Neues vom dämlichen Vorbehandler – Füllungsformdebilität

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Dass die Black’schen Extentionsregeln für das Design der Löcher in den Backenzähnen – nach dem fast ein Jahrhundert lang Zähne verschliffen wurden – nichts taugen, hat sich doch schon länger herumgesprochen. Meint man. Tatsächlich gibt es aber Zahnärzte, die den Schuß immer noch nicht gehört haben. Die schleifen weiterhin Riesenkrater in fast jungfräuliche Zähne, hauptsächlich darum, weil sie sich nicht mehr umgewöhnen wollen (oder können).

Der Zweck der Black-Regeln aus dem vorletzten Jahrhundert war ja mal die nicht ganz abwegige Idee, dass da wo Amalgam ist, keine neue Karies entstehen kann. Hinzu sollte der Vorteil von weit nach bukkal und lingual reichenden Füllungsrändern kommen. Wenn die Ränder in Reichweite der Zahnbürste liegen würden, so die Theorie, hätte die Karies weniger Chancen. Anhören tun sich diese Regeln ganz vernünftig. Der Haken ist aber, dass diese Annahmen und Ideen lange Zeit gar nicht im wirklichen Leben nachgeprüft wurden: stimmt das überhaupt? Dumm gelaufen: es stimmt nicht. Leider hat es annähernd 100 Jahre gedauert, bis größere Teile der Zahnärzteschaft es geblickt haben, dass die Black’schen Regeln schlicht und einfach Quatsch sind.

Auf dem Bild hier sind 2 „Meisterwerke“ des dämlichen Vorbehandlers zu bewundern. Beide Zähne haben eine Defektform vom Zahnarzt verpaßt bekommen, wie man sie sich kaum dämlicher ausdenken kann. Die Form bietet absolut Null Haltekraft für die Füllung. Drum ist die linke Füllung auch beweglich. Diese/r Kollege/in ist ein/e Füllungsform-Schwachmat. Und falls jemand glaubt, dass die Form von alleine – durch Karies oder so – entstanden ist: das ist mitnichten so. Eine Karies im Zahnzwischenraum geht immer (!) von dem einen Quadratmillimeter (mm2) Fläche zwischen dem Zahnfleisch und dem Kontaktpunkt des Backenzahns mit seinem Nachbarn aus. Von diesem einen mm2 breitet sich die Karies kugelförmig Richtung Zahnmitte aus. Daraus folgt, dass die reine Entfernung von Karies immer in einer Form endet, die einer Kugel im Zahn entspricht. Das spiegelt sich auch in den dafür benutzten Werkzeugen: dem „Rosenbohrer“ mit kugelförmiger Silhouette. Natürlich muss noch eine Öffnung für das Werkzeug des Zahnarztes her – das ist in der Regel ein von der Kaufläche ausgehender Kanal bis an den Kariesort. Ein so angelegtes Loch, das heute mit „minimalinvasiv“ geadelt wird, sieht völlig anders aus, als das, was der Vorbehandler hier verbrochen hat.

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