Psoriasis kann schwere Kiefergelenksarthritis verursachen

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Die Psoriasis-Arthritis dürfte den meisten Zahnmedizinern unbekannt sein. Es handelt sich dabei um eine schwerwiegende Komplikation der Psoriasis (Hauterkrankung), die innerhalb eines kurzen und heftigen Verlaufs schwere Schäden an Gelenken des Körpers und eben auch des Kiefergelenks verursacht.

Eine Zeitlang hielt die Fachwelt die Psoriasis-Arthritis für ein vergleichweise harmloses Krankheitsbild, das nur wenige Gelenke betrifft und keine ernsten Folgen hat. Dies ist nicht so. Unbehandelt führt diese Krankheit zu der gleichen schlimmen Gelenkzerstörung wie andere entzündlich-rheumatische Erkrankungen mit tiefgreifenden Beeinträchtigungen der Betroffenen.

Fatalerweise finden die aufgesuchten Hausärzte und -zahnärzte bei der Psoriasis-Arthritis auch im akuten Stadium kaum Entzündungszeichen. Z.B. keine Veränderung der BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit). Hinzu kommt, dass der Zusammenhang zur Hauterkrankung auch von dem/der Fachmann/frau mangels Kenntnisse häufig nicht erkannt wird. Das kann dazu führen, dass das therapeutische Zeitfenster von etwa 12-14 Wochen nicht genutzt wird, innerhalb dessen eine effektive Unterdrückung der akuten Gelenkzerstörung erfolgen kann. Das hat dann fatale Folgen, die später nicht mehr umgekehrt werden können. Behandelt wird übrigens – wie auch die rheumatoide Arthritis – mit niedrig dosiertem Methotrexat, Gold und Leflunomid (Arava).

Also beim nächsten Fall lieber einen Blick auf die Haut riskieren. Es könnte wichtig sein.

One Reply to “Psoriasis kann schwere Kiefergelenksarthritis verursachen”

  1. Selbst wenn man die Ärzte jahrelang darauf hinweist das man Psoriasiys hat und den Zusammenhang selbst zur Psoriasiys Arthritis herstellt, wird einem nicht geglaubt. Man muss als Patient so lange warten, bis man unrettbare Zerstörungen hat. Erst dann reagieren Ärzte. Der durchschnittliche Diagnosezeitraum eines PSA Patienten beträgt 10 Jahre .

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