Füllung hält trotz zahnärztlichem Schwachmat 25 Jahre

Lesen Sie auch die Artikel  Neues vom dämlichen Vorbehandler – Füllungsformdebilität und Schlimme Füllung – aus dem wirklichen Leben aus der Rubrik Welches Füllungsmaterial

sany0079.jpg Wenn Sie genau hinschauen, fallen Ihnen am linken Höcker des Zahns etwas eigenartige Zacken im ehemaligen Füllungsrand auf. Das ist auf das grobmotorige Versetzen des zahnärztlichen Diamantschleifers im damals fast noch jungfräulichen Zahn zurückzuführen. Woran ist zu erkennen, dass das nicht durch Karies entstanden sein kann? An diesen 3 Kennzeichen:

 

  1. Mitten im Zahn (sogenannter Isthmus) ist die Stirnfräsung des Diamantschleifers direkt zu sehen (zumindest in der Originalvergrößerung)
  2. Der Vorbehandler hat vermutlich einen Zylinderschleifer in der Größe ISO 012 oder 014 benutzt. Links oben hat es 2 genau gleich große Schleifkerben. Die äußere davon beweist außerdem, dass der Schleifer dabei auch den Nachbarzahn erwischt haben muss.
  3. Die flache Trapezform (weiter unten auch „Pfannenform“ genannt) des verbliebenen Stücks Füllung zeigt, dass  der Schleifmeister viel gesunde Substanz im Zahnzwischenraum weggefräst haben muss, denn Karies breitet sich niemals so aus.

 

sany0080.jpg Das ist der Zahn vor dem oben gezeigten. Auch hier hat es Zacken im Schmelz, die vom zahnärztlichen Turbinengebrauch herrühren. Dazu ist die Amalgamfüllung mehrfach gebrochen und zwar am Isthmus. Genauso ist die Füllung am Zahn oben gescheitert. Sie ist am Isthmus gebrochen und die völlig schwachsinnige Formgestaltung der 2 Hälften hat dazu geführt, dass sich sofort ein Bruchstück verlagert hat und ein erheblicher Spalt entstanden ist.

 

Im zweiten Bild ist das obere Bruchstück eindeutig nach oben verrutscht, was leicht an den Rändern zu erkennen ist. So etwas verursacht schnell Spalten von mehreren 100 ym (Mikrometer) Stärke, was wiederum über kurz oder lang mit jedem Material – auch Amalgam – zu neuer tiefer Karies führt. Genau das ist auch mit dem Zahn im oberen Bild passiert.

 

Diese beiden Amalgamfüllungen sind mindestens 25 Jahre alt. Das sind sie nicht geworden wegen der zahnärztlichen Kunst, sondern trotz der elementaren Fehler, die hier begangen wurden.  Welches sind die Fehler?

Isthmuspräparation. Es ist absoluter Unsinn, einen Prämolar mit dem Schleifer von vorne nach hinten durchzuschleifen. Prämolaren bekommen praktisch nie Karies genau in der Mitte. Das Schleifen schwächt nur den Zahn.

Kastenpräparation nach Black. Das Ausschleifen von pfannenartigen Räumen im Zahnzwischenraum war schon immer schwachsinnig, ist schwachsinnig  und wird auch immer schwachsinnig bleiben. Dass es immer noch Hochschullehrer gibt, die das nicht begriffen haben, läßt leider unerfreuliche Rückschlüsse zu. Kurzbegründung a) Füllungen fallen aus solchen Pfannen logischwerweise von alleine raus, b) es wird unnötig viel Schmelz geopfert, c) Nachbarzähne werden dabei serienweise verletzt, d) es gibt keine EBM Begründung dafür – bis heute nicht.

 

Eigentlich ist das alles ziemlich einfach und übersichtlich. Warum kapieren das viele zahnärztliche „Experten“ dann trotzdem nicht? 

3 Replies to “Füllung hält trotz zahnärztlichem Schwachmat 25 Jahre”

  1. RE: Füllung hält trotz zahnärztlichem Schwachmat 25 Jahre
    Fachlich korrekter Kommentar eines arroganten Selbstdarstellers. Gilt glaub ich seit über 2000 Jahren: wer frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein. Also, Fachlichkeit ja, aber in konstruktivem Ton!

  2. Ich finde die Worte treffend. Und bissig wird wohl bei solchen Anblicken jeder, oder? Allerdings habe ich für die typische Prämolaren mod- Fllg eine Theorie: wo sonst kann man Amalgam so schön mit einem Daumenabdruck stopfen? 🙁

  3. [*QUOTE*]
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    Fachlich korrekter Kommentar eines arroganten Selbstdarstellers. Gilt glaub ich seit über 2000 Jahren: wer frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein. Also, Fachlichkeit ja, aber in konstruktivem Ton!
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    [*/QUOTE*]

    Konstruktiver Ton? Gegenüber einem Pfuscher?

    Da bleiben Patienten auf der Strecke!

    Im Angesicht von Gewalt ist Höflichkeit gegenstandlos.
    ( http://ariplex.com/ama/ama_till.htm )

    Was Pfuscher ihren Patienten antun, ist REALE Gewalt

    Hier ein Ausflug in die Physik:

    „Zu einem Aufsatz von Dr. med. D. Reichwein und Ing. O. Peters
    Z.E.S. – Zelluläre Elektromagnetische Systemsteuerung
    – Verfahren und Therapie –

    von G. W. Bruhn, Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt“
    http://www.mathematik.tu-darmstadt.de/~bruhn/JPG-ZES-Aufsatz.htm

    Kaum zu glauben, aber wahr: Esoterischer pseudophysikalischer Humbug, obwohl eindeutig widerlegt, ist in der Zahnarztpraxis zu finden!

    Hier die Akte Rossaint:
    http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/board.php?boardid=167

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