CMD Geschwafel auf beeindruckendem Niveau

Mein Artikel DZW Blamage: Krankengymnast mit russischem Prof. Titel schwafelt über CMD bezieht sich auf den folgenden Originaltext, der am 02. September 2011 unter dem Titel  „CMD und zervikokraniales Syndrom“ in der Ausgabe 35/11 der DZW auf der Doppelseite 14 und 15 vom Autor „Prof. Dr. Matthias Beck, Nagold“ erschien. Meine Kommentare rücke ich der Einfachheit halber in den Text ein.

Zitat Anfang

CMD und zervikokraniales Syndrom 

Die CMD entsteht als multifaktorieller Prozess. Dabei kumulieren okklusale Faktoren und primär zervikogene Mechanismen in der Entwicklung von Funktionsdefiziten des Kiefergelenks sowie der Generierung von Kopf und Gesichtsschmerz miteinander. Nur ein interdisziplinäres Versorgungskonzept der Patienten wird der Komplexität der CMD gerecht. 

Nein. Okklusale Faktoren, Funktionsdefizite des Kiefergelenkes und „primär zervikogene Mechanismen“ sind allesamt nicht durch empirische Studien belegt, im Gegenteil: beim Biss und Funktionsdefiziten des Kiefergelenks ist eher*) von Nichtevidenz (= die Behauptungen werden durch Studien eher*) widerlegt) auszugehen.

*) Eher bedeutet, dass es viele alte und unzuverlässige Studien gibt, die scheinbar einen Zusammenhang zwischen Fehlbiss und TMD / CMD beweisen, dass aber nahezu alle neueren wissenschaftlich anspruchsvollen Studien zu gegenteiligen Schlüssen kommen.

Die Häufigkeit, mit der die Diagnose einer Craniomandibulären Dysfunktion ( CMD ) gestellt wird, hat signifikant zugenommen. Fast  kann man von einer gewissen Popularität dieses Beschwerdebilds sprechen, und wer noch keine Aufbisschiene trägt, ist nicht mehr up to date. Auch die Liste der möglichen Symptome dieser Funktionsstörung liest sich in der Zwischenzeit wie eine Zusammenfassung neurologischer Erkrankungen des Hirnstamms und einer  Summary durch die Leitsymptome der HNO-Heilkunde. So werden  Zephalgien, Gesichtsschmerz,Tinnitus, Vertigo und Sensibilitätsstörungen der Mundschleimhaut und im Gesicht ebenso als mögliche Symptome einer CMD definiert wie Zervikobrachialgien und lumbale Schmerzsyndrome.    Wenngleich es unbestritten bleibt, dass man klinisch CMDPatienten mit derartigen Symptomen antrifft, sollte man dennoch bei ihrer kausal-ätiologischen Verlinkung mit der CMD eher zurückhaltend sein. Eine der CMD ähnliche Symptomatologie wird  dem zervikokranialen Syndrom zugeordnet (Lewit,1984). Diesem Beschwerdebild liegt eine meist  funktionelle Störung in der oberen Halswirbelsäule zugrunde, die mit einer Veränderung ihrer segmentalen Mobilität und einer Dysbalance im Tonus der Nackenund der Halsmuskulatur einhergeht.

Das ist im Kern reine Osteopathen Theorie, die sich ihre „Arbeit“ damit herbeireden. Die Wahrheit ist, dass bis heute weder der Grund noch die Behandlung bei unspezifischen Rückenschmerzen und auch bei Nacken bzw. Schulterschmerzen (zervikokraniales Syndrom) wissenschaftlich geklärt ist. Vieles spricht inzwischen dafür, dass es sich gerade nicht um Muskulatur und Knochenprobleme handelt, sondern um solche der Schmerzverarbeitung. Darüber gibt es tonnenweise aktuellste Forschung. Suchen Sie in Medline nach „back pain“.

Die Diagnose des zervkokranialen Syndroms kann nur nach einer eingehenden funktionsanalytischen Beurteilung der Halswirbelsäule, einer differenzialdiagnostischen Abwägung, und  unter Ausschluss einer neurologischen Symptomatik gestellt werden. Im Folgenden soll die Frage diskutiert werden, inwieweit diese beiden Beschwerdebilder einer kausal-funktionellen Verlinkung unterliegen können. 

Pathoätiologie der CMD    Eine CMD ist als eine defizitäre funktionale Entität des stomatognathen Systems zu betrachten. Dieses besteht aus den Kiefergelenken, den Zähnen und dem neuromuskulären System. Gemeinsam dienen diese drei Elemente der Dynamisierung der Okklusion und damit der Mastikation, der Phonation und der Stressverarbeitung. Somit ist auch eine CMD keinesfalls auf eine Funktionsstörung der Kiefergelenke zu reduzieren, sondern geht auf eine fehlerhafte Integration dieser drei Elemente zurück (Grafik 1).  

Schade, dass ich die Klötzchengrafik 1 nicht zur Verfügung habe, in der der Kollege jeweils ein Klötzchen für das Kiefergelenk, die Zähne und das „neuromuskuläre System“ mit Strichen verbindet. Mit Verlaub: das ist Hilfsschulen Niveau. Zähne sind so ziemlich die zweitprimitivsten Körperteile nach den Fußnägeln und der einzige Grund, warum ein solches Bohei um sie gemacht wird, ist ausschließlich der Tatsache zu verdanken, dass sie extremst empfindlich angebunden sind an den 5. Kopfnerv, den Trigeminus. Das sage ich als 25 Jahre praktisch bohrender Zahnarzt. Wer also den Trigeminus aus seiner CMD „Erklärung“ so weit weg tarnt, dass man zum Schluss glaubt, eine Muskelmassage könne das Problem beseitigen, hat die CMD nicht verstanden.

