Überempfindliche Zähne mit Wurzelbehandlung nicht therapierbar

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Ein interessantes Fallbeispiel wird hier von der Zahn-Universität Jerusalem, Israel geschildert. Der oder diedasbrennt Patient/in litt unter Episoden von starken Zahnschmerzen, die durch das Essen von kalten Speisen ausgelöst bzw. stark verschlimmert wurden. Der erste Behandler führte darum mehrere Wurzelbehandlungen durch. Leider führte das zu keinem Erfolg, denn die Schmerzen wanderten einfach zu anderen Stellen und Zähnen über.

Die Universitäts-Professoren kamen zum Schluß, dass hier ein Fall von „Primary vascular orofacial Pain“ auf deutsch = primärer gefäßbedingter Gesichtsschmerz vorliegt und behandelten die Schmerzen erfolgreich durch eine Dauerprophylaxe mit Propranolol.

Propranolol ist ein Beta-Blocker, der in der Regel bei Bluthochdruck eingesetzt wird. Daher kommt vermutlich die Diagnose „gefäßbedingt“. Propranolol ist darüberhinaus das Nummer 1 Mittel bei der Migräneprophylaxe und führt da zu dauerhaft geringeren Ausbrüchen von Migräneattacken und vermindert deren Stärke. Und beim Knirschen führt Propranolol zu niedrigerer Gesamtkraft Einwirkung in der Nacht. Weitere Forschung über die Auswirkungen von Propranolol auf überempfindliche Zähne von stark Betroffenen sind dringend erforderlich.

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