Milupa Milch ist ungesund für Milchzähne

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 sany0070.jpg Ich finde das nicht gut. Letzte Woche kommt eine attraktive, gebildete, gut deutsch sprechende Mutter (39) mit Migrationshintergrund  mit ihrer 4-jährigen Tochter zum ersten Mal in die Sprechstunde und präsentiert mir das Gebiss der Tocher wie auf dem Bild Nummer 2 zu sehen ist.
 sany0110.jpg  Kein einziger oberer Frontzahn befindet sich im kariesfreien Zustand, die beiden mittleren Schneidezähne hat es so heftig erwischt, dass deren Zahnnerven abgestorben sind und deshalb dann und wann kleine Schwellungen in deren Wurzelbereich erscheinen. Von den zwölf Milch -Backenzähnen ist die Hälfte ebenfalls kariös erkrankt.
 sany0068.jpg Ich habe beim Anblick des Oberkiefers direkt erklärt, dass das Kind viel von einem Süßgetränk = Wasser/Zucker Gemisch mit knapp 10% Zuckergehalt konsumieren muss. Nein, meint die Mutter, außer der Milupa Milch würde ihr Kind nichts Süßes trinken. Zum Folgetermin diese Woche lasse ich mir darum die Verpackung der ominösen „Kinder-Milch“ mitbringen. Und was lesen wir an dritter Stelle nach „Magermilch und Wasser“ als Hauptzutaten zu dem Gebräu? „Glucosesirup“. Das ist nichts anderes als Zucker und zwar in nahezu chemischer Reinform.
 sany0069.jpg  Wieviel Zucker in die „Milch“ geschüttet wird, steht in der Abteilung „Kohlenhydrate“, nämlich 7,5%. Das ist fast schon normale Coca Cola Süßungsstärke, wobei die Colafirma 10% verwendet. Für die Anwälte von Milupa: natürlich haben Sie recht; Zucker und Kohlenhydrate sind nicht ganz genau das gleiche, aber ich biete Ihnen die Wette an, dass von den 7,5% Kohlenhydraten ganz lockere 7% auf das Konto Zucker gehen, und davon der größte Anteil auf den  Glucosesirup, weil der im Einkauf günstig ist. Was daran hochwertig ist, erschließt sich mir nicht und wieso eine Gemisch vorwiegend aus Wasser, Zucker und Pflanzenfett anschließend Milch genannt werden darf, ist mir auch nicht klar.
 sany0111.jpg  Die Mutter ist jedenfalls jetzt im Bilde und verwendet Milupa „Kinder-Milch“ nicht mehr in dem Mund ihrer Tochter, um den weiteren Verfall der Zähne zu verhindern. An dieser Stelle wiederhole ich meine Forderung: der Gesetzgeber muss sich endlich durchringen und alle zuckerhaltigen Getränke mit Warnhinweisen versehen lassen. Etwa so „Der Dauerkonsum dieses Getränks kann zu schweren Kariesschäden des Gebisses führen“. Ganz besonders wichtig wäre das nach meiner Meinung bei Produkten für ganz kleine Menschen.

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