Das funktionelle Defizit kann  dabei von jedem dieser drei Elemente ausgehen oder aber als multifaktorieller Prozess betrachtet werden, der nicht von den Grenzen des stomatognathen Systems limitiert wird, denn auch das stomatognathe System ist wiederum nur eine Komponente des gesamten biologischen Systems. Betrachtet man die CMD unter diesem Aspekt, so wird verständlich, warum es Menschen gibt, die eine erhebliche Malokklusion und  Funktionsstörungen der Kiefergelenke haben, aber keine Symptome exprimieren; und warum es anderseits Patienten gibt, die  wie ein hochempfindlicher Seismograph jede noch so geringfügige Veränderung innerhalb des Systems mit Schmerzen und Funktionsdefiziten beantworten. Was  sie voneinander unterscheidet, ist das Potenzial ihrer salutogenetischen Ressourcen, das heißt, ihrer Fähigkeit, ein regulatives Gleichgewicht (Homöostase) zu  erhalten oder wieder herzustellen (Laskin,2006).   Wengleich die Anzahl von Studien zur Ätiologie der CMD in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen hat, so gibt es  bislang keine klare und einheitliche Datenlage in dieser Frage (Laskin,2006), und viele Aussagen über ihre Ätiologie bleiben Ideen ohne valide wissenschaftliche Grunglage.

Das würde den Osteopathen so in den Kram passen. Tatsache ist, dass schon seit den 80-er Jahren eine eindeutige Beziehung zwischen Persönlichkeitsmerkmalen (z.B. Angststörung) und der CMD Häufigkeit der meist weiblichen Patienten bekannt ist. Das kommt u.a. in den wissenschaftlichen RDC/TMD Diagnosekriterien auf der Achse 2 ganz deutlich zum Ausdruck. Davon abgesehen wissen wir durchaus auch schon mehr: Dr. Diatchenko: 8 von 10 CMD Fällen genetisch bedingt

So wird darüber spekuliert, dass eine Malokklusion, die Parafunktion oder Beschleunigungsverletzungen der Halswirbelsäule die Basis für die Entwicklung einer CMD sein könnten. Für keinen dieser Prozesse  lässt sich jedoch unter einer wissenschaftlichen Analytik der Datenlage eine erhöhte Inzidenz und Prävalenz für das Entstehen einer CMD ableiten. So müssen wir bislang davon ausgehen, dass die CMD ein multifaktorielles Geschehen ist und durch die Kumulation mehrerer ungünstiger heterogener Faktoren zur  klinischen Expression von Symptomen führt. Diese Erkenntnis definiert die Basis für ein interdisziplinäres Behandlungskonzept der CMD als  essenzielle Grundlage einer patientenzentrierten Versorgung. 

Blinde Satzdrechselei, zum Beeindrucken.

Symptome einer CMD    Die Symptome einer manifesten CMD sind von der Trias eines funktionsabhängigen Schmerzes im Kiefergelenk, einem Defizit  der Mundöffnungsbewegung beziehungsweise der Mastikationsfunktion und einem auskultatorisch oder palpatorisch nachweisbaren Knackoder Schnappphänomen geprägt. Der funktionsabhängige Schmerz im Kiefergelenk tritt meist während der endgradigen Mundöffnungsbewegung oder der Mastikation auf. Er wird vom Patienten direkt über oder  im Kiefergelenk beziehungsweise als Otalgie im äußeren Gehörgang wahrgenommen. Die Einschränkung der aktiven und passiven Kiefergelenksmobilität zeigt sich klinisch vor allem in einer Reduktion der Mundöffnungsfähigkeit  (weniger als 30 Millimeter inklusive Overbite) und einer Veränderung der exkursiven Bewegung der Mandibula, die zu einer verminderten Protrusionsbeweglichkeit und/oder einer Deviation des Un terkiefers zur Seite der Funktionsstörung führt. Ein Knacken und Schnappen im Kiefergelenk kann durch ein „Internal Derangement“ im Kondylus-Diskus-Komplexm eine Osteoarthose oder durch eine norm-variative Ausgestaltung der Gelenkbahn beziehungsweise des Kapselbandapparats bedingt sein. Es ist somit nicht per se als Beweis für eine CMD zu werten und muss durch die klinische Untersuchung des Patienten in seiner Kausalität analysiert werden (Grafik 2).  

Unsinn!  Hier zeigt sich, dass unser Akademiker offensichtlich keine Ahnung von richtigen Schmerzen an richtigen CMD Patientinnen hat. Die Sätze hier hat er irgendwo aus einem Lehrbuch abgeschrieben. Tagtäglich erlebt haben, kann er sie nicht. Denn dann würde er wissen, dass die Lehrbuchsätze nicht stimmen.

