Don R.s Kampf gegen die Schwindelmühlenflügel

Lesen Sie auch  die Artikel  Botenstoffe an Dauerschwindel beteiligt und  Elektrosmog – Amalgam – Wohngift Fall läuft aus dem Ruder   sowie Karl C. Mayer’s , Heidelberg ausgezeichneten Internet Artikel „Schwindel“

 

Etwa 10 Patientinnen und 1 Patient unterhalten sich in einem bestimmten – hier nicht verlinkten – „CMD“ Forum über ihre „CMD“ Behandlung bei Dr. R. u.a. gegen ihren Schwindel. Ich habe die donquichoteinteressantesten Aussagen zusammengeschnitten:

Zitat

GFS: Ich habe so furchtbare Angst, dass mit dem Schwindel & Sehstörungen nicht mehr in den Griff zu bekommen. Das zerrt ganz schön. Heute ist ein besonders schlimmer Tag. Habe heute Nacht nicht viel geschlafen und auch Mittags konnte ich wegen dem Schwindel keinen Schlaf nachholen. Hatte auch Hoffnung in die Schiene gelegt, doch es ist bis jetzt nicht besser geworden.

GFS: Ich für mich weiß, dass ich mit Schmerzen weiterhin leben kann, doch der Schwindel & Sehstörungen reißen einem so dermaßen den Boden unter den Füßen weg. Mir kommt manchmal ein Tag wie eine ganze Ewigkeit vor, in der ich nur hoffe abends doch irgendwie einschlafen zu können in der Hoffnung, dass der nächste Tag ein bißchen besser wird. Und die Angst vor dem Schwindel ist auch nicht zu verachten. Da kann ich verstehen, dass mich so mancher Arzt in die Psychoecke gesteckt, denn ich glaube, dass ich mit meiner Angst die Schwindel auch verstärken kann.

WBD: nur kurz zu mir-ich leide bewusst seit 3 Jahren unter CMD- angefangen hat aber alles schon viele Jahre vorher mit Symptomen wie Tinnitus, starke Hals-Nackenverspannungen, Kopfschmerzen überwiegend rechte Seite. Nach einer Füllungstherapie vor gut 3 Jahren ist das ganze System bei mir total zusammengebrochen und es kamen Symptome dazu (Blindheit rechtes Auge, Kribbeln in den Armen, Beinen, Kiefergelenksreiben, Knacken in den Gelenken (Arthrose), Verspannungen im gesamten Gesichtsbereich, HWS-Probleme, Sprachstörungen, Schwindel, Erbrechen etc.)-eigentlich das Komplettprogramm. Nach langer Odyssee und einer Schiene, mit der ich komplett beschwerdefrei war ( leider ist sie gebrochen) bin ich nun bei Dr. Ri. Ich bin seit ca. 10 Wochen im OK bebändert (29. Januar, Dr. Ri. arbeitet z.Zt. eigentlich nur an meinem rechtsseitigen Kreuzbiss, der wohl weg muss. Leider kann ich noch nicht von einem Vorankommen sprechen, zwischenzeitlich ging es mir hundsmiserabel

GMD: Hallo, mir geht’s noch nicht gut, bin jetzt vier Wochen bebaendert und es geht noch bergab, ja seit der Bebaenderung. Aber irgendwann muss es bergauf gehen. Hatte aehnliche Beschwerden im Januar schon mal mit Schiene nur nicht so heftig. Mit dem Schwindel geht es noch, darf nicht schlimmer werden, das ist der Horror. Mein Hauptproblem ist der gesamte Kopfbereich, Gelenke, massiver Ohrendruck, Obrenrauschen,Tinnitus und die Hws… Schwindel und Taumelnder Gang.

