Die Welt braucht mehr Amitriptylin

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Amitriptylin (siehe auch Wikipedia Eintrag) kommt aus den 60-Jahren des letzten Jahrhunderts. Es ist ein altes, erprobtes und bewährtes Mittel. Aber es wird zuwenig eingesetzt, wenn Schmerzen behandelt werden müssen, die nicht von der Stelle her kommen, die der Patient als schmerzhaft fühlt. Wir reden von Schmerzen, die eine defekte Schmerzleitung selber erzeugt und damit den Patienten (und vielfach den Doktor) in die Irre führt. Also reden wir von neuropathischen Schmerzen.

Wissenschaftlich gibt es für das Ansprechen der Patienten auf ein Mittel den Begriff NNT = Numbers Needed to Treat, auf deutsch: Benötigte Anzahl von Patienten, bis einem davon geholfen wird. Beispiel: 10 Patienten werden mit dem Stoff X behandelt und 3 Patienten merken eine Verbesserung des Schmerzes um 50%. In diesem Fall ergibt sich ein NNT von 3,3 . Daraus folgt dass, je niedriger die NNT Zahl ist, umso besser das Medikament für den Einsatzzweck geeignet ist.

Die Tabelle oben entstammt einer Arbeit unter dem Titel „Diagnosis and Management of Neuropathic Pain“ von R. Freynhagen und M. Bennett, 2009

Und wenn wir uns diese Tabelle zu Gemüte führen, stellen wir fest, dass es genau 2 Substanzen gibt, die ein NNT von unter 3 aufweisen. Das ist oben die Reihe Tricyclics, was faktisch gleichbedeutend mit Amitriptylin ist, und dann noch Carbamazepin für den Trigeminus. Die Angaben der auffallend niedrigen NNTs bei Valproate und Opioden sind irreführend, denn diese gehören erst zur 3. Reihe der möglichen Medikamente. Speziell Opioide sind ungeeignet bei chronischen neuropathischen Schmerzen. Die Gründe hier zu schildern, sprengt den Rahmen.

Ganz wichtig ist der Vergleich der NNTs von Amitriptylin (2,1) zu Pregabalin (4,2). Das gute alte Amitriptylin ist statistisch doppelt so oft wirksam, wie das viel modernere Pregabalin. Warum aber wird Pregabalin von vielen Hausärzten und Neurologen in der Behandlung vorgezogen? Die Antwort ist einfach. Der Hersteller Pfizer hatte bis 2017 ein gültiges Patent auf das Material. Dementsprechend wurde „Lyrica“ als Allheilmittel beworben und dazu das Vorgängermedikament Gabapentin mit lange abgelaufenen Patent heruntergerredet. Dabei ist der Unterschied zwischen Pregabalin und Gabapentin eher marginal. Deswegen verschreibt jeder, der eine Neuropathie (z.B. Diabetes verursachte) diagnostiziert, immer zuerst Lyrica. Und wenn alle Kollegen das so machen, muss das auch richtig sein – denken die Niedergelassenen. Sie verweigern leider damit den Zusatznutzen von Amitriptylin, das ganz klar häufiger wirkt.

Es gibt übrigens dazu eine Parallele in der Psychiatrie: Das Medikament Lithium ist als einzige Substanz nachweislich wirksam gegen Selbstmordabsichten bei schwerer Depression. Die „modernen“ Mittel können das allle nicht. Trotzdem wird es heutzutage kaum noch verordnet. Auch hier ist das Marketing der Pharma der Hauptgrund für die Verweigerung. Fairerweise muß man dazusagen, dass Lithium eine geringe therapeutische Breite hat und damit dem verschreibenden Arzt mehr Arbeit macht.

Beispiel aus der Verwandschaft

Frau XY leidet seit einigen Jahren unter chronischen Schmerzen der unteren Wirbelsäule in der Stärke von 5 bis 7 auf der Skala bis 10. Der Erst-Orthopäde verabreicht eine Serie von geführten Bewegungen auf einem Automat, selbstredend für Bares. Keine erkennbare Verbesserung. Darauf folgt die Lokalanästhesie unter Röntgenkontrolle an einer Spinalwurzel im Lendenbereich mit ganz langer Nadel. Der Schmerz verändert sich nicht. Der nächste Orthopäde versucht ebenfalls sein Glück mit der bewußten Nadel. Ebenfalls Nada. Eine dritte Orthopädin, die ausschließlich privat praktiziert, fertigt neue Rö-Bilder an und diagnostiziert darauf Verwachsungen der Wirbel, die aber nicht operabel wären. Das Beste wäre regelmäßige Rückengymnastik.