Neben dieser Trias klagen Patienten mit einer CMD häufig über Gesichts-, Kopfschmerz und unklare Zahnschmerzen. Diese können auf die Aktivität von myofaszialen Triggerpunkten in der Kaumuskulatur zurückgehen, wie sie bei CMD-Patienten häufig vorkommen,  und sind als solche in die Kategorie der sekundären Kopfschmerzformen (idiopathischer Gesichtsund Kopfschmerz ICD-10:G50.1; ICHD-II:13.18.4) einzuordnen.  Dabei ist zu beachten, dass auch zervikokraniale Syndrome durch die Aktivität von Trigger-Punkten in der Halsmuskulatur Gesichtsund Kopfschmerzen verursachen können (Terrahe K, 1985).   Auch über Missempfindungen der Zunge und der Mundschleimhaut, dem Burning Mouth Syndrome (BMS), klagen vor allem weibliche CMD-Patienten. Die Sensationen werden durch eine  Demyelinisierung von afferenten trigeminalen Nervenfasern (marklose C-Fasern) verursacht und gehen auf eine sehr uneinheitliche Pathoätiologie (Allergien, Veränderung der Speichelsekretion, Vitamindefizite, Diabetes und orale Infektionen) zurück. Wird das  BMS von einer Geschmacksstörung begleitet, und ist ein Internal Derangement im Kiefergelenk mit einer dorsalen und kranialen Verlagerungstendenz des Kondylus (Angle Klasse II-2 mit Tiefbiss) nachweisbar, so ist über  eine Kompression der Chorda tympani in der Fissura petrotympanica (angrenzend an die dorsale Begrenzung der bilaminären Zone des Diskus articularis) als eine mögliche Verlinkung mit einer CMD nachzudenken (Laskin,2006;Lauria,2005).   Hingegen sind Symptome wie  Schwindel, Ohrgeräusche (Tinnitus) und Zervikobrachialgien auf eine Komorbidität (zervikokraniales Syndrom) zurückzuführen und  folgen somit nicht einer direkten kausalen Beziehung zur CMD.

Schwamm drüber, sage ich nur zu den Ausführungen über das Burning Mouth Syndrom im Zusammenhang mit CMD. Was ein klassisches neurologisches Ereignis noch mit der Unterkieferposition zu tun haben soll, vor allem, wenn man sich klar macht, wo die marklosen C-Fasern der Zunge tatsächlich lang laufen, weiß der Himmel.

Dies ist für manche Patienten, Zahnärzte und Therapeuten kaum zu glauben, da sie doch schon die Erfahrung machen konnten, dass die Veränderung der okklusalen Verhältnisse durch Mobilisation, Manipulation der Halswirbelsäule und Behandlung der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke die Ohrgeräusche und auch  den Schwindel der Patienten beeinflussen konnten. Wenngleich diese Beobachtung realistisch ist, liefert sie dennoch nicht den Beweis für eine positive Korrelation zwischen der CMD und den genannten Symptomen. Die Variabilität von Frequenz und Amplitude der Ohrgeräusche durch die oben genannten Behandlungsmaßnahmen geht auf neuroplastische Veränderung im Heschel Cortex (filling-in-phenomena) bei diesen Patienten zurück. Dabei modulieren Stimuli aus dem sensomotorischen Cortex die Aktivität des primären auditiven Cortex und führen so zu einer veränderten Wahrnehmung der betroffenen Patienten. Auch die Beeinflussbarkeit des Symptoms Schwindel ist nicht auf einer Kausalität zur CMD, vielmehr auf die intensive funktionelle Verlinkung zwischen dem stomatognathen System und der oberen Halswirbelsäule zurückzuführen. (Haines,2006) 

Die letzten beiden Sätze hintereinander legen nahe, dass der Kollege Beck glaubt, dass seine Leser schon zu müde sind, um den eklatanten Widerspruch noch zu erkennen. Satz 1 beschäftigt sich mit einer veränderten Wahrnehmung als Erklärung für den Tinnitus, was aus meiner Sicht in die richtige Richtung weist. Der Satz 2 dagegen führt wieder in die Mittelalter „Medizin“, will er doch den Schwindel irgendwie mit den oberen Halswirbeln verwirbeln.

Differenzialdiagnose der CMD    Dass die mit einer CMD assoziierten Symptome der Erkrankung des 5. Hirnnervs und des Hirnstamms sehr ähnlich sein können und die dabei auftretenden Gesichtsund Kopfschmerzen in die Gruppe der sekundären Kopfschmerzformen gehören, macht ihre genaue differenzialdiagnostische Abgrenzung sehr wichtig. Dabei gilt grundsätzlich, dass mit Ausnahme einer differenzierten Analyse des BMS keinerlei neurologische Symptomatik mit der Diagnose einer CMD vereinbar ist. 

Tja, das wird aber schwierig. Was ist mit den Schmerztriggerpunkten? Das ist Neurologie, wenn Sie mich fragen.

Symptome des zervikokranialen Syndroms    Das zervikokraniale Syndrom geht auf eine primär funktionelle Mobilitätsstörung der oberen Halswirbelsäule (des atlanto-occipitalen und/oder des atlanto-axialen Gelenks) zurück. Eine solche ist in der Regel mit einer Tonusveränderung in der tiefen Nackenund Halsmuskulatur assoziiert und kann in ihrer Entstehung durch kongentiale Entwicklungs und Differenzierungsstörungen (os odontoideum, ossiculum terminale und die Atlasassimilation)  der oberen Halswirbelsäule getriggert werden (Cantanzariti,2005).   Die damit einhergehenden Beschwerden manifestieren sich in  Form von Nackenund Hinterhauptskopfschmerzen mit einem bis in die supraorbitale Region projiziertten Referred-pain-Muster. Letzteres bedingt sich aus der gemeinsamen Projektion von zervikogenen und trigeminalen Afferenten auf die WDR-Neurone (wide dynamic range neuron) im Nucleus spinalis des Trigeminusnervs. Durch dieses „Overlapping“ von afferenten trigeminalen und zervikalen Informationen entsteht in der Medulla oblangata und im  oberen Halsmark (auf dem Level von C1 und C2) eine Drehscheibe des Informationsaustausches zwischen der oberen Halswirbelsäule und dem stomatognathen System. Auf dieser Basis können primär Craniomandibuläre Dysfunktionen sekundäre zervikale Funktionsdefizite bedingen, und andererseits kann eine primär zervikale Funktionsstörung zu einer  Schmerzprojektion in das trigeminale Innervationsgebiet führen (Haines,2006).