GFS: Ich denke es ist ein Drehschwindel. Fühlt sich an, als ob sich der Boden unter mir wegdreht. Liegen verschlimmert das ganze, bin eigentlich tagsüber lieber in Bewegung und habe die Füße auf dem Boden, das hilft dann ein wenig. Nein, Medikamente nehme ich nicht. … Im Krankenhaus war ich nur einmal vor 2,5 Jahren als alles anfing, Diagnose gutartiger Lagerungsschwindel. Der ist dann auch binnen 2 Wochen verschwunden, doch der Drehschwindel ist seitdem geblieben.

NCG: Bei mir war es zuerst der Drehschwindel. Im Oktober war ich bei einem Atlastherapeuten (Atlas Reflex Therapie). Laut meinem Physio hat sich der Atlas wirklich relativ gerade gestellt. Der Drehschwindel war dann auch nach wenigen WOchen weg. Nur der TOTE KOPF blieb. Diesen Toten Kopf kann man immer schlecht beschreiben und wird oft als Schwindel bezeichnet. Ich denke aber es ist kein richtiger Schwindel. Das mit dem unsicheren Gang habe ich auch immer in Verbindung mit diesem Toten Kopf, ich habe immer das Gefühl ch kippe nach rechts um, zusätzlich stellt sich dann noch die Übelkeit, Erbrechen ect. ein.

YHD: dann lag es vielleicht doch am atlas? ich hatte auch alles symptome wie schwindel und „toter kopf“, dazu so wie panik attacken, vor allem in kaufhäusern, aufzügen etc. aber nach der behandlung war das weg. letztes jahr hatte ich das dann wieder, und ich denke das war als der diskus raus ist, das kam dann immer aus heiterem himmel, fuer ein paar sekunden, aber so arg dass ich mich sofort hinsetzen musste, das ist jetzt aber gott sei dank auch weg. vielleicht liegts dann am diskus? machst du noch therapie für die hws?

NCG: ja ich gehe jede Woche zur Physiotherapie, (wie gesagt Holländer mit sehr viel Ahnung) der macht alles, da wo es grad am nötigsten ist. Kiefer/HWS und manchmal auch BWS. Das mit den Panikattaken kenne ich auch, dies habe ich aber auch immer in Verbindung mit dem Toten KOpf, wenn der Kopf tod ist, dann geh ich schon niergendwo mehr hin. Mir ist dann alles zu viel, manchmal sogar der Fernseher. Der Drehschwindel ist zwar weg aber der Tote Kopf kommt immer mal wieder, aber in abgeschwächter Form (bis jetzten jedenfalls).

GFS: laut meiner Ergotherapeutin ist der Grund meines Schwindels resultierend aus einem bund, gemischten Blumenstrauß: HWS (Atlas?), Gleichgewichtsorgan (Nähe zum Kiefergelenk), Verspannungen, Psyche. Ich merke seit Tagen total, dass ich viel mehr verspannt bin(Nacken + Rücken) und wenn das so ist logischerweise auchviel mehr Schwindel als sonst, was mich natürlich nur noch mehr verkrampfen lässt. Schlafe nachts nur noch sehr schlecht.

YHO: deshalb werde ich nächste woche zu einem ZT fahren, der mir die zahnstellung hoffentlich wieder so macht, wies mal war. einen anderen weg sehe ich nicht. bin noch immer schwindelig und auch mit der anderen prothetik komme ich nur schwer zurecht.

EWT: Mein Name ist C. und war kurz davor nicht mehr leben zu wollen.Ich habe unter unerklärlichen Augenschmerzen und sehr starken Schwindel gelitten, wobei der schwindel eigentlich mein ständiger Begleiter ist un´d er mich wahnsinnig macht.Ich bin seit Februar unfähig zu arbeiten und muss aber auch sagen, dass ich eine ganz tolle Pysiotherapeutin gefunden habe, die sich sehr gut mit CMD auskennt und auch sagt das die Krankenkassenschiene reicht.Ich war eigentlich schon so weit, dass ich schwindelfrei war, aber nach einer neuen Aufbissschiene ging alles wieder von vorne los.Die grössten Probleme bereiten bei mir die Augen, sehr starker Druck hinter den Augen, Nacken, Schwindel, neuerdings ein großes Ei am Kiefergelenk, Schluckbeschwerden und Kloßgefühl im Hals. am schlimmsten ist eigentlich das es so gut wie keiner glaubt, weil man es ja nicht sieht oder man nicht vor Schmerzen am Boden kauert. Nächste Woche habe ich mal wieder ein Zahnarztbesuch, ich kann bald keine Ärzte mehr sehen.