Nun denn. Die Patientin hält sich zur Abwechslung an die Anweisung und bucht Kurse beim Bayer TSV 04, Abteilung Rückengymnastik. Dort wird einmal pro Woche schweißtreibend der Rücken in seiner Gänze vor und zurück und auch seitlich durchgebogen. Ich bin selber in diesem Kurs und habe damit meinen regelmäßigen Hexenschuss wegtrainiert. Nur bei Frau XY tut sich nichts. Der Schmerz bleibt in voller Stärke. Nun fragt sie mich, weil ich schon mehrfach habe durchblicken lassen, dass ich ihren Schmerz für neuropathisch halte. Frau XY kennt die einschlägigen Mittel, weil sie u.a. eine N. Vagus Neuropathie hat, die der Behandler vor 15 Jahren mit Carbamazepin 800mg unter Kontrolle bringen konnte. Bei der Durchsicht ihrer regelmäßigen Medikamente fällt mir auf, dass auch 100mg Trimipramin (Stangyl) dabei ist. Wozu sie das denn brauche, frage ich. Zum Einschlafen. Dann ist ja alles einfach. Ab sofort ersetzen wir 100mg Trimipramin durch 100mg Amitriptylin. Amitriptylin macht auch müde, hat aber einen klaren Vorteil bei neuropathischen Schmerzen.

Die Patientin kann es kaum glauben, aber es ist wahr: Eine Woche nach Beginn der Amitriptylin Behandlung kann Frau XY wieder auf der Laufbahn (600m) mithalten. Das war vorher unmöglich. Sie blieb früher spätestens nach 100m wegen starker Schmerzen stehen.

Noch beweist ein Einzelfall wie dieser nicht die Existenz von neuropathischen Schmerzen im unteren Rücken. Aber er legt die Vermutung nahe. 3 Orthopäden haben mit Spritzen und mechanischen Übungen keinerlei Verbesserung erreicht. 100 mg Amitriptylin proTag dagegen schon. In der Literatur ist die Therapieresistenz der „Low Back Pain“ lange bekannt. Da helfen weder Operationen, Versteifungen noch Opioide wirklich weiter. Ich glaube, dass künftige Generationen von Orthopäden endlich auch Unterricht in Neuropathie erhalten werden. Bisher ist das – wie bei Zahnärzten – überhaupt nicht der Fall.

37 Replies to “Die Welt braucht mehr Amitriptylin”

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Wagner, ich habe Ihre Berichte gelesen und bin voller Hoffnung das Sie mir vielleicht helfen können. Ich habe seit einigen Wochen Schmerzen im Kiefer und Zahn Bereich auf der rechten Seite. Voraus gegangen ist eine misslungene Wurzelbehandlung von einer Dauer von drei Monaten . Danach wurde der Zahn wohl noch entzündet rausgefrässt und dann in einzelnen Teilen raus gezogen wobei zwei Helferinnen mir den Kopf halten mussten. Dann ging der Schmerzhafte Alptraum weiter. Vier mal wurde die Alveole aufgefrischt nachher sogar ohne Betäubung. Es stellten sich immer stärkere Schmerzen ein bis zum umfallen. Dann Aufnahme in Uniklinik ist Infusionen mit Antibiotika und Schmerzmittel mit Schmerzen entlassen ohne richtigen Befund bzw neuralgischer Gesichtsschmerz. Behandlung mit Lyrica 2×75 mg / Ibuprofen 600 3-4x / Novalgin 4x / und Tilidin 100mg/8mg für die Nacht. Gestern wieder Schmerzen steigend bis auf 10. Mein Mann wollte mich schon wieder nachts in Uniklinik bringen. Habe dann von Bekanntem Diazepam 5mg bekommen dadurch konnte ich heute aushalten. Wie es weitergeht keine Ahnung brauche dringend Hilfe. Könnten Sie mir bitte einen Rat geben. Vielen Dank mit freundlichen Grüßen Marion

    1. Hallo Marion,

      die Unsitte, Alveolen „aufzufrischen“ ohne irgendeine Diagnose, was da eigentlich passiert, kenne ich leider zur Genüge. Fairerweise muß man den Kollegen bescheinigen, dass sie das so gelernt haben. Dazu hatten sie nie Gelegenheit, das Phänomen „neuropathische Schmerzen“ überhaupt kennen zu lernen, von denen es etliche gibt. Dafür habe ich viele Schulungen u.a. auch in den USA besucht.
      Zurück zu Ihrem Problem: Sie leiden wahrscheinlich nicht unter „alveolitis sicca“ (= trockenes Knochenfach mit bakterieller Besiedlung) und auch nicht unter starker bakteriell bedingter Entzündung der Extraktionswunde, sondern unter dem sogenannten „wind up“ Problem einer sich selbst verstärkenden Überempfindlichkeit des Nervus Trigeminus. Wenn man dann zum „Auffrischen“ greift, schüttet man Öl ins Feuer. Was Sie jetzt brauchen ist Cortison in die Wunde, um die Entzündungsprozesse zu verlangsamen. Das Zahnarzt Produkt dafür heißt Dontisolon in der Spritze. Typischerweise reichen 4 Anwendungen einmal am Tag.
      Übrigens haben Sie mit Diazepam vermutlich genau richtig gehandelt. Eines meiner Akutmedikamente heißt Bromazepam. Das ist chemisch eng verwandt. Also: Sie holen sich Dontisolon in die Wunde beim Kollegen ab, und wenn nach 4 Tagen keine Ruhe ist, dann fragen Sie Ihren Hausarzt nach Bromazepam.
      Mit freundlichen Grüßen
      J. Wagner

