Schmerzen seit 2 Jahren

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    anira
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    Hallo ihr Lieben,
    leider sind meine älteren Beiträge aus diesem Forum irgendwie verschwunden, daher möchte ich nochmal zusammenfassen, was ich in den letzten 2 Jahren so erlebt habe und hoffe, ihr – oder vielleicht sogar Herr Wagner, dessen Praxis ich wohl demnächst aufsuchen werde – könnt mir helfen:

    August 2017: Durch eine steinharte Erdnuss bricht mir am späten Sonntagabend ein Großteil vom 1.6 ab > obwohl ca. der halbe Zahn fehlt, hab ich keine Schmerzen. Am nächsten Morgen zum Zahnarzt > Zahn durch große Kompositfüllung unter Betäubung neu aufgebaut, keine Schmerzen an diesem Tag. Am folgenden Tag ziehende Schmerzen am 1.6, für mich nichts ungewöhnliches, da oft noch wochenlange Schmerzen nach Zahnbehandlungen

    März 2018: Immernoch wiederkehrende Dauerschmerzen im Bereich 1.6, Aufbissschmerzen, auch bei weicher Kost. Zahnarzt findet große Karies am 1.7, im Zwischenraum zu 1.6 > wird unter Betäubung entfernt und wieder groflächig mit Komposit gefüllt. Ein paar Tage schmerzfrei, dann Schmerzen wieder da, diesmal gefühlt mehr Richtung 1.5/1.6

    Mai 2018: Gehe wieder zum Zahnarzt wegen andauernder, ziehender Schmerzen. Er stellt fest, dass am 1.5 ebenfalls ein kleines Stück abgebrochen ist, außerdem undichte Füllung mit etwas Karies. Werde sofort dazwischengeschoben (heißt er ist im Zeitdruck), macht eine Betäubung, wartet, fängt an zu bohren > Zahn blutet stark > Wattekügelchen rein und kurze Unterbrechung bis es aufhört zu bluten. Dann gehts weiter, trotz Betäubung immernoch Schmerzen beim Bohren (eine Art Kitzeln/Pieksen), halte aber ohne weitere Spritze durch.
    Am Abend der Behandlung: Extrem starke Schmerzen wie nie zuvor, Ibu 800 und Kühlen hat mich irgendwann einschlafen lassen, am nächsten morgen deutlich besser und an den darauffolgenden Tagen ebenfalls immer ruhiger. Aber die ziehenden Schmerzen (mittlerweile wechselnd im gesamten bereich 1.5-1.8) kamen wieder.
    Zusätzlich: ca. 1 Woche nach Füllung des 1.5 erstmals fiese, ziehende Schmerzen in den oberen Schneidezähnen! Die Schmerzen waren dabei immer entweder an den Schneidezähnen oder an den rechten Backenzähnen, nie gleichzeitig überall. Wieder zum Zahnarzt > Alle Untersuchungen (auch Röntgen) ohne Auffälligkeiten.

    Bin danach nochmal zu einem Zahnarzt der mir vor Jahren mal super geholfen hatte, der meinte dass die Füllungen an 1.5, 1.6 und 1.7 viel zu hoch seien und hat die stark runtergeschliffen. Im Zahnarztstuhl hat sich alles passend angefühlt, auf dem Heimweg hatte ich aber schon das Gefühl dass nun gar nichts mehr passt. Außerdem hatte ich in den folgenden Tagen auf einmal Aufbissschmerzen am 1.5.

    Das war der Punkt wo ich dachte dass hier irgendetwas nicht stimmt. Also hab ich selbst recherchiert und bin auf dieses Forum hier gestoßen. Hab mich erstmals richtig aufgehoben gefühlt, weil ich so viele meiner Symptome wiedererkannt habe (nachts schmerzfrei, essen lindert, Ibu wirkt meist nicht, Novalgin (nur einmal getestet) hat auch nichts gebracht). Also hab ich beschlossen, keine weiteren Behandlungen durchführen zu lassen, so lange keine eindeutige Diagnose vorliegt. Weil ich trotzdem irgendetwas tun wollte, war ich noch beim HNO (kein Befund), Orthopäden (hab immer wieder Blockaden und starke Verspannungen an der gesamten Wirbelsäule, besonders HWS, außerdem Beckenschiefstand, gedrehtes Becken, Senk-Spreißfuß, und einige weitere Wehwehchen), aber auch dieser hat nichts gefunden, was er direkt mit den Zahnschmerzen in Verbindung bringen würde.

    Juli 2018: Da ich zu meinem alten Zahnarzt irgendwie kein Vertrauen mehr hatte, hab ich mir eine neue Ärztin gesucht, spezialisert auf CMD (ja ich weiß, dass das umstritten ist, aber dieses Thema und mein Kieferknacken verfolgen mich schon seit Jahren und das war mir nun ein Anlass, es mal anzugehen). Ergebnis: Starke CMD, Anfertigung einer harten Knirschschiene für den Unterkiefer. Diese trage ich seit August 2018 jede Nacht und mag sie wirklich gerne. Hatte schon 3 andere davor, die alle wie Fremdkörper waren, aber mit der neuen fühlt sich mein Biss harmonisch an und sie gibt mir irgendwie ein gutes Gefühl, daher trage ich sie gerne, auch wenn sie an den Schmerzen und am Kieferknacken nichts geändert hat.