NCG: Ich bekomme auch immer Panik wenn der Ohrendruck kommt. Da es bei mir mit dem Druck angefangen hat und dann nach kurzer Zeit auch der Schwindel und der tote Kopf kommt. Zurzeit hab ich Gott sei Dank nur den Ohrendruck. Ich denke nicht das ein Psychologe da helfen kann die Panik zu nehmen. HOffe das es dabei bleibt. Mein Rücken macht auch was er will. Mal HWS mal BWS mal LWS.

YHO: habe seit gestern eine neue prothetik, die nach intra-oraler bissregistrierung erstellt wurde und mir geht es endlich wieder besser, schwindel und HWS ganz weg- in kürzester zeit, nach ein paar stunden schon! dafür zieht es wieder etwas am rücken, ist mir aber 1000 mal lieber als das, was ich die letzten wochen durchgemacht habe. ausserdem wird nun weiter an dieser prothetik gearbeitet, bis der biss ganz passt. mein ZT ist sehr zuversichtlich.

GFS: Mir geht es heute schon ein wenig besser, zumindest konnte ich schlafen und hatte Nachts keinen Schwindel. Das ist immer schon viel wert. Das schlimme ist jetzt jedoch die Angst vor der Angst und dem Schwindel, wenn ich das nächste Mal in 3 Wochen wieder einen neuen Bogen bekommen.

GFS: Meine Hauptsymptome sind ebenfalls Schwindel und Sehstörungen (verschommenes Sehen / toter Kopf) sowie Druck hinter den Augen, weiterhin noch Tinitus, Ohrendruck+Schmerzen, Kiefergelenksschmerzen, HWS bis LWS schmerzen……

GFS: Hatte heute totale Kopfschmerzen. Der Schwindel ist noch da, aber heute (Kopf auf Holz) nicht so schlimm. Der TK (Tote Kopf) ist unverändert. Hatte ja schon geschrieben, dass ich nicht weiß, ob es mir vor der Behandlung auch schon so oft schwindelig war oder ob es jetzt schlimmer geworden ist. Meine Ergotherapeutin meint, dass es mit dem Schwindel wohl noch nicht so ganz schnell besser wird, da der Kiefer sehr in Bewegung ist. Habe schon totale Panik nächste Woche Freitag wieder zu Dr. Ri. zu „müssen“ und dann wird es wieder für Tage schlimmer. … Ursache Schwindel: Bei mir von beidem. HWS und Schädelplatten und das mit dem Einquetschen dieser Nervenbahn durch das Kiefergelenk hat mir Dr. Ri. auch erklärt. Dass mir so schwindelig beim Entfernen des Bogens war, lag dann wohl an den Schädelplatten, da dem Kiefer ja urpötzlich der Druck genommen wurde und sich dann die Platten und dann das Jochbein verschoben haben.

EWT: Mein Zahnarzt hat mir eine weiche Schiene für unten angefertigt, danach ging es mir wieder schlechter. Der Schwindel wurde schlimmer, das Gefühl neben sich zu stehen, Übelkeit und allgemeine Schwäche. Jetzt soll ich am Montag eine harte Schiene für unten bekommen und ich habe Angst das alles wieder von vorne los geht. Meine Physiotherapeutin meinte das ich eine harte Schiene brauche, weil ich einen vorgegeben Biss bräuchte. Wie wird denn überhaupt erkannt welcher Zahn z.B. bei mir Probleme macht, oder kann es auch sein das es nur am Zähne pressen und knirschen liegen? Ihr merkt ich habe noch nicht viel Erfahrung damit, weil mein Leiden habe ich erst seit Februar.

