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wieder öffnen oder abwarten
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THEMA: wieder öffnen oder abwarten

wieder öffnen oder abwarten 3 Monate, 2 Wochen her #11

  • Mesje
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Hallo,

meine Geschichte ist etwas länger ...

Im November erhielt ich zwei hochwertige jeweils dreigliedrige Brücken im Oberkiefer (Front) - provisorisch eingesetzt. Zwei Wochen später merkte ich regelmäßig ein Missempfinden (Ziehen beim Laufen oder auch im ruhenden Zustand, Stechen) an einem überkronten Schneidezahn, gelegentlich auch einen leichten Aufbisschmerz, aber noch nicht so schlimm. Vor Weihnachten wurden die Beschwerden stärker, sodass ich zu meinem Zahnarzt hingegangen bin. Er schliff etwas von der Brücke ab, hat aber nichts gebracht. Ich zum Notdienst einige Tage später, weil ich Sorge hatte, dass da über Weihnachten etwas hochgeht.

Beim Notdienst wurde durch die Brücke hindurch ein Kältetest gemacht. Der Problem-Schneidezahn zeigte gegenüber den anderen überkronten Zähnen eine deutliche verzögerte Reaktion. Beim Beklopfen hatte ich ein komisches Gefühl, aber nicht unbedingt Schmerzen. Der Zahnarzt meinte, dass der Zahnnerv wohl dabei wäre abzusterben. Er wollte in dem Moment aber nichts machen, weil ich keine akute Schmerzen hatte und ich glaub auch wegen der neuen Brücken; meinte ich solle nach Weihnachten wieder zu meinem Zahnarzt gehen.

Ich dann nach Weihnachten zu meinem Zahnarzt. Er hat die Brücke abgenommen: Auf den Kältetest reagierte der Schneidezahn-Stumpfen so gut wie gar nicht mehr. Da ich immmer nur zwischendurch Schmerzen hatte und diese auch nicht klopfend/pochend warten, riet er zum Abwarten.

Dann wurden die Schmerzen am Montag wieder schlimmer, ich erwog ein Schmerzmittel zu nehmen, was ich dann aber doch nicht tat. Schmerz war nach einer Stunde wieder weg. Aufgrund der Schmerzen hatte ich aber schon einen Termin beim Zahnarzt gemacht. Ich ging hin, er machte eine Röntgenaufnahme und meinte, die Aufnahme wäre nicht eindeutig. Auch beim Klopfen und Aufbeißen hatte ich keine richtigen Schmerzen, sondern eher ein komisches Gefühl. Er meinte, ich solle selbst entscheiden, ob ich die Schmerzen so noch aushälten könne. Mit 75 %iger Wahrscheinlichkeit käme ich aber nicht um eine Wurzelbehandlung drumherum.

Weil ich in dem Moment auch genervt war vom täglichen Hin und Her des Zahnes und ich Sorge hatte, dass alles noch schlimmer wird, wenn der Nerv sich erst mal entzündet, habe ich mich dann zu einer Wurzelbehandlung entschlossen.
Der Zahnarzt bohrte ohne Schmerzen, kurz vor dem Durchbruch hate ich dann kurz heftige Schmerzen und ich glaube auch beim Ziehen des Nervs?

Meine erste Frage nun: Hätte der Zahnarzt in der Situation sehen können, ob der Zahnnerv gesund, also nicht entzündet ist und ihn drinbelassen können (ich hatte ja nie pochende Schmerzen)? Er hat übrigens an diesem Tag keinen Kältetest mehr durchgeführt, meinte, dass bräuchte er nicht mehr.

Danach ging alles ganz schnell: Er hat mit einem Bürstchen im Inneren hin- und hergeschrubbt und dann kam die Brücke wieder drauf. Zwei neue Termine habe ich für in 3 und 4 Wochen später. Ich war irgendwie irritiert, dass ich nun noch zwei Mal kommen muss, weiß auch gar nicht, ob er was in den Wurzelkanal reingestopft hatte (Medikament oder Ähnliches, wie ich bei anderen Patienten im Internet gelesen habe).

Meine zweite Frage deshalb:
Ist es üblich nach so langer Zeit erst die nächsten Behandlungen anzusetzen?


