Mrs.Rabbit

Verfasste Forenbeiträge

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 151)
  • Autor
    Beiträge
  • als Antwort auf: Verspannungen verantwortlich? #9715
    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo Anira,

    freut mich, dass Du antwortest 🙂 Dieses Forum ist in letzter Zeit etwas eingeschlafen, das finde ich sehr schade.
    Du wirst es nicht glauben, aber ich habe vor 2 Wochen meine Pille (nach über 10 Jahren) abgesetzt. Ich hatte als Jugendliche und junge Erwachsene NIE gesundheitliche Probleme, keine Kopfschmerzen, keine Bauchschmerzen, keine Zahnschmerzen, ja wirklich gar nichts. Mit 20 begann ich ebenfalls eine Kombipille zu nehmen und in den Jahren darauf ging es mir immer schlechter. Ich hatte/habe mit Kopfschmerzen inkl. Migräneattacken zu kämpfen (in den letzten Monaten ganz besonders), ich hatte 2x einen Hörsturz und seither einen Tinnitus, 2x eine Bauchspeicheldrüsenentzündung und für nichts davon gab es eine „organische Ursache“. Zudem habe ich bereits seit Jahren mit Angststörungen und depressiven Verstimmungen zutun (die ich davor auch NIE hatte).
    Vor 5 Jahren gesellte sich außerdem eine latente Schilddrüsenunterfunktion hinzu. Zuerst hatte ich mich gegen eine medikamentöse Behandlung entschieden, da die latente Unterfunktion grundsätzlich keine Beschwerden verursachen sollte und lediglich der TSH Wert erhöht ist. Da dieser aber im Laufe der Zeit immer höher wurde und ich doch die Hoffnung hatte, dass eventuell zumindest meine Kopfschmerzen damit zusammenhängen, entschied ich mich für eine medikamentöse Behandlung der Schilddrüse. Vor einigen Wochen bin ich dann zufällig über Erfahrungsberichte und Studien etc. über die Antibabypille gestossen und war schockiert. Es besteht offenbar ein Zusammenhang zwischen der Pille und einer Schilddrüsenunterfunktion (die Pille treibt den TSH-Wert in die Höhe), eine bestimmte Pille hat den Hörsturz als eine mögliche Nebenwirkung angeführt und Migräne sowie Depressionen sind offenbar ohnehin ein bekanntes Phänomen. Schade nur, dass es 10 Jahre gedauert hat, bis mir eigentlich klar wurde, was ich da nehme.
    Ich habe nun alles abgesetzt und gebe meinem Körper die Zeit wieder zu sich zu finden (so komisch das klingen mag). Bin gespannt ob sich irgendwas ändert. So, nun kennst Du auch meine anderen Beschwerden 😛
    Hattest Du schon immer Probleme mit deiner HWS?
    Viele Punkte der „CMD“-Geschichte klingen ja auch plausibel, kein einziger Arzt berücksichtigt aber den Trigeminus. Zudem glaube ich nicht, dass ein falscher Biss solche Beschwerden verursacht und ich glaube erst recht nicht, dass eine Zahnschiene die Beschwerden lindert. Viele Menschen haben schlecht gemachte Kronen oder Lücken und leiden auch nicht unter derartigen Schmerzen.

