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Fallsammlungen II
Metastudie: Das wirkt bei Neuropathie
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- Kategorie: Chronische Schmerzen
- Erstellt am Donnerstag, 18. April 2013 10:21
- Geschrieben von Joachim Wagner
- Zugriffe: 257
Erläuterung zur Grafik 1
Auf der waagerechten unteren Gerade sind Zahlenwerte von 0 bis 12 aufgetragen, und die Beschriftung lautet "NNT". NNT steht für Numbers Needed to Treat, was bedeutet: Anzahl der Patienten, die benötigt werden, um bei einem Patient Erfolg zu produzieren, wobei der Erfolg durch eine Schmerzverbesserung um mindestens 50% definiert ist. Beispiel: Das trizyklische Antidepressivum Amitriptylin hat sich in vielen Untersuchungen von neuropathischen Schmerzen mit einem überdurchschnittlich guten NNT von 2,2 bewährt. Aber diese 2,2 besagen immer noch, dass nur knapp jedem zweiten Patienten damit geholfen werden kann. Ideal wäre ein NNT von 1,0. Davon sind wir in der Behandlung von neuropathischen Dauerschmerzen jedoch weit entfernt.
Die Autoren dieser Grafik haben sich die Mühe gemacht, alle leidlich korrekt durchgeführten Medikamentenstudien der letzten 20 Jahre bei neuropathischen Dauerschmerzen durch Diabetes, HIV, Herpes Zoster und simplex durchzuforsten. Je nachdem wie der Druchschnitt der NNTs der einzelnen Studien zu den Medikamenten ausgefallen ist, bekommt das Medikament in der Grafik seinen Platz in der Reihenfolge von gut zu weniger gut von oben nach unten. Zusätzlich drücken die Forscher mit der Größe des schwarzen Balls die Zahl der gefundenen Arbeiten aus, so dass man sich eine Vorstellung von der Stichhaltigkeit der einzelnen Zahlenangaben machen kann. Gabapentin/Pregabalin beispielsweise ist derart oft untersucht worden, dass an dessen NNT von etwa 4 kaum zu zweifeln sein dürfte.
Neuropathie beim Implantat
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- Kategorie: Chronische Schmerzen
- Erstellt am Freitag, 12. April 2013 14:17
- Geschrieben von Joachim Wagner
- Zugriffe: 550
Die erste Implantation eines ICX Implantats an der Stelle des Zahns 41 im Januar 2013 bei Herrn F. (56) schlug fehl. Wie auf dem Bild 1 gut zu sehen ist, kam es 5 Tage nach dem Einsetzen zu einer bakteriellen Infektion des Knochens mit zunehmenden Schmerzen, einer Schwellung und sichtbaren Rötung.

Das Implantat mußte deswegen 8 Tage nach dem Einbau wieder entfernt werden. In Bild 2 ist die Situation des gescheiterten Implants im Röntgenbild dargestellt. Für die mitlesenden Kollegen: Ja, der Zahn 31 zeigt reichlich Behandlungsbedarf und Nein, der 42 ist nicht das Problem in dieser Situation. Es war eindeutig das eingebrachte Implantat, bzw. dessen Infektion schuld.

Bild 3 zeigt den Zustand 4 Tage nach der erneuten Implantation an der gleichen Stelle mit einem neuen Implantat des gleichen Fabrikates und des gleichen Durchmessers. Die Schleimhaut zeigt diesmal keine Entzündungszeichen, insbesondere fehlen eine Schwellung und eine Rötung. Bereits während des Eingriffs fällt auf, dass trotz wirksamer Leitungsanästhesie links und rechts und lingualer Depotgabe noch massive Schmerzen beim Anpieksen der Schleimhaut vorhanden sind. Die direkte lokale Betäubung im "alten" Bohrloch verursacht dem Patienten sichtbar starke Schmerzen. Das ist ungewöhnlich.
