Doppel gut: Gen macht intelligenter und schmerzunempfindlicher

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Das Gen für Catechol O-methyltransferase (COMT), das im wesentlichen in 3 Polymorphismen (vereinfacht: genetische Mixturen) auftritt: Val/Val, Val/Met und Met/Met, beeinflußt sowohl die Schmerzempfindlichkeit von Menschen als auch die kognitive Leistungen. Bei COMT handelt es sich um ein Enzym, das für die Zerlegung von wichtigen ZNS-Botenstoffen wie Dopamin, Epinephrin und Norepinephrin zuständig ist. Die drei Variationen Val/Met führen zu unterschiedlich schnellen COMT Enzymen. Die Variante Met/Met hat dabei die niedrigste Enzymwirkung. Das führt zu allgemein höheren Pegeln an Dopamin usw.

  1. Das wiederum macht sich bemerkbar bei der allgemeinen Schmerzempfindlichkeit: diese Studie hier zeigt, dass Met/Met Leute mit 95 mg/24h Morphium auskommen, wenn sie Tumorschmerzen haben, Val/Val Menschen mit dem gleichen Leiden brauchen im Schnitt 155 mg/24h.
  2. Greift man sich 292 Versuchspersonen im Alter von 34-85 Jahren, läßt sie Vosprechen, Erinnerungsaufgaben lösen und Turm von Hanoi spielen, schreibt die Ergebnisse auf und wiederholt das Ganze 5 Jahre später, dann zeigt sich, dass die Val/Val und die Met/Val Versuchspersonen in ihren Erinnerungs- und Kombinierfähigkeiten nachlassen, die Met/Mets dagegen nicht.

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