    Bei mir fingen die Beschwerden übrigens Anfang Januar 2016 an. Ich war zu der Zeit sehr erkältet und mir brach ein Stück Füllung (7er im rechten Unterkiefer) ab. Diese wurde innerhalb von wenigen Minuten bei einem Zahnarzt repariert. Ich wurde damals weder betäubt noch wurde viel gebohrt (es war lediglich ein kleiner Defekt) – kann mich daher mittlerweile nicht vorstellen, dass dies der Auslöser sein soll. Wenige Tage später bekam ich einschießende Schmerzen im rechten Unterkiefer (schmerzhaft – aber nicht mit der Intensität einer Neuralgie vergleichbar). Ich ging also wieder zum Zahnarzt, da ich annahm, dass der Zahn nun doch herum zickt. Der Zahnarzt tippte jedoch auf den Zahn daneben (6er im rechten Unterkiefer), da dieser bereits eine größere Füllung hatte. Beide Zähne waren weder aufbissempfindlich noch zeigten sie typische Zahnschmerz-Symptome.
    Dennoch wurde der 6er aufgebohrt und mit einer neuen Füllung versehen. Der Spuk begann. Ich hatte fiese Schmerzen, die ich selbst mit Schmerzmitteln nicht wirklich beruhigen konnte. Es folgte eine WB, zudem entdeckte der Zahnarzt Karies an meinem 7er im linken Oberkiefer. Plötzlich hatte ich rechts unten und links oben Schmerzen, die einfach nicht aufhören wollten. Mein Zahnarzt nahm mich nicht ernst und empfand mich eher als wehleidig. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch plötzlich das Gefühlt, dass mein Biss nicht stimmt. Ich wusste oft gar nicht, wie ich meine Zähne aufeinander legen soll, alles erschien falsch. Ich suchte mir einen anderen Zahnarzt und bin zum Glück auf einen gestossen, der mit mehreren Experten (Endodontologe, Kieferchirurg etc.) zusammenarbeitet. Dieser schlug einen Behandlungsplan vor, meinte aber gleich, dass es auch nicht die Zähne sein könnten. So wurden „mögliche“ Zahnursachen aus dem Weg geräumt (Weisheitszähne raus/Wurzelbehandlung revidiert da nicht bis zur Wurzelspitze gefüllt, undichte Füllungen getauscht). Min Biss wurde immer wieder überprüft, ich hatte Kontakte wie im Lehrbuch und dennoch fühlte sich alles falsch an.
    Der Zahnarzt wollte keine weiteren Behandlungen vornehmen, da die Schmerzen nicht von den Zähnen kamen, sagte er. Ich bin soooo froh, dass er mich gefühlt 100 mal nach Hause geschickt hat, ohne meine Zähne aufzubohren. Er empfahl mir, nicht permanent an den Schmerz zu denken, nicht gegen die Zähne zu klopfen oder Eiswürfel daran zu halten, mich einfach nicht darauf zu fixieren und ich hielt mich daran. Irgendwann wurde der Schmerz im rechten Unterkiefer besser und auch mein Biss passte plötzlich. Ich weiß nicht was geschenen ist, aber heute kann ich mich nichtmal daran erinnern, was mich an dem Zahnkontakt so getört hat. Absolut verrückt. Nun ist es so, dass die Schmerzen im linken Oberkiefer noch immer mein ständiger Begleiter sind. Es gibt gute (Schmerzskala: 3-4) und schlechte (Schmerzskala 7-8) Tage. Es ist vorwiegend ein drückender und bohrender Charakter, hin und wieder auch ein Stechen. Hin und wieder tut es im linken Unterkiefer oder rechten Oberkiefer weh, es scheint als würde der Schmerz „springen“. Das Hauptgebiet ist aber der linke Oberkiefer. Auch bei mir ist das Zahnfleisch zwischen Zahn 6-7 sehr empfindlich. Die Aufbissempfindlichkeit oder generell dubiose Beschwerden an den Zähnen kenn ich sehr gut. Meine Zähne können von einem Moment auf den anderen auf einmal aufbissempfindlich oder kälteempfindlich sein, einfach so. Ich versuche das einfach zu ignorieren.
    Entzündetes Zahnfleisch hatte ich auch mal im Verdacht, hielt es aber in meinem Fall eher für unwahrscheinlich. Gerade nach einer Mundhygiene, nach der sich das Zahnfleisch eigentlich bessert, wurde mein Schmerz deutlich schlimmer. Das hielt dann oft über Wochen an kehrte dann zur üblichen Schmerzskala zurück. Nichts, dass bei Entzündungen helfen soll (Mundspülung, Munddusche etc.) konnte den Schmerz beeinflussen.
    Nimmst Du eigentlich Medikamente?

    Sorry für den ewig langen Text 😛

    Liebe Grüße

    als Antwort auf: Es geht wieder richtig los. #9703
    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo Mr.Unknow!

    Hast Du hier mal einen Beitrag über Deine Geschichte verfasst? Wie lange bist Du schon davon betroffen und darf ich fragen, wie alt Du bist?
    Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich „angegriffen“ fühlen, sobald man die Psyche als mögliche Ursache o.ä. anspricht. Ich bin überzeugt davon, dass die Psyche in irgendeiner Weise eine Rolle spielt.
    Meine Theorie ist, dass der Trigeminus durch die Psyche, sei es durch Knirschen, Verspannungen etc. irgendwie getriggert wird. Möglicherweise werden dann die Gesichtsnerven oft derart gereizt, dass sie bei kleinsten Einflüssen, die bei anderen Menschen keine Auswirkungen haben, bei mir starke Schmerzen verursachen. Während ich früher nach einem Füllungswechel kaum Schmerzen hatte (selbst bei einer großen Füllung), leide ich jetzt nach fast jeder Zahnbehandlung oft über Wochen – die ich blöderweise auch durch nichts lindern kann. Fakt ist jedenfalls, dass ich eine Angststörung habe, und diese schon sehr lange. Das begleitet mich aber jeden Tag, eigentlich immer gleich schlimm. Ich kann daher nie einen Zusammenhang zwischen meinen Schmerzen und dem täglichen Wohlbefinden finden.
    Ich hatte auch Saroten genommen und konnte es Anfang 2019 absetzen, bin daher gänzlich ohne Medikamente unterwegs und versuche so damit klar zu kommen.
    Meine Psychotherapie-Stunden laufen dieses Jahr aus, geholfen haben sie mir leider nicht wirklich. Sport fand ich auch als hilfreich, kann mich im Moment aber überhaupt nicht motivieren 😛
    Ich drücke Dir jedoch die Daumen, dass Du schmerzfrei bleibst und die Medikation absetzen kannst.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

    als Antwort auf: Es geht wieder richtig los. #9701
    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo!