NCG: Vertigoheel haben wir früher sogar in der Praxis Leuten mit Schwindel verschrieben. Es war meistens unklar wo der Schwindel herkam. Ich würde es einfach mal ausprobieren, es ist ja ein hömeopatisches Mittel und kann im Prinzip nichts verkehrt machen. Das andere Mittel kenne ich nicht. Leider habe ich meins nicht gefunden. Da aber damals alles bei mir eskalierte, kann ich auch nicht wirklich sagen ob es geholfen hat. Zu der Zeit war ja mein Höhepunkt und es hat irgendwie garnichts geholfen.

GMD: In den letzten Wochen ist es mir nicht gut ergangen. Am vergangenen Wochenende hatte ich sehr massive Zahnschmerzen (war jetzt auch krankgeschrieben, konnte einfach nicht mehr). Am Freitag zuvor hatte ich erstmals wieder einen KG Termin. Die Krankengymnastik war ziemlich schmerzschaft, aber der Physiotherapeut meinte, dass meine Gesichtsmuskeln sehr verhärtet seien. Am Wochenende drauf ging dann der absolute Tanz los. Schmerzen total im Kiefergelenk, Bauchkrämpfe und beim Beugen des Kopfes Blitzeinschläge in die Zähne. Ich habe gedacht, ich muss in die Uni und mir Morphium spritzen lassen. Diclo 100 hat nicht mehr ausreichend gewirkt. Hat jemand von euch ähnliches erlebt? Ich kann bald nicht mehr. Heute habe ich Schiene Nr. 4 abgeholt, macht einen ganz guten Eindruck.Ich weiß bald einfach bald nicht mehr weiter. Meine Zahnnerven sind blank. Schwindel, Schneidezahn nach unten gerutscht, usw. habe ich alles hinter mir. Meine Hausärztin schaut mich an wie ein Eichhörnchen, wenn ich meine Beschwerden schildere.Jetzt soll ich nochmal zum Orthopäden.

ALC: Derweil wird versucht, die durch die Schiene erreichte Kieferposition zunächst durch Kunststoffaufsätze auf den Zähnen um Höhe der Schiene abzusenken um so festzustellen, ob mein Körper das überhaupt noch mitmacht. Geht es schief, hätte ich zumindest nicht 1000e von Euros in Langzeitprovis investiert und könnte wieder zur Schiene zurückgreifen (das will ich aber auf gar keinen Fall mehr !). Erwartungsgemäß stellt sich die Aktion als schwierig heraus. Es ist unglaublich, was sich da die letzten Tage in meinem Gesicht und Kopf abspielt, sämtliche Sehnen, Bänder, Muskeln ich weiß nicht was noch, fühlen sich total verdreht an, habe plötzlich wieder Sehstörungen, … phasenweise starken Schwindel, wie S. immer so schön schreibt „Toten Kopf“ …..

GFS: mein Termin heute morgen bei Dr. Ri. war bezgl. des Schwindels nicht so schlimm wie ich vermutet hatte. Mir ist zwar ein bißchen schwindelig, aber nicht annähernd so wie beim letzten Mal. Hoffe das bleibt heute Nacht und die nächsten Tage so. Dr. Ri. wollte sich auf einen ungefähren Zeitraumen wann es besser werden soll, von mir nicht festnageln lassen. Nur, dass wir das wieder hinbekommen. Er vermutet, dass mein Schwindel von den derzeiten frühen Kontakten an den Eckzähnen kommt und dadurch, dass ich jetzt wieder Kontakt im Backenzahnbereich habe, „verhält“ sich die Zunge irgendwie anders. Meine Zahnlücken sind jetzt noch größer geworden und ich habe nicht annähernd so starken Druckschmerzen wie vor 3 Wochen.