Hier wird wild rumspekuliert. Nichts davon ist experimentell am Tier überprüft, geschweige denn am Menschen. Ich weigere mich, von Osteopathen fachmännisch klingende Märchen über die Verbindungen von tiefen Halsmuskeln und craniomandibums zu akzeptieren, nur weil die entsprechenden Herren anderswo die Fachbegriffe „wide dynamic range neuron“ und den Nucleus spinalis des Trigeminus abgekupfert haben.

Ausgehend von segmentalen Funktionsdefiziten der oberen Halswirbelsäule kann eine Veränderung der propriozeptiven Afferenzen aus den Nackenmuskeln, dem Bandapparat und den Gelenken der Halswirbel zu einer defizitären zervikovestibulären Projektion führen. Diese propriozeptiven Afferenzen aus dem zervikalen Rezeptorenfeld terminieren im N.vestibularis medialis, der die drei anderen Vestibulariskerne (N.vestibularis lateralis,-inferior und -superior) moduliert. In diesen drei Kernen der Medulla oblangata werden Informationen aus dem  peripheren Vestibularapparat zur Aufrechterhaltung des  Gleichgewichts und zur Blickstabilisierung koordiniert. Auf der Basis dieser neuronalen Interaktion zwischen zervikaler und vestibulärer Informationsverarbeitung kann sich ein zervikaler  Schwindel, der vom Patienten als ungerichteter Schwankschwindel empfunden wird, entwickeln. Da sich ausgehend von den Vestibulariskernen auch eine deszendierende spinale Projektion (Traktus vestibulo-spinalis anterior und -lateralis) für die Koordination von Haltungsund Stellreflexen entwickelt, kann eine „zerviko-vestibulo-zervikale“ Schleife für die  Aufrechterhaltung dieser funktionellen Störgrößen sorgen. Wenngleich alsoeine CMD das Symptom Schwindel für sich selbst nicht hervorbringen kann, so ist sie doch unter Umständen über die Komorbidität mit einer hochzervikalen Funktionsstörung an der Generierung dieses Symptoms beteiligt (Grafik 3).  

Langer Lateinrede kurzer Sinn: Herr Beck ist schlau genug, nicht zu behaupten, dass Schwindel von CMD kommt, aber es könnte ja … Ich sage dazu: Lucylein hat Ahnung von Schwindel

Im Clinical Reasoning können diese Interaktionen zwischen dem stomatognathen System und der  Halswirbelsäule mithilfe des  Meersemann-Tests analysiert werden. Dabei werden die trigeminalen Afferenzen aus dem Kiefergelenk, dem Parodontium und der Kaumuskulatur durch das probatorische Einbringen zweier Zahnwatterollen im Bereich der Kauleiste  manipuliert. Dann wird die Halswirbelsäule hinsichtlich der bereits identifizierten Funktionsdefizite erneut beurteilt. Haben sich diese in ihrem Ausmaß und der Qualität deutlich verändert, gilt der Test als positiv. Ein  positiver Test beweist keine  CMD, aber er unterstützt die Annahme, dass zervikale Funktionsstörungen einer trigeminalen Facilitation unterliegen. 

Zum Meersemann Test: unvalidiertes blödsinniges Zeug, was immer wieder – unter der Hand – von halbseidenen „CMD Zahnärzten“ an Orthopäden, Osteopathen als DER tolle Schnelltest weitergegeben wird. Der einzige validierte (= auf seine Wiedergabe Richtigkeit überprüfte) Schnelltest geht so: „Haben Sie über mehr als 6 Monate Schmerzen im Dreieck Schläfe, Unterkiefer, Gesicht?“

Die Behandlung der CMD   Die vorgestellten Interaktionen zwischen dem Stützund Bewegungsapparat -vor allem der Halswirbelsäuleund dem stomatognathen System lassen die Notwendigkeit einer interdisziplinären Versorgung der Patienten mit einer manifesten CMD unabdingbar werden. Dabei sollte zunächst  eine genaue funktionelle Analyse der Wirbelsäule, des Kiefergelenks, der Kaumuskulatur und der okklusalen Verhältnisse erfolgen. Nach erfolgter Diagnosesicherung und der Planung einer interdisziplinären Versorgung des Patienten durch den Zahnarzt und den Physiotherapeuten /Osteopathen wird  dieser zunächst mit einem Frontzahn-Jig versorgt. Noch vor der  Abformung und dem Zentrikregistrat erfolgt eine erste Behandlung des muskuloskelettalen Systems, um dessen Störgröße zurückzuentwickeln.   Zur Sicherung der Behandlungsergebnisse auf dem Weg zwischen Therapeut und Zahnarzt setzt der Patient am Ende der Behandlung seinen Frontzahn-Jig ein. So wird ein negativer Einfluss der habituellen Okklusion verhindert, und es kann eine störungsfreie Funktionsanalyse erfolgen. Zeigt diese einen Handlungsbedarf (Schienentherapie und/oder Veränderung der okklusalen Verhältnisse),  kann in der interdisziplinären Behandlung Zug um Zug die Funktion optimiert werden.   Die gezielte Mobilisation der Halswirbelsäule durch Muskel Energietechniken und die Anwendung myofaszialer ReleaseTechniken entwickeln eine patientenzentrierte und sichere Möglichkeit, vertebragene Komponenten der CMD zu minimieren. Die Aktivität von Trigger-Punkten in der Kaumuskulatur kann mittels Spray-and-Stretch-Techniken, dem  Dry Needling oder noch effektiver durch eine extrakorporale Stoßwellentherapie moduliert werden.