    Die Schmerzen sind seit Juni eigentlich gleich mies geblieben. Mal sind es sehr schlimme Tage, mal schlimme Tage und mal ist es ok. Es sind deutlich mehr schlechte als gute Tage, vor Monaten war das noch anderes.
    Alkohol lindert auch bei mir den Schmerz ein wenig, ich habe mal einen Beitrag gelesen, dass Akohol offenbar auf chronische Schmerzen Einfluss nimmt. Bei Gras merkte ich keine Linderung.
    Wie geht es Dir denn? Wie stark sind die Schmerzen bei Dir im Moment?

    Liebe Grüße

    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben!
    Sich vom Trigeminus nicht runter ziehen lassen ist eine gute Einstellung.
    Ich hatte heute meine zweite Akupunktur-Stunde und wollte davon berichten. Ich war dieser Behandlung gegenüber sehr skeptisch eingestellt und nach zwei Stunden kann ich auch nicht sagen ob es helfen wird, oder ob ich jetzt hunderte von Euros beim Fenster raus werfe… ABER, irgendwas passierte da mit mir.
    Die erste Sitzung war relativ harmlos, während der Behandlung hats hier und da etwas gekribbelt, danach bin ich nach Hause und das wars. Heute wurden andere Punkte gepikst und ich hatte währenddessen wirklich Schmerzen. Im Geen. Im Gesicht und im Ohr hat es gestochen, mein linker Arm schmerzte und es war alles äußerst mysteriös. Ob es besser oder vielleicht gar schlimmer wird, werde ich sehen. Ich bin nur so schockiert darüber, dass der trigeminus durch diese Nadeln offenbar getriggert wurde. Ich bin so gespannt wie das weitergeht, dass ich nächste Woche wieder einen Termin hab.^^
    Liebe Grüsse 🙂

    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo!

    Bei Erkältungen wird mein Gesichtsschmerz zwar immer schlimmer, der Ausbruch vor über 2 Wochen ist damit aber gar nicht vergleichbar. In der Zwischenzeit hat sich die Lage aber etwas beruhigt, der Schmerz wird wieder weniger.
    Für den 20. Juli habe ich aber nun einen Termin zur Akupunktur, mal sehen ob es zusätzlich hilft 🙂

    Alles Gute euch beiden! Nicht die Nerven verlieren!

    Liebe Grüße

    als Antwort auf: Starke Schmerzen nach wsr #9679
    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo Mirjam,

    gab es für deine Schmerzen vor 2 Monaten einen organischen Befund? Zahn empfindlich bedeutet ja nicht, dass er entzündet war. Wurde er also zuerst wurzelbehandelt, danach folgte die WSR und dann die Extraktion, verstehe ich das richtig? Aus welchem Grund wurde die Behandlung vorgenommen? Und machte der Zahn mit der schlechten Wurzelbehandlung Beschwerden?! War auf dem Röntgenbild eine Entzündung zu sehen? Auch schlechte WV können viele Jahre gute Dienste leisten. Wieso zudem keine Revision beim Endodontologen, wieso eine WSR? Gerade die WSR ist das schlimmste was man dem Trigeminus antun kann. Wenn du bereits seit 10 Jahren von chronischen Schmerzen geplagt wirst, kann ich diese Vorgehensweise nicht ganz nachvollziehen. Eine WSR ist immer mies und endet früher oder später mit dem Zahnziehen. Wenn keine Entzündung da ist, wenn du auf normale Schmerzmittel nicht reagierst, dann lass den Zahn bitte drinnen. Er ist für deine Beschwerden nicht verantwortlich, der Schmerz wird blieben oder die Stelle wechseln.
    Ich hoffe, Dir gehts bald wieder besser.
    Liebe Grüße

    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo Neuro, hallo Livi!

