Wurzelkanalbehandelter Zahn gibt keine Ruhe

Startseite Foren Hauptsektion Wurzelbehandlung Wurzelkanalbehandelter Zahn gibt keine Ruhe

Ansicht von 4 Beiträgen - 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Autor
    Beiträge
  • #4040
    autsch
    Teilnehmer

    Hallo Zahnfilm-Community, hallo Dr. Wagner,

    da ich mir unsicher bin, welches in meinem Fall der richtige Weg ist, frage ich mal hier in die Runde.

    Und zwar wurde vor gut einem Jahr bei meinem 46er eine WKB durchgeführt. Der Zahn macht aber weiterhin Probleme, er puckert und pocht regelmäßig unvermittelt ziemlich heftig und unangenehm, in zunehmend kürzeren Intervallen. Eigentlich fühlt sich der Zahn permanent nicht gesund an. Der Einsatz von Xylitol beispielsweise verstärkt diese Beschwerden übrigens massiv, aber auch Säure oder mechanische Beanspruchung wie Kauen. Allzu lange wird das vermutlich nicht mehr auszuhalten sein.

    Bemerkenswert ist, dass die WKB anhand der Roentgenbilder optisch absolut perfekt aussieht, wie auch mein Kieferchirug bestätigte. Insofern würde auch eine Revision zu keiner Verbesserung führen, meint mein ZA. Wenn, dann wäre eher eine WSR angezeigt. Da ich weiß, dass Dr. Wagner nicht gerade ein Fan davon ist, bin ich da auch eher skeptisch. Abschließend müsse der Zahn dann noch überkront werden.

    Eher ungeplant landete ich kürzlich bei einem anderen ZA, dessen Einschätzungen sich überraschend massiv von denen meines Stammzahnarztes unterschieden. Dessen Kostenplan i.H.v. gut 1000€ konnte jener beispielsweise nicht nachvollziehen, sondern sah keine nennenswerte Karies und entsprechend keinen akuten Behandlungsbedarf. Da beide sehr vertrauenswürdig und kompetent auf mich wirken, bin ich nun echt irritiert, wie solch unterschiedliche Urteile möglich sein können. Aber das nur am Rande, weil es hier ja um die akuten Beschwerden gehen soll.

    Zahnarzt B bestätigte ebenfalls, dass die WKB handwerklich sehr gut ausgeführt worden sei. Genau deshalb halte er es aber auch für sinnlos, da nochmal ranzugehen. Wenn der Zahn nun trotz allem noch Beschwerden mache, dann plädiere er dafür, diesen zu entfernen – auch im Interesse meiner (angeschlagenen) Gesamtgesundheit. Von einer Revision oder WSR halte er in diesem Fall nichts.

    Zwei auf ganzer Linie divergierende Einschätzungen also, und ich bin verunsichert, wessen Empfehlung ich nun vertrauen soll. Irgendwie schade um die gute und auch recht teure WKB, aber das darf natürlich kein Kriterium sein. Ich sehne mich danach, endlich beschwerdefrei zu sein und bin gefühlsmäßig geneigt zu sagen: Endlich weg mit dem Störenfried. Oder ist das zu vorschnell und ein weiterer Rettungsversuch empfehlenswert? Würde mich über Ratschläge freuen und wäre natürlich nicht zuletzt auch an der Meinung Dr. Wagners interessiert!

    Viele Grüße und danke
    autsch

    #4059
    Joachim Wagner
    Teilnehmer

    Hallo Autsch, Sie schrieben

    da ich mir unsicher bin, welches in meinem Fall der richtige Weg ist, frage ich mal hier in die Runde.

    Und zwar wurde vor gut einem Jahr bei meinem 46er eine WKB durchgeführt. Der Zahn macht aber weiterhin Probleme, er puckert und pocht regelmäßig unvermittelt ziemlich heftig und unangenehm, in zunehmend kürzeren Intervallen. Eigentlich fühlt sich der Zahn permanent nicht gesund an. Der Einsatz von Xylitol beispielsweise verstärkt diese Beschwerden übrigens massiv, aber auch Säure oder mechanische Beanspruchung wie Kauen. Allzu lange wird das vermutlich nicht mehr auszuhalten sein.

    Bemerkenswert ist, dass die WKB anhand der Roentgenbilder optisch absolut perfekt aussieht, wie auch mein Kieferchirug bestätigte. Insofern würde auch eine Revision zu keiner Verbesserung führen, meint mein ZA. Wenn, dann wäre eher eine WSR angezeigt. Da ich weiß, dass Dr. Wagner nicht gerade ein Fan davon ist, bin ich da auch eher skeptisch. Abschließend müsse der Zahn dann noch überkront werden.
    — wenn der Zahn mit perfekt aussehender WKB Beschwerden macht, dann tut er es mit WSR erst recht.