Ende Zitat

 

Gesamtbetrachtung

Im Wikipedia Artikel Panikattacke tauchen viele der hier genannten Symptome wieder auf:

  • 1. Der Schwindel („Liegen verschlimmert das Ganze“) mit und ohne Übelkeit/Erbrechen, auch Ohnmachtsgefühl
  • 2. Die Angstgedanken („Angst vor der Angst“)
  • 3. Depersonalisationsgefühle („Neben sich stehen“, „Toter Kopf“)
  • 4. Engegefühl in Brust und Kehle („Kloßgefühl im Hals“)
  • 5. Kribbeln in Armen und Beinen, alleine oder verstärkt durch Hyperventilation (= zu schnelles Atmen)
  • 6. Angst vor dem Verlassen der Wohnung („Panik Attacken vor allen in Kaufhäusern, Aufzügen“) wieder auf.

Der Psychiater spricht dann von einer Panikattacke, wenn 4 von den 13 der hier aufgeführten Symptome gleichzeitig auftreten.

 

Warum

wagt sich ein Kieferorthopäde (Herr Ri.) an die Behandlung von Patientinnen mit dem Leitsymptom Schwindel? Für die Beantwortung dieser Fragen reicht leider kein kurzer Satz aus. Die Gliederung der nächsten 3 Kapitel zeigt, wo es lang geht: a) Die Schwierigkeiten der HNO mit der Psychiatrie, b) die Zahnmedizin versteht keine Psychiatrie und Neurologie, und c) 2020 wird alles anders

Die Schwierigkeiten der HNO (Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde) mit der Psychiatrie

Zahnfilm DE hat die letzten 4 Artikel (Schwindel zur Hälfte nicht Innenohr verursachtBotenstoffe an Dauerschwindel beteiligtLucylein hat Ahnung von Schwindel  und der vorliegende) dem Phänomen Schwindel gewidmet. Jeder einzelne Artikel beschäftigt sich mit dem Schwindel als Symptom einer  tiefsitzenden engen Verschaltung des Hirnzentrums für Angst mit dem für das Gleichgewicht und Raumgefühl. Bis heute sind HNOler noch nicht einmal in der Lage, eine dieser Tatsache gerecht werdende Schwindel Diagnose zu stellen, weil der Begriff fehlt! Ja sie unterscheiden den

und noch einiges mehr. Dummerweise passen aber lockere 50% der Schwindelfälle des täglich einlaufenden Patientengutes NICHT in diese Kategorien. Denn sie leiden bevorzugt unter angstbedingtem Schwindel oder Benommenheitsgefühl. Die Diagnose müsste also eigentlich „Angstschwindel“ lauten. In diese Richtung gehen alle Begriffe aus dem weniger klar definierten Bereich, wie „Phobischer Dauerschwankschwindel“, „psychogener Schwindel“ etc. Und weil der HNOler mit der Psychiatrie am liebsten keinen Kontakt hat, insbesondere die „mentalen Diagnosen“ wie Angst/Panikstörung nie wirklich zur Kenntnis nimmt, kommt es, das bis heute die HNO sich nicht zu einer Diagnose „Angstschwindel“ durchringen kann.

