Hier wird endodontisch solide Basisarbeit geleistet

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Offensichtlich ist die fachgerechte Wurzelbehandlung ein Hobby einer Minderheit von Zahnärzten. Das zeigt sich in den einschlägigen Patientenforen. Dort wird jeden Tag über Probleme und Komplikationen von Behandlungen in der Zahnwurzel berichgtet. Egal ob es um die Diagnosestellung und damit die Indikation zum endodontischen Eingriff, oder um die reale Behandlung geht; es offenbaren sich schwerwiegende Lücken im Konzept, z.B. soll sich der Patient einer WSR unterziehen, hat aber noch gar keine Wurzelfüllung im Zahn. Das ist grenzwertig debil.

Dr. Dr. Osswald, München, gehört zu den Praktikern, die die Wurzelbehandlung in der Praxis so weiterentwickelt haben, dass – laut eigenen Bekundungen – die Überlebensrate der so behandelten Zähne über 90% (der Behandler meint sogar über 95%) liegt. Und das ohne WSR oder sonstigem martialischen Einsatz der Chirurgie. Das im Internet vorgestellte detaillierte Behandlungsprotokoll zeichnet sich durch einen konsequenten Einsatz eines potenten Desinfektionsmittels aus, was angesichts der klaren Datenlage auch als indikationsgerechte Behandlung gesehen werden kann. Es handelt sich also nicht um eine Außenseitermethode, sondern um eine konsequente Anwendung der bis heute vorliegenden Beweise aus der Forschung. Und die Menge der Fälle, die Kollege Osswald veröffentlicht hat, spricht in der Tat für sich.

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