    Dieses „brennen im Mund“ habe ich seit 2 Wochen, seit dem Ausbruch der schlechten Phase auch wieder. Komischerweise habe ich auch hier wieder diese Halsschmerzen (hatte ich auch 2016 ständig), keine Ahnung ob das zusammen hängt.
    Ich kann euch nur sagen, dass ich bis vor 2 Wochen eine wirklich gute Zeit hatte, nicht schmerzfrei aber so gering, dass ich kaum daran dachte. Kann mir nicht erklären warum das jetzt wieder explodiert ist, aber ich bin sooo froh, diese Zeit gehabt zu haben. Gerade zu Beginn der Krankheit war ich unglaublich verzweifelt und jetzt weiß ich, dass es auch gute Phasen gibt, die lange anhalten können. Und die bekomme ich sicher wieder 😛 bis dahin muss ich mir anders helfen, weshalb ich für morgen einen Termin beim Hausarzt ausgemacht habe. Ich möchte mir nun doch eine Überweisung für Akupunktur holen, das wurde mir damals schon von der Neurologin empfohlen, ich habe mich aber nicht getraut – vor Angst es noch schlimmer zu machen. Mittlerweile bin ich etwas entspannter und möchte es doch ausprobieren, vielleicht lindert es den Schmerz ein wenig, bis die guten Tage wieder kommen.
    Bei mir wissen es auch nur wenige Menschen. In der Arbeit weiß es nur eine direkte Arbeitskollegin, da meine vielen Arztbesuche zu Beginn für viel Gesprächsstoff gesorgt haben. Aus diesem Grund wollte ich’s den anderen erst recht nicht sagen und habe mir danach immer frei genommen. Ein „atypischer Gesichtsschmerz“ ist eben nicht die bekannte Trigeminusneuralgie, die viele kennen und ernst nehmen. Unser Schmerz ist nicht sonderlich gut erforscht und wird, finde ich, verharmlost bzw. vorwiegend auf die Psyche geschoben. Wie gesagt, ich glaube mittlerweile durchaus, dass durch Knirschen oder irgendwelche seelischen Belastungen der Trigeminus gereizt werden könnte, aber dadurch ist ja mein Problem nicht gelöst. Die Schmerzen sind da und sollten genauso ernst genommen werden, wie andere „belegbare“ Beschwerden. Ich kann diese Sachen nicht steuern und bin dem ausgeliefert, so zutun als wäre man selbst dafür verantwortlich, ist nicht toll. Und gerade Schmerzen im Gesicht oder an den Zähnen sind besonders schlimm.
    Ansonsten wissen es 3 Freunde, mein Ehemann und meine Mutter. Ich vermeide es aber darüber zu reden. Mein Mann muss sich mein Jammern zwar anhören, wenn ich wie jetzt, eine schlechte Zeit habe. Aber den anderen erspare ich es zumal man ohnehin nicht verstanden wird.
    Empfindlichkeiten wie Kälte, Wärme, Beissen… eben alles wie zu Beginn, habe ich auch wieder. Witzig finde ich oft, wenn ein Zahn ganz plötzlich beim Beissen permanent schmerzt und wenn man 5 Stunden später erneut etwas isst, ist es wieder weg. Komplett absurd.

    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hey!
    Mir geht es etwas besser, zwar nicht so gut wie ich es gerne hätte, aber der Schmerz ist weniger geworden, eine 5-6, würd ich sagen.
    Einen Zusammenhang mit meinem Zyklus sehe ich gar nicht, eine derart schlimme Phase hatte ich das letzte mal vor ca. einem Jahr. Klar, gab es zwischendurch „schlechtere“ Tage, aber nicht so wie jetzt und zyklusunabhängig. Ich hatte früher Vitamin B genommen, ich weiß nicht ob mir das wirklich geholfen hat, geschadet hat’s jedenfalls nicht und wirkt sich offenbar positiv auf Nervenschmerzen aus. Ich ernähre mich jetzt nicht extrem gesund aber auch nicht extrem ungesund, habe Normalgewicht und konnte auch da nie einen unterschied erkennen. Sport ist bei chronischen Schmerzen aber auch empfehlenswert, ich gehe regelmäßig joggen, lässt mich den Schmerz auch etwas in den Hintergrund rücken.
    Ich habe vor ein paar Tagen einen Beitrag über den Trigeminus gelesen, der selbst durch muskelverspannungen gereizt werden kann. Ich vergleiche das mit anderen Dingen… oft liegt man nachts komisch und hat am nächsten Tag Schmerzen im Arm, Schultern oder Nacken. Wenn diese Muskeln derart schmerzen können, können das die Muskeln im Gesicht durch Knirschen z.b erst recht oder? Dadurch drücken sie möglicherweise auf den Nerv und dieser reagiert. Durch essen, reden, bewegen, reagieren die Muskeln im Gesicht, die natürlich vom Nerv umgeben sind. Nach ein paar Tagen beruhigen sich die Muskeln wieder und der Schmerz wird weniger … so, ich glaub das ist jetzt meine Theorie 😛
    Gürtelrose am Zahnfleisch möchte ich mir gar nicht ausmalen, meine auf der Schulter tat schon dermaßen weh!!!! Beim Reden oder Essen muss das ja furchtbar gewesen sein. Ich glaube nicht als Schmerzgedächtnis, warum sollte man denn sonst gute Tage haben?
    Mir tut Wärme oft gut, werde mir jetzt eine Infrarot Lampe bestellen, damit ich besser vorbereitet bin für einen nächsten Schub 😉
    Ich habe mal mit einer Frau über Denta Beaute geschrieben, die den Schmerz nach einigen Jahren los wurde. Sie sprach aber von Reiki, das ihr offenbar geholfen hat. Meine Welt ist das nicht, aber man sollte zumindest vieles ausprobieren. Bist du eigentlich berufstätig? Verheiratet? Kinder?

    Auch schön von dir zu hören! Auf dieser Seite tut sich leider nicht mehr sonderlich viel 🙁

    Einen schönen Abend!

    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo Livi!

