Dauerbrennen nach Extraktion von wurzelbehandelten Zahn u. Implantat

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    Geli
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    Sehr geehrter Herr Dr. Wagner und Forummitglieder,

    mit sehr großem Interesse habe ich Ihre Seite gelesen und wollte Sie, da bei mir (56 J.) ähnliche wie die hier aufgeführten Symptome vorhanden sind, um einen Rat bitten, wenn auch zu Zeiten von Corona sicher andere Probleme Vorrang haben.

    Meine Leidensgeschichte begann im Mai 2019, als ich den Zahn 24 gezogen bekam, nachdem dieser vor 35 Jahren abgestorben, wurzelbehandelt und überkront worden, aber bis dahin schmerzfrei geblieben, war. In den letzten Jahren hatte sich dort jedoch eine Zyste am Zahnfleisch gebildet und ein CT des HNO-Arztes (wg. Nasen-OP) zeigte, dass diese Zyste bereits auch innerlich von der Wurzelspitze aus Sekrete in die Kiefernhöhle absonderte.
    Daher befürworteten der HNO- sowie mein Zahnarzt, den Prämolaren zu entfernen. Bei der Extraktion mußte die Wurzel gespalten werden, da sie gebogen war und sich nicht normal ziehen ließ, sowie das entzündete Zystengewebe entfernt werden. Zudem mußten die im Kiefer verbliebenen Wurzelspitzenreste von der Seite her (ähnlich einer Wurzelspitzenresektion) entnommen werden.
    Seit dieser Zeit hatte ich immer ein leichtes Brennen im Mund. Um die Zahnlücke zu schließen wurde Ende November 2019 ein Titanimplantat eingesetzt. Das gleiche Modell habe ich bereits seit März 2018 im rechten Unterkiefer (46) ohne weitere Schmerzen (viel früher hatte ich dort wiederkehrendes Ziehen). Die Implantation inkl. Knochenaufbau verlief problemlos, jedoch war die Einheilung mit Pochen und Ziehen, teilweise bis zum linken Auge, schmerzhaft. Auch das Brennen im Mund (auf Wangenschleimhaut,Zunge,Gaumen) wurde direkt danach schlimmer mit dem Gefühl, als würde eine prickelnde, ätzende Flüssigkeit von diesem Zahnimplantat abgesondert werden. Dies verbessert sich im Liegen, Schlafen und morgens, wird jedoch ab vormittag bis abends zunehmend aggressiver, was mich (auch Migränepatientin) je nach Stress fast wahnsinnig macht (Skala 4-7). Homöopathisch nahm ich seit Januar 2020 Symphytum (=>Knochenheilung), Sinuselect (Nebenhöhlen) und Mercurius solubilis, was eine kurzzeitige, aber leider nicht anhaltende Besserung bewirkte. Laut Röntgenaufnahmen und Aussagen meines Zahnarztes ist alles bestens verheilt und ihm seien derlei Symptome bis dato leider unbekannt. Zu bemerken wäre vielleicht, dass sich während der ersten Wochen der Einheilphase beider Implantate am Zahnfleisch kleine Bläschen gebildet hatten (mein Zahnarzt vermutete Herpes).

    Nun soll im April die Implantatkrone aufgesetzt werden, aber ich wollte zunächst abklären lassen, was die Ursache für dieses extreme Brennen sein könnte. Eine DVT habe ich aufgrund der Strahlenbelastung noch nicht durchführen lassen. Daher meine Fragen, ob es sich evtl. auch um eine Neuralgie handeln könnte (wenn ja,welche Medikamente in welcher Dosierung kämen in Frage?), ob eine Speichelanalyse (wegen des Brennens) oder sonstige Untersuchungen Sinn machen würden und wielange ich noch mit dem Einsetzen der I.Krone warten sollte.

    Herzlichen Dank vorab für Ihre Einschätzung und alles Gute weiterhin in der aktuellen Lage.
    Beste Grüße
    Geli

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