Unser Mann erscheint diesmal bereits am 2. postoperativen Tag mit der Symptomatik: Direkt nach Rückgang der Spritze habe er starke Schmerzen gehabt, die auch jetzt kaum nachgelassen hätten.
Im Röntgenbild (Bild 4) läßt sich nur erkennen, dass das Implantat diesmal tiefer sitzt als in Bild 2.
Daraufhin erhält der Patient von uns das stärkste Schmerzmittel diesseits der Betäubungsmittel: Novamin-Sulfon (auch unter Novalgin bekannt) in flüssiger Form, mit der Maßgabe, es selbständig zu dosieren.
Weitere 2 Tage später muss der Patient wieder mit stärksten Schmerzen in der Praxis vorstellig werden und bestätigt dort meine Vermutung, dass die Novamin Sulfon Tropfen auch in hoher Dosierung KEINE Wirkung hatten.
Dazu höre ich, dass die Schmerzen auf der Skala 0 bis 10 die Stärke 10 erreichen, wenn er etwas kaltes in den Mund tut, oder wenn er "auf dem Fahrrad abbremst"!
Damit ist die Beweisführung abgeschlossen, dass dieser Schmerz kein gewöhnlicher Schmerz darstellt, wie er typischerweise ausgehen würde von einer bakteriellen Knocheninfektion des Implantats oder der Pulpitis 42 oder der apikalen Ostitis 31. Alle diese Schmerzquellen würden auf Novalgin zumindest mit Linderung reagieren. Außerdem wären dann Symptomatiken an den entsprechenden Stellen wie Klopfschmerz, Schwellung oder Rötung zu erwarten. Dazu kommt, dass der Patient den Stärkstschmerz auslösen, also triggern kann. Blitzartige einschießende Stärkstschmerzen, die dazu triggerbar sind, kennzeichnen eine Trigeminus Neuralgie. Herr F. leidet offensichtlich unter einer Trigeminus Neuropathie mit neuralgiformen Symptomen.
Als vorläufige Therapie habe ich 100 Tabletten Carbamazepin 300mg verordnet.
Nachtrag 1 Woche nach der Verordnung von Carbamazepin
Herr F. erscheint zur 10-Tages Kontrolle nach Implantation relativ entspannt und berichtet von einer hochgradigen Verbesserung der Schmerzsituation. Auf der Skala 0 bis 10 leidet er jetzt maximal noch bis 3. Er hat sich selbst die Carbamazepin Dosis auf 600mg erhöht, was unter den Umständen auch angemessen erscheint. Nebenbei: Der erste Apotheker hat den Patienten allen Ernstes mit dem Satz auflaufen lassen, dass ein Zahnarzt kein Carbamazepin verschreiben dürfe, und der Patient sich erst einen Termin beim Neurologen besorgen müsse. Freitags räumt kein Neurologe dieser Republik für "Zahnschmerzen" einen Termin frei. Zum Glück handelt es sich bei diesem Exemplar Apotheker um einen Extremist, schließlich verschreibe ich seit Jahren Carbamazepin und Consorten.
Fazit: Die Neuropathie als Schmerzursache bestätigt sich durch die absolute Nichtwirkung von Novalgin und die durchschlagende Wirkung von Carbamazepin.
Kombination von Antineuropathika erheblich wirksamer
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- Kategorie: Chronische Schmerzen
- Erstellt am Mittwoch, 03. April 2013 09:36
- Geschrieben von Joachim Wagner
- Zugriffe: 280
Kombinierte Carbamazepin und Pregabalin Therapie in einem Rattenmodell von neuropathischen Schmerzen.
Quelle
Klinik für Anästhesiologie und Schmerzmedizin, Samsung Medical Center, Sungkyunkwan University School of Medicine, 50, Ilwon-Dong, Kangnam-Gu, Seoul, Republik Korea.
Zusammenfassung
HINTERGRUND:