  2. Sehr geehrter Herr Dr Wagner, die Wunde sieht laut mehreren Zahnärzten aus der Uni Klinik unauffällig aus. Meine Frage an Sie ist entschuldigen Sie bitte meine Angst, die Wunde wieder zu öffnen. Oder bleibt die Alveole so und das Medikament kommt nur da rein? Ich habe solche Panik das alles wieder schlimmer wird. Ich war am Freitag zur Kontrolle da wurde der letzte Zahn Weisheitszahn angeklopft und in die Alveole geschaut und nach drei Stunden gingen die Schmerzen bis auf 10. Ich hatte einen Klopfschmerz an dem Zahn er ist mit Amalgam gefüllt. Ich habe gefühlt immer noch einen Schmerz in der Alveole aber ich nehme so viele Schmerzmittel das ich nicht mehr eindeutig weiß was ich habe und wer ich bin. Mein Hausarzt hat mir mehr oder weniger gesagt das aufgrund der nichtssagenden Befunde der Uni Klinik ich mir selbst helfen muss. Und wenn nach den vier Tagen keine Besserung was dann? Vielen Dank das Sie sich meinem Problem annehmen. Danke dafür, mit besten Grüßen Marion

    1. Hallo Marion,
      aus Ihren Sätzen entnehme ich, dass die Wunde bereits zugeheilt ist. Dann funktioniert die Dontisolon Behandlung natürlich nicht und es kommt überhaupt nicht in Frage, die Wunde noch einmal zu öffnen, denn das geht nach hinten los. Übrigens ist ein Klopfschmerz, der nicht sofort erscheint, sondern mit Verzögerung (womit später als eine Sekunde nach dem Klopfen gemeint ist) ein klares Zeichen für ein neuropathisches Geschehen. Sie benötigen dringend die richtigen Medikamente gegen diese Sorte Schmerz. Nr. 1 ist immer Amitriptylin 10mg und dazu Gabapentin (oder Pregabalin, ist praktisch dasselbe) 600mg pro Tag. Gehen Sie mit dieser Antwort zu Ihrem Hausarzt und bitten um ein Rezept.
      VG J. Wagner

      1. Sehr geehrter Herr Dr. Wagner, vielen Dank für Ihre Nachricht. Amitriptylin wurde mir einmal im Krankenhaus gegeben darauf habe ich in der Nacht so stark darauf reagiert, der Arzt meinte das es ganz selten so sei aber unter hunderten von Patienten wohl schon mal vorkommen kann. Ich hatte Herzrasen, einen Blutdruck über 180, und Halluzinationen. Somit verblieb es beim Lyrica. Vielen Dank für Ihre Bemühungen. Mit herzlichem Dank Marion

        1. Typischer Krankenhausfehler. Die nehmen ihre Standarddosis von 25mg oder 50mg. Ich verordne 10mg Tabletten, die bei Bedarf auch noch halbiert werden können. Und es gibt nicht wenige Patientinnen, denen 5mg völlig ausreicht.
          VG J. Wagner

  3. Hallo Dr.wagner.. ich bin auch durch die Hölle gegangen .. fast ein Jahr.. dann ist es besser geworden.. ganz weg war es jedoch nie mehr.. nur die scgnerzen in meinem linken Ohr kaum noch vorhanden.. was ein Wunder für mich war.. habe Cymbalta genommen.. auch Amitriptylin, gabapentin und lyrica.. alles mal ausprobiert..jetzt kommt der Schmerz wieder zurück.. ein unerträgliches stechen im linken zungenrand und ein stechen/brennen am letzten Backenzahn.. haben 5 mg Amitriptylin Nebenwirkungen? Ich vertrage die ganzen Medikamente nicht.. habe damals 25 mg ami genommen.. wieso kommt das jetzt wieder zurück? Ich dachte es würde doch zurückbilden.. was denken sie über eine Gloa? Soll ich das versuchen? :/

    1. Die Dosierung von Amitriptylin ist sehr kitzlig. Bereits 5mg können starke Wirkung haben, müssen es aber nicht. Die Bandbreite der wirksamen therapeutischen Dosis geht von 5mg bis 100mg am Tag. Menschen sind so unterschiedlich. Deshalb verschreibe ich am Anfang immer 10mg, weil das oft ausreicht. Zur GLOA: Ich bin skeptisch, 1. weil die heute vermutete entscheidende Stelle nicht das Ganglion trigeminale ist, sondern ein bestimmter Punkt in der Medulla oblongata. Da spritzt aber keiner. 2. Weis man, dass Opioide eher schlecht gegen neuropathische Schmerzen wirken.
      VG J. Wagner

