Schmerzen seit 2007 – Weisheitszahn und WSR

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  • #2973
    Solberg
    Teilnehmer

    Hallo,

    ich bin 2007 am linken unteren Kiefer operiert worden zur Entfernung meines Weiheitszahnes. Bei der OP war beim Rausziehen (er musste im Gegensatz zu den anderen Zähnen zerlegt werden) ein plötzlicher Schmerz im Gesicht neben der Schilddrüse, da wo der Puls ist, als ob etwas gerissen ist.
    Ich hab dem Arzt dies auch gesagt, er meinte nichts dazu und schickte mich nach Hause.
    Ich hab dann über Monate hinweg Schmerzen bekommen immer wieder, kaute auf der Wange rum, so gingen die Schmerzen weg, drückte immer wieder auf den Kiefer, nix half. Immer wieder war zwischendurch Ruhe, also ich erneut zum Arzt ging. Ich war mittlerweile umgezogen und hatte einen neuen. Dieser entdeckte zwei Zähne weiter eine Entzündung der Wurzelspitzen. OP hinter mir. Seitdem ist neben der Lippe der Streifen zum Kinnende taub, ab und zu kribbelt es dort. Aber seitdem wird die Trigeminusneuralgie immer schlimmer. Ich hab mittlerweile drei Äste im linken Gesichtsfeld. Mir tun gerade drei Äste weh im linken Gesicht.
    Problem: Ich hätte eigentlich zu lernen, fühle mich aber, als ob ich eine Grippe hätte. Und die Symptome werden immer schlimmer. Zahnarzt kann ich nicht helfen, Neurologe hat nicht mal untersucht und die Chirurgin Nr.2 weiß auch nicht mehr weiter. Das einzigste was noch reagiert auf Stress ist der Weißheitszahn oben (der ist noch da, reagiert auf Kälte, macht aber keine Schwierigkeiten, weil dieser an die Stelle eines fehlenden Backenzahns gerückt ist. Die Schmerzen neben der Schilddrüse sind am schlimmsten, habe Schluckbeschwerden, nur einseitig und ständig das Gefühl, dass meine Mandeln entzündet sind oder mein Hals.
    Was kann ich noch tun? Ich bekomme die Schmerzen mittlerweile auch schon auf der rechten Seite dazu.Warum eigentlich?

    Ergänzung: Wenn ich an der Schilddrüse einseitig daneben drücke, gehen die Schmerzen weg, kommen aber schnell wieder. Wenn ich hinter dem Ohr drücke (da war mal früher ein Abszess als Baby), dann kommen sie schnell wieder, gleich hinter dem Orhläppchen, brauche nur drüberstreichen. Manchmal hauts mich da auch ganz um, da kommen manchmal stechende Schmerzen, die bis zu 5 Minuten anhalten, denken in der Zeit unmöglich, Kieferentspannung hilft kaum.
    Hab vor kurzem ne Schiene bekommen, ich bin Knirscher, bis jetzt keine Besserung und Schmerzskala manchmal bis Stufe 8. Im Moment Stufe 6-7. Ich kann auch nicht schlafen deswegen. Manchmal sind die Schmerzen im Gesicht auch so, als ob man einen starken Druck im Kopf hat, wie bei einer Grippe, wo einen der gesamte Kopf wehtut.
    Ich hatte im Übrigen vor Kurzem die Grippe, da waren meine Trigeminusschmerzen komplett weg. Warum?

    #2978
    Joachim Wagner
    Teilnehmer

    Hallo Solberg, schauen Sie zwischen Ihren Zeilen:

    ich bin 2007 am linken unteren Kiefer operiert worden zur Entfernung meines Weiheitszahnes. Bei der OP war beim Rausziehen (er musste im Gegensatz zu den anderen Zähnen zerlegt werden) ein plötzlicher Schmerz im Gesicht neben der Schilddrüse, da wo der Puls ist, als ob etwas gerissen ist.
    — klingt nach direkter Beschädigung des Unterkiefer Nerves (= 3. Ast des Trigeminus)

