Grundsatzartikel: Was bedeutet „Neuropathie“ des Trigeminus

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Und wieder darf ich auch im Jahr 2012 feststellen, dass sogar in wissenschaftlichen Veröffentlichungen recht unterschiedliche Begriffe für ein und dieselbe Krankheit verwendet werden. Deshalb soll hier zunächst aufgezählt werden, welche Begriffe ím Umlauf sind, um der Krankheit „Neuropathie des Trigeminus“ einen Namen zu geben. Das sind unter anderen:

 

  • Chronische orofaziale (= Mund/Gesicht) Schmerzen
  • Odontalgie
  • Persistierender (= nicht aufhörender) idiopathischer (= man weiß nicht, woher) Gesichtsschmerz
  • Atypische Trigeminus Neuralgie
  • Atypischer Gesichtsschmerz

 

Alle diese Begriffe bringen zum Ausdruck, dass es Dauerschmerzen irgendwo im Gesicht gibt, geben aber keinerlei Hinweise auf deren Herkunft. Und jetzt kommt die Stelle für die modernere Sicht auf diese Krankheit, die interessanterweise aus Deutschland stammt. Sie wird von vielen Forschungszentren der Neurologie aktiv vertreten wird und ist mit den Namen der Professoren Dr. Treede, Mannheim und Dr. Baron, Kiel verbunden. Diese sagen, dass es sich bei der Krankheit um nichts anderes als um eine Erkrankung des schmerzübertragenden Systems handelt, welche festlegungsgemäß nun einmal Neuropathie heißt. Wenn Sie als Leser Forschung zu dieser Krankheit suchen, dann empfehle ich die Eingabe der Suchworte „neuropathy“ und „trigeminal“ beispielsweise in Google oder Medline.

Hier haben Sie den Grund, warum Zahnfilm.de durchgehend zur Diagnose „Neuropathie des Trigeminus“ greift, wenn von Dauerschmerzen im Mund oder Gesicht die Rede ist, die durch die Zähne, oder allgemein dem Zustand des Gewebes vor Ort nicht mehr zu erklären sind. Wenn Sie also in anderen Veröffentlichungen die oben aufgezählten Diagnosen lesen, dann bedenken Sie, dass diese Begriffe Verwendung fanden, als man noch keine Ahnung von den zugrunde liegenden Ursachen hatte. Besonders eindrucksvoll zeigt das die Diagnose „Persistierender idiopathischer Gesichtsschmerz“. Das Wort „Idiopathisch“ klingt nach hochwertigem Medizinerwissen, tatsächlich bedeutet es aber, dass man schlicht nichts über die Ursache weiß.

 

Nachfolgend erhalten Sie farbige Überschriften, die Sie anklicken können, um den damit verbundenen Artikel lesen zu können. Als Orientierungshilfe wird Ihnen jeweils ein Ausschnitt aus dem Inhalt des Artikels präsentiert, damit Sie sich eine Vorstellung davon machen können, worum es jeweils geht.

 

1. Neuropathischer Härtefall des Trigeminus

clipboard01.jpg … Dieser jungen Frau fehlen 6 Schneidezähne, zu denen ich erklärt bekomme, sie seien bei einem „Schulunfall“ abhanden gekommen, dazu alle 6er Molaren, einen  7er und zwei Prämolaren im Oberkiefer.

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Schaut man sich den Unterkiefer rechts an, ist dort die frische Extraktionswunde des 47 zu bewundern, der gerade mal die Gelegenheit hatte, vom 12. bis zum 14. Lebensjahr dieser Patientin im Mund bleiben zu dürfen.

sany0060.jpg Auch Bild 4 zeigt ein überaus erklärungsbedürftiges Muster von wenigen noch vorhandenen eigenen Zähnen, die hervorragend gepflegt und offensichtlich kariesfrei sind, und großen Lücken sowohl im Front- als auch im Backenzahnbereich. Da hat der Zahnarzt mächtig zugeschlagen.