Das soll im Klartext heißen: Wir Osteopathen wollen vom CMD Business jetzt ein größeres Stück abhaben, weil wir a) eine „Funktionsanalyse“ der Wirbelsäule – was auch immer das wieder für ein Unfug werden wird – machen, b) eine Erstbehandlung durchführen, damit der Zahnarzt sein „Zentrikregistrat“ anfertigen kann und schließlich c) auch direkt an allen „Kopfgelenken“ einschließlich Kiefergelenk manipulativ herummachen.

Die ESTW (extrakorporale Stoßwellentherapie) wird auch  in der Behandlung des Internal Derangement und der Blockierung der Mundöffnung durch eine ADDwR (anteriore Diskusverlagerung ohne Reposition) sehr  erfolgreich angewendet.

Der letzte Satz spricht Bände. Herr Beck sagt gerade nicht, dass der Diskus wieder reponiert (= an seinen Platz zurück kommt), sondern, dass „sehr erfolgreich“  nur von außen dran herum gestösselt wird. Wobei er vergisst anzugeben, dass eine reine Nichtbehandlung auch „sehr erfolgreich“ verläuft. Siehe hier: Noch ein richtiger Kiefergelenksfall

 

Prof. Dr. Matthias Beck, Nagold  Das Literaturverzeichnis kann in der DZW-Redaktion unter leserservice@dzw.de angefordert werden.

Zitat Ende

 

 


Schlussbetrachtung

 

Herr Beck hat in seinem Text einen von mir geschätzten amerikanischen Wissenschaftler mehrfach als Literaturverweis angegeben, dessen Übersichtsarbeit ich hier unlängst übersetzte: Dr. Greene / Dr. Laskin: TMD (CMD) nichts für Dentisten

Das war ein grober Fehler von ihm. Dr. Laskin steht für saubere wissenschaftliche Studien an richtigen Menschen über Fragen zu TMD, wie diese Krankheit richtig heißt, nämlich Temporo Mandibular Disorder, was eben nicht dasselbe ist wie CMD. Und wenn Sie sich als Leser von Zahnfilm.de die Mühe machen, diese Übersichtsarbeit zu lesen, werden Sie feststellen, dass die persönliche Einstellung zur Arbeit von Herrn Beck und die von Laskin zueinander passen wie die von Dieter Bohlen und die von Anna Netrebko, also nicht.

33 Replies to “CMD Geschwafel auf beeindruckendem Niveau”

  1. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Lieber Herr Weber,

    es ist beneidenswert wieviel Freizeit Sie besitzen um sich über andere Personen auf absolut primitivem Niveau das „Maul zu zerreißen“.
    Es wäre Ihnen nur zu wünschen, dass Sie für die Zukunft eine bessere Freizeitbeschäftigung finden.

  2. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Moni ist blond, nehmen wir an. Nichts für ungut: Sie können nichts dafür. Viele Grüße Joachim Wagner

  3. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    [quote name=“Moni“]Lieber Herr Weber,

    ..absolut primitivem Niveau das „Maul zu zerreißen“…[/quote]

    Wer soll Herr Weber sein?

    Wenn Moni glaubt, es gäbe ein „primitives Niveau“ zu kritisieren, aber selbst dann unsachlich wird und zynisch stichelt, macht sie sich nicht nur unglaubwürdig, sondern scheint einfach nur auf Krawall gebürstet zu sein.

    Wo sind wir denn hier?

  4. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    [quote name=“sven“][quote name=“Moni“]Lieber Herr Weber,

    Wer soll Herr Weber sein?

    Wo sind wir denn hier?[/quote]

    Ich denke die Frage wer Herr Weber ist ( sicher ein Schreibfehler ) hat sich erübrigt.Da Herr Wagner gleich geantwortet und sich angesprochen fühlte

  5. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Liebe Melanie,
    vielen Dank das Sie die Korrektur des Namens für mich vorgenommen haben :lol:,
    Wie man sieht können sich Menschen selbst über dies eschofieren….
    und in diesem Fall ist es mir wohl ausversehen passiert, was Herr Wagner mit bloßer Absicht auf seiner Plattform praktiziert

  6. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Wenn [quote name=“Moni“]:lol:,
    Wie man sieht können sich Menschen selbst über dies eschofieren….
    und in diesem Fall ist es mir wohl ausversehen passiert, was Herr Wagner mit bloßer Absicht auf seiner Plattform praktiziert[/quote]
    Wenn Sie schon so schludrig schreiben, hätten Sie sich die Anrede genauso gut sparen können, und ohne Grußformel ist die Anrede sowieso nur ein scheinheiliger Witz.
    Aber was will man schon erwarten, wenn sich jemand in die Freizeitbeschäftigung anderer Leute einmischen will und darüber ‚echauffiert‘ – so schreibt man das übrigens 8)

  7. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Lieber Sven,
    wenn Sie den Leuten hier schlechte Orthographie vorhalten sagt mir das schon alles…….manches haben`s eben nötig in ihrer „eigenen Intelligenz“ zu baden.
    Es gibt z.B. Legastheniker………die findet man übrigens in allen Bildungsschichten (auch Professoren und Doktoren), aber trotzdem sind die Leute nicht dumm.

