Chronische apikale Paradontitis – Migräne

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  • #2509
    Katja Bürkle
    Teilnehmer

    Hallo.
    Wie ich jetzt selbst herausgefunden habe, habe ich seit Jahren eine chronische apikale Paradontitis (Eiterfistelbildungen oberhalb des linken Schneidezahns und des 1. kleinen Backenzahns links). Diese hatten sich nach einer WSR (vor ca. 5 Jahren) gebildet. Trotz mehrfacher Besuche bei dem Chirurgen und vielen anderen Zahnärzten mit dem Hinweis „ich glaub da ist etwas entzündet“, „da kam Eiter raus“ und sichtbarem Fistelkanal konnte kein Mediziner etwas auf dem Röntgenbild erkennen.
    Ich hatte nie Zahnschmerzen, nur ein imperfektes Immunsystem, Abgeschlagenheit und chronische Kopfschmerzen, häufig auch Migräne.
    Eine urlaubsvertretende Zahnärztin hat nun eine sich über den ganzen Vorderkiefer ziehende Entzündung erkannt und meinte der Schneidezahn (verlängert, wackelt leicht) müsse ziemlich sicher gezogen werden. Ich habe in einer Woche wieder einen Termin bei meiner Zahnärztin. Der tote Schneidezahn hat sich nun durch puckern wieder gemeldet. Ich habe ständig Migräne, Schmerzblitze zucken mir durch den Schädel, übers Gesicht. Ich könnte den ganzen Tag schlafen, kein Fieber. Das Zahnfleisch ist oberhalb des Schneidezahns in bohnengröße dunkelrot bis violett verfärbt und erhaben, die darüber verlaufenden Narben (WSR) treten weiß hervor.
    Nun zu meinen Fragen: soll ich direkt zum Chirurgen oder noch eine Woche warten? Was wären Anzeichen das direkt gehandelt werden muss? Worauf muss ich achten um Verschlimmbesserei zu vermeiden? Ist für Timbuktu der Zug schon abgefahren?

    Dank im Voraus!

    #2516
    Joachim Wagner
    Teilnehmer

    Hallo OhneZahn, WSRs sind Mist und das im buchstäblichen Sinne, sie hinterlassen eine bakteriell infizierte Wurzel und sorgen durch das Gebohre im Knochen dafür, dass kein Mensch mehr in der Lage ist, in nachfolgenden Röntgenbildern irgendetwas zu diagnostizieren. Insbesondere kann man nicht mehr erkennen, ob die Entzündung weiterläuft. Das ist den Verfechtern der Methode aber anscheinend egal.

    Prinzipiell kann jeder WSR Zahn mit Timbuktu gerettet werden, mit einer Wahrscheinlichkeit von 70%. Genaueres gibt es bei http://www.tarzahn.de
    Was Ihre Migräne angeht: schwer zu sagen, ob ein Zusammenhang besteht. Ich wäre da vorsichtig.

    Viele Grüße

    #4709
    Jina
    Teilnehmer

    Die Professionelle Zahnreinigung ist nicht nur eine Vorsorgemaßnahme, sondern auch ein Bestandteil der Parodontitis-Behandlung. So können weiche und harte Plaques über dem Zahnfleischrand entfernt werden.

    Zudem müssen im Rahmen der Parodontitis-Therapie defekte Zähne versorgt werden, beispielsweise mit Füllungen. Nach dieser ersten Phase müssen die Beläge und Bakterien in den Zahnfleischtaschen, also unterhalb des Zahnfleischrands, entfernt werden. Das geschieht mit einem speziell geformten Instrument oder – etwas schneller – mit Ultraschallgeräten. Diese Plaqueentfernung ist für den Patienten gegebenenfalls schmerzhaft. Ist dies der Fall, kann sie unter lokaler Betäubung erfolgen. Das Ergebnis wird nach zwei bis drei Wochen kontrolliert und die Behandlung gegebenenfalls an einigen Stellen wiederholt.

    Bei schwerwiegenden Formen einer Parodontitis setzt der Zahnarzt Antibiotika ein, um die Bakterien zu bekämpfen, welche die Entzündung ausgelöst haben. In manchen Fällen ist auch die Entfernung erkrankten Gewebes und eine Glättung der Wurzeloberfläche erforderlich. Auch entzündungshemmende Mittel sowie Schmerzmittel kommen zum Einsatz.

    In sehr fortgeschrittenen Stadien der Parodontitis mit sehr tiefen Zahnfleischtaschen ist in manchen Fällen ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Die betroffenen Bereiche werden aufgeschnitten, um die Plaques zu entfernen. Anschließend wird die Wunde vernäht oder geklebt. Wenn die Zähne nur noch sehr wenig Halt haben, muss manchmal auch der Knochen mit Knochenersatzmaterialien aufgefüllt werden.

    LG,
    athenadental.de

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