  4. Lieber Herr Dr. Wagner, bei mir hört irgendwie nichts mehr auf. Sollte eine Zahnschiene bekommen schon nach der Anpassung wieder Schmerzen im Weisheitszahn. Habe trotzdem versucht sie zu tragen musste sie aber nachts rausgeschmissen. Dann heute zusätzlich einen Termin bei Neurologen wegen der weiteren Schmerzbehandlung. Jetzt nicht nur Pregabalin 75 zwei mal am Tag zusätzlich für nachts 25mg. Dann noch ein neues Medikament Doxepin 50mg. Irgendwie hört mir keiner zu. Vielleicht haben Sie einen Tipp für mich. Ich habe nicht mehr so Schmerz das ich fast umfallen nein Nervenkostüm ist natürlich noch angegriffen. Wenn ich mich jetzt mit noch mehr Antidepressiva vollstopfe ohne das mir das gesagt wird war nach 10 Minuten aus dem Behandlungszimmer raus. Haben Sie einen Rat. Vielen Dank für Ihre Mühe mit freundlichen Grüßen Marion

  5. Lieber Herr Wagner, Sie empfehlen 10mg Amitriptylin zum Einstieg bei neuropatischen Schmerzen. Wie ist das Amitriptylin Ihrerseits einzuschätzen bei psychosomatischen Schmerzen? Kann auch das hier helfen?
    Und wie ist das Nebenwirkungspotential einzuschätzen, besonders in Bezug auf Herzsicherheit, QT-Verlängerungen etc.? Es ist ja bekannt dass Amitriptylin eine QT-Zeitverlängerung vornehmen kann, ist das in niedrigen Dosierungen ein niedriges Risiko?

    1. Das ist eine kitzlige Frage. Amitriptylin ist bekanntlich eine „schmutzige“ Droge. Schmutzig, weil es an vielen Stellschrauben auf der Nervoberfläche gleichzeitig einwirkt. Im Gegensatz beispielsweise zu Pregabalin. Das erkennen Sie auch daran, dass Amitriptylin früher sehr erfolgreich gegen Depressionen eingesetzt wurde. Aber in völlig anderer Dosierung: 100mg pro Tag und mehr.
      zur Sicherheit: Solange Sie 10mg am Tag nehmen, werden Sie – außer am Anfang – praktisch nichts von Nebenwirkungen spüren. 10mg sind für die antineuropathische Wirkung aber ausreichend.

      Ich denke, dass ein Neurologe Ihnen bei psychosomatischen Schmerzen kompetenter helfen kann.
      VG J. Wagner

  6. Sehr geehrter Herr Wagner,
    seit 2015 habe ich (64 Jahre) eine Post-Zoster-Neuralgie, die ich mit Pregabalin recht gut im Griff habe/hatte… Bis vor einer guten Woche nahm ich Pregabalin 100 mg 1-0-1. Reduzierungsversuche scheiterten bislang. Nun habe ich seit einer guten Woche nach kaltem Wind wieder Schmerzen und nehme eine höhere Dosis Pregabalin ein, 100 – 75 – 75 mg. Wäre zusätzlich Amitripylin zu empfehlen, oder sollte ich im Bedarfsfall die Dosis nochmal steigern?
    Vielen Dank und viele Grüße,
    Nele
    P.S.: Ihre Seite hier ist übrigens richtig gut!

  7. Vielen Dank.
    Ich habe noch Fragen.
    1. Bei mir ist der zweite Trigeminus-Ast betroffen. Ich habe hinten überkronte Zähne im Ober- und Unterkiefer, die so langsam in die Jahre kommen. Ich habe große Angst davor, dass da irgendwann einmal etwas daran gemacht werden muss. Könnte man das dann in einer Kurznarkose machen? Soll ich davor die Pregabalin-Dosis steigern (hatte mir der Neurologe für den Fall geraten)?
    2. Kann das Schmerzgedächtnis vergessen?
    Es dauerte bei mir von Beginn der Schmerzen und 4 Arztbesuchen bis zur Diagnose des Herpes Zoster (nur wenig und kaum sichtbare Bläschen, aber eindeutiger Laborbefund) und Behandlung mit Aciclovir und Pregabalin 6 lange Tage.
    Vielen Dank für die Beantwortung, Ihr Verständnis und Ihren Einsatz für uns Schmerzgeplagte!