Schon kurz nach der Behandlung bekam ich heftige, pochende Schmerzen - schlimmer als ich sie je zuvor hatte. Da beschlich mich schon die Angst: Ist da was schiefgelaufen, warum habe ich plötzlich so starke Schmerzen?
Nach drei Stunden wurde es besser. Die nächsten zwei Tage hatte ich noch leichte Beschwerden. U. a. ein Ziehen bei schnellen Bewegungen (z. B. Hüpfen, ruchartige Bewegungen beim Gassigehen mit starkem Hund ). Gestern Abend dann esse ich einen Gurkensalat und habe heftige Aufbisschmerzen - hatte ich so zuvor auch nicht. Die Schmerzen hielten dann mehrere Stunden an - aber nicht pochend.

Nun meine dritte Frage:
Ist es normal, dass ich nach der Behandlung heftige Schmerzen hatte? Sollte ich aufgrund der Aufbisschmerzen (heute ist der 3. Tag nach der Behandlung) zum Zahnarzt gehen? Im früheren Forum meine ich gelesen zu haben, dass es nicht so gut ist, wenn der Kanal ständig wieder geöffnet wird (zumal ich ja eh noch zwei Sitzungen habe). Sollte ich Schmerzmittel nehmen, was ich bislang nicht gemacht habe (vielleicht besser, damit nicht ständig das Schmerzgedächtnis aktiviert wird)?Alles in Allem bin ich geknickt, weil ich Angst habe, die falsche Entscheidung (pro Wurzelbehandlung) getroffen zu haben, dass es jetzt schlimmer wird und letztendlich der Zahn raus muss und ich dann neue Brücken brauche. (Die Sache mit dem Zahnersatz hat sich Jahre hingezogen - u. a. wegen Zahnfleisch-OPs, die ich habe durchführen lassen, weil sich aufgrund zurückgehenden Knochens (nichtangelegte seitliche Schneidezähne) auch das Zahnfleisch zurückgezogen hatte. Auch habe ich nur noch eine sehr kleine Papille zwischen den Schneidezähnen - und generell dünnes Zahnfleisch - und habe Sorge, dass es durch die weiteren Behandlungen - ich glaube, er wird mit Kofferdammtechnik arbeiten - noch weiter zurückgeht. Bereits jetzt sieht man einen schwarzen Schlitz zwischen den Schneidezähnen.)

Sorry für die langen Ausführungen.

Viele Grüße
Mesje

Aw: wieder öffnen oder abwarten 3 Monate, 1 Woche her #14

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Hallo Mesje,

für mich hört sich Ihre Geschichte eher nach einer der üblichen Wurzelbehandlungs stories hat. Ich kann Ihnen auch nicht sagen, ob der Zahnnerv tatsächlich schon halbplatt war, als er aufgebohrt wurde. Im Einzelfall kann das sehr schwierig sein, vor allem direkt an Ort und Stelle.

Was mir aber auffällt, ist, dass Sie sich an jeder Stelle und bei allen denkbaren Gelegenheiten viel zu viele Sorgen machen über die denkbaren Komplikationen.

Mein Rat: Sie sind auf Zahnfilm.de gegen Dauerschmerzen nicht richtig.


Viele Grüße
Joachim Wagner
Administrator
Zahnarzt

Wegen der Vielzahl kann ich direkte Emails NICHT bearbeiten. Bitte alle Fragen ausschließlich hier über das Forum. Danke.

Aw: wieder öffnen oder abwarten 4 Wochen her #188

  • Mesje
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Hallo,

inzwischen ist einige Zeit (3 Monate) vergangen und der Zahnarzt hat mehrfach den Zahn bzw. den Stumpf gespült (ich glaube, mit Kalk). Er benutzte keine Antibiotika-Einlagen, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Er meinte, das würde das Ergebnis verfälschen (mir die Beschwerden nehmen, aber ggf. nur eine Schmerzlosigkeit vortäuschen.)

Trotz der Spülungen bin ich bislang keinen Tag beschwerdefrei. Pochen hatte ich nur (3 Stunden lang), nachdem der Arzt den Nerv entfernt hat. Aber ich kann mich nach wie vor nicht schnell bewegen, z. B. joggen oder auf der Stelle hüpfen. Dann meckert der Zahn.

Der Arzt will nun die Füllung machen - jedoch bin ich ja gar nicht beschwerdefrei ... - Was soll ich nun machen? Ist es ein normales Phänomen, dass der Zahn nicht pocht, aber man sich nicht schnell bewegen kann ... Soll ich trotzdem der Füllung zustimmen?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
Gruß
Mesje

PS: Der Zahnarzt hat nun Abdrücke für eine Schiene gemacht - ich presse nachts mit der Zunge von hinten gegen die oberen Schneidezähne.
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