chronische Kieferhöhlenentzündung +Implantate

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  • #2525
    Carola
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Herr Dr. Wagner,

    habe ein dauerhaftes Riesenproblem, kurz zu meiner Geschichte:
    vor 10 Jahren WSR an 6er Zahn linker Oberkiefer, eiterte danach ca. 26 mal, trotz dann Entfernen des Zahnes, Wurzelrest wurde vergessen, es enstanden 2 Löcher im Knochen und eines am Gaumen mit einem Durchmesser von je 1 cm, hat man aber erst nach 7 Jahren geschlossen.
    Zwischenzeitlich Kauprobleme, dann folgten fälschlicherweise zig Wurzelbehandlungen wegen überempfindlicher Zähne….
    Tierische linksseitige chron. Sinusitis.
    Mittlerweile wurden alle wurzelbehandelten und überstopften Zähne gezogen, insgesamt 6 Stück.
    2008 Knochenaufbau am linken Oberkiefer mit Hüfte und Verschluß der Löcher, dann Implantation von 6er und 7er mit Titan, auch komplikationslose Implantation von zahn 4 re Oberkiefer und 6 rechter Unterkiefer.
    Situation jetzt: tierische linksseitge Sinusitis, Metallgeschmack, hatte auch schon 2009 Perimplantitis an diesen beiden Implantaten, 5er wurzelbehandelter wurde erst gezogen wegen Überstopfung und Knochenpin, der sich entzündete. Auf dem Röntgenbild und DVT ist nichts auffälliges zu erkennen, 6er Implantat hat etwas weniger Knochen. Bin etwas im Zugzwang, da ich noch vor einem Jahr die Diagnose MS bekommen habe, und nun Angst habe, dass das noch mehr Entzündungen im Körper schürt.
    Allergie- und Titansimulationstest alle negativ. Könnte das eine Pilzinfektion vom Wurzelmaterial sein? Gut die 2 Löcher wurden auch 7 Jahre nicht erkannt…Es ist leider immer noch eine Infektion vorhanden, vielleicht doch wieder Implantate raus? Weiß nicht wie ich vorgehen soll, aber ich muß handeln, denn jetzt steht noch mein Immunsystem auf dem Spiel.
    Entweder ist die Nase dicht oder es trieft Wasser raus und danach gibt es immer furchtbare einseitige Gesichts und Kopfschmerzen, Trigeminus ist es nicht.
    Ist mir noch zu helfen?

    Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Antwort!
    Viele Grüße
    Carla

    #2526
    Joachim Wagner
    Teilnehmer

    Hallo Carla, ich antworte zwischen Ihren Zeilen:

    habe ein dauerhaftes Riesenproblem, kurz zu meiner Geschichte:
    vor 10 Jahren WSR an 6er Zahn linker Oberkiefer,
    — welcher Zahn 26 heißt

    eiterte danach ca. 26 mal,
    — passend zum Zahn, smile

    trotz dann Entfernen des Zahnes, Wurzelrest wurde vergessen, es enstanden 2 Löcher im Knochen und eines am Gaumen mit einem Durchmesser von je 1 cm,
    — mit Verlaub, diese Angabe halte ich für etwas fragwürdig. Im Mund ist 1 cm, das was im wirklichen Leben 1 Meter darstellt. Bei 3 Löchern a 1cm würde der halbe Oberkiefer fehlen.

    hat man aber erst nach 7 Jahren geschlossen.
    Zwischenzeitlich Kauprobleme, dann folgten fälschlicherweise zig Wurzelbehandlungen wegen überempfindlicher Zähne….
    Tierische linksseitige chron. Sinusitis.
    — Wir sollten uns diese Stelle und diese Formulierung merken.

    Mittlerweile wurden alle wurzelbehandelten und überstopften Zähne gezogen, insgesamt 6 Stück.
    2008 Knochenaufbau am linken Oberkiefer mit Hüfte und Verschluß der Löcher, dann Implantation von 6er und 7er mit Titan, auch komplikationslose Implantation von zahn 4 re Oberkiefer und 6 rechter Unterkiefer.
    Situation jetzt: tierische linksseitge Sinusitis,
    — da ist sie wieder

    Metallgeschmack, hatte auch schon 2009 Perimplantitis an diesen beiden Implantaten
    — die Diagnose stammt garantiert nicht vom Implanteur, sondern von einem Neidhammel nach ihm. Ich will damit sagen, dass ich die Diagnose so nicht glaube.