    1. Zu Ihren Fragen
      1. Die Kurzdiagnose geht ziemlich einfach: Bißflügel Rö-Bilder von den Backenzähnen alle 2 Jahre. Das ist die einzige Sorte Bilder, die Karies früh erkennen läßt. Panorama Aufnahmen sind nicht geeignet. Vor Eingriffen ohne vernünftige Diagnose ist zu warnen.
      2. Ja, kann es. Die Erfahrung mit Herpes Zoster zeigt aber, dass das schon was länger dauert – rechnen Sie mit einem Jahr.
      VG J. Wagner

  8. Sehr geehrter Herr Wagner,

    ich leide schon seit Jahren an der Neurapathie an einem Backenzahn im Oberkiefer durch falsche Behandlung und habe auch einen Zahn verloren. Ich hatte die schmerzen mit Gabapentin und Lyrica gut im Griff. Seit 2 Wochen schmerzte der Weisheitszahn im gleichen Oberkiefer wie bei dem anderen Zahn und ist empfindlich geworden und hat freie Zahnhälse. Mein Arzt wollte nur einne Schutz auftragen aber ich wollte mehr und der Arzt hat dann eine Kunststoffschicht aufgetragen mit UV-Licht. Seit 10 Tagen habe ich extreme Schmerzen. Habe Gabapentin schon auf 2 * 900 und Lyrica 2 *150 erhöht aber der Schmerz ist noch da. Sogar wenn ich den Zahn mit Elmex Sensitive massiere bekomme ich kurze Zeit später starke schmerzen.

    Was kann ich jetzt noch machen?
    a) Zahn entfernen
    b) Überkronen
    c) Ist es möglich Zement oder irgendwas anderes auf Zahn als Zusatzschicht aufzutragen
    d) Einfach warten hat aber bei dem Backenzahm Monate gedauert bis es wieder okay war.

    Carbamezipn kann ich nicht einnehmen bekomme davon eine Allergische Reaktion und Amitripylin wirkt bei mir auch nicht

    1. Die Kunststoffschicht war in diesem Fall der Fehler. Machen Sie sich immer bewußt: Auch wenn es anscheinend genau dieser eine Zahn zu sein scheint, der ist nicht schuld. Und jede Manipulation daran wird die Lage verschlimmern. Also: Auf keinen Fall a) Ziehen, b) Überkronen, c) sonstige Beschichtungen versuchen. Für Sie kommt nur d) in Frage. Als Akutmedikament Bromazepam 6mg wechselnd mit Zolmitriptan.

      VG J. Wagner

  9. Vielen Dank für die Antwort. Ich war heute in der Schmerztherapie leider bei einer Vertretungsärztin ich wollte die Medikamente die sie vorgeschlagen haben, aber sie meinte ich sollte zu einem Psychiater. Kann ich es mit dem LidocainGel versuchen um dem Nerv wieder zu beruhigen? BG

    1. Lidocain ist besser als gar nichts. Wenn Sie Amitriptylin Tabletten da haben, verteilen Sie eine in der Schmerzgegend im Mund. Aber nicht runterschlucken, Spucke ausspucken.

      VG J. Wagner

  10. Sehr geehrter Herr Wagner,

    Ich hatte im Juni 2018 eine Wurzelrevision da sich an dem Zahn eine Wurzelspitzenentzündung gebildet hat. Nach der endgültigen Füllung hatte ich 2 Wochen schmerzen in dem Zahn und es nur mit Ibuprofen ausgehalten. Nachdem ich 1-2 Wochen schmerzfrei war fing meine Zungenspitze an zu brennen. Das Brennen breitete sich innerhalb von Wochen im Mund aus (Zahnfleisch, Wangen innen und Lippen). Mittlerweile ist fast mein gesamtes Gesicht betroffen aber am schlimmsten ist es immer noch im Mund. Es brennt als hätte ich Chilischoten gegessen und ich könnte die Wände hoch gehen. Nachts ist es so gut wie weg. Pregabalin vertrage ich nicht. Bekam davon einen heftigen Schwindelanfall der im Krankenhaus endete. Amitriptylin 25 mg hab ich jetzt knapp 3 Wochen genommen und keine Besserung bemerkt, also abgesetzt. Die Entzündung im Zahn ist auch noch da. Allerdings hab ich mir die Füllung entfernen lassen da ich als erstes an eine Allergie dachte. Naja nun ist der Zahn schon eine Weile offen und keine Besserung in Sicht. Ist das eine Neuropathie? Wäre es besser den Zahn füllen zu lassen? Sollte ich nochmal einen Versuch mit Amitriptylin wagen?
    Ich bin wirklich sehr verzweifelt und Schmerz geplagt. Bitte um Hilfe.
    Vielen Dank.

    1. Ihr Brennen deutet auf eine Fehlfunktion des Trigeminus hin. Brennen läßt sich niemals durch einen Zahn auslösen. Das dagegen wirksamste Medikament ist nun mal leider Gabapentin = fast dasselbe wie Pregabalin. Trotz Ihres Schwindelanfalls würde ich an Ihrer Stelle einen neuen Anlauf mit Gabapentin versuchen. Der Trick ist dabei, sich GAAANZ langsam einzuschleichen. Konkret: Mit 1/4 Tablette der kleinsten Einheit pro Tag starten und wöchentlich um 1/4 steigern.
      VG J. Wagner

  11. Vielen Dank. Sollte ich den Zahn schließen lassen? Dann mache ich nämlich beim Zahnarzt einen Termin. Diese Neuropathie kann wirklich durch eine Wurzelrevision ausgelöst werden?
    Mit freundlichen Grüßen

    1. Ja. Das wird vorübergehend den Schmerzpegel steigern. Das muss man dann aussitzen. Die Alternative kann nicht sein: Nur Medikament drin.

