Glas Ionomer Zement verhindert Karies

Brasilianische Forscher der Universitäten von Sao Paulo und Piracicaba haben untersucht, was passiert, wenn man menschlichen Schmelz mit Füllungen aus 6 verschiedenen Materialien füllt. Die Forscher spülen die Proben anschließend 1000 mal in einem pH (Säure/Base) Wechselbad und bearbeiten sie dazwischen jeweils 5 Minuten mit Zahnpasta. Die eingesetzte Zahnpasta gibt es in 2 Versionen: mit und ohne Fluorid.

Verblindete Auswerter (die nicht wissen, welche Probe zu welchem Verfahren gehören) vermessen alle Proben mit Mikroskop und Computerhilfe.

Ergebnis: Alle Kunststoff-basierten Füllungsmaterialien (das sind alle Komposites und die kunststoff-modifizierten GlasIonomerZemente) lassen verstärkte Karies im menschlichen Schmelz zu, wenn die Zahnpasta kein Fluorid enthält. Die einzige Ausnahme ist Ketac, bei dem es sich um einen konventionellen Glas Ionomer Zement ohne Kunststoff-Zusatz handelt.

Kommentar: Konventioneller GIZ enthält in der Grundsubstanz (im Glaspulver) einen Rohanteil von etwa 25% Fluorid. Das ist der Grund, warum GIZ nicht auf eine Zufuhr von Fluorid angewiesen ist, um Karies wirksam zu vermindern. Das funktioniert bei allen Kunststoffen nicht. Das sollte man den Patienten auch sagen.

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