    , 5er wurzelbehandelter wurde erst gezogen wegen Überstopfung
    — wegen Überstopfung ziehen nur Zahnarzt Lehrlinge Zähne, Erfahrene nie. Begründung in meinem Blog.

    und Knochenpin, der sich entzündete. Auf dem Röntgenbild und DVT ist nichts auffälliges zu erkennen, 6er Implantat hat etwas weniger Knochen. Bin etwas im Zugzwang, da ich noch vor einem Jahr die Diagnose MS bekommen habe, und nun Angst habe, dass das noch mehr Entzündungen im Körper schürt.
    — 1. Sie haben alle Zeit der Welt, ganz und besonders im Mundbereich, der mit MS NIX zu tun hat. 2. Ihre Angst scheint ein echtes Problem zu sein, nicht nur in der aktuellen Situation.

    Allergie- und Titansimulationstest alle negativ. Könnte das eine Pilzinfektion vom Wurzelmaterial sein? Gut die 2 Löcher wurden auch 7 Jahre nicht erkannt…Es ist leider immer noch eine Infektion vorhanden, vielleicht doch wieder Implantate raus? Weiß nicht wie ich vorgehen soll, aber ich muß handeln, denn jetzt steht noch mein Immunsystem auf dem Spiel.
    — Müssen tun Sie gar nichts. Welcher Angstmacher hat Ihnen denn den Floh ins Ohr gesetzt „aber ich muß handeln, denn jetzt steht noch mein Immunsystem auf dem Spiel.“ Das ist ungeprüfter Unsinn.

    Entweder ist die Nase dicht oder es trieft Wasser raus und danach gibt es immer furchtbare einseitige Gesichts und Kopfschmerzen, Trigeminus ist es nicht.
    — Lesen Sie selber noch mal Ihren eigenen Satz durch. Zuerst ist die Nase dicht und kein Schmerz. Aber danach tut es schlimm weh. Und Trigeminus soll das angeblich nicht sein.
    Das erinnert mich an Horst Schlämmer: Ich hab Rücken. Wenn darauf der Arzt sagt: Sie ham kein Rücken, dann liegt das mit der diagostischen Detailgenauigkeit von „Trigeminus ist es nicht“ auf dem gleichen Niveau.

    Ich sage nämlich „Sie haben Trigeminus“. Das mache ich an folgenden Punkten fest:

    1. Ihre seit Jahren immer wiederkehrende „tierische einseitige Sinusitis“. DAs tierisch bezieht sich höchstwahrscheinlich auf IHre Schmerzen. Diese sind unabhängig von irgendwelchen Behandlungen (Zahnarzt, Chirurg, nochmal Chirurg, und Implatationsjogis) und auch unabhängig von einer Erkältung. Die angebliche Sinusitis (was ja Entzündung der Kieferhöhle bedeutet) besteht in erster Linie in einer fortwährenden Schmerzsymptomatik, die völlig unabhängig vom konkreten Befund in der Kieferhöhle verläuft.
    2. Die überempfindlichen Zähne, die wurzelbehandelt wurden. Niemand läßt sich einfach mal so mehrfach Zähne wurzelbehandeln, nur weil die Beisser vorübergehend überempfindlich waren. Sie haben es aber getan. Das läßt darauf schließen, dass da ein erheblicher Leidensdruck dahinter stand. Also eine schlimme Überempfindlichkeit, keine kleine.
    3. Ihre Angst- und Panikattacken. Das passt zum Krankheitsbild Neuropathie des Trigeminus bei Frauen. Frauen malen sich viel zu schnell und viel zu oft die Horrorszenarien aus, die passieren könnten, wenn sie nicht beim geringsten Zucken des Zahn- oder Gesichtsnervs beim „FAchmann“ auf der Matte stehen. Und ahnen nicht, dass sie als Neuropathiker mit der vermeintlichen „Hilfe“ durch den Zahnbohrfachmensch die richtige Schmerzlawine gerade erst auslösen. Der Mann erleidet an dieser Stelle schon deswegen weniger Unheil, weil er durch sein angeborene Arztzurückhaltung viel seltener eine arztverursachte Schmerzlawine erleben kann.

    Zusammenfassung: Natürlich haben Sie keine Trigeminus Neuralgie. Dafür brauche ich keinen Neurologen. Aber Sie leiden unter chronischen Schmerzen im Gesichtsschädel links, bevorzugt im Gebiet der Kieferhöhle links. Und diese Erkrankung hat verschiedene Namen: auf englisch „chronical orofacial pain“ (COFP), hier auf Zahnfilm DE heißt sie Neuropathie des Trigeminus. Geben Sie das Wort hier in die Suchfunktion ein.

    Viele Grüße

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