    Ich hab dem Arzt dies auch gesagt, er meinte nichts dazu und schickte mich nach Hause.
    Ich hab dann über Monate hinweg Schmerzen bekommen immer wieder, kaute auf der Wange rum, so gingen die Schmerzen weg, drückte immer wieder auf den Kiefer, nix half. Immer wieder war zwischendurch Ruhe, also ich erneut zum Arzt ging. Ich war mittlerweile umgezogen und hatte einen neuen. Dieser entdeckte zwei Zähne weiter eine Entzündung der Wurzelspitzen. OP hinter mir.
    — Das bedeutet, dass der Neue einfach mal eine Wurzelspitzenresektion (WSR) durchgeführt hat, ohne Sie auf bessere Alternativen wie z.B. eine Revision der Wurzelbehandlung hingewiesen zu haben.

    Seitdem ist neben der Lippe der Streifen zum Kinnende taub, ab und zu kribbelt es dort.
    — und der Neue hat Ihren Unterkiefernerv nochmal direkt beschädigt. Schlimmer geht es ja kaum.

    Aber seitdem wird die Trigeminusneuralgie immer schlimmer. Ich hab mittlerweile drei Äste im linken Gesichtsfeld. Mir tun gerade drei Äste weh im linken Gesicht.
    Problem: Ich hätte eigentlich zu lernen, fühle mich aber, als ob ich eine Grippe hätte. Und die Symptome werden immer schlimmer. Zahnarzt kann ich nicht helfen, Neurologe hat nicht mal untersucht und die Chirurgin Nr.2 weiß auch nicht mehr weiter. Das einzigste was noch reagiert auf Stress ist der Weißheitszahn oben (der ist noch da, reagiert auf Kälte, macht aber keine Schwierigkeiten, weil dieser an die Stelle eines fehlenden Backenzahns gerückt ist. Die Schmerzen neben der Schilddrüse sind am schlimmsten, habe Schluckbeschwerden, nur einseitig und ständig das Gefühl, dass meine Mandeln entzündet sind oder mein Hals.
    — Der Neurologe hatte bei Ihnen offenbar Null Bock. Jedenfalls hätte der bei Ihrer Geschichte sofort die Hände über dem Kopf zusammenschlagen müssen bei Ihrer astreinen iatrogenen (= vom Arzt verursachten) Nervbeschädigung. Fauler Sack.

    Was kann ich noch tun? Ich bekomme die Schmerzen mittlerweile auch schon auf der rechten Seite dazu.Warum eigentlich?
    — Das ist aus Tierversuchen bekannt, dass die Gegenseite mitbetroffen wird. Schauen Sie hier: http://www.zahnfilm.de/fortbildung24/933-so-wird-systematische-trigeminus-neuropathie-forschung-betrieben

    Ergänzung: Wenn ich an der Schilddrüse einseitig daneben drücke, gehen die Schmerzen weg, kommen aber schnell wieder. Wenn ich hinter dem Ohr drücke (da war mal früher ein Abszess als Baby), dann kommen sie schnell wieder, gleich hinter dem Orhläppchen, brauche nur drüberstreichen. Manchmal hauts mich da auch ganz um, da kommen manchmal stechende Schmerzen, die bis zu 5 Minuten anhalten, denken in der Zeit unmöglich, Kieferentspannung hilft kaum.
    — Da haben Sie auch noch die Triggerung = ein harmloser Reiz führt zu einem Starkschmerz. Das schreit nach Gabapentin (= Medikament)

    Hab vor kurzem ne Schiene bekommen, ich bin Knirscher, bis jetzt keine Besserung und Schmerzskala manchmal bis Stufe 8. Im Moment Stufe 6-7. Ich kann auch nicht schlafen deswegen. Manchmal sind die Schmerzen im Gesicht auch so, als ob man einen starken Druck im Kopf hat, wie bei einer Grippe, wo einen der gesamte Kopf wehtut.
    — Sie leiden unter den Schmerzen, die im oben angesprochenen Artikel bei Ratten untersucht wurden.

