Knirscher machen bei Implantaten Probleme

Endlich reden auch Akademiker Klartext beim Thema Knirschen.

Prof. M. Wichmann, Zahnklinik/Prothetik, Universität Erlangen-Nürnberg hat auf der 20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in München im Mai 2007 einen klaren Zusammenhang zwischen häufigem Bruch von Kronen auf Implantaten und dem Knirschen eingeräumt. 10% der Bevölkerung gehört seiner Meinung nach zum harten Kern der „Knirscher“, die jede Nacht eine Kraft von bis zu 800 Newton (=80 kg) auf einen einzigen Zahn druch das Pressen oder Knirschen ausüben. Irgendwann gibt dann das schwächste Glied in der Kette nach. Die Implantate und der Knochen halten bis zu 1500 Newton aus, nicht aber die Krone bzw. die Schraube, mit der die Krone befestigt wird.

Das erklärt, warum bei implantatgetragenem Zahnersatz die Keramik 5 mal häufiger abplatzt als im natürlichen Gebiss Zähne abbrechen. Etwa 15% aller Implantatkronen erleiden Beschädigungen durch das Knirschen. Diese Zahl stellte der Prof. vor und gibt damit indirekt zu, dass die bisher von den Implantologen angegebenen Verlustraten von 5% in 10 Jahren so nicht korrekt sein können.

Kommentar: ein Zweifaches ist erfreulich. 1) Wird hier zum ersten Mal das Thema Knirschen als mechanische Bedrohung thematisiert. Der Prof. hält sich nicht mit wilden Theorien über Parafunktionen und schlechten Gewohnheiten auf, sondern stellt fest, dass das Knirschen bei Implantaten richtige Schäden verursacht. Punkt. 2) Die schon immer von mir als zu hoch empfundene Erfolgsrate von 95% in 10 Jahren bei Implantaten ist offensichtlich geschönt. Es kracht also doch häufiger.

One Reply to “Knirscher machen bei Implantaten Probleme”

  1. Hallo, ich hatte auch mal das Problem, dass ich immer sehr starke Kopfschmerzen hatte. Das alles geschah, als ich eine Füllung bekam. Die Füllung war etwas zu dick und ich konnte nicht mehr richtig zu beißen. Leider möchte unser Körper beim Schlafen auch das Maul zu haben. Danke für den super Beitrag!

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