operierten Patienten hatten langfristige Schmerzen im Bereich der OP. Sie mußten mehr und länger Schmerzmittel nehmen, um die ihrer normalen Tagesarbeit nachgehen zu können. Die Lebensqualität dieser stark betroffenen Patienten wurde dadurch deutlich eingeschränkt.

Ein neuere amerikanische Studie findet ähnliches: das Risiko länger als 11 Tage lang Schmerzmittel nach einer Entfernung unterer Weisheitszähne einnehmen zu müssen liegt bei 20% der operierten Fälle, und ist bei Frauen signifikant höher, als bei Männern.

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