  8. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Ahhh, Moni ist also Legastheniker(in)….
    😕
    Dann werden wir natürlich ein Nachsehen mit ihrer Orthographie haben…
    Man kann sich wirklich alles schön reden , Manuela…und alles irgendwie entschuldigen, aber, bleiben Sie doch beim Thema…obwohl, da reden Sie sich ja auch alles schön 😥

  9. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    [quote name=“Mick“]Ahhh, Moni ist also Legastheniker(in)….
    😕
    Dann werden wir natürlich ein Nachsehen mit ihrer Orthographie haben…
    Man kann sich wirklich alles schön reden , Manuela…und alles irgendwie entschuldigen, aber, bleiben Sie doch beim Thema…obwohl, da reden Sie sich ja auch alles schön :cry:[/quote]

    Mick, ich weiß nicht ob Moni Legasthenikerin ist……wollte damit nur sagen,dass ich es halt blöd finde, wenn man andere niedermacht, bloß weil sie etwas nicht so gut können……das hat überhaupt nichts mit herausreden zu tun.
    Und im übrigen…….was rede ich mir hier schön!

  10. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    [quote name=“Manuela“]……wollte damit nur sagen,dass ich es halt blöd finde, wenn man andere niedermacht, bloß weil…[/quote]
    [quote name=“Manuela“]Lieber Sven, ..haben`s eben nötig …[/quote]

    Wozu haben sie es nötig, aus einem höflichen Hinweis zur falschen Namensverwendung ein Niedermachen zu konstruieren und zudem zu unterstellen, das andere Leute sowas „eben nötig“ haben.

    Das hat mit all dem, was sie als Entschuldigung für ihre Entgleisung anführen nicht das Geringste zu tun.
    Im Alltag wird nach einem Hinweis auf die falsche Namensverwendung einfach sich entschuldigt und korrigiert und gut ists.

    Oder wollten sie nur einen roten Hering hinter sich herziehen und wieder mal vom Thema ablenken?

  11. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Aus dem obigen Artikel geht hervor, dass es um diese Erkrankung zuviele Mythen gibt, und auf Grundlage dieser Mythen Behandlungsformen kreiiert werden, bei denen Betroffene nur abgezockt werden.

    Wenn man dem kritischen Denken und der Selbstverantwortung einigermaßen gewogen ist, dann sollte doch ein gewisses Interesse daran bestehen, die Erkrankung erfolgreich zu behandeln.

  12. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Hab mir den Sendebeitrag angesehen, es wurde darin berichtet, von welchen Vorannahmen/Postulaten bei CMD ausgegangen wird und wie die Behandlung aussieht (Messung, Schiene, Bisskorrektur, Physiotherapie).

    Die Kritik an CMD bezieht sich ja schlussendlich darauf, dass eben genau diese Vorannahmen/Postulate wissenschaftlich nicht nachgewiesen wurden (deshalb der obige etwas provozierende Begriff „Geschwafel“), weil es eben nur Behauptungen sind.

  13. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Immer wenn Krankenkassen und CO sehen, es könnte teuer für Sie werden, kommt der Ausspruch wiisenschaftlich nicht bewiesen, das ist schon ein sehr alter Hut.

    In so ziemlich aller ablehnenden Bescheiden der Krankenkasse für eine Behandlung steht

    Wissenschaftlich nicht Bewiesen.

    Es wird auch in solchen Fällen wie CMD keine wirkliche Studie stattfinden damit hier niemand haftbar gemacht werden kann.
    Der Patient eine ihm zustehende Behandlund bekommt.
    So ist das in Deutschland.

  14. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Lieber Sven,
    wenn Sie Grippe mit Kopf- und Gliederschmerzen haben, dann werden diese Schmerzen nicht in Abrede gestellt, sondern dem klinischen Bild der Grippe zugeordnet, weil die betroffenen Menschen in dieser Weise ähnlich klagen. Niemand käme nun auf die Idee die Kopf- und Gliederschmerzen zu bestreiten, weil diese messtechnisch nicht fassbar sind. In der Medizin ist es nicht unbedingt so, dass die Symptomatik einer Erkrankung organisch abgrenzbar ist. Vielmehr besteht eine interagierende Wechselwirkung der Organsysteme.
    Ich kann die Ausführungen des Herrn Beck absolut bestätigen.Es gibt durchaus Wissenschaftler, die gänzlich anderer Meinung sind als Herr Wagner. Maßgeblich für die CMD-Aversion des Prothetikers dürfte hier wohl sein, dass über die Kauorgane hinausgehende Schäden nicht über den Haftpflichtversicherer des ZA gedeckt sind. Entsprechend aggressiv werden die eigenen Pfründe verteidigt,tja oder man meldet Insolvenz an.