    Eher ungeplant landete ich kürzlich bei einem anderen ZA, dessen Einschätzungen sich überraschend massiv von denen meines Stammzahnarztes unterschieden. Dessen Kostenplan i.H.v. gut 1000€ konnte jener beispielsweise nicht nachvollziehen, sondern sah keine nennenswerte Karies und entsprechend keinen akuten Behandlungsbedarf. Da beide sehr vertrauenswürdig und kompetent auf mich wirken, bin ich nun echt irritiert, wie solch unterschiedliche Urteile möglich sein können. Aber das nur am Rande, weil es hier ja um die akuten Beschwerden gehen soll.
    — soll bei Ihnen Amalgam „saniert“ werden für 1000 Euro? Das würde den Unterschied erklären.

    Zahnarzt B bestätigte ebenfalls, dass die WKB handwerklich sehr gut ausgeführt worden sei. Genau deshalb halte er es aber auch für sinnlos, da nochmal ranzugehen. Wenn der Zahn nun trotz allem noch Beschwerden mache, dann plädiere er dafür, diesen zu entfernen – auch im Interesse meiner (angeschlagenen) Gesamtgesundheit. Von einer Revision oder WSR halte er in diesem Fall nichts.
    — ich auch

    Zwei auf ganzer Linie divergierende Einschätzungen also, und ich bin verunsichert, wessen Empfehlung ich nun vertrauen soll. Irgendwie schade um die gute und auch recht teure WKB, aber das darf natürlich kein Kriterium sein. Ich sehne mich danach, endlich beschwerdefrei zu sein und bin gefühlsmäßig geneigt zu sagen: Endlich weg mit dem Störenfried. Oder ist das zu vorschnell und ein weiterer Rettungsversuch empfehlenswert? Würde mich über Ratschläge freuen und wäre natürlich nicht zuletzt auch an der Meinung Dr. Wagners interessiert!
    — Sie sollten zunächst eine zutreffende Diagnose erhalten für die bestehenden Schmerzen. Das läßt sich recht einfach ermitteln. Sie wenden a) den Novalgintest zum Nachweis von normalen Zahnschmerzen an, ergibt der eine Nichtwirkung von 1000mg Novalgin auf einmal, dann b) den Test mit Carbamazepin 150mg pro Tag für eine Woche. Zeigt sich eine Wirkung von Carbamazepin, dann leiden Sie unter neuropathischen Schmerzen. Dann ist das Ziehen des Zahns problematisch. Eine Fortsetzung der Schmerzen am Zahn davor droht dann als nächstes.

    Viele Grüße

    #8332
    autsch
    Teilnehmer

    Erstmal Entschuldigung, dass ich mich seinerzeit nicht für die Antwort bedankt habe, die ich sehr zu schätzen wusste (bin sehr froh über diesen Blog und dieses Forum).

    Hatte da eigentlich direkt nochmal einhaken wollen, aber in der Zwischenzeit drängten sich andere gesundheitliche Probleme in den Vordergrund, so dass ich das mit dem in regelmäßigen Abständen stressenden WKB-Zahn ausgesessen habe. Nun will und muss ich da aber endlich ran, sei es nun Überkronen (Empfehlung Doc A) oder Zahn raus (Empfehlung Doc B). Auch wenn ich Schmerzmittel sehr schlecht vertrage, werde ich den Novalgintest mal durchführen. Lieber ein paar Tage da durchquälen, als ohne Not einen Zahn zu opfern.

    Unabhängig davon wollte ich aber nochmal hinsichtlich folgender Aussage von Dr. Wagner nachhaken: „Soll bei Ihnen Amalgam „saniert“ werden für 1000 Euro? Das würde den Unterschied erklären.“ Denn es war ja so, dass Doc 1 einen Kostenplan von knapp 1,5k erstellt hatte, wo Doc B null Behandlungsbedarf sah. Hab den Kostenplan mal abgetippt

    [url=http://www.fotos-hochladen.net/view/kostenplanzas043vpwb15.jpg][img]http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/kostenplanzas043vpwb15_thumb.jpg[/img][/url]

    und würde mich freuen, wenn jemand, vielleicht sogar der Meister persönlich, einen Blick drauf werfen könnte. Machen die angeführten Maßnahmen (z.T. bereits erfolgt, z.T. noch ausstehend) und eingesetzten Materialien grundsätzlich Sinn? Habs nicht so dicke, investiere aber lieber in gute Zähne als in andere Dinge.

    Roentgenbild könnte ich ggf. auch nochmal einstellen, aber eigentlich habe ich am Behandlungsbedarf an sich wenig Zweifel. Denke, da lag eher Doc B falsch.

    #8335
    autsch
    Teilnehmer

    Sehe gerade, das mit dem Link hat nicht so ganz gefunzt, deshalb nochmal ohne HTML Code:

    http://www.fotos-hochladen.net/uploads/kostenplanzas043vpwb15.jpg

Ansicht von 4 Beiträgen - 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.