    Bitte entschuldige die späte Rückmeldung, seit letzten Donnerstag geht es mir jedoch wieder sehr schlecht. Mein Schmerz ist praktisch explodiert, ich fühle mich wieder zürückversetzt ins Jahr 2016, als alles begann.
    Mein Schmerzempfinden ist seither wieder bei 7-8, aber ich stehe das durch… irgendwie. Es ging mir schon so lange, so gut, dass ich fast vergessen habe, wie schlimm es werden kann. Mittlerweile glaube ich, die schlechten Phasen kommen, wenn es mir ZU GUT geht 😉
    Wir sind dem Schmerz jedoch ausgelierfert und auch wenn ich im Moment SCHREIEN könnte, muss ich das einfach aussitzen.
    Ich habe aufgrund meines Hörsturzes auch einen Tinnitus links, und mit 14 Jahren hatte ich eine Gürtelrose, jedoch auf der Schulter. Witzig, dass wir selbst da so viel gemeinsam haben ^^
    Von einer Gürtellose am Zahnfleisch habe ich aber auch noch nie gehört… Wieso hat die Zahnärztin die Zähne aber behandelt? Einen Fistelausgang sieht man am Röntgen, bzw. irgendeine Veränderung an den Zähnen.
    Das ist halt auch so ein Problem… Mit Schmerzen lässt man einfach alles machen, weil man den Zahnärzten natürlich auch vertraut, aber oft machen sie es nur schlimmer.
    Kann es aber sein, dass die Gürtelrose (ist ja für Nervenschmerzen verantwortlich) deine Nerven beschädigt hat? Hat irgendein Arzt was dazu gesagt?

    Ich bin überzeugt davon, dass der Schmerz da ist, das bilden wir uns aufgrund der inneren Unruhe nicht ein, wir gehen nur anders damit um. Ich persönlich steigere mich in alles hinein und gehe vom schlimmsten aus, dadurch mache ich die Situation aber nicht besser. Jetzt zum Beispiel habe ich wieder eine EXTREM MIESE Phase und obwohl ich weiß, dass wieder gute Tage kommen, habe ich irgendwo im Hinterkopf die Befürchtung, dass es wieder länger bleibt.
    Für diesen Schub gibt es bei mir aber keinen psychischen Grund. Mir ist es die letzten Wochen so gut gegangen, wie schon lange nicht mehr. Deswegen tippe ich auf Verspannungen oder das komische Wetter, welche meinen Trigeminus reizen.
    Dem keine Beachtung zu schenken ist natürlich sehr schwierig… Vor einer Woche ging es mir noch sehr gut, der Schmerz fühlte sich an wie eine Art „Muskelkater“… d.h. ich spürte den Schmerz zwar, aber er hat mich nicht wirklich beeinträchtigt. Man denkt ja auch nicht permanent an den Muskelkater im Bauch oder Beinen.
    Jetzt, wo mein Schmerz wieder immens ist, ist es natürlich auch für mich schwer NICHT daran zu denken. Aber ich lenke mich ab. Ich gehe arbeiten, gehe einkaufen, koche, putze, spiele mit meinen Katzen, treffe mich mit Freunden… und verdränge das ganze, bis die guten Tage kommen und ich mich wieder entspannen kann. Verstehst Du?
    Übrigens sind auch die Empfindlichkeiten an meinen Zähnen wieder da ^^ Kenne ich bereits alles.

    Selbst wenn es bei dir Karies sein sollte, müsste der Schaden schon groß sein, damit er an deinem Zahn Beschwerden verursacht.
    Das ist auch etwas, was ich mir immer vor die Augen halte. Damit ein Zahn wirklich Beschwerden bereiten kann, muss es einen Grund dafür geben. Nervnahe Füllung (und zwar mehr oder weniger direkt am Nerv), sehr tiefe Karies (keine Mini-Karies) oder irgendeine Gewalteinwirkung (gestossen oder auf etwas hartes gebissen). Mini Karies würde vielleicht bei kalt, süß, sauer… kurz ziehen, mehr aber auch nicht. Und schon gar nicht für Dauerschmerzen sorgen!
    Zudem müssen noch klassische Symptome hinzukommen (Klopfempfindlichkeit, Aufbiss, Temperatur). Dann achte ich noch darauf ob der Schmerz nachts (nachts sind zahnbedingte Schmerzen oft schlimmer) schlimmer werden und ob eine normale Schmerztablette hilft. So versuche ich das oft auseinander zu halten.

    Liebe Grüße,

    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo Livi,

    bitte entschuldige die späte Rückmeldung.