Natürlich habe ich gezielt nachgefragt. Warum sind die Backenzähne weg? Antwort: Zuerst waren Schmerzen, dann Füllungen, dann wurden Wurzelfüllungen versucht, immer noch Schmerzen. Zuletzt hat man zu WSRs (!) gegriffen, hat alles nichts genützt, deswegen fehlen zur Zeit 7 Backenzähne, und der genaue Grund für den Verlust von 6 Frontzähnen ist auch nicht so ganz geklärt.   … weiter

 

 

 

 

2. Härtefall Trigeminus Neuropathie mit Cortison & Lidocain Block behandelt

… Klinik für Anästhesiologie, Illinois Advocate Freimaurer Medical Center, 836 West Wellington Avenue, Suite 4815, Chicago, IL 60657, USA. kdcandido@yahoo.com„>kdcandido@yahoo.com

Zusammenfassung

Wir beschreiben den Fall eines 17-jährigen Jungen mit dermatologischen Herpes Simplex Virus-1 Ausbrüchen und mit lebensunfähig machenden Gesichtsschmerzen, die mehrere Krankenhausaufenthalte erforderten. Er profitierte nicht von aggressiven Therapien einschließlich antiviralen Medikamenten, Opioid-Analgetika, Ganglion stellatum und supraorbitalis und supratrochlearis Nervenblockaden. Der Patient entschied sich daher dafür, sich einem Dexamethason und Lidocain Ganglion Gasseri Block unter Computertomographie-Scan-Führung zu unterziehen. Er hatte sofortige und vollständige Entlastung von dem Schmerz zum ersten Mal in fast 2 Jahren. Der Patient blieb schmerzfrei während der 6-Monats-Überwachungs Periode. Dies ist der erste bekannt gewordene Einsatz eines Ganglion Gasseri Blocks für die Behandlung von Herpes-simplex-Virus-1-Infektion des Trigeminus.    … weiter

 

 

3. Härtefall 4 Neuropathie Oberkiefer

…. Verfasst von castaneder am 25.02.2011 Oberkieferschmerzen ohne Ende
Hallo zusammen,
Stellvertretend für meine Frau, die mit Schmerzen im Bett liegt, hätte ich ein paar Fragen. 2008 fingen harmlose zahnschmerzen an die nicht zu erklären waren, besser gesagt die Zähne waren gesund. Es folgten Wurzelbehandlungen, Wurzelspitzenresektionen, bis hin zur Extraktion. Das ging von einem Zahn zum anderen, kaum war einer draußen, fing der nächste an. 2009 hatte meine Frau (41J) keine Zähne mehr. Man sollte meinen das Desaster hätte nun ein Ende, eben nicht. Nun geht es mit dem Oberkieferknochen weiter. Zysten wurden entfernt, hat aber nichts gebracht, im gegenteil nach jeder Op wurden die Schmerzen stärker. Am CT ist nichts zu sehen. Vor einem Jahr wurde ein Szintigramm gemacht, auch nichts zu sehen. Festgestellt wurde lediglich eine knöchernde MAV. Das macht angeblich keine Schmerzen. Probleme mit den Kiefer und Nasennebenhölen hatte meine Frau schon immer. Vielleicht ein Zusammenhang? Warum wird keine Gewebeprobe gemacht, um Osteomelitis auszuschließen? Warum haben die Ärzte in München nie nachgeforscht, warum sich ein Nerv nach dem anderen entzündet? Den die Ursache scheint ja noch da zu sein, sonst würden die Schmerzen doch aufhören. Könnte vielleicht ein Tupfer vergessen worden sei? Kann uns jemand einen Rat geben?

Viele Grüße aus Bayern   … weiter

 

 