      VG J. Wagner

  12. Hallo nochmal,

    Ich hab gerade geschaut und bin mit der angegebenen Dosierung überfordert. Die Tabletten die ich finde sind nicht teilbar sondern alles Hartkapseln. Kleinste Dosierung wären da 100mg aber selbst das ist mir Zuviel. Könnten Sie mir bitte eine genauere Dosierung sagen und evtl Tabletten die sich teilen lassen? Mein Hausarzt würde mir das verschreiben, aber ich müsste schon genau sagen können welche. Dankeschön.
    Ach so frage ob Zahn gefüllt werden soll besteht natürlich immer noch. Entzündung ist nach wie vor da.
    Mit freundlichen Grüßen

    1. Tatsächlich wird Gabapentin bei kleinen Dosierungen in Kapseln verpackt. Meistens kann man die Kapselhälften mit den Fingern auseinanderziehen, und dann kommen Krümel zum Vorschein, was die Viertelung vereinfacht.
      VG J. Wagner

  13. Guten Abend .
    Bruxismus mit Schmerzen.
    Nehme10 mg Amitrptilin seit Jahren helfen mir , die Schmerzen sind weniger giftig
    Mein Arzt hat mit Vorschläge Duoloxetin 30 mg zu probieren.
    Würde gerne wiesen was die dazu meinen .
    Herzliche Gruss.
    M Heule

    1. Hallo Maria,
      mich wundert die Formulierung „Bruxismus mit Schmerzen“. Meine Knirscher merken normalerweise nichts. Insbesondere keine Schmerzen. Ich vermute, Ihre Schmerzen sind eher muskulär bedingt durch TMD. Dass da Amitriptylin hilft, wissen wir. Duloxetin ist zunächst ein Antidepressivum, dass aber auch bei neuropathischen Schmerzen zum Einsatz kommt. Die Frage wäre also, ob TMD muskulär eine neuropathische Komponente hat. Ich schätze, das kann noch niemand fundiert beantworten. Ich rate also salomonisch: Ausprobieren.
      VG J. Wagner

      1. Danke…bin gerade am Duloxetin Probieren….und ein Zahnarzt gesucht bie Cmd spezialisiert ist…..ich habe sicher! Nicht die richtige Spange
        Herzliche Gruss.
        Maria

      2. Hallo
        Duloxetin versucht abgebrochen!
        Wirkung nicht so schlecht, viel NB….schreckliche NB.
        Zurück zum Ami…..
        Maria

