Kurze Neuropathie Beschreibungen aus der Umfrage

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Den diagnostischen Fragenbogen Neuropathie im Trigeminus haben mittlerweile über 300 Teilnehmer ausgefüllt, viele davon schrieben im freien Textfeld ihre Bemerkungen hinzu. Einige davon möchte auszugsweise zitieren, weil sie einen guten Einblick geben über die Spannbreite der Beschwerden, die Schwierigkeiten bei der Zuordnung der Schmerzen zu den vermeintlichen Ursachen und dem persönlichen Ergehen der Leidenden.

 

1.
Hallo Hr. Wagner, ich leide seit einem halben Jahr unetr einem Dauerschmerz der rechten Gesichtshälfte,welcher brennenden Charakter hat und ausser in der Nacht, ständig vorhanden ist. Es gab besser und schlechtere Phasen. Dabei kribbelt mir zusätzlich der Gaumen, die Zunge und die Lippen. Der Schmerz zieht auch in die seitliche und hintere Halsmuskulatur und in die Schuktre. Mein ZAhnarzt meint, es kommt vom Knirschen und hat mir ein Keramikinlay nachgeschliffen, welches mich beim Beißen stört. Ich habe jetzt allerdings immer noch nicht das Gefühl, dass der Biss auf der rechten Seite passt. Dieses Inlay stört mich mit einem Druck im Zahninneren, seit es eingesetzt wurde, verursacht aber keine Zahnschmerzen. Laut Zahnarzt udn Röntgenbild keine Entzündung. Ausser das Einschleifen des Inlays wurde bisher keinen weiteren Zahnärztlichen Maßnahmen vorgenommen. Eine CMD rechts wurde vom Orthopäden vordiagnostiziert. Könnte dies sein? Da mich der Gesichtschmerz sehr einschränkt, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir behilflich sein könnten.

Kommentar : Eine CMD ist das nicht. Tipp für den Behandler: Versuchen Sie es mit der klassischen Dreierkombination Amitriptylin, Gabapentin und Carbamazepin in Kleindosierung.

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2.

heute war ich wieder beim ZA. da ich seit dem 18.10 Zahnschmerzen bis Skala 6 habe. Der Zahn ist wieder mal i.O.Dann zwackst auf der andern Seite, meine Zahnnerven „klingeln“ kurz auf, manchmal habe ich pech, dann habe ich nach dem Klingeln dumpfe Dauerschmerzen, die dann bis zu 6 Wochen anhalten. Ausser Nachts, da hab ich endlich Ruhe, doch sobald ich morgends aufstehe, geht der ganze Kram von vorne los….

Kommentar: Wechselt der Schmerz die Gesichtshälfte, kann es nicht vom Zahn kommen. Das hängt mit der statistischen Wahrscheinlichkeit zusammen, mit der Zahnschmerzen direkt von Zähnen auftreten. (Frage 1. Wie wahrscheinlich ist es , jetzt in diesem Moment Zahnschmerzen ausgehend vom Zahn rechts zu bekommen? Frage 2. Wie wahrscheinlich ist es, jetzt einen Zahnschmerz ausgehend vom Zahn rechts zu bekommen, diesen nach 1 Stunde wieder zu verlieren und im gleichen Moment den Zahnschmerz ausgehend vom Zahn links zu bekommen? Antwort 2: Erheblich niedriger als eine 6 im Lotto).
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3.

Die Schmerzattacken kommen unregelmäßig und bauen sich dann auf ,so dass es fast unerträglich wird,auch mit Lyrica dauert es ca eine 3/4 Stunde bis Stunde ,bis es etwas besser wird .Abends ist es jetzt fast immer so zwischen18 und 21 Uhr .Eine Zahnreinigung beim Zahnarzt konnte wegen des Kaltreizes nicht weitergeführt werden. Die Schmerzen gehen auch unter die Zunge bis in den Halsbereich .

Kommentar: Wenn schon die Zahnreinigung wegen Überempfindlichkeit nicht durchzuführen geht – was übrigens nicht so selten vorkommt – dann könnte man ja mal auf die Idee kommen, dass die allgemeine Schmerzempfindlichkeit im Trigeminusbereich erhöht ist.

