Die Zahnarztrente war auch schon mal besser

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Mit dieser Grafik erschreckt das "Rheinische Zahnärzteblatt" (Käseblättchen der Zahnärztekammer Nordrhein) seine Leser im Oktober 2006. Jetzt paßt der berüchtigte Spruch des ehemaligen Sozialministers Blüm (CDU) "Die Renten sind sicher" nicht einmal mehr bei den angeblichen Großverdienern der Nation. Bisher glaubten sich ja die Rentenanwärter im VZN (Versorgungswerk der Zahnärztekammer Nordrhein) auf der Insel der Glückseligen und setzten darauf, sich vom drohenden Niedergang der allgemeinen Rentenversicherung abkoppeln zu können.

Pustekuchen. Hier steht es nun schriftlich, dass auch bei Zahnarztens die Einnahmen aus Beiträgen der Pflichtmitglieder zuzüglich der Kapitalerträge aus einem derzeitigen Gesamtvermögen von etwa 2 Mrd. Euro nicht mehr ausreichen, um die Abflüsse aus laufenden Rentenzahlungen und Kapitalvernichtung durch ungünstige Wertentwicklung der angelegten Gelder aufzufangen. Das sieht man deutlich an der Kurve, die im Jahr 2001 von einer Exponentialfunktion (selbstbeschleunigender Anstieg) umknickt auf eine horizontale Gerade. Die horizontale Gerade besagt, dass seit 2001 die nominelle Verzinsung des Kapitals null Prozent beträgt. Zieht man davon noch die Inflation ab, ergibt sich eine reale Kapitalvernichtung von geschätzt 5 mal 1,5% = 7,5% seit 2001.

Willkommen in der Wirklichkeit könnte man sagen.
2001 brach bekanntlich der Neuen Markt zusammen, der DAX halbierte sich, was auch zu größeren Wertberichtigungen bei den großen Kapitallebensversicherern führte. Einige dieser Unternehmen konnten ihre Zahlungsverpflichtungen nicht mehr einhalten und gingen insolvent (Mannheimer LV z.B.). Alle LV-Unternehmen haben in den vergangenen Jahre ihre Renditeversprechungen kräftig nach unten korrigiert. Und der lahmende deutsche Immobilienmarkt verbessert die Aussichten auch für die Zukunft nicht wirklich.Summa summarum muß sich der gemeine Zahnarzt um die 50 jetzt schon mal darauf einstellen, dass die Versprechungen der Rentenversicherung aus den 80er und 90er Jahren mit astronomischen Rentenansprüchen (es kursierten Zahlen von auf heutige Kaufkraft umgerechnet mehr als 5.000 Euro pro Monat) sich schlicht in Luft auflösen. Der Rückzug mit 65 nach Davos oder Monaco wird gestrichen - ganz einfach.

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