    MfG Ertl

  15. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Ja Frau Ertl, die Politik der Krankenkassen läßt sich durchaus und zurecht kritisieren. Man kann aus guten Gründen daran Zweifeln, dass das wohl des – einzahlenden – Patienten im Vordergrund steht, obwohl das ganze System von den Patienten durch ihre Einzahlungen getragen und finanziert wird. Aber die Unwissenschaftlichkeit von CMD resultiert ja nicht daraus, dass man bestimmte Beschwerden nicht messen kann, sondern daraus dass, im Gegensatz zu Grippesymptomen, der Zusammenhang nicht wissenschaftlich belegt ist. Deshalb.

  16. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Nein Sven,
    es gibtdurchaus wissenschaftliche Forschungen,die CMD bestätigen. An der Veröffentlichung dieser Zusammenhänge sind aber bestimmt nicht diejenigen interessiert,die den Pat. durch schludrige Arbeit schädigen, zumal die Beseitigung der Schäden in jedem Falle teuer wird oder möglicherweise gar nicht mehr gelingt. Lieber opfert man in diesem Dilema den Patienten. Die Krankenkassen haben sich elegant ausgebotet. CMD kann aber schlussendlich einen Ratenschwanz von Folgekosten für die KK nach sich ziehen. Ich habe mittlerweile aufgehört mich zu verteidigen. Ich bin nicht der Täter, sondern nur das Opfer und ganz sicher weiß ich, dass ich mir nichts eingebildet habe. Warum sollte mit einer Studie das Leid von Geschädigten der Öffentlichkeit unterbreitet werden? Derartige Wissenschaft würde der zahnärztlichen Zunft ein Eigentor schießen. Da sind doch die Studien für die ZÄ viel interessanter, bei denen gezielt psychiatr. Pat. nach CMD befragt werden.

    MfG Ertl

  17. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Also der Ratenschwanz 😮 hätte eigentlich ein Rattenschwanz werden sollen. 😆

    MfG Ertl

  18. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Frau Ertl,

    ich kann hier die Aussage nur bestätigen, hier wurde der Nagel auf den Kopf getroffen.
    Das gilt allerdings nicht nur für CMD.

    Heute lautet das Ziel bei den Studien anders als früher, hier wird nicht nach den Ursachen gesucht, sondern nur wie man die Symptome am besten unterdrücken kann.

    Vor allem die wissenschaftlichen Ergebnisse werden von den KK boykottiert, da von einige Stellen einfach kein offizieller Auftrag vorlag.

    Forscher wie Robert Koch, Röntgen usw. hätten in der heutigen Zeit keine Chance, denn diese hatten ja in Eigenverantwortung untersucht und keine Offiezielle Studienvorgabe.

  19. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Es wurden hier doch schon etliche Untersuchungen veröffentlicht, wonach TMD/CMD mit der Erkrankung des Trigeminus-Nervs und des Schmerzzentrums in Zusammenhang steht.
    Warum wird das ignoriert?

  20. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    [quote name=“sven“]Es wurden hier doch schon etliche Untersuchungen veröffentlicht, wonach TMD/CMD mit der Erkrankung des Trigeminus-Nervs und des Schmerzzentrums in Zusammenhang steht.
    Warum wird das ignoriert?[/quote]

    weil es kein offizieller Studienauftrag zum Beispiel von der Bundesregierung darüber gab.

  21. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Lieber Sven,
    ich ignoriere hier keinesfalls eine mögliche Erkrankung des N. trigeminus. Inwieweit dieser eine CMD unterhalten kann, sollte in einer Einzelfallbetrachtung geklärt werden. Das Problem der Berichterstattungen zu CMD auf dieser Plattform ist, dass hier Kraut und Rüben in einen Sack geschmissen werden und grundsätzlich die verschiedenen Ursachen und die Einzelanamnese unter dem Wunsch, dass der ZA keinesfalls der Verursacher von CMD sein kann, unberücksichtigt bleiben. Wenn die Beschwerden einer CMD signifikant durch unsachgemäße Prothetik mit excessiven Einschleifmaßnahmen einhergehen; dadurch u.a. auch trigeminale Probleme, als auch WS-Beschwerden ausgelöst werden; der Beschwerdekomplex sich aber mit gnathologischer Rekonstrukion reversibel zeigt,dann kann man nicht sagen, dass die Ursache in der Erkrankung des N. trigeminus zu suchen ist, sondern das dieser im Rahmen der dental-okklusal verursachten stomatognathen Erkrankung mitbeteiligt ist.

    MfG Ertl

  22. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    [quote name=“Ertl“]Lieber Sven,
    ich ignoriere hier keinesfalls eine mögliche Erkrankung des N. trigeminus. Inwieweit dieser eine CMD unterhalten kann, sollte in einer Einzelfallbetrachtung geklärt werden. [..][/quote]

    Ich erinnere beispielsweise an die hier eingestellte wissenschaftliche Untersuchung, der zufolge nur diejenigen Probanden eine Schmerzsymptomatik nach Manipulationen am Biss entwickelten, die an TMD – also einer Erkrankung des Trigeminusnervs – litten.
    Ich verstehe nicht, wie man das einfach nicht zur Kenntnis nehmen kann.