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4.

Zuerst Sensibilitätsstörungen in der linken Gesichtshälfte, vom Mund ausgehend bis an die Schläfe. Dann Entfernung eines Wurzelrestes im linken Unterkiefer. Jetzt (zwei Wochen später) wundes Gefühl links im Mund, brennende Zungenspitze und ein brennender, nicht allzu starker Schmerz im linken OBERKiefer. Dazu zum Teil Sensibilitätsstörungen in den Lippen. Keine Beschwerden dort wo der Zahnrest entfernt wurde.

Kurzkommentar: Was beweist, dass der Wurzelrest nicht schuld war und dass der Zahnmediziner nicht immer den Überblick über die Schmerzursachen hat.

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5.

ich leide seit 2009 immer wieder an Zahnschmerzen, mal mehr mal weniger. Skala bis 6, alle Tabletten helfen nicht. Meine Zahnärztin kann nichts feststellen und BEHANDELT mich nicht mit Bohren usw. Sie hat mich auf den Trigeminus aufmerksam gemacht. Meine Zähne sind alle ok, nur ich anscheindend nicht :-((((

Kurzkommentar: Beide sind okay, die Zahnärztin und ihr Patient, nur der Drillingsnerv nicht.
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6.

Die Schmerzen wandern von Zahn zu Zahn, anfangs war nur die linke Seite betroffen, jetzt auch die Rechte wobei die Schmerzen mittlerweile die Seiten wechseln. Wenn ich mich entspanne habe ich das Gefühl das die Schmerzen etwas nachlassen. Allgemein sind die Schmerzen verstärkt aufgetreten nach meiner ersten Kunststofffüllung und besonders nach meiner ersten Wurzelbehandlung. Auch Zähne die unbehandelt, Karies frei und gesund sind bereiten hin und wieder Schmerzen. Ich besitze schon seid fast 3 Jahren eine Aufbissschiene die leider keinen dauerhaften Erfolg erzielt hat.

Kurzkommentar: Auch hier finden sich die klassischen Zeichen einer Neuropathie. Schmerzwanderung, Seitenwechsel, schlimmer nach Kunststofffüllung und Wurzelbehandlung. Und wie so oft: Aufschissbienen bringen es bei richtigen Schmerzen selten oder nie.

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7.

Beginnende Dauerschmerzen (außer nachts) nach Wurzelbehandlung vor 6 Monaten. Während der Wurzelbehandlung trotz Betäubung Schmerzen an Wurzelspitze, nach Nachlassen der Betäubung sehr starke Beschwerden. Anschließend Dauerschmerzen aber geringer. Danach 2. Wurzelbehandlung am Zahn davor, Dauerschmerzen gingen nicht weg aber wieder während Behandlung Schmerzen und sehr stark danach.

Kurzkommentar: Wurzelbehandlungen werden heutzutage etwas zu oft eingesetzt. Der Satz gilt besonders für Neuropathiefälle. Tipp für den Behandler: Bei seltsamer Symptomatik, insbesondere bei fehlenden eindeutigen Zeichen wie Klopfschmerz, Beißschmerz oder klarem Röntgenbefund direkt nachdenken, ob man den Fall überhaupt anfassen sollte.

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8.

Jucken und Taubheitsgefühle in der linken Zungenseite, Jucken am Zahnfleisch hinter dem letzten Zahn unten, von Zeit zu Zeit Jucken des gesamten linken Zahnfleisches, es wurden extrem verspannte Kausmuskeln link und Knoten in der Halsmuskulatur links festgestellt…..

Kurzkommentar: Wenn es im Mund nachhaltig juckt, hat das selten oder nie etwas mit den Zähnen zu tun.
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9.
Schmerz schiesst blitzartig für ein paar Sekunden ein (untere Zahnreihe rechts), meist 1-3 Schmerzattacken hintereinander, oft 2-3 Tage in Folge, dann 1-3 Wochen Ruhe, bevor es wieder von Vorne losgeht.

