Trigeminus Neuralgie in Macromedia – schön bunt

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Das Magazin „web selling“ hatte den Beitrag „Gefährlich gut suchen“ in der Ausgabe 1/2007 (!). Dabei kam zur Sprache, dass Google nur 0,2 % des tatsächlichen Inhaltes des Internets findet. Insbesondere fallen dynamisch über Datenbanken generierte Inhalte, wie z.B. Medline, weitgehend aus der Google-Indizierung heraus, weil die eingesetzten Webspider und Roboter die Eingabeseiten der Datenbanken nicht bedienen können.

Dafür gibt es neue Suchmaschinen, wie http://aip.completeplanet.com oder auch http://turbo10.com. Nach Eingabe der Suchwörter „neuropathic pain“ wird dann auch prompt dieses hier gefunden: eine Macromedia (grafische Animations-Software) Show, die sich im Detail mit der Trigeminus Neuralgie beschäftigt. In vielen kleinen Sequenzen erfährt der Betrachter die prinzipiellen Zusammenhänge, wo und wie das Schmerzsignal entsteht, warum normale Schmerzmittel nicht funktionieren und welche Behandlungen in Frage kommen.

Dazu paßt der Fall aus dem wirklichen Leben: eine 82-jährige Patientin erscheint in Begleitung ihrer Tochter, mit dem Wunsch, die 25 Jahre alten Totalprothesen erneuert zu bekommen. Im Laufe der Untersuchung stellt sich heraus, dass die Patienten seit ihrem 20. Lebensjahr Totalprothesenträgerin ist und das wiederum auf eine beidseitige Trigeminus-Neuralgie zurückgeht, die leider erst erkannt wurde, als alle Zähne weg waren.

Der Clou an der Geschichte kommt nun: Auf der Suche nach einer chirurgischen Therapie der medikamentös nicht beherrschbaren Schmerzen war die Patientin auch mehrfach in neurologischen Abteilungen von Unikliniken. Der Originalton der Neurochirurgen hierzu soll gewesen sein: „Wenn Sie pflegebedürftig hier wieder aufwachen wollen, können wir Sie hier operieren …“. Zum Glück gibt es mutigere Ärzte: in einem Kölner Vorort operiert ein niederländischer Artz zweimal pro Woche solche Trigeminus-Neuralgien durch Verkochen des Ganglion Trigeminale. Der Eingriff ist privat für 700 Euro, dauert brutto etwa eine Stunde und verhilft zu einer 3 bis 4 Jahre dauernden Schmerzfreiheit. Wenn der Schmerz wiederkommt, wird es einfach wiederholt. Die Krankenkasse hat die Übernahme der Kosten bisher verweigert.

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