Dr. K.H. Utz, Uniklink Bonn: Bissregistrierung bestenfalls 0,33 mm genau

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err Dr. Karl-Heinz Utz, Uniklinik Bonn, gehört zu den zahnärztlichen Lehrstuhlinhabern in Deutschland, die bei der Bissregistrierung eine gefestigte Meinung haben. Und zwar die, dass egal wie genau man am Patienten Registrate nimmt, welches Verfahren auch immer gewählt wird, es grundsätzlich keine exakte 1:1 Wiedergabe der Verhältnisse im Mund gibt. In der Veröffentlichung aus 2002 zusammen mit Dr. Lückerath und anderen fanden sie heraus, dass bei der Anwendung von 18 Registraten pro Patient (!), die besten Werte mit einer minimalen Wiedergabegenauigkeit des Bisses von 0,33 mm gefunden wurden. Durchschnittlich betrugen die Abweichungen 0,44 mm, das sind 440 Mikrometer und die Autoren kommen dann zum Schluss, dass geringfügige Einschleifmaßnahmen beim Eingliedern von festem Ersatz daher nicht die Ausnahme, sondern die Regel darstellt.

Da haben wir es wieder mal schriftlich: die sogenannte Shimstock Folie mit 12 Mikrometern im Artikulator ist etwa so nützlich, wie die Fingernagelschere zum Rasenschneiden. Und was die Anwendung von Gesichtsbogen bei Einzelkronen und Brücken angeht – die nützen aus und schließlich nur einem: dem Kontostand des … is klar.

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