  14. Guten Tag Herr Dr.Wagner,
    Ich habe auch eine solche Odysee hinter mir. Vor 6 Jahren wurde bei mir ein CmD diagnostiziert. Nach unzähligen Wurzelbehandlingen, Zahnextraktionen und dann folgenden Implantaten und Schienenbehandlung wurden dann alle Kronen erneuert und der Biss eingestellt. Nachdem das alles gemacht wurde (2015 fertig) war dann auch mal zwei Jahre ruhe. Dann hat es 2017 mit einem der oberen Backenzähne angefangen. Krone runter da Karies neue Krone immer noch schmerzen ewig Zahnhals gepinselt bis dann letztendlich eine Wurzelbehandlung gemacht wurde. Leider ist dabei ein instrument abgebrochen und im Zahnkanal tecken geblieben. Ob es daran lag oder nicht nach nochmal 2 Monaten Schmwerzen an dem Zahn hab ich ihn ziehen lassen. Dann hat es mit den hinteren Backenzähnen angefangen. Der eine war wirklich entzündet (auch auf dem Röntgenbild zu sehen). Nachdem der Wurzelbehandelt war fing der nächste an. Wurde total kälte und dann auch wärmeempfindlich. Auch der Backenzahn auf der anderen Seite selbes spiel. Die gut verheilte Wunde an dem gezogenen Zahn links oben hat dazu noch immer wehgetan und so ein ziehender kaum zu lokalisierender Schmerz im Nasennebenhölenbereich. Nachdem ich nun fünf zahne Wurzelbehandelt wurden und zwei davon gezogen wurden. Und ich immer noch Schmerzen hatte wusste der zahnarzt nicht mehr weiter und hat mich in die Schmerztherapie geschickt. Dort bekam ich die Diagnose atypischer Gesichtsschmerz. Dann 10 mg Amytriptilin und langsam gesteigert auf 50mg/ Tag. Hat gut angeschlagen auch kaum nebenwirkungen und es ging mir besser aber nicht gut. Da ich ja nun ein Lückengebiss hatte wurde parallel dazu eine Schienentherapie begonnen. Da ja nicht klar war woher der Schmerz kommt mein zahnarzt hat auf einen zu tiefen Biss getippt. Nach wieder einem halben Schiene tragen( Tag und Nacht) wurde jetzt alle Kronen von den Backenzähnen abgeschliffen und auf den neuen Biss eingestellt also 16 neue Kronen und dazu Veniers auf die beiden unteren Eckzähne. Amitriptilin habe ich vorher ausschleichen lassen und ging gut auch ohne. Nun war ich total Glücklich dass alle vorbei ist. Ich habe im Backenzahnbereich ja jetzt nur noch 3 Zähne die noch einen Nerv haben (Rest sind implantate oder Wurzelbehandelte). Der 37 ist bei dieser aktion auch beschliffen worden und hat schon wärend des Provisoriums immer gezogen wenn was kaltes dran kam. Mein Arzt sagte Provi ist bisschen kurz muss aber so sein wegen Zahnfleischrand. Die kälteempfindlichkeit geht weg wenn die richtiger Krone draufkommt. Zwei wochen später war die Krone drauf der Zahn schmerzt aber immer noch. Ich hab dann mit meinem Schmerztherapeuten telefoniert und wieder Amytripthilin genommen. Da auch das ziehen im Nasennebenhölenbereich wieder kam (obwohl der Schmerzhafte zahn ja im UK liegt.) Hab dann Amytriptilin innerhalb von 1 Woche auf 50 mg hochgesteigert. Ziehen ist wieder weg. kann auch wieder schlafen aber der 37 schmerzt immer wenn ich was klaltes trinke oder auch wenn nur kaltes essen drankommt. Manchmal tut er auch einfach so weh. Der zahnarzt meint das gibt sich und die Kanälchen setzten sich zu mit kalk oder so. Die fertige Krone ist jetzt halt schon vier Wochen drauf und es ist am anfang besser geworden (könnte auch am Amytriptilin liegen) aber seit 3 Wochen ist kein Fortschritt zu erkennen. Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll. Wenn ich ihre posts so lese dann nichts machen. Aber der zahn schmerzt halt. Mein zahnarzt meinte eventuell könnte man das mit einem Laser veröden lassen. Was halten sie davon? Soll ich weiter warten und auf eiune Besserung hoffen. Kann sich das wirklich von alleine geben, wenn das jetzt schon 4 Wochen her ist? Habe ich überhaupt eine Neuropathie?

    1. Sie schrieben:

      Ich habe auch eine solche Odysee hinter mir. Vor 6 Jahren wurde bei mir ein CmD diagnostiziert. Nach unzähligen Wurzelbehandlingen,
      — Häh CMD als Diagnose und unzählige Wurzelbehandlungen. Da passt was nicht.
      Zahnextraktionen und dann folgenden Implantaten und Schienenbehandlung wurden dann alle Kronen erneuert und der Biss eingestellt. Nachdem das alles gemacht wurde (2015 fertig) war dann auch mal zwei Jahre ruhe. Dann hat es 2017 mit einem der oberen Backenzähne angefangen. Krone runter da Karies
      — Großes Fragezeichen. Karies im Erwachsenengebiss gibt es fast nur bei Zuckergetränkmissbrauch.

      neue Krone immer noch schmerzen ewig Zahnhals gepinselt bis dann letztendlich eine Wurzelbehandlung gemacht wurde. Leider ist dabei ein instrument abgebrochen und im Zahnkanal tecken geblieben. Ob es daran lag oder nicht nach nochmal 2 Monaten Schmwerzen an dem Zahn hab ich ihn ziehen lassen. Dann hat es mit den hinteren Backenzähnen angefangen. Der eine war wirklich entzündet (auch auf dem Röntgenbild zu sehen). Nachdem der Wurzelbehandelt war fing der nächste an. Wurde total kälte und dann auch wärmeempfindlich. Auch der Backenzahn auf der anderen Seite selbes spiel.
      — jetzt klingeln spätestens die Alarmglocken. Ein Seitenwechsel des Schmerzes ist hochgradig verdächtig auf „nichtzahnbedingte Schmerzen“.

      Die gut verheilte Wunde an dem gezogenen Zahn links oben hat dazu noch immer wehgetan und so ein ziehender kaum zu lokalisierender Schmerz im Nasennebenhölenbereich. Nachdem ich nun fünf zahne Wurzelbehandelt wurden und zwei davon gezogen wurden. Und ich immer noch Schmerzen hatte wusste der zahnarzt nicht mehr weiter und hat mich in die Schmerztherapie geschickt.
      — Jo, war fällig.
      Dort bekam ich die Diagnose atypischer Gesichtsschmerz. Dann 10 mg Amytriptilin und langsam gesteigert auf 50mg/ Tag. Hat gut angeschlagen auch kaum nebenwirkungen und es ging mir besser aber nicht gut.
      — kann man von Amitriptylin alleine auch nicht erwarten

