Zahn nach WSR raus?

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  • #2882
    Tanja
    Teilnehmer

    Hallo Doktor Wagner,

    mittlerweile bin ich selbst überzeugt, unter neuropathischen Schmerzen zu leiden, auch wenn Ihr guter Test eine Mischform ergibt. Ich vermute jedenfalls, leider, auch, dass ein Zahnarzt mir nicht wirklich helfen können wird.

    Mein Zahnarzt meint ebenfalls, dass es primär die Nerven sieht und hat mir Vitamin B verschrieben.
    Zusätzlich aber empfiehlt er mir die Extraktion des Zahnes 26.

    Mit diesem Zahn verhält es sich folgendermaßen:
    Er hat seit Jahren keinen Aufbiss, die Gegenzähne wurden ersatzlos extrahiert.
    Ende 2011 hatte ich dort starke Schmerzen, sobald ich mit irgendwas dran kam, auch schon mit Essen. Meine damalige Zahnärztin erstellte einen Zahnfilm und sah eine Entzündung. Die bereits so stark war, dass sie auch mit zwei Spritzen keine ausreichende Betäubung erzielte und sie erstmal den Nerv fertig abtötete.
    (Ja, ich weiß, das schreit schon ganz laut neuropathisch!).
    Nach mehreren Wurzelbehandlungen war Ruhe.
    Für knapp drei Monate, dann hatte ich vor Allem bei und nach Anstrengung wieder Schmerzen dort. Ja, ich weiß, das schreit noch lauter. Meine Zahnärztin wusste das nicht und schickte mich zum Oralchirurgen. Der ein unauffälliges Röntgenbild erstellte, keine Klopfempfindlichkeit feststellte, aber starke Empfindlichkeit am Zahnfleisch ganz oben. Er machte eine WSR.
    Die Schmerzen wurden nicht besser, im Gegenteil, es gab eine richtiggehende Explosion im Mund („nebenbei“ hatte er noch drei Weisheitszähne extrahiert und dabei einen Zahn beschädigt…).

    Nach einer richtiggehenden Odyssee mit verschiedenen MKGs und der Kopfklinik, von denen sich niemand so wirklich für mich interessierte oder mich ernst nahm, landete ich endlich bei meinem heutigen Zahnarzt, der zumindest ein Grundwissen über neuropathische Schmerzen zu haben scheint.
    Er konnte mir auch schon recht gut helfen, unter Anderem mit einer Aufbissschiene.

    Er erstellte ein OPG und, da dieses insgesamt unklar war, ein DVT.
    Seine Diagnose: „26 WF überstopft + periradikuläre Aufhellung“.
    Seine Empfehlung: 26 raus, um dem Nerv einen Entzündungsreiz zu nehmen und die Genesung zu beschleunigen.

    Ich bin mir unsicher, ob das wirklich nötig ist.
    Folgende Symptome kann ich definitiv diesem Zahn zuordnen:
    – Zahnfleischbluten trotz guter Zahn- und Mundhygiene beidseitig dieses Zahns
    – Zahnfleischschmerzen beidseitig dieses Zahns bei Berührung (ich putze trotzdem gut!)
    – keine stärkere Klopfempfindlichkeit bei Klopfen mit Stift als Nachbarzähne, aber kurz darauf.
    Und ich bin ziemlich sicher, dass die Operation dieses Zahns erst Auslöser aller Probleme war, denn es wurde erst danach so heftig und weitete sich auf den gesamten Mund-Zahn-Bereich aus.

    Meine Frage ist nun ganz einfach: Wie würden Sie diesen Zahn behandeln, soweit das aus meiner Beschreibung ausreichend gut hervorgeht? Ich weiß, dass Sie immer sagen, dass ein Zahnarzt bei neuropathischen Beschwerden der falsche Ansprechpartner ist, gilt dies auch im vorliegenden Fall?

    Freundliche Grüße und Danke für Ihre Mühe!

    #2891
    Joachim Wagner
    Teilnehmer

    Hallo Davinia,

    ich behaupte, dass es sich bei Schmerzen am Anfang um eine Zahnmigräne gehandelt hat. Das wäre typisch für einen oberen 6-er. Dementsprechend sind alle Folgebehandlungen vorhersagbar uneffektiv, bzw. schädlich.

    Bezüglich der Extraktion weiß ich deshalb auch schon vorher, dass es in deren Folge zu einer Schmerzzunahme für 4 bis 6 Wochen in erheblichem Umfang kommen wird. Dazu leider keine Garantie, dass Ihre jetzigen Beschwerden verschwinden werden. Probieren Sie vor dem Ziehen noch die Standardmedikamente aus. Wenn nämlich Sie beispielsweise auf Gabapentin gut ansprechen, würde ich den Zahn lassen, wo er ist.

    Viele Grüße

    #2898
    Tanja
    Teilnehmer

    Sehr geehrter Doktor Wagner,

    vielen Dank für Ihre Einschätzung, der ich auch zu folgen gedenke.

    Ich habe noch eine Frage: Zahnmigräne ist ja neuropathisch und vom Neurologen zu behandeln.
    Wie passt denn dazu eine sichtbare Entzündung der Wurzel?

    Freundliche Grüße

    #2901
    Markus
    Teilnehmer

    Entzündungen im Röntgenbild können sie nicht sehen. Nur was sie machen z.B. eine Osteolyse im Knochen. In ihrem Fall sieht man natürlich röntgenologisch die „Aufhellung“ um die Wurzel herum nach erfolgter Wurzelspitzenresektion.
    Das ist der Bereich den der Chirurg operativ entfernt hat.
    Meine Empfehlung: Entweder Zahn raus oder sie lassen ihn sich von einem Spezialisten behandeln falls noch möglich. Eine Liste von kompetenten Behandlern (Endo-Spezialisten)finden sie unter diesem Link
    http://www.dget.de/de/dget/Behandlersuche/Behandlersuche.htm

    Ich weiß auch, daß Herr Wagner dies wahrscheinlich anders sieht aber das müssen sie selber entscheiden.

    VG,
    Markus

    #4717
    Jina
    Teilnehmer

    Zahnschmerzen können quälend sein. Und fast jeder kennt sie: Zahnschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzen. Oft ist es notwendig, dass sie von einem Zahnarzt behandelt werden. Das gilt vor allem, wenn Sie über einen längeren Zeitraum unter Zahnschmerzen leiden oder sich die Schmerzen plötzlich verschlimmern.

    Ursachen für Zahnschmerzen sind u.a. fehlender Zahnschmelz, Karies und entzündliche Krankheiten wie Parodontitis, aber natürlich auch rein mechanische Verletzungen und Beschädigungen. Hierzu gehört nicht nur das Zähneknirschen, sondern auch schlecht sitzende Zahnkronen, unter denen aber ebenso eine entzündliche Krankheit vorliegen kann. Gefördert wird die Erkrankung der Zähne und von allen weiteren relevanten Mundorganen durch den hohen Anteil an Mikroorganismen, insbesondere Bakterien, die sich aufgrund der nahrungsaufnehmenden Funktion in der Mundhöhle befinden. Speisereste, Feuchtigkeit und die relativ geringe Dichte an körpereigenen Antikörpern bieten ein günstiges natürliches Milieu für eine wirtsfremde Fauna.

    Die Therapie bei Zahnschmerzen, die von Karies verursacht werden, ist die Entfernung des kariösen Zahnmaterials und anschließender Zahnfüllung des Defektes mit geeigneten Füllungsmaterial die einzige geeignete Therapie. Ist die Pulpa bereits entzündet, kann man versuchen die Entzündung mit einer Kortisoneinlage zu behandeln.

    Zahnschmerzen lassen sich generell durch eine gute Mundhygiene und Zahnpflege vorbeugen. Neben der allgemeinen Pflege durch regelmäßiges Zähneputzen, Zahnseide, Mundspülungen und Zungenreinigung gilt das sogenannte „Ölziehen“ zur Vorbeugung von Zahnschmerzen und Mundproblemen als bewährtes Hausmittel.

    LG,
    http://www.athenadental.de

    #4740
    Kristin
    Teilnehmer

    HAllo athenadental,

    ich frage mich wirklich welchen Sinn Ihre Antworten hier haben?
    Das Zahnschmerzen schrecklich und quälend sind weiß jeder. Ebenso weiß jeder hier bestens über Mundhygiene bescheid.
    Ihre „Ratschläge“ sind weder zielführend, noch nützlich…

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