Die Zahnmedizin versteht keine Psychiatrie und Neurologie

Um die Zahnmedizin steht es gerade in Bezug auf die Psychiatrie eher noch schlechter. Ehe ein gelernter Zahnarzt auf dem Akademikerposten (Professor, Privatdozent) sich durchringt und richtige klinische Psychiatrie dazustudiert, muss in Deutschland wahrscheinlich erst ein Wunder geschehen. Von den derzeit aktiven „Schmerztherapeuten“ bzw. „Pschosomatikern“ in der Zahnmedizin (Wolowski/Münster, Schöttl/Erlangen, Kares/Saarbrücken, Schindler/Karlruhe) hat meines Wissens kein einziger von der Pike auf gelernt, dass man auch mit Neuroleptika und Antidepressiva schwere Schicksale verbessern kann. Da hat es nicht nur Berührungsängste, sondern schlicht zu wenig Plan.Gelernte Neurologen kann es in Deutschland unter den Zahnmediziner deshalb nicht geben, weil Zahnfilm DE die erste und bisher auch einzige Institution ist, die die Neuropathie des Trigeminus allmählich für den Patienten zu einer nachgewiesenen und teilweise behandelbaren Diagnose macht. Auf diesen Zug werden sicherlich demnächst einige aufspringen, Tatsache ist aber, dass vor Zahnfilm DE fast kein Mensch in der Zahnmedizin Neuropathie auch nur buchstabieren konnte. Die Patientin unter dem Pseudonym „GMD“ hier oben leidet zusätzlich zu ihrem Angstschwindel auch noch unter einer Neuropathie ihres Trigeminus.

Der Zahnmediziner hat – abhängig vom Ausbildungsjahr – gelernt, große Löcher (heute nicht mehr so üppige) in kleine Zähne zu bohren, diese zuzumachen und im Nichterfolgsfall tüchtigen Ersatz zu schaffen. Alle Schmerzen der ihm Anbefohlenen interpretiert der Zahnbohrkundige dementsprechend als „Nichterfolgsfall“ von Bohrereien oder Ersatzartikeln (oder Zahnfehlstellungen – wen wundert’s – bei den KFOten). Das Rezeptformular wird nur benutzt, um Antibiotika und Schmerzmittel zu verordnen. Wer das seit 20 Jahren immer so handhabt, glaubt wirklich, dass Schwindel von zu hohem oder zu niedrigen Zahnersatz kommen muss. Auf die Idee, dass da völlig andere Einflüsse am Werk sein könnten, kommen die so Gepolten lieber nicht.

 

2020 wird alles anders

In den 10er Jahren des laufenden Jahrhunderts bahnen sich wichtige Änderungen in unserem Verständnis vieler Erkrankungen an. Krankheiten, die bisher als unklar, oder sogar eingebildet galten, wie Fibromyalgie, chronische Rückenschmerzen, Reizdarm, chronisches Erschöpfungssyndrom, TMD ( in Deutschland noch „CMD) etc. zeigt sich immer deutlicher der Einfluss des zentralen Nervensystems auf die Erkrankung. Durch neuere bildgebende Methoden ist es heute möglich, Unterschiede der so Erkrankten gegenüber gesunden Kontrollpersonen im Hirn darzustellen. Dasselbe wird voraussichtlich auch mit dem Angstschwindel geschehen und hängt nur noch von der Detailgenauigkeit der Bildtechnik ab, die aber ständig weiter entwickelt wird.

Spätestens dann müssen die Handwerker (HNO und Zahnmediziner) neue Ideen entwerfen. Wenn bewiesen werden kann, dass Schwindel in der Hauptsache eine Großhirnfunktion darstellt, dann erübrigen sich die manipulativen Eingriffe an den Zähnen und dem Innenohr endgültig. Das Einzige was mich im oben geschilderten Kollegenbeispiel wundert ist: wie man angesichts der in den Beiträgen der Frauen ständig wiederholten Bauchlandungen noch immer an seine KFO Mission in Sachen Schwindel glauben kann?

14 Replies to “Don R.s Kampf gegen die Schwindelmühlenflügel”

  1. fehlendes Einverständnis
    Guten Tag Herr Wagner,

    ich bin nicht mit der Veröffentlichung meines Gedankengutes auf IHRER Homepage einverstanden. Bitte entfernen Sie umgehend meine Beiträge.