4. Dr. Truelove: Neuropathischer Trigeminus Schmerz häufiger

truelove

 … Neuropathische trigeminale Schmerzzustände kommen häufiger vor als allgemein bekannt ist. Stellen im Mund als auch solche außerhalb des Mundes sind häufige Vorkommensorte dieser Erkrankung. Es gibt einen generellen Mangel an Erkennung der komplizierten Eigenarten von neuropathischen trigeminalen Schmerzen, die häufig zu Verwechslungen der Natur der Beschwerden führen.   Zahnärzte befinden sich in einer hervorragenden Position um das Vorliegen von neuropathischen trigeminalen Schmerzen zu entdecken und dabei zu helfen, eine logische Diagnose zu stellen. Das hohe Aufkommen von Mund/Gesichtsschmerzen durch zahnbedingte Ursachen und die dramatische Ähnlichkeit zwischen neuropathischen Mund/Gesichtsschmerzen und zahnbedingten und sonst verursachten Schmerzen in der Gegend führen häufig zu falschen Diagnosen und, noch wichtiger, zu unangemessener Behandlung, die oft genug eingreifend und nicht mehr umkehrbar ist.   … weiter

 

5. Neuropathischer Mund/Gesichtsschmerz Teil 1

… Der neuropathische Schmerz ist festgelegt als „Schmerz ausgelöst oder hervorgerufen durch eine Verletzung oder Fehlfunktion im Nervensystem“. Der neuropathische Mund/Gesichtsschmerz ist früher als „atypische Odontalgia“ (OA) und „Phantom Zahnschmerz“ bezeichnet worden. Patienten, die neuropathische Mund- oder Gesichtsschmerzen erleiden, beschreiben beim Zahnarzt häufig anhaltende starke Schmerzen, haben aber keine klar erkennbaren klinischen oder röntgenologischen Befunde. Typischerweise sind bei ihnen mehrfache Wurzelbehandlungen vorgenommen worden um die denkbare Quelle der Schmerzen wegzunehmen, aber der Schmerz bleibt. Es gibt nur wenige Studien und beschränkte Patientenzahlen, die sich damit beschäftigen. Zwei rückwärtschauende Studien haben den Anteil von Patienten ermittelt, die unter anhaltenden Schmerzen nach Wurzelbehandlungen leiden: eine Studie 3-6%, die andere 5%. Ein Autor mit viel Erfahrung im Bestimmen dieses Leidens schätzt die Zahl der Betroffenen auf 125.000 Patienten alleine in den USA. In einer Studie gaben 50% der neurpathisch Schmerzbetroffenen an, speziell nach endodontischen Maßnahmen (Wurzelbehandlungen) unter Dauerschmerzen zu leiden. Migräne und Cluster Kopfschmerz gehört zu den Erkrankungen, die das Auftreten von neuropathischen Mund/Gesichtsschmerzen begünstigen. Auch der Zustand nach einem Herpes Zoster Anfall (engl. „Shingles“) sowie die Phantomschmerzen nach Amputationen gehören zu den neuropathischen Schmerzen. Die sich verirrende Neurobiologie in diesen Zustand hinein ist komplex. Neuropathische Schmerzen haben keine Schutzfunktion im Gegensatz zu normalen Schmerzsignalen, die vor schädlichen Einflüssen warnen, die das Gewebe schädigen könnten.   … weiter

 

6. Brenn- und Juckschmerz Stärke 10 von 10 beseitigt

… Ohne weitere Informationen – insbesondere auch ohne jede klinische Inspektion – stelle ich, Joachim Wagner, Zahnarzt, folgende Diagnose: Frau D. leidet unter einem lupenreinen Fall von Neuropathie des Trigeminus. Beweisführend ist dabei:

  • 1. Die lange Zeit zwischen dem Auftreten der ersten schlimmen Mundschmerzen und der Behandlungsresistenz der Schmerzen bis heute mit zahnärztlichen Mitteln, hier 5 Jahre.
  • 2. Das Scheitern aller Behandlungsschritte, unabhängig vom Behandler (insgesamt 4 Zahnärzte), unabhängig vom Material (Kunststoff, Zement), unabhängig vom Schritt (Füllung, Wurzelbehandlung, Implantat).
  • 3. Die auffällige Schmerzqualität  und -quantität: die Patientin leidet unter Juckschmerzen bis 10 von 10 im Mund! Darüber sollte man als Zahnarzt niemals einfach zur Tagesordnung übergehen. Eine solche Schmerzbeschreibung muss die Alarmglocken klingen lassen.
  • 4. Der 24 Stunden Lokalanästhesietest der Uniklinik Münster verlief eindeutig negativ: bei einem lokal verursachten Schmerz hätte der Schmerz praktisch für einen Tag verschwinden müssen.
  • 5. Der Positiv Test mit Gabapentin, ein Medikament welches bekanntlich zur Erstgarnitur bei der Bekämpfung von neuropathischen Schmerzen gehört. Gabapentin ändert im Hirn und Rückenmark die Eigenschaften so genannter Ionenkanäle und dadurch die Erregbarkeit der Nervenzellen in der zentralen Schmerzverarbeitung. Dort ist die Ursache der Schmerzen von Frau D. zu suchen.    … weiter

