Belgien, Lommel, Reihe 17, Grab 277 **)

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P1010430Der Junge Rudolf Marschner fiel am 27. November 1944, also vor etwa 66 Jahren im Alter von 16 Jahren. Wäre er nicht von Hitlers Schergen in eine der Schlachten um Aachen – wo er vermutlich sein Leben lassen mußte – im Herbst 1944 vor die Mündung eines amerikanischen Maschinengewehrs gezerrt worden, würde Herr Marschner heute mit 82 Jahren als keineswegs ganz alt gelten. Einer meiner wirklich alten Weltkriegs Teilnehmer aus meinem Patientensprengel zählt jetzt 94 Jahre, besucht mich regelmäßig und ist mir nachhaltig dadurch in Erinnerung, dass ich 2001 persönlich einen Granatsplitter von 1945 aus seiner rechten Wange entfernen durfte. Wilhelm G. (94) erzählte mir noch unlängst, dass er seinen rechten kleinen Finger einbüßte auf der Flucht seiner Einheit vor den Russen 1945, als alles schon lange verloren war. *) Alle seine Kameraden kamen dabei ums Leben.

 

Den letzten Satz bitte ich nicht falsch zu verstehen. Dass die Rote Armee 1944/1945 den deutschen Eindringlingen mit einer Geschützdichte von 178 Stück pro Frontkilometer beispieslweise in der Operation Bagration ***) die Richtung nach Westen gewiesen hat, sollten wir auch heute aus der Sicht der Spätgeborenen begrüßen. Das ist mein vollster Ernst.

 

Zeit zum Sterben

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P1010491*) Die diesbezüglich hilflose Arroganz des GröFaZ (= größten Führer aller Zeiten) ganz bewußt zur Kenntnis zu nehmen, möchte ich als unerlässlich betonen.

**) Alle ca. 22.000 Kreuze sind übrigens doppelt belegt: einer vorne und einer hinten,

***) Пётр Иванович Багратион = Pjotr Iwanowitsch Bagration, russischer General georgischen Ursprungs 1765 – 1812, spielt in „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi mit.

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