    Danke
    Alundra

  2. Unverständnis
    Guten Tag Herr Wagner,

    ich bin ebenfalls nicht mit der Veröffentlichung einverstanden, da es eine Lüge ist das Dr. Ri. nicht hilft. Mein Schwindel ist nach 3 Monaten Behandlung völlig verschwunden. Ich fordere Sie auf, umgehend meine und auch die anderen Beiträge zu entfernen.

    Alexandra Bünnagel

  3. Verkürzung
    Guten Tag Herr Wagner,
    leider sind die Ausschnitte aus dem Forum sehr verkürzt dargestellt. Dass es Menschen gibt deren CMD von der Okklusion (inbesondere der Fehl- und Vorkontakte) abhängt, können Sie sich ja nicht vorstellen. Bei mir ist es aber definitiv so, denn meine allerschlimmsten CMD-Symptome sind nach der Bebänderung verschwunden.
    Von mir brauchen Sie keinen Beitrag entfernen – taucht keiner auf – warum wohl? – wenn hauptsächlich Positives von der Therapie zu berichten ist.

    Heyfisch

  4. Datenherkunft
    Guten Tag Herr Wagner,

    warum verweisen sie nicht einfach auf die Herkunft der Bericht, nennen Sie die HP von wo Sie die Beiträge einfach ungefragt kopiert haben. Dann können sich Ihre Leser ein eigenes Bild von den Betroffenen machen, dies wird die Sache in ein ganz anderes Licht rücken, ganz ohne Ihre persönlichen Abwertungen.

    Alundra

  5. Frechheit
    Guten Tag Herr Wagner,

    sie scheinen von der Komplexität der CMD-Erkrankung offensichtlich nur wenig Ahnung zu haben. Ansonsten würden Sie Aussagen von Betroffenen mehr Respekt entgegen bringen. Warum nennen Sie keine positiven Beispiele von Dr.R.-Patienten? Angst vor Konkurrenz? Ich finde Ihre Berichterstattung sehr albern und wenig hilfreich für Menschen, die an CMD erkrankt sind!

    Lena

  6. RE: Don R.s Kampf gegen die Schwindelmühlenflügel
    Guten Tag Herr Wagner,

    ich finde es eine Unverschämtheit von Ihnen,user aus anderen Foren zu zitieren und dabei noch das Wichtigste außen vor zu lassen, nämlich die von Ihnen nicht gekannten Zusammenhänge der Beschwerden zu Fehlbissen und daraus resultierenden Beschwerden funktioneller und körperlicher Art. So können Sie auf Ihrer “ Schiene“ Ihre Unwahrheiten weiter verbreiten .
    Unglaublich!!!

    Bei mir wurde schon vor Jahren die CMD erfolgreich behandelt worden , durch eine Fehlbisslage von Kindheit an, sowie eine schlechte Okklusion, hat sich dann schleichend eine CMD entwickelt , die dann dazu führte das ich physisch, mental ( toter Kopf ) und psychisch ein Wrack war.
    Die CMD Behandlung hat mir dann eine neue Lebensqualität zurück gegeben, die ich nie mehr für möglich gehalten hätte.

    underwater

  7. Don R.s Kampf gegen die Schwindelmühlenflügel
    Ihre neuroanatomischen Kenntnisse sind völlig unzureichend und erschreckend zugleich. Leider stehen Sie damit für eine Vielzahl Ihrer Kollegenschaft. Hier herrscht ein eklatanter Aufklärungsbedarf, der offensichtlich über Jahrzehnte versäumt wurde und „elegant“ über die Psychoschiene kompensiert wurde.