    In den folgenden Monaten hab ich hauptsächlich beobachtet: Bei Stress werden die Schmerzen stärker, im 1.5 ab und zu richtig bohrende Schmerzen und bei heißen Getränken das Gefühl, als würde sich im Zahn etwas zusammenziehen, aber ohne Schmerzen in dem Moment.

    Im Oktober 2018 hab ich einen Termin beim Neurologen für Januar 2019 bekommen.

    Januar 2019: Neurologe vermutet neuropathische Schmerzen und verschreibt mir Gabapentin. Ich hatte aber in den Wochen davor das Gefühl, als würde sich alles ganz langsam beruhigen, weshalb ich die Einnahme von Gabapentin aufgeschoben habe. Tatsächlich wurden die schmerzenfreien Phasen länger, der Aufbisschmerz am 1.6 und 1.5 verschwand und an den Schneidezähen hatte ich nur noch extrem selten die ziehenden Schmerzen. Ich dachte echt, ich hätte es geschafft. Tja…und dann:

    August 2019: In einem unachtsamen Moment rutscht mir beim Ansetzen die volle (also schwere) Bieflasche aus der Hand und schlägt gegen den Schneidezahn 2.1, der bisher deutlich weniger Probleme gemacht hat als der 1.1. Schock, aber keine Schmerzen und nix abgebrochen. Trotzdem steigt direkt Panik in mir auf und erneute Angst. Und so kam es, wie es kommen musste: Am nächsten Tag ziehende Schmerzen im 2.1., in den darauffolgenden Tagen starke ziehende Schmerzen und Spannungsgefühle an 2.2, 2.1 und 1.1. Aber kein Pochen, keine Aufbissschmerzen, keine Temperaturempfindlichkeit. 2 Wochen später keine Verbesserung, täglich ziehende Schmerzen, daher zum Zahnarzt. Röntgenbild unauffällig, keine Auffälligkeiten beim Vitalitätstest, keine Schmerzen bei Klopftest mit Metall (sie hat echt oft und fest geklopft). Diagnose: Erschütterung der Alveole, ich soll den Zahn schonen. Hab ich dann getan. Am nächsten Morgen: Erstmals Schmerzen direkt nach dem Aufwachen, Berührung tat weh, Dranklopfen auch. Panik. Hab den Zahn danach komplett geschont, gar nicht benutzt und in Ruhe gelassen. Nach 4 Tagen waren diese akuten Schmerzen und ein merkwürdiges Fremdkörpergefühl wieder weg. Aber stattdessen sind die ziehenden Schmerzen im Bereich 2.1./1.1. wieder da.

    Abends ist es stärker als morgens und abends kommt neuerdings nun noch ein ganz komisches, feines Pieksen dazu – so ein bisschen wie leichte elektrische Impulse – pulssynchron, aber ohne Schmerzen. Dieses Pieksen sitzt auch nicht im Zahn, sondern genau an dem Zahnfleischzipfel zwischen den beiden mittleren Schneidezähnen. Vorgestern war es abends total stark, am nächsten Morgen wieder weg, am Abend wieder da, heute morgen wieder weg. Was bleibt, ist das ziehende Gefühl…
    Klingt für mich alles eher nach neuropathischen Schmerzen, oder?! Aber dass der Zahn nach der Untersuchung so krass empfindlich war, klingt halt doch aus einer Kombi Zahnnerv + Trigeminus. Und das macht mir wieder Sorge, dass der Nerv nun vielleicht doch abstirbt.

    In 3 und in 4 Wochen hab ich je eine extrem wichtige Veranstaltung, auf die ich nun seit Monaten hinarbeite. Daher muss ich da fit sein und hab furchtbare Angst, vorher noch Probleme mit den Schneidezähnen zu bekommen. Mit Gabapentin möchte ich erst danach beginnen, da mich die Nebenwirkungen abschrecken (sehr häufig Virusinfektionen, das wäre gerade eine Katastrophe).

    Meint ihr es macht Sinn, ein erneutes Röntgenbild machen zu lassen um sicherzugehen, dass mit den Zahnnerv wirklich alles ok ist (wobei man das ja meist noch gar nicht auf dem Röntgenbild sieht, aber ich muss mich irgendwie beruhigen)?
    Der Unfall mit der Bierflasche ist nun ca 4 Wochen und mein Zahnarztbesuch ca. 2 Wochen her…
    Oder meint ihr dass es sich hierbei wirklich ausschließlich um neuropathische Schmerzen handelt?

    Vielen Dank schonmal an alle, die bis hierhin mitgelesen haben 🙂

    • Dieses Thema wurde geändert vor 2 years, 1 month von anira.
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