Hauptsache mit dabei

Lesen Sie dazu auch die Artikel Wissenschaft ist zum Unterpflügen da, meint die DGFDT   und CMD Drahtseilakt mit Sturz   aus der Rubrik Biss, Knirschen und ‚Funktion‘

 

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Ich gratuliere dem Mensch der betroffenen Fachgesellschaft, der dieses Bild ins Netz gestellt hat. Zu finden ist das Foto auf der Internet Präsenz der Funktionsjungs der DGZMK. Auf der diesjährigen Jahreskonferenz der DGFT hat die Vorstandsriege Freesmeyer Ahlers Jakstat ein Sammelsurium von Vortragspersonen eingeladen, die – sagen wir – nicht direkt einer Meinung zu den grundlegenden Fragen der beauftragenden Fachgesellschaft sind.

Auf dem Foto lassen sich die Personen … , … , Türp, … Schindler , … ,… , Köneke, …, … , Freesmeyer identifizieren. Zwischen den aufgezählten Protagonisten liegen fachliche Welten. Die Vorständler Ahlers & Jakstat haben Ahnung von Bissanalysen mit dem PC, die Herren Türp/Schindler können Amitriptylin schon seit mindestens 10 Jahren richtig buchstabieren, Köneke hat auf der Konferenz dem staunenden Fachpublikum seine Mutmaßungen über CMD-Tinnitus *) erklärt und Freesmeyer liegt auf der Linie von Ahlers/Jakstat.

Die anderen 20 Bildern der Veranstaltung, die uns der Fotograf zeigt, sind Bilder mit einer Tanzband, alkoholischen Getränken und alle sind gutgelaunt unter dem Motto "die Hände zum Himmel", obwohl jeder Halbinformierte weiß, wie nahe sich speziell Türp/Schindler und Jakstat bzw. Freesmeyer z.B. stehen. "Am Besten, Sie sagen jetzt nichts Verkehrtes …." 

Schön. Deswegen zitiere ich (Joachim Wagner) noch einmal gerne (!) das, was Dr. Schindler anläßlich des Berliner Schmerzkongresses 2007 vom Stapel ließ: "Therapieempfehlungen bei myofaszialen Schmerzen" vorgetragen vom Zahnmediziner Dr. H.J. Schindler, Karlsruhe. 40 Jahre lang habe es bei den Zahnmedizinern immer geheißen, dass die Okklusion eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Muskelschmerzen im Gesicht spielen würden. Aufgrund umfangreicher eigener Analyse aller dafür zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Daten (Medline, Cochrane, alle deutschsprachigen Journale) müsse man heute davon ausgehen, dass ein solcher Zusammenhang nicht existiert. Konkret empfiehlt der praktisch tätige Kollege: seine Patienten malen eine Ganzkörperzeichung mit ihren Schmerzzonen in Rot aus. Dabei zeige sich häufig eine viel größere Schmerzverteilung bis hin zum Vollbild der Fibromyalgie. Und 70% aller Schmerzleidenden sind weiblich. Gleichberechtigt zur Schienenbehandlung kommen auch in Frage: Rezeptierung von Cyclobenzaprin (in Deutschland nicht erhältlich), Katadolon und auch Paracetamol. Das Einschleifen von Zähnen und die Funktionsanalyse sind heute obsolet (= veraltet)."

Da will doch wieder die Faust auf das Auge, denke ich.

*) Dafür gab es einen Extra Bonus Preispunkt der Fachgesellschaft, vermutlich für den vom Referenten geforderten regelmäßigen Einsatz der Kauleistenvermessung, wenn der Leidende Dinge "hört", die nicht da sind.

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