      Da ich ja nun ein Lückengebiss hatte wurde parallel dazu eine Schienentherapie begonnen. Da ja nicht klar war woher der Schmerz kommt mein zahnarzt hat auf einen zu tiefen Biss getippt. Nach wieder einem halben Schiene tragen( Tag und Nacht) wurde jetzt alle Kronen von den Backenzähnen abgeschliffen und auf den neuen Biss eingestellt also 16 neue Kronen und dazu Veniers auf die beiden unteren Eckzähne. Amitriptilin habe ich vorher ausschleichen lassen und ging gut auch ohne. Nun war ich total Glücklich dass alle vorbei ist. Ich habe im Backenzahnbereich ja jetzt nur noch 3 Zähne die noch einen Nerv haben (Rest sind implantate oder Wurzelbehandelte). Der 37 ist bei dieser aktion auch beschliffen worden und hat schon wärend des Provisoriums immer gezogen wenn was kaltes dran kam. Mein Arzt sagte Provi ist bisschen kurz muss aber so sein wegen Zahnfleischrand. Die kälteempfindlichkeit geht weg wenn die richtiger Krone draufkommt. Zwei wochen später war die Krone drauf der Zahn schmerzt aber immer noch. Ich hab dann mit meinem Schmerztherapeuten telefoniert und wieder Amytripthilin genommen. Da auch das ziehen im Nasennebenhölenbereich wieder kam (obwohl der Schmerzhafte zahn ja im UK liegt.) Hab dann Amytriptilin innerhalb von 1 Woche auf 50 mg hochgesteigert. Ziehen ist wieder weg. kann auch wieder schlafen aber der 37 schmerzt immer wenn ich was klaltes trinke oder auch wenn nur kaltes essen drankommt. Manchmal tut er auch einfach so weh. Der zahnarzt meint das gibt sich und die Kanälchen setzten sich zu mit kalk oder so. Die fertige Krone ist jetzt halt schon vier Wochen drauf und es ist am anfang besser geworden (könnte auch am Amytriptilin liegen) aber seit 3 Wochen ist kein Fortschritt zu erkennen. Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll. Wenn ich ihre posts so lese dann nichts machen. Aber der zahn schmerzt halt. Mein zahnarzt meinte eventuell könnte man das mit einem Laser veröden lassen. Was halten sie davon? Soll ich weiter warten und auf eiune Besserung hoffen. Kann sich das wirklich von alleine geben, wenn das jetzt schon 4 Wochen her ist? Habe ich überhaupt eine Neuropathie?
      — Die Neuropathie ist sicher wie das Amen in der Kirche. Andernfalls hätten Sie keinerlei Wirkung durch Amitriptylin. Das Ziehen in der Kieferhöhle beweist ebenfalls, dass die Schmerzweiterleitung einen Defekt hat. Zur aktuellen Behandlung: Denkbar ist eine leichte Pulpitis des Backenzahns plus Neuropathie. Das muss aber erst mal über einen längeren Zeitraum (8 Wochen) ausgetestet werden. Ich rate von Zahnarztbehandlungen zur Zeit ab.

      VG J. Wagner

  15. Hallo nochmal,

    Ich war beim Zahnarzt. Entzündung ist nach wie vor vorhanden. Er hat mir geraten zum Spezialisten zu gehen für eine erneute Revision. Da der Zahn mittlerweile auch schief steht und die Entzündung eh noch drin ist, überlege ich ob es Sinn macht ihn ziehen zu lassen? Ich habe nur Angst das die Neuropathie dadurch schlimmer wird. Was raten Sie mir? Es handelt sich übrigens um den Frontzahn oben rechts von meiner Seite aus.
    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    1. Hier ist die Ferndiagnose überfordert. Ich habe keine Ahnung, warum der Zahn schief steht. Typischerweise wird das durch eine tiefe Tasche verursacht. Nichts genaues wissen wir nicht.

  16. Ich habe mit meinem Schmerztherapeuten gesprochen und der meinte ich solle erst mal bei Amitriptylin bleiben und nicht noch ein Mittel dazu nehmen um Nebenwirkungen zu reduzieren. Wie ist ihre Meinung dazu. Ich dachte ja daran Amitriptylin niedriger zu dosieren (aktuell 50 mg retard) und dazu ein anderes Medikament zu kombinieren. Welches Medikament und in welcher Dosierung können sie empfehlen? Ich würde daß meinem Schmerztherapeuten gerne vorschlagen, da sie ja doch sehr viel Erfahrung in der Thematik haben.

  17. Sehr geehrter Herr Wagner,

    ich habe mir Teethmate Desentizer besorgt wegen der Empfindlichkeit. Ich hatte es bei Ihnen irgendwo gelesen es wäre empfehlenswert. Nun meine Frage, wie oft sollte ich den Zahn damit einschmieren,täglich? Kann ich irgendwelche Nebenwirkungen bekommen oder kann irgendwas mit dem Zahn passieren?
    Danke

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