Casein Phosphopeptides demnächst in Sport-Drinks und GIZ

Dr. Eric C. Reynolds, Wissenschaftler der Universität Melbourne, Australien entwickelt in Zusammenarbeit mit GC Japan neue Produkte gegen Karies. Auf dem Markt ist bereits „Tooth Mousse„. Das ist eine Creme, die der Endanwender statt Zahnpasta 3 Minuten auf seine Zähne auftragen soll. Die entscheidende Zutat sind sogenannte Casein Phosphopeptide (CPP-ACP), die aus dem Haupteiweiß der Kuhmilch, dem Kasein, durch enzymatische Spaltung gewonnen werden. Die Substanz ist in der Lage, Calcium in weit übersättigter Lösung stabil zu halten. Trägt man CPP-ACP auf demineralisierte Zähne auf, führt das zu einem erheblich beschleunigten Wiedereinbau von Calcium.

Weitere Produkte sind im Test:

  • CPP-ACP in Sportgetränke. Offensichtlich reicht eine 0,125% ige Zugabe von CPP in die einschlägigen Zucker/Säuremixturen aus, um die schädliche Wirkung der Getränke auf die Zähne zu verhindern.
  • CPP-ACP in GlasIonomerZement (GIZ). Mischt man 1,5% CPP in einen konventionellen GIZ, z.B. Fuji IX, steigt dadurch die Zugfestigkeit um 33%, und die Druckfestigkeit um 23%. Beobachter rechnen damit, dass GC Japan (der Hersteller von Fuji IX) demnächst die verstärkte Version seines GIZ vorstellen wird.

Die gute Nachricht für Verbraucher: Karies kann noch gezielter verhindert werden und GlasIonomerZement hat die Aussicht, sich zum wirklichen Ersatzmaterial für Amalgam zu entwickeln.

Nachsatz: Recaldent Pty Ltd., Melbourne, Australien heißt die Firma, die das reine Produkt CPP-ACP (casein phosphopeptide-amorphous calcium phosphate) als Recaldent(TM) herstellt. GC Europa schreibt: „an der School of Dental Science Melbourne, Australien entwickelt“.

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