    Meiner Meinung nach ist CMD eine reine Pseudo-Diagnose, mit welcher Geschäft gemacht wird. Es gibt so viele Menschen, die schiefe Zähne haben, die keinen perfekten Biss haben, die kaum noch Zähne haben, die jede Nacht knirschen… und und und, trotzdem haben sehr viele davon absolut keine Beschwerden. Meine Schwägerin knirscht jede Nacht, ihre Zähne sind bereits richtig abgerieben. Sie hat sich sogar Botox spritzen lassen um den Druck abzudämpfen und ja, sie hat nach dem Aufstehen Beschwerden und ihre Zähne sind empfindlich aber chronische Schmerzen hat sie davon nicht.
    Einen perfekten Biss gibt es zudem nicht, unser Kauapparat gewöhnt sich an kleine Veränderungen, es sei denn wir fokussieren uns zu sehr darauf. In einem meiner älteren Beiträge habe ich darüber berichtet, dass mein Biss nach einem Füllungswechsel nicht mehr gepasst hat. Ich wusste nicht mehr, wie ich meine Zähne aufeinander legen soll, alles fühlte sich falsch an. Je mehr ich jedoch daran gedacht hab, desto schlimmer wurde es. Irgendwann habe ich nicht mehr daran gedacht und heute weiss ich gar nicht mehr, was mich gestört hat.
    Witzig, dass Du von Unruhe berichtest. Das haben viele mit chronischen Gesichtsschmerz offenbar gemeinsam.
    Ich bin ein sehr ängstlicher Typ Mensch, perfektionistisch veranlagt, mache mir über alles Sorgen, alles muss immer nach Plan laufen. Und bereits seit Jahren verspüre ich eine innere Unruhe und Angespanntheit, die ich nicht kontrollieren kann. Mit 20 oder so wurden bei mir Extrasystolen festgestellt, die bei mir offenbar psychisch bedingt sind. Nachdem sie mich jedoch nie beeinträchtigt haben, habe ich dem keine Beachtung geschenkt. Ich hab all diese Dinge immer ignoriert und heute glaube ich, dass das doch zusammen hängen könnte. Ich hatte zudem 2017 eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (kein Grund gefunden) und einen Hörsturz (ebenfalls keinen Grund gefunden). Das können meiner Meinung nach, keine Zufälle sein.
    Meine Theorie ist, dass der Trigeminus durch die innere Unruhe/Stress… einfach die psychische Verfassung irgendwie beeinflusst wird. Ob das Knirschen zusätzlich triggert, weiß ich nicht, kann sein.
    Auch ich habe Angst bezüglich meiner Zähne! Auch die Optik ist mir extrem wichtig, was die Situation natürlich noch mehr verschlimmert. Ich hab zudem sehr viele (tiefe) Füllungen, fühlt sich alles an, wie tickende Zeitbomben. Trotzdem versuche ich mir klar zu machen, dass es „nur“ Zähne sind. Heutzutage kann man alles wunderbar „richten“.
    Wie viele Zähne hast du verloren? Wie ist dein Zahnzustand im allgemeinen?

    Liebe Grüße

    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo Livi!

    Freut mich, dass Dich mein Beitrag etwas aufmuntern konnte. Ich hatte vor ca. einem Jahr eine heftige Phase, bei der ich auch nicht mehr unterscheiden konnte ob Zahn oder Gesichtsnerv. In solchen Fällen rufe ich einfach meinen Zahnarzt an, der mich kurzfristig dran nimmt und schnell drüber schaut. Er kennt meine Problematik und ist da besonders zurückhaltend, wenn es um Behandlungen geht. Er überprüft dann den Zahn und sagt was Sache ist, damals war es natürlich auch nicht der Zahn. Aber sowas hilft natürlich schon… ansonsten stehe ich schlechte Tage einfach durch. Ich versuche mir klar zu machen, dass, selbst wenn es der Zahn sein sollte – na und? Dann stirbt er eben ab. Ein Zahnschmerz vergeht wenigstens oder lässt sich mit Schmerzmitteln bekämpfen. Meine Schmerzen sind fast immer schlimmer wenn ich Migräne habe, erkältet bin oder auch zu wenig oder zu viel geschlafen habe. All diese Dinge haben oft Einfluss auf meine Beschwerden. Die psychische Verfassung spielt natürlich auch eine große Rolle.
    An schlechten Tagen versuche ich mich auch abzulenken. Früher bin ich sehr traurig gewesen, habe mich gefragt wie ich das noch jahrelang überleben soll… jetzt versuche ich es einfach zu ignorieren. Und nach ein paar Tagen wird’s wieder besser. Hin und wieder habe ich natürlich auch noch komische Symptome, erst letztens hat mein Zahn im Krisengebiet beim Beissen weh getan… mehrere Male hintereinander. Eine Stunde später war alles wieder normal… sowas nehme ich dann gar nicht mehr ernst.
    Hat es bei dir einen Auslöser gegeben? Zahnbehandlung oder Ähnliches?

    Liebe Grüße

    als Antwort auf: Glasfaserstift in wkb Zähne #9584
    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo,