    Ich hatte im Übrigen vor Kurzem die Grippe, da waren meine Trigeminusschmerzen komplett weg. Warum?
    — Das ist eine sehr interessante Beobachtung, die ich momentan aber nicht richtig einordnen kann. Jedenfalls beeinflußt die Grippe offensichtlich für einen bestimmten Zeitraum auch den Trigeminus.

    Und jetzt zu Ihrer Behandlung

    1. Zu diesem Neurologen würde ich nicht mehr hingehen. Kann nix.
    2. Sie brauchen dringend Medizin gegen eine Trigeminus Neuropathie, die bei Ihnen schon leicht neuralgieforme Züge angenommen hat. Das bedeutet: Carbamazepin (100mg), Gabapentin (100mg) und Amitriptylin (10mg) minimum.
    3. Ich rate dazu, mit einem Ausdruck dieser Seite zu Ihrem Hausarzt zu gehen und um Verschreibung der Substanzen zu bitten.

    Viele Grüße

    #2984
    Solberg
    Teilnehmer

    danke für die antwort.

    was würde passieren, wenn ich das nicht behandeln lasse, also auf medikamente verzichte?
    könnte sich das tatsächlich verschlimmern?

    meine linke gesichtshälfte wird immer mehr zum problem. es ist manchmal so, dass sie einfach „nur da“ ist. und ist es normal, dass es hinter dem ohr manchmal massiv „pieckt?“

    ich würde ungern zu medikamenten greifen. ich studiere und muss meine sinne beisammenhalten und bin unsicher, ob das auch wirklich hilft.
    ich meine, der nerv, kann der nicht operativ wieder hergestellt werden oder nur verlegt werden im gesicht, so dass er nicht immer gereizt wird. ich meine, an manchen tagen ist nichts und manchmal gibt es tage, wo es schlimm ist.

    ich sehe für mich halt eine gefahr für meinen beruf. ich werde lehrerin und ich habe angst, dass mich meine neuralgie am arbeiten hindert oder mich beeinträchtigt. ich habe ja schon seit der WSR nun die taubheit am kinn, an die ich mich zwar gewöhnt hab irgendwie, aber es nervt beim reden massiv.

    meine mutter erwähnte eine klage anzustreben. aber ich trau mich nicht, weil ich vor der op aufgeklärt wurde bezüglich der eventuell auftretenden verletzungen im gesichtsbereich und musste das auch unterschreiben.

    im übrigen hatte ich die letzten tage vermehr probleme mit der linken zungenseite, die massiv piekte und sich bemerkbar macht, vornehmend beim einschlafen. es breitet sich also aus.

    ich hab mir jetzt mal massage verschreiben lassen zur entspannung. mal gucken, vielleicht hilfts ja. Ich überlege wirklich nun nen Gutachter einzuschalten bzw. bei Verschlimmerung auf einen Schwerbehinderungsgrad zu beantragen.

    meine zukunft als vollzeitlehrerin werde ich wahrscheinlich eher unimäßig verlegen müssen. einen ganzen tag reden wird schwer. vielleicht gehe ich auf teilzeit mit 20 stunden. mal sehen.

    können sie noch einmal weiterhelfen?

    danke

    mfg

    #2995
    Joachim Wagner
    Teilnehmer

    Hallo Frau Sohlberg, schauen Sie noch mal in Ihren Text:

    was würde passieren, wenn ich das nicht behandeln lasse, also auf medikamente verzichte?
    könnte sich das tatsächlich verschlimmern?
    — Die Medikamente helfen nicht, den Schaden schneller zu beseitigen. Leider. Sie sind zur symptomatischen Behandlung da. Von alleine verschlimmern wird es sich jetzt wohl nicht mehr.

    meine linke gesichtshälfte wird immer mehr zum problem. es ist manchmal so, dass sie einfach „nur da“ ist. und ist es normal, dass es hinter dem ohr manchmal massiv „pieckt?“
    — Ja, weil da überall der Trigeminus hingehört.

