Die offiziellen Behandlungsempfehlungen Neuropathie

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In diesem Artikel in einem wissenschaftlichen Forum für USA-Apotheker geht es um die heute bekannten Möglichkeiten der Behandlung von neuropathischen Schmerzen mit Tabletten.

Herr Prof. Dr. Jacintha S. Cauffield beginnt mit den bisher bekannten Ursachen von Nervenschmerzen: Alkohol, Diabetes, Bleivergiftung, AIDS, Medikamente wie Isoniacid, Hydrazaline, Cisplatin (Chemotherapie), Disulfiram, Metronidazol (Antibiotikum = Clont), Phenytoin (Mittel gegen Neuropathie!), Vincristine (Chemoth.). Nicht zu vergessen natürlich: MS, Schmerzen nach Herpes zoster, Amputation, Vitaminmangel B-Gruppe etc.

Nach wie vor sind die TCA (Trizyklische Antidepressiva) Amitryptilin, und für ältere Patienten lieber Desipramin und Nortryptilin die erste Wahl bei der Behandlung von nervlich verursachten Dauerschmerzen. Bei Trigeminus Schmerzen ist Carbamazepin das Mittel Nummer 1.

Wenn die erste Medikamentenlinie versagt, und das passiert offensichtlich nicht selten, kommt als 2. Wahl die Klasse der Antikonvulsiva (Antiepileptika) zum Zug. Darunter fallen Gabapentin, Lamotrigin und neuere Erscheinungen.

Von den „normalen“ Schmerzmitteln kommen kaum welche in Frage, Ibuprofen soll bei Diabetes verursachten Dauerschmerzen helfen, Tramadol als Halbopioid hat dagegen etwas bessere Chancen, den Unterschied zwischen „unerträglich“ und „noch auszuhalten“ zu machen. Auch die Opioide (Morphium etc.) sind bei neuropathischen Schmerzen oft nicht ausreichend wirksam, selbst nicht bei Höchstdosierungen.

Vielversprechend sind zur Zeit folgende Substanzen: Lamotrigine, Ketamin, Baclofen

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