Nachgefasst: Cluster (Selbstmord) Kopfschmerz Fall von 2013 wiedergefunden

Ich schrieb in 2013 einen Artikel des namens: „Das sind Kopfschmerzen der Stärke 10“. Damals veröffentlichte der kanadische Patient in seinem Blog http://clusterheadsurvivor.blogspot.com/ ein Video mit einem seiner mehrfach täglich auftretenden Schmerzanfälle der Stärke 10. Der Schmerz sitzt dabei hinter einem Auge (streng einseitig) und ist so schlimm, dass auch dieser Patient seinen Selbstmord plante. Zumal er jede erdenkliche Medikation ausprobiert hatte.

Zu meinem großen Erstaunen lese ich in seinen neuen Beiträgen, dass ihm großes Glück in seinem Leben widerfahren ist. Seine Ex hatte sich nach dem Auftreten der ersten Attacken einfach verdrückt, was er heute im Rückblick als einmalige Chance empfindet. Denn nur so konnte er seine heutige Frau kennenlernen. Dazu kommt sein neuer Freund Mike, der offenbar über weitreichende Verbindungen verfügt. Dieser Freund erkennt die furchtbare Notlage und redet ihm seinen Selbstmord aus. Außerdem bahnt er Kontakte zu einem Stammzellen Spezialisten in NYC (New York City) an. Dessen Therapie mindern zum ersten Mal die Schmerzen.

Und dann kommt am 22.11.2019 – offensichtlich von Mike vermittelt – der Kontakt zu Prof. Dr. Peter Goadsby https://www.youtube.com/watch?v=RF0ENUsJf6s

Einschub: WordPress streicht den obigen Link durch, aber er funktioniert trotzdem

DER Kopfschmerz Guru weltweit. Punkt. Prof.Dr. Goadsby hörte ich persönlich auf dem Schmerzkongress Mannheim 2019.

Man mag es kaum glauben. Aber dieser geplagte Patient schreibt, dass er heute so glücklich ist, wie noch nie in seinem Leben. Jetzt zieht er um von Ontario nach Nova Scotia (auf der Weltkarte Kanada ganz rechts oben). Also in die absolute Pampa, ohne WLAN, ohne Internet, ohne Kulturerzeugnisse wie Zeitung, Telefon, Büchergeschäft … Sie hören es: not for me.

Ich finde, die Lektüre seines Blogs lohnt sich (allerdings auf englisch) . Sie gibt Hoffnung, also etwas, was bei langjährigen Neuropathikern des Trigeminus knapp ist (hört sich auf English besser an: To be in short supply).

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