    ich würde ungern zu medikamenten greifen. ich studiere und muss meine sinne beisammenhalten und bin unsicher, ob das auch wirklich hilft.
    ich meine, der nerv, kann der nicht operativ wieder hergestellt werden oder nur verlegt werden im gesicht, so dass er nicht immer gereizt wird.
    — Über den allerneusten Stand der Reparaturversuche von durchtrennten Nervi alveolari inferior bin ich nicht im Bilde. Was aber den Stand vor 10 Jahren angeht, musste damals dringend davor gewarnt werden, die beiden Nervstümpfe aneinander zu nähen. Erstens funktioniert das eher selten und zweitens stellt der Eingriff selber wieder ein hohes Risiko weiterer Verletzungen dar.

    ich meine, an manchen tagen ist nichts und manchmal gibt es tage, wo es schlimm ist.
    — Das beurteilen Sie selber am besten.

    ich sehe für mich halt eine gefahr für meinen beruf. ich werde lehrerin und ich habe angst, dass mich meine neuralgie am arbeiten hindert oder mich beeinträchtigt. ich habe ja schon seit der WSR nun die taubheit am kinn, an die ich mich zwar gewöhnt hab irgendwie, aber es nervt beim reden massiv.
    — ja

    meine mutter erwähnte eine klage anzustreben. aber ich trau mich nicht, weil ich vor der op aufgeklärt wurde bezüglich der eventuell auftretenden verletzungen im gesichtsbereich und musste das auch unterschreiben.
    — Ich habe keine Aktien in dieser Geschichte, aber was ich da lese sagt mir: Sie haben so gut keine Chance, dem Behandler Vorsatz oder einen Kunstfehler zu beweisen, wenn der Sie vorher ausdrücklich das Vorkommen solcher Mißgeschicke unterschreiben läßt.

    im übrigen hatte ich die letzten tage vermehr probleme mit der linken zungenseite, die massiv piekte und sich bemerkbar macht, vornehmend beim einschlafen. es breitet sich also aus.
    — geht auch wieder weg.

    ich hab mir jetzt mal massage verschreiben lassen zur entspannung. mal gucken, vielleicht hilfts ja. Ich überlege wirklich nun nen Gutachter einzuschalten bzw. bei Verschlimmerung auf einen Schwerbehinderungsgrad zu beantragen.

    meine zukunft als vollzeitlehrerin werde ich wahrscheinlich eher unimäßig verlegen müssen. einen ganzen tag reden wird schwer. vielleicht gehe ich auf teilzeit mit 20 stunden. mal sehen.
    — Ich sehe durchaus die Möglichkeit einer Selbstheilung. Nur kann Ihnen keiner sagen, wie hoch die Chance ist. Angeblich gibt es nach 2 Jahren eine Grenze, jenseits der nichts mehr von alleine heilt. Das mag vielleicht für die Taubheit gelten, nicht aber für die Schmerzen.

    Viele Grüße

    #4731
    Jina
    Teilnehmer

    Weisheitszähne, die im Kiefer bleiben, können Probleme verursachen: Insbesondere wenn der Zahn nur teilweise herauswächst, ist er schwer zu reinigen, was Infektionen verursachen kann. Zudem kann es zu Karies oder Parodontitis kommen oder, wie bei Mareile, zu Zahnfehlstellungen oder Zahnwurzelschäden. Zysten gehören ebenfalls zu den gefürchteten Komplikationen, denn diese flüssigkeitsgefüllten Hohlräume wachsen oft unbemerkt und schädigen das umliegende Gewebe, also auch den Kieferknochen.

    Ob man Weisheitszähne entfernen muss oder nicht, ist jedoch letztlich immer eine Entscheidung, die der Zahnarzt zusammen mit dem Patienten treffen muss und bei der viele individuelle Faktoren berücksichtigt werden müssen. Aber bei Erkrankungen eines Weisheitszahns (z.B. Entzündungen), Erkrankungen umliegender Zähne und Gewebe wird empfohlen, den Zahn zu entfernen. Wenn Weisheitszähne eine anstehende Behandlung stören würden, etwa beim Kieferorthopäden, kann ein operativer Eingriff ebenfalls nötig sein.

    LG,
    athenadental

    Willkommen Sie: http://www.athenadental.de

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