 

7. Hat mein Zahn Migräne?

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… Viele zahnärztliche Schmerz Spezialisten und HNO Kollegen werden bestätigen, dass es eine spezielle Gruppe von Patienten gibt, mit einseitigen ziehenden Schmerzen in den unteren zwei Drittel des Gesichts, die sie in den frühen Morgenstunden wecken. Einige der Patienten erleiden schlimme Schmerzen und beklagen eine starke Kaltempfindlichkeit von vielen Zähnen. Das hört sich nach einer Pulpitis an und viele dieser Patienten unterziehen sich dadurch unnötigen zahnärztlichen Eingriffen. Unnötig deshalb, weil es keine zugrunde liegende Erkrankung des Zahns selber gibt. Der Schmerz kann die Seite wechseln und dabei begleitet sein von einer Licht- und Lärmempfindlichkeit, sowie Schwindel und örtlichen autonomen Begleiterscheinungen wie tränende Augen und verstopfter Nase. Häufig berichten die Patienten über ihre chronische Krankengeschichte mit Migräne. Einige haben Schmerzen im Bereich der Kieferhöhlen, haben aber keine Anzeichen einer Entzündung dort, sowohl klinisch als auch radiologisch. Die Abwesenheit einer Erklärung für die Schmerzen deutet auf eine nerv/gefäßbedingte Ursache hin. Einige Experten nennen diesen Zustand: Gesichtsmigräne, neurovasculärer orofacialer Schmerz, atypische Odontalgie, oder vaskuläre Odontalgie; noch viele mehr ignorieren die Existenz der Erkrankung zum großen Nachteil ihrer Patienten.   … weiter

 

8. Dr. Gary M. Heir: Neuropathie des Trigeminus gibt es in 3 Formen

… Erklären Sie die Entstehung von Mund/Gesichtsschmerzen.

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Im Gegensatz zur allgemeinen Vermutung sind TMD (CMD) Fälle nur für einen Teil aller Fälle von Mund/Gesichtsschmerzen verantwortlich, die festgelegt sind als alle chronischen Schmerz Störungen auf neurologischer, muskulärer, gefäßbedingter oder psychischer Grundlage, die den Kopf, den Hals und/oder das Gesicht befallen. Der Mund/Gesichtsschmerz wird nicht verursacht durch den typischen Zahnschmerz oder ein blockiertes Kiefergelenk, und er ist auch kein plötzlich einsetzendes Ereignis, für das eine klare Ursache und Folge ausfindig oder eine naheliegende Behandlung gesehen werden kann. Der Schmerz wird gewöhnlich von einer oder mehreren chronischen Bedingungen verursacht, die sich der Diagnose entziehen und er kann darum für Monate oder Jahre anhalten, wenn eine wirksame Behandlung nicht gefunden wird.   … weiter

 

9. Schmerzstärke 10 von 10 durch Papierspitze

… Dass wir in Bezug auf den Druck / Schmerzen im Kopf nicht von Peanuts (= Erdnüssen) reden, geht aus der Antwort der Patientin auf meine Frage hervor, ob die Beschwerden sie im Alltag erkennbar beeinträchtigen. „ja, ich bin Mutter und habe einen Job, das wird zunehmend schwieriger, letztens hatte ich furchtbare Kopfschmerzen links in einer Form, die ich vorher nie …“ Dazu erfahre ich, dass in der Familie Migräne (Vater), und die richtige Trigeminusneuralgie (Oma) vorkam. Und noch etwas: Frau X leidet seit einigen Monaten unter einem Metallgeschmack. Darum wollte sie sich schon die neuen Goldinlays entfernen lassen. 

