Metastudie: Das wirkt bei Neuropathie

Erläuterung zur Grafik 1

Auf der waagerechten unteren Gerade sind Zahlenwerte von 0 bis 12 aufgetragen, und die Beschriftung lautet „NNT“. NNT steht für Numbers Needed to Treat, was bedeutet: Anzahl der Patienten, die benötigt werden, um bei einem Patient Erfolg zu produzieren, wobei der Erfolg durch eine Schmerzverbesserung um mindestens 50% definiert ist. Beispiel: Das trizyklische Antidepressivum Amitriptylin hat sich in vielen Untersuchungen von neuropathischen Schmerzen mit einem überdurchschnittlich guten NNT von 2,2 bewährt. Aber diese 2,2 besagen immer noch, dass nur knapp jedem zweiten Patienten damit geholfen werden kann. Ideal wäre ein NNT von 1,0. Davon sind wir in der Behandlung von neuropathischen Dauerschmerzen jedoch weit entfernt.

Die Autoren dieser Grafik haben sich die Mühe gemacht, alle leidlich korrekt durchgeführten Medikamentenstudien der letzten 20 Jahre bei neuropathischen Dauerschmerzen durch Diabetes, HIV, Herpes Zoster und simplex durchzuforsten. Je nachdem wie der Druchschnitt der NNTs der einzelnen Studien zu den Medikamenten ausgefallen ist, bekommt das Medikament in der Grafik seinen Platz in der Reihenfolge von gut zu weniger gut von oben nach unten. Zusätzlich drücken die Forscher mit der Größe des schwarzen Balls die Zahl der gefundenen Arbeiten aus, so dass man sich eine Vorstellung von der Stichhaltigkeit der einzelnen Zahlenangaben machen kann. Gabapentin/Pregabalin beispielsweise ist derart oft untersucht worden, dass an dessen NNT von etwa 4 kaum zu zweifeln sein dürfte.

 

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