    Ingrid Jogschies

  8. RE: Don R.s Kampf gegen die Schwindelmühlenflügel
    Ich bin sicher, Frau Jogschies, dass Sie mir mit Ihren neuroanatomischen Kenntnissen gelegentlich unter die Arme greifen können, smile. Viele Grüße Joachim Wagner

  9. Auf dem Holzweg….
    Hallo Herr Wagner,
    da sie meine HP bereits kennengelernt haben und sie so gerne „ohne die Quelle zu nennen“ darüber berichten, melde ich mich nun auch mal zu Wort.
    Bekämpfung der Ursache sollte für jeden Arzt die erste Wahl sein und nicht, wie sie es gerne hätten, die Symptome mit „Psychopillchen“ zu mildern. Das das zentrale Nervensystem bei der Krankheit CMD mit beteiligt ist haben hier sogar die meisten Laien verstanden und leider auch schon längst am eigenen Leib zu spüren bekommen. Leugnen tut das von uns Betroffenen keiner. Nur sind sie, Herr Wagner, meiner Meinung nach auf dem falschen Weg – die CMD löst diese Symptome am ZNS aus und nicht das ZNS die CMD-Symptome! Die okklusalen Dysharmonien oder Fehlbisse etc. müssen behoben werden um die Fehlbelastungen am Körper zu korrigieren und nicht irgendwelche Drogen verschrieben werden, um den Patienten vergessen zu lassen, oder gar ruhig zu stellen. Ich will ihnen ja wirklich nicht zu nahe treten – aber mir scheint, als hätten sie sich selber die „Höchstdosis“ eines ihrer Mittelchen eingeworfen, wenn sie derartige Berichte schreiben.
    In diesem Sinne…
    …bleiben sie gesund – denn sie wissen ja wie schnell man in der Psychoecke landet – smile!

    Mit freundlichem Gruß
    Sabine

  10. Fortsetzung „Auf dem Holzweg“
    …scheint, als hätten sie sich selber die „Höchstdosis“ eines ihrer Mittelchen eingeworfen, wenn sie derartige Berichte schreiben.
    In diesem Sinne…
    …bleiben sie gesund – denn sie wissen ja wie schnell man in der Psychoecke landet – smile!

    Mit freundlichem Gruß
    Sabine

  11. RE: Don R.s Kampf gegen die Schwindelmühlenflügel
    Angesichts meiner zweifellos problembehafteten Unterstellungen in die Richtung Ihrer Frauenriege finde ich die Tatsache, dass hier trotzdem eine noch irgendwie produktive Kommunikation stattfindet, bemerkenswert. Das spricht für Sie. Danke. Viele Grüße Joachim Wagner

  12. RE: Don R.s Kampf gegen die Schwindelmühlenflügel
    Hallo Herr Dr. Wagner,

    nichts würde ich lieber tun, als Ihnen einmal ordentlich den Biss zu „versauen“.Wenn Sie dann jahrelang den Biss verloren haben, dann würden Sie Ihre Hobbypsychiatrie und Ihre Respektlosigkeit wohl ganz schnell vergessen.

    Ertl Rosemarie

  13. RE: Don R.s Kampf gegen die Schwindelmühlenflügel
    Zitat: Dr. Wagner
    „Warum
    wagt sich ein Kieferorthopäde (Herr Ri.) an die Behandlung von Patientinnen mit dem Leitsymptom Schwindel?“

    Ja, warum wohl:
    Weil er er wahrscheinlich den Menschen ganzheitlich sieht, nicht so wie manche Fachidioten, die nicht über den Tellerrand hinaussehen können.

  14. Zahn
    Meiner ganz persönlichen Meinung nach finde ich es sehr gewagt, Schwindel als Hauptsymptom der CMD darzustellen.

    Alle, die Interesse daran haben, eine andere Ansicht zu CMD kennen zu lernen oder die sleber an einer CMD leiden sind hiermit dazu eingeladen, mit uns unter http://cmd-userforum.de/index.php zu diskutieren.

    Selbstverständlich ist auch Jobohrer eingeladen, so er sich denn der kontroversen Diskussion Stellen möchte.

    Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,

    Zahn

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