Was sagt der Internet Neuropathie Zahnarzt Wagner dazu?

  • 1. Ungeheure Schmerzen beim reinen Betasten der Wurzelspitzen von innen mit Instrumenten (Feilen oder Papierspitzen oder ähnlichem) Tage nach dem Entfernen eines Zahnnervs sind IMMER (!) ein Zeichen einer total überdrehten Trigeminus Schmerzübertragung.
  • 2. Diese Zustände sollten immer dokumentarisch herausragend erfasst werden, denn sie sind für diesen Patienten charakteristisch und lassen sich für alle Zähne im betroffenen Trigeminus Ast vorhersagen.
  • 3. Es ist nicht sinnvoll, solche Zähne zu entfernen, weil damit das Schmerzproblem nicht gelöst werden kann. Sinnvoll ist eine mehrwöchige Einlage von bakteriziden Substanzen (und zwar stärker als CaOH bitte), um alle Keime abzutöten, und die Schmerztherapie unabhängig davon mit Ibuprofen 10mg / kg Körpergewicht tagsüber Dauerdosis alle 4 Stunden zu bestreiten. Bei Nichtwirkung von Ibuprofen ist Amitriptylin 10 mg Tagesdosis die Alternative. Die Wurzelfüllung sollte planmäßig auch bei noch bestehenden Schmerzen durchgezogen werden.  ….    weiter

 

10. Medizin für trigeminale neuropathische Schmerzen

…  Die Botschaft zum Mit-Nach-Hause-Nehmen: Die Trigeminus Neuralgie wird nach wie vor am besten mit antikonvolsiven Mitteln [= Antiepilepsie Mittel]; die ersten darunter sind Carbamazepin und Oxcarbazepin; Baclofen kann helfen, und von den neueren Mitteln hat Pregabalin Potenzial. Die Behandlung der Neuralgie des Nervus Glossopharyngeus verläuft wie die der Trigeminus Neuralgie. Die Neuropathie des Trigeminus wird wahrscheinlich am besten bewältigt nach den [allgemeinen] Leitlinien für die Behandlung für neuropathische Schmerzen, die bestehen in Trizyklischen Antidepressiva [= Amitriptylin u.ä.], Gabapentin, Pregabalin, Duloxetin, Venlafaxin und Lidocain auf die Haut. Das „Brennender Mund Syndrom“ ist ein neuropathischer Schmerz, der anfänglich mit örtlich aufgebrachtem Clonazepam und anderen neuropathischen Medikamenten behandelt werden sollte. Die Patienten müssen in ihre Behandlung eingebracht werden.  … weiter

4 Replies to “Grundsatzartikel: Was bedeutet „Neuropathie“ des Trigeminus”

  1. Dauerschmerz
    Falls kostenlos bitte ich um einen Rat. Ich leide seit 2 Jahren an enem Dauerzahnschmerzen am vorletzten Backenzahn im OK. Alles begann mit einer Karies welche entfernt und gefüllt wurde da die Schmerzen nicht nachließen wurde eine Wurzelbehandlung und eine Revision dieser gemacht. Keine Besserung darauf hin CDM Schiene für Nachts für den OK wegen Zähne knirschen keine Besserung, Physiotherapie für das Kiefergelenk keine Besserung. Röntgenbilder, ein Besuch beim Kieferchirurgen und Endodontologen brachten keinen Erfolg. Jetzt seit Monaten Behandlung wegen Neurophatie mit Amitriptylin 75mg . Leichte Besserung jedoch nach wie vor ein vorhandener Schmerz und immer wieder Tage an welchen der Schmerzen wieder unerträglich ist. Weiß nun keinen Rat mehr?!