    wir Schmerzgeplagte müssen natürlich zusammenhalten. 10 Jahre sind echt bitter,ich glaube aber auch nicht, dass wir den Schmerz jemals komplett loswerden. Ich persönlich komme aber viel besser damit zurecht, als zu Beginn des Horrors. Auch bei mir gibt es immer wieder schlechte Tage (im Winter sind die Schmerzen immer schlimmer und auch während Erkältungen oder bei Kopfschmerzen), darauf folgen jedoch gute. Ich versuche den Zahnarzt nur noch zur Kontrolle und zur Mundhygiene aufzusuchen, in den letzten 2 Jahren ist mir das eigentlich ganz gut gelungen. Nur diesen Sommer ging ich sicherheitshalber zum Doc, weil der Schmerz wieder dermaßen aufgeflammt ist, dass ich überhaupt nicht wusste, wo mir der Kopf steht. In diesen Fällen rufe ich aber beim Zahnarzt an, schildere mein Probleme und er schaut ob zahnbedingt oder nicht, und das wars im Sommer nicht. Nach einer Woche waren die Schmerzen wieder weniger. Alles so verrückt.
    Wegen dem Glasfaserstift würde ich mir wirklich keine Sorgen machen. Der Nerv ist schon tot, ich wurde für den Stift ja noch nichtmal betäubt. Dieser wird in der Zahnwurzel platziert, einzementiert – je nach Schädigung des Zahns Krone oder Inlay/Onlay drauf, fertig. Nur wenn ein lebendiger Nerv im Spiel wäre, hätte ich Angst. Eine meiner Wurzelbehandlungen war damals auch im Krisengebiet, ich bekam bei der Spülung der Kanäle solch einen schrecklichen Stich in der linken Gesichtshälfte (ich denke so fühlt sich die bekannte Trigeminusneurolgie an), dass ich am liebsten gestorben wäre. Hast du all die Wurzelbehandlungen aufgrund des Schmerzes machen lassen oder schon davor? Mein „Problem“ kennen nur sehr wenige, da ich weiß, dass sie es nicht verstehen würden. Mit einer Krankheit, die man nun mal nicht sieht und nicht nachweisen kann, bekommt man oft nicht viel Verständnis.

    als Antwort auf: Jeden Tag qualvolle Schmerzen #9582
    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo!

    Schockierend finde ich die Tatsache, dass die Ärztin einen Zahn zieht, obwohl dieser auf dem Röntgenbild unauffällig ist, aber den Weisheitszahn drin lässt, obwohl hier der Knochenabbau bereits stattfindet? Verstehe ich das richtig? Hat Dir die jetzige Ärztin den Knochenabbau im Röntgen gezeigt? Wenn der Zahn wirklich tot ist (Röntgen auffällig, Kältetest negativ) würde ich den reissen lassen. Mir wurden auch 2 Weisheitszähne im Zuge der Schmerzkarriere gezogen, das hat meine Schmerzen nicht verschlimmert (gebessert hat sich aber auch nichts). Wenn deine Schmerzen auf Schmerzmittel absolut gar nicht reagieren, solltest du deine Zähne danach in Ruhe lassen und diese nur behandeln lassen, wenn es auch wirklich einen sichtbaren Grund dafür gibt. Liebe Grüße

    als Antwort auf: Glasfaserstift in wkb Zähne #9581
    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo Miri!

    Ich habe seit knapp 4 Jahren den „anhaltenden idiopathischen Gesichtsschmerz“ und erhielt während meiner Schmerzkarriere 3 endodontische wurzelbehandlungen und eine Revision (also eine schlechte Wurzelbehandlung nochmal machen lassen“. Alle Zähne ließ ich mit Stift und Krone versorgen, da dies nun mal die Voraussetzung ist, wenn man seine Zähne noch eine Weile behalten will. Die Behandlung selbst schmerzte nicht, die Zähne waren danach aber ALLE druckempfindlich, auch wenn die Ärztin das für seltsam hielt. Bei unseren Schmerzen lässt sich leider nichts logisch erklären. Fakt ist, meine Schmerzen wurden dadurch nicht schlimmer und der Druckschmerz wurde nach einigen Tag besser.
    Ich würde die wurzelbehandelten Zähne aber nur mit Stift versorgen, wenn die Wurzelbehandlungen auch richtig (alle Kanäle gefunden und bis zur Wurzelspitze gefüllt) gemacht wurden. Und dann auch nicht alle auf einmal, sondern auf mehrere Termine verteilt.
    Wie geht’s dir eigentlich schmerztechnisch?
    Liebe Grüße,

    als Antwort auf: An Mrs Rabbit – wie isses Dir denn mittlerweile? #9553
    Mrs.Rabbit
    Teilnehmer