Kurzkommentar: Das könnte sogar eine Trigeminus Neuralgie sind. Auf jeden Fall braucht der Patient Carbamazepin.

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10.

Nach Wurzelbehandlungen und Extraktionen weiterhin brennende Schmerzen. Mit einem Antidepressiva Erleichterung spürbar.

Kurzkommentar: Brennen nach Wurzelbehandlung und Extraktion bedeutet in 99,9% der Fälle, dass eine astreine Neuropathie des Trigeminus vorliegt.

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11.

Ich habe bisher schon 5 Zähne verloren. Da ich starke Schmerzen hatte, aber der Zahnarzt auf den Röntgenbildern nie wirklich etwas gesehen hat, hat er natürlich Wurzelbehandlungen durchgeführt und WSR, aber nichts half, ich habe dann verlangt, dass er die Zähne zieht, da ich die Schmerzen nicht mehr aushalten konnte/wollte. Nun habe ich seit ca. 1 Jahr immer wieder Gesichtsschmerzen, betroffen ist das linke Ohr und die Schlafenregion bis zum Unterkiefer.

Kurzkommentar: Nach den 5 verlorenen Zähnen sollten Patient und Behandler zur Einsicht kommen, dass die Zahnmedizin die falsche Disziplin zur Behandlung der Schmerzen ist.

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12.

Ich habe starken Druckschmerz sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer, der beidseitig in die Nase, die Nasenhöhlen, die Wangenknochen und bis zu den Schläfen ausstrahlt. Es fühlt sich besonders im Oberkiefer so an, als ob die Zähne „zu eng“ wären und zusammengepresst werden. Weder Novalgin noch Tramadol hilft. Manchmal nehme ich dann Antibiotika (Amoxicillin) oder Kortison (Prednisolon). Ich habe chronische Sinusitis seit vielen Jahren und bin sehr kälte- und vor allem windempfindlich.

Kurzkommentar: Alles dabei: Druckschmerz, beidseitig, Nasenhöhlen, Wangenknochen, Novalgin und Tramadol ohne Wirkung!, sehr kälte- und windempfindlich. Klassischer geht es kaum. Dieser Patient ist ein (wahrscheinlich) geborener Neuropathiker.

 

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13.

habe vor 2 jahren alte amalgaam füllungen heraus bekommen und nun zwei jahre später entzündungen an den Wurzelpunkten bekommen. habe eine porzellan brücke gehabt. da war auch eine entzündung darunter. nun entfernt. habe auch ab und zu jucken im kiefer und dauerdruck. fühlt sich an wie eine entzündung. das ganze geht nun schon 5 monate lange. es hat mit schmerzen im gesamten kiefer, oben und unten, begonnen.

Kurzkommentar: Ob das mit den Entzündungen an den Wurzel nach der Amalgam „Sanierung“ tatsächlich stimmt, oder nur eine Verlegenheitsdiagnose für Schmerzen ohne sicht- oder sonstwie belegbare Auffälligkeiten der Zähne war – wir wissen es nicht. Wir wissen aber, dass das Jucken und der Dauerdruck im Kiefer eine absolut typische Schmerzqualität einer Neuropathie des Trigeminus darstellt.

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14.

Während der 1. Wurzelbehandlung sehr starke Schmerzen während und nach der Behandlung. Daher mein Verdacht, dass bei dieser Behandlung der Nerv stark gereizt wurde. Bei der nächsten Wzb. das gleiche…

Kurzkommentar: Nicht immer ist die ungenügende Spritzenwirkung oder die bakterielle Infektion des Zahnnervs schuld an sehr starken Schmerzen während der Wurzelbehandlung. Besonders dann nicht, wenn es sich wiederholt. Dann könnte es sich auch um einen durchdrehenden Trigeminus Nerv handeln, der kleine Signale viel zu stark weitergibt.

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15.
Ich habe im linken Oberkiefer eine Brücke.An zwei Zähnen habe ich mittlerweile 4 WSR machen lassen.Dieses dumpfe Gefühl und das Pochern aus dem Bereich der Kieferhöhle ist dadurch nicht weggegangen.