  2. Hiermit möchte ich mich ausdrücklich bei Dr.Wagner für die vielen gut verständlichen Beiträge zum Thema „Neuropathie des Trigeminus“bedanken.
    Alle von mir konsultierten Zahnärzte erklärten,ich würde mir die Zahnschmerzen so intensiv einbilden,dass ich sie tatsächlich verspüre.
    Ich sollte doch mal „an etwas anderes denken“dann würde auch die Schmerzen vergehen.
    Mir wurden insgesamt 17-vermutlich zum großen Teil -gesunde Zähne gezogen und ich hätte gewiß nicht einen Zahn mehr im Mund,
    wenn ich nicht in den Beiträgen von Dr. Wagner die tatsächlichen Ursachen meiner Beschwerden gefunden hätte.
    Inzwischen hat ein Termin beim Neurologen den gleichen Befund erbracht und ich nehme in akuten Situationen Pregabalin ein.
    Dr.Wagner,Sie haben mir sehr geholfen!
    Mit freundlichen Grüßen aus Berlin!

  3. Hallo,

    Ich bin echt verzweifelt: 3 Frontzähne tun weh, wegen CMD oder Trigeminus Neuropathie und Ärzte wollen nichts machen.

    Alles fing mit Zahnschmerzen am oberen rechten Frontzahn vor 5 Jahren ann. 1 Jahr lang hatte ich Schmerzen, bis es sich dann entzündet hat und eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt wurde. Leider kamen die Schmerzen wieder zurück, weshalb ich noch weitere 2 mal eine Wurzelkanalbehandlung durhführen lies. Leider ohne Erfolg. Die Zahnärztin stellte aber nach der 3. WKB im August 2016 fest, dass ich mit den Zähnen zu doll beiße (Zahnspitzen sind dadurch schon abgeschliffen). Eine Aufbissschiene wurde angefertigt. Dies führte aber auch nicht zur Schmerzlosigeit, sodass ich dann eine WSR im Dezember 2016 durchführen ließ, obwohl keine Entzündung zu erkennen war. Auch das hat nichts gebracht.

    Dann wurde der Zahn hinten etwas geschliffen, damit kein Kontakt zum unteren Zahn mehr besteht. Das führte aber dazu, dass nun der Nebenzahn, also der obere linke Frontzahn, anfing wehzutun. Dieser wurde dann auch etwas geschliffen. Aber Resultat ist, dass nun beide Zähne weh tun. Es ist häufig ein Druckschmerz und das Zahnfleisch am Zahn tut auch weh, obwohl nichts zu sehen ist. Auch Röntgen und 3D Aufnahmen zeigen keine Entzündung oder Risse, weshalb die Ärzte ratlos sind und nichts unternehmen wollen.

    Da ich seit Anfang des Jahres unter Nackenverspannung, Kiefermuskelverspannung und Schwindel leide, habe ich eine Schienenterapie begonnen, welche ich privat zahlen muss.

    Da die Schiene noch nicht Perfekt eingestellt war, bin ich vor einer Woche mit schlimmen Druckschmerzen am unteren rechten Frontzahn aufgewacht. Dieser Schmerz ähnelt den der oberen Frontzähne und verschwindet seit einer Woche nicht.

    Ich bin echt verzweifelt. Innerhalb so kurzer Zeit tun mir jetzt 3 Zähne weh und die Ärzte wollen nichts machen, da sie auf den Röntgenaufnahmen nichts sehen. Ich bin erst 22 Jahre alt und die Zahnschmerzen sind manchmal nicht auszuhalten und beeinträchtigen mich in meinem Alltag, aber vor allem in der Uni. Ich nehme schon fast pausenlos Schmerzmittel ein, obwohl diese auch Nebenwirkungen haben. Nachts und wenn ich mich ablenke, ist der Schmerz weniger.

    Kann das an einer Trigeminus Neuropathie liegen und somit Nervlich sein, was durch zu viel beißen ausgelößt wurde?
    Was kann ich nur tun?

    1. Klingt schwer nach einer Fehlfunktion des 2. Trigeminusastes. Da sind Sie in der gegenwärtigen Zahnmedizin fehl am Platz. Suchen Sie sich einen fähigen Neurologen, der Ihnen zuerst meine Anfangsmedikation aus Amitriptylin, Gabapentin und Carbamazepin verschreibt. Alle 3 in der niedrigtsmöglichen Dosierung. Wenn das nicht anschlägt, gibt es alternative Rezepte.

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