    Hallo Neuro,

    schön von Dir zu lesen! Bitte entschuldige meine längere Abwesenheit, sie soll keineswegs andeuten, dass ich schmerzfrei bin, viel mehr, dass ich umgezogen bin und für absolut nichts Zeit hatte 😉
    Ich nehme keine Medis mehr, ja noch nichtmal Vitamin B (nachdem ich schon einen ordentlichen Überschuss hatte). Im Nachhinein betrachtet hat mir all das NICHT geholfen und dennoch habe ich einige Anläufe gebraucht um das Ami abzusetzen. Fakt ist, dass Ami bereits in geringen Dosen angstlösend ist, deine Unruhezustände nach der Reduktion lassen sich somit leicht erklären. Ich hatte zum Schluss nur noch 10 mg genommen, und diese Dosis habe ich irgendwann in 4 geteilt… eine einzige Tablette mit einer Schere zerteilt. Die Schmerzen steigerten sich ins unerträgliche, sodass ich oft mit dem Gedanken spielte doch wieder eine Tablette zu nehmen. Mein Hausarzt meinte, das würde sich nur in meinem Kopf abspielen, denn Entzugserscheinungen würde man nicht bereits am nächsten Tag bekommen. Und heute weiß ich, dass er Recht hatte. Kaum hatte ich meine Tablette zerkleinert, wartete ich regelrecht auf die Verschlimmerung der Beschwerden! Ich war überzeugt davon, dass jetzt alles viel schlimmer wird…. und das wurde es auch! Der Nocebo-Effekt. Je mehr Zeit verstrich und ich mich auf andere Dinge konzentrierte, desto leichter wurden die Beschwerden.
    Ich bin jedenfalls froh das Zeug los zu sein und würde es auch NIE wieder nehmen.
    Ich habe den Schmerz „akzeptiert“, ja. Auch die schlechten Tage zwischendurch.
    Erst vor ein paar Wochen, geschah was Interessantes. Meine Arbeitskollegin kehrte aus ihrem Urlaub zurück und erzählte mir, dass sie furchtbare Zahnschmerzen seit einigen Tagen hätte. Sie könne kaum klar denken und müsse unbedingt zum Zahnarzt… während ich das früher normal kommentiert hätte, begann dieses Mal mein Hirn zu arbeiten. Ich fliege im November nach Afrika und bekam plötzlich Panik dort selbst wirkliche Zahnschmerzen zu bekommen (ich hab jetzt generell Panik vor Schmerzen). Wie eine verrückte suchte ich nach Zahnärzten, die sich im Zuge meiner Reise eventuell in meiner Reichweite befinden würden. Nichts da, in Afrika ist das nicht so easy. Mein Puls stieg, ich bekam Angst und konnte den Gedanken gar nicht mehr los lassen. Am nächsten Tag bin ich aufgewacht und bekam im Laufe des Vormittages solch schlimme Schmerzen, dass ich mich zurück versetzt fühlte, ganz am Anfang meiner Probleme. Der Schmerz war rechts unten (da begann es eigentlich) – hier war die Situation die letzten Monate/Jahre aber vorwiegend ruhig, nur hin und wieder tat es ein wenig weh. Was sich hier abspielte trieb mir regelrecht Tränen in die Augen. Zunächst tat der Zahn im UK neben dem Dauerschmerz beim beißen weh, am Nachmittag gesellte sich der Oberkiefer dazu…: einfach so. Alles spielte verrückt. Nachdem ich nun recht viele, tiefe Füllungen habe – ist es für mich sehr schwer auszuschließen, dass nicht doch ein Zahn schuld ist. So begab ich mich wieder zu meinen Zahnarzt (war schon länger nicht mehr 😛 ), welcher mein Problem kennt. Ich sagte bereits im Vorfeld, ich wüsste nicht ob der Schmerz wirklich zahnbedingt ist. Nachts kann ich schlafen und Schmerzmittel wirkten mal, mal nicht (kam mir zumindest so vor). Er kontrollierte alles und schickte mich wieder heim. Nach 2 Wochen war der Spuk vorbei.
    Dass die Story meiner Arbeitskollegin und meine daraus resultierende Angst wirklich nur ein Zufall waren, kann ich mir echt nicht vorstellen.

    Dass der Schmerz bei den Betroffenen aufgrund einer Zahnbehandlung entstand, aufgrund einer Nervschädigung, glaube ich nicht. Menschen mit einem amputierten Bein haben auch nachts schmerzen, und Menschen mit einem kaputten Gebiss haben oft gar meine Problem. Und wie genau soll ein Nerv bei einem Füllungswechsel z.B. entstehen? Mir ist damals nämlich nur ein Stück Füllung rausgebrochen (dieser Zahn hatte nur eine kleine Füllung und lebt immer noch). Die Füllung wurde neu gemacht und alles war gut. Erst Tage später bekam ich einschießende Gesichtsschmerzen, und das Drama begann. Schmerzen und inkompetente Zahnärzte führen zu vielen weiteren Problemen. Ein Zahnarzt entdeckte im linken Oberkiefer Karies und bohrte hier… (Schmerz war da noch im rechten Unterkiefer) – und plötzlich verlagerte sich alles vorwiegend nach oben. Einfach so. Der Schmerz kommt sicher von keiner Verletzung. Es gibt so viele Schmerzerkrankungen die keinen organischen Grund haben.
    Und um deine Frage zu beantworten, ja, ich kann mein Leben ganz normal leben. An schlechten Tagen liege ich meinem Mann mit meiner Jammerei in den Ohren, aber da muss er durch. Ich gehe nach wie vor Vollzeit arbeiten, gehe ins Kino, shoppen usw. und habe den Umzug geschafft ohne mich aus dem Fenster zu stürzen 😛 Bei mir sind es im Jänner 4 Jahre.
    Solange Du zwanghaft versuchst für deine Schmerzen einen organischen Grund zu finden, so lange wird es Dir sicherlich nicht besser gehen. Dieses Ärztehopping hat bei mir zu Beginn alles nur verschlimmert… je weniger ich mich damit beschäftige, desto besser geht’s mir. Ist ein wirklich gut gemeinter Rat. Lösche hier erstmal deinen Account, versuche dich von all dem zu distanzieren und mache Dinge, die Dir Spaß machen.
    Übrigens mache ich auch eine Therapie, die mir gut tut. Vielleicht wäre das auch was für dich?

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 151)