  23. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Hallo sven,
    genauso wird ja auch die eigentlich richtige Bezeichnung der Abkürzung cmd, nämlich das „D“ in diesem Wort, -es heißt eigentlich richtig „dissorder“, nicht „disfunktion“- ignoriert!! Weil alleine dieses Wort der Erkrankung einen ganz anderen Sinn gibt… Überall nachzulesen, zur Genüge auch hier auf dieser Plattform. „Dissorder“ impliziert eben diese psychische Komponente dieser Erkrankung, und das wollen die Betroffenen eben einfach nicht hören und wahrhaben, deswegen wehren sie sich so vehement gegen dieses Faktum und ignorieren es,machen dadraus einfach eine „Disfunktion“. Damit kann man arbeiten, das Kiefergelenk funktioniert angeblich nicht, die psychische Komponente ist somit fein säuberlich vom Tisch…
    Man muß sich nur mal auf Seiten umschauen, wo Betroffene von cmd schreiben…da schreit einem entgegen, was die Betroffenen meist leugnen: Das übermäßige Befassen mit dem eigen Körper und dessen Signalen…
    L.G. Mick

  24. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Hätten Sie Sven oder Mick in dieser Weise bspw. als beklagter ZA vor einem Gericht argumentiert, dann hätten Sie wohl ein hübsches Eigentor geschossen.
    Wie kann man eigentlich einer Untersuchung Glauben schenken, die vorgibt, dass der Pat. nach einer Manipulation am Biss ein Schmerzsyndrom entwickelt hätte, weil bereits vorausgehend eine Schädigung des Trig.-nerven bestanden hätte, wenn diese angebliche Schädigung erstmalig nach dem initiierenden Ereignis bildgebend verifiziert wurde?
    Juristisch ist die nachgewiesene Primärschädigung eine Rechtsgutverletzung =Körperverletzung,z.B. iatrogen verursachte Okklusionsstörung, die zur Haftung für alle physisch/physischen Schadensfolgen aus dem schadensursächlichen Ein griff führt. Behauptete Vorschäden, die nicht dokumentiert sind, haben bei einer späteren „Feststellung“, in der Weise, wie sie am genannten Beispiel vorgebracht wurde,keinerlei Relevanz.

    MfG Ertl

  25. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Hallo Fr. Ertl,
    habe gerade etwas Interessantes gefunden: Geben sie auf „you tube“ einmal in der Suchleiste oben „doclaecheln“ ein… 8)
    Dort werden Sie 22 Artikel eines renomierten Zahnarztes vorfinden und sich anhören und ansehen können…Unter anderem auch Berichte über: cmd, Kiefergelenkschmerzen, Funktionsanalyse, Artikulator, Zahnschmerzen, und wie ich finde am besten: Gesichtsschmerzen…Diese Berichte sagen genau dass, was Herr Wagner schon seit Jahren immer wieder predigt, und womit er meiner Meinung nach Recht hat, und was sie lieber nicht wahrhaben wollen: Das Somatisieren und übermässige Befassen mit dem eigenen Körper in den meisten Fällen von cmd und co…
    Hören Sie nur gut zu… 🙂
    Viel Spass dabei…
    Mick

  26. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    Bingo, was anderes hätte ich auch nicht erwartet 😛
    Was nicht sein darf, dass nicht sein kann, oder- sie kennen sicher diese drei Affen- ich höre nichts, ich sehe nichts, ich sage nichts- Sie wollen es halt nicht wahrhaben, und deswegen wird alles was in diese Richtung über „cmd“ gesagt oder geschrieben wird, konsequent von Ihnen ignoriert.
    War auch nicht anders zu erwarten, aber wissen Sie was, mir ists egal!
    MfG Mick

  27. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckenden Niveau
    [quote name=“Mick“]Geben sie auf „youtube“ einmal in der Suchleiste oben „doclaecheln“ ein…
    Dort werden Sie 22 Artikel eines renomierten Zahnarztes vorfinden [/quote]

    Interessante Quelle, wirklich.

    Sehr anschaulich und alles genau und verständlich beschrieben, wirklich sehr sehenswert für Interessierte.

  28. Stil … was ist das ?
    [quote name=“Mick“]Bingo, was anderes hätte ich auch nicht erwartet 😛
    Was nicht sein darf, dass nicht sein kann, oder- Sie kennen sicher diese drei Affen- ich höre nichts, ich sehe nichts, ich sage nichts- Sie wollen es halt nicht wahrhaben, und deswegen wird alles was in diese Richtung über „cmd“ gesagt oder geschrieben wird, konsequent von Ihnen ignoriert.
    War auch nicht anders zu erwarten, aber wissen Sie was, mir ists egal!
    MfG Mick[/quote]

    …. das wäre ja noch halbwegs zu akzeptieren … aber diese überhebliche Art, mit der Herr Wagner sich über fachlich kompetente Mitmenschen äußert, seine abwertende Wortwahl …. nein danke, einfach nicht zu akzeptieren.
    Auch wenn jemand eine gegenteilige Meinung zu aktuellen wissenschaftlichen Ergebnissen der Forschung bezüglich der „CMD“ vertritt, kann er sie in geeigneter und sachlicher Form vorbringen … etwas als „Unsinn“ zu bezeichnen, ist eher das Ergebnis einer schlechten Erziehung, sorry.

  29. RE: CMD Geschwafel auf beeindruckendem Niveau
    Hallo Herr Kollege Zehner, mein Leben ist mir nicht lang genug, um in meinem Blog immer ausgewogene, politisch korrekte, sackweiche Formulierungen zu wählen, damit sich keiner auf den Schlips getreten fühlt. Es muss auch mal krachen. Viele Grüße Joachim Wagner

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