DZW übt sich erneut in Desinformation

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 Der Bremer Zahnarzt Dr. Christian Köneke hat den Vorsitz des CMD-Dachverband e.V. (CMDD) übernommen. So beginnt in ihrer Ausgabe vom 03.06.2009 unsere Zahnärzte Bild Zeitung "Die Zahnarzt Woche" wieder mal einen großformatigen Artikel über diesen so genannten "CMD-Dachverband" e.V. mit Sitz in Erkrath (bei Ddorf). Angeblich soll die zahnärztliche Welt über den weltbewegenden Vorgang informiert werden, dass der genannte Herr ab sofort den Vorsitzenden des Ladens mimt. Liest man sich den gesamten Artikel dann tatsächlich durch,  vernimmt man eigentlich nur Werbebotschaften über die Wichtigkeit des "Dachverbandes" und des dahinter stehenden – haarklein aufgezählten – Personals.

Abteilung Personal

Dr. Christian Köneke will also vorturnen, Zweiter Vorsitzender ist der Arzt Dr. Hermann Söhngen aus Erkrath. Dieser läuft sich gerade mit einer bezahlten Werbekampagne warm, in der u.a. behauptet wird  "Aber da Migräne, Knie- oder Rückenschmerzen keine Anzeichen für ein Kieferproblem sind, kommen Betroffene eben nicht auf die Idee deshalb zum Zahnarzt oder Kieferorthopäden zu gehen. „Dabei wäre genau der in solchen Fällen der richtige Ansprechpartner“, weiß Dr. Söhngen." Zitat Ende. Garniert wird der Text mit einem Patientenfall mit einer Wunderheilung der Migräne durch den CMD "Fachmenschen". Schön, ich muss es ja nicht glauben.

Zum dritten Beirat wird der niedergelassene Allgemeinmediziner Falk Friedrich, Hannover gewählt. Auch dieser Nichtzahnarzt glaubt den Plan zu haben, Zitat von seiner Webseite "Beim Knirschen und Pressen reiben sich nicht nur die Zähne ab. Auch die Belastung für die Kaumuskulatur und die Nackenmuskeln ist enorm. Solche Beschwerden können sich im ganzen Stütz- und Bewegungsapparat „fortpflanzen“." Zitat Ende. Warum diese "Fachleute" immer denken, Dinge beurteilen zu können, mit denen sie ganz offensichtlich keine Dauerberührung haben, also auch nicht wissen, dass Kleinkinder (und nebenbei auch Wachkoma Patienten) mindestens 3 mal so häufig knirschen, wie Erwachsene, je ne sais pas (= frz. ich weiß es nicht).

 Nummer 4 im Bunde der Dachverbändler e.V.  ist kein geringerer als Zahnarzt Dr. Wolfgang Koch, Haranni Clinic Herne. Auch dieser hat besondere Ansichten: Mister Ganzheitliche Zahnmedizin himself wirbt a) auf seiner Homepage für "Amalgamsanierung"  suggeriert b), dass Metalle im Mund Krankheiten verursachen können und zitiert bei den Belegen, warum "CMD" so hochgefährlich ist, immer noch die alten Kamellen, darunter Prof. Slavicek, Wien, der sich bekanntlich schon lange aus der CMD Szene verabschiedet hat. 

Vielleicht liegt es an der rückwärtsgewandten Sicht der Vorständler auf die spezifisch deutsche Glaubensrichtung "CMD" mit Beinlängendifferenzen und Knochenbetonung, dass dem Verein ein wissenschaftlich orientiertes Mitglied abgeht.  Aber so paßt das Personal auf jeden Fall gut zusammen, welches den Dachverband e.V.  für CMD abgibt. Wir nehmen an, den Dachverband aller CMDler in Erkrath, denn Deutschland kommt – auffälligerweise – im Vereinsnamen (noch) nicht vor. Jetzt stellen sich eigentlich nur noch 2 Fragen:

1. Wen interessiert das, dass irgendein Karnickelzuchtverein mit Ambitionen den Schriftführer vorne hingesetzt hat? Antwort: Vermutlich wenige. Der Herr DZW (Pischl) druckt das doch nur ab, weil er entweder direkt dafür bezahlt wird, oder sich sonstige Gunsterweise erhofft.

2. Angeblich sollte ja die Welt Öffentlichkeit erfahren, das es jetzt einen frischen Vorsitzenden gibt. Wozu ist das gut? Antwort: Für die Gelegenheit, wieder mal in die Zeitung zu kommen und so zu tun, als wäre CMD eine geschützte Marke von Köneke persönlich.

 Dafür, dass der "CMD Dachverband" laut eigener Auskunft auf seiner großen Jahres Fortbildungsveranstaltung in Bremen 2009 gerade mal 120 interessierte Fachhansel europaweit hinter dem Ofen hervorgelockt hat, reißt er den Bagger ganz schön weit auf. Und schaue ich mir dann noch an, was fachlich von den Verbändlern an Substanz für ihre weitreichenden Behauptungen vorgezeigt wird. Gute Nacht Marie.

Fazit:  Kollegen und Humanmediziner mit geschäftlichem Ehrgeiz und Rezepten aus dem letzten Jahrhundert halten ihre Namen am Köcheln. Und die DZW gibt das als "Information" weiter.

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