Kurzkommentar: Und es wird auch nicht verschwinden mit der 10. WSR, sondern schlimmer werden.

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16.

2008 habe ich mir Brücken machen lassen, wo beim Abschleifen zwei Zähne abgestorben sind. Ich habe heute kaum noch Zähne. Ständig entzünden sich die Nerven und keine Wurzelbehandlung hilft. Das komische ist, das oft gleich zwei bis drei Zähne anfangen Ärger zu machen. Ich presse stark meine Zähne nachts aufeinander und Schienen haben nichts gebracht. Bin erst knapp über 40

Kurzkommentar: Die Formulierung „Ständig entzünden sich die Nerven und keine Wurzelbehandlung hilft“ weist ganz direkt in die Richtung eines übererregten Trigeminus Astes hin. Das sind die Patienten, von denen die erfahreneren Praktiker wissen, dass die „keine Wurzelbehandlung vertragen“.

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17.
Nach dem essen habe ich ca. 20 Minuten keinerlei Beschwerden.

Kurzkommentar: Für diesen Satz gibt es keine zahnmedizinische Erklärung. Nur eine neurologische. Denn wären die Zähne oder der Kiefer oder die Muskeln oder das Gelenk schuld an den Schmerzen, dann würden sie sich genau umgekehrt verhalten.

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18.

Ich habe im Oktober 2011 6er Backenzahn gezogen bekommen (unklare Schmerzen),danach habe ich ein dauerbrennen im Oberkiefer der nur im Schlaf weg ist.Es drückt und zieht auch neben der Nase,manchmal geht ein kurzer Stich auch durch den Kopf.Mein Zahnarzt nimmt mich nicht ernst.Er meint ich soll nicht an den Schmerz denken.Ich möchte nur das dieser dauerschmerz weggeht.

Kurzkommentar: Unschöne Geschichte. Ein oberer 6-er wird mit zweifelhafter Begründung (unklare Schmerzen) gezogen, darauf wird es schlimmer. Das legt nahe, dass der ursprüngliche Schmerz nichts mit den Zähnen zu tun hatte. Deshalb mein Merksatz: Bei oberen 6-ern erst aktiv werden, wenn eine klare bakterielle Infektion geortet ist.

3 Replies to “Kurze Neuropathie Beschreibungen aus der Umfrage”

  1. Wiedererkennungseffekt
    Kann mich ziemlich eindeutig als Trigeminusneuropathiker wiedererkennen. Finde keinen, der mich richtig behandelt! War bei diversen Zahnärzten, Uniklinikum und Neurologen. Keine wirkliche Hilfe! Diagnosen gehen von Pulpenhörner bis Bruxismus. 5 wurzelfüllungen und kein Ende. Beginn über 6er links oben. Der Neurologe hat mich an Psychologen verwiesen…..
    Mehr will ich gar nicht mehr erzählen. Suche einen Behandler im süddeutschen Raum, nähe Regensburg, der nach diesem Konzept arbeitet. Wenn ich von Neuropathie spreche werde ich nur belächelt…

  2. Trigeminus-Neuropathie
    Vor 4 Monaten fingen meine Beschwerden an, Hintergründiges gemeines Ziehen im rechten Kiefer, nicht genau zu orten, ob oben oder unten. Dazu hatte ich einen sehr unangenehmen Drück auf der Brust, so dass der Zahnarzt mich u.a. Auch zum Kardiologen schickte. Dieser stellte leichte Wandbewegungsstörungen nach vermutlich durchgemachter Herzmuskelentzündung fest. Er fand auch im Oberkiefer einen toten Zahn, den er wurzelbehandelte, aber noch nicht überkronte. Dieses sehr unangenehme Ziehen im Kiefer habe ich schon zum dritten Mal, Dauer ca. eine Woche,aber dieses Mal ist es sehr penetrant. Der Zahnarzt nimmt mich leider auch nicht ernst und will mir eine Bissschiene anfertigen, weil er auf Muskelverspannungen tippt.
    Wissen Sie in meiner Nähe ( Wiesbaden) einen guten, entsprechend geschulten Zahnarzt bzw. wie schnell vergeben Sie Ihre Termine? Für eine Schmerzfreiheit wäre mir kein Weg zu weit.
    Danke für Ihre schnelle Antwort

  3. Lieber Dr. Wagner,

    nach jahrelanger schmerzhafter Pein mit Füllungswechsel, oft mehrfach revidierten Wurzelbehandlungen und anschließendem Zahnverlust (zunächst 24, dann 14, 15, und 16) im Oberkiefer behob ein Zahnarzt immer wieder auftretende Schmerzen an einem Zahn im Unterkiefer (wohl 47 links unten) mit einer Funktionsschiene . Danach gab er seine Praxis aus gesundheitlichen Gründen erstmal auf.

    Ein erneuter Besuch in einer Zahnklinik führte zu einer unsachgemäßen Überkronung eines kurzen und gekrümmten jahrlang vorher wurzelbehandelten 25ers, der nach Einholen einer zweiten und dritten Meinung (die beide das Gleiche sagten) gezogen wurde, da er extrem berührungsempfindlich und schmerzhaft war, mit umliegendem stark gerötetem Zahnfleisch. Das Ziehen geschah dann auch wie von selbst, der Zahn kam beim „Probewackeln, um zu sehen, ob die Betäubung wirkt“ schon raus und versetzte den Zahnarzt dadurch in Staunen.

    Danach wurde vom gleichen Zahnarzt der verlagerte 13er freigelegt und sollte mit Brackets an drei der unteren gegenüberliegenden Zähnen herunter geholt werden, was dazu führte, dass die unteren Zähne schmerzten, sich oben jedoch nichts tat und sich auf Grund jahrzehntealter Amalgamfüllungen (unter denen schon Karies war) eine Batterie im Mund bildete (Brackets und Amalgam als zwei Metalle). Daraufhin wurden vor etwa 3 Wochen die Amalgamfüllungen durch tiefe Kunststofffüllungen ausgetauscht.

    Leider bildete sich schon beim Nachlassen der Betäubung eine bis jetzt anhaltende Aufbiss-Schmerzhaftigkeit beim Kauen von Dingen, die härter als Bananen sind. Weiterhin fand sich zwei Tage später ein Druckschmerz im Kiefer um die betroffenen Zähne 26 und 27 ein, das bis heute trotz neu angefertigter und mehrfach beschliffener Knirscherschiene, elmex Gelee und diverser anderer Medikamenteneinlagen anhält. Das Zahnfleisch und der Kiefer links oben reagiert schon bei raumwarmen Wasser und bei Kältereizen sehr unangenehm und die Instrumente des Zahnarztes lösen Schmerzen aus, wenn er das Zahnfleisch berührt, nicht aber, wenn er an die Zähne klopft.

    Zudem will der Zahnarzt eine andere defekte Füllung austauschen, die sich im Unterkiefer auf der Gegenseite (einzige Stelle, wo ich noch kauen kann…) tauschen, die (auch für mich sichtbar) brüchig ist. Er meint, er würde dann einen anderen Kunststoff nehmen, um auch zu schauen, ob vielleicht eine Allergie der grund für die Schmerzen am 26 und 27er ist.

    Ich bin nicht nur von den jahrelangen und nun wieder akuten Schmerzen und der eingeschränkten Kaufähigkeit genervt, sondern auch stark verunsichert, wie das nun weitergehen soll. Klar bin ich nach alledem sicher eine besonders empfindliche Patientin, aber das ändert ja nichts an der Tatsache, dass ich Schmerzen habe und meine Lebensqualität so ziemlich unten ist (und das mit 37 Jahren…) Ich halte eine Neuropathie für wahrscheinlich, jedoch auch die Bruxismus-Variante scheint sinnvoll, zumal ich eine Rücken/Schulter/Stress – Problematik habe und so eine Schiene schonmal half (und zwar an derselben linken Seite). Auch die Allergie-Variante oder die Bedenklichkeiten der Kunststofffüllungen (die Nerven kostet) ist sicher glaubhaft…

    Für einen konstruktiven Rat, den ich auch meinem Zahnarzt ohne „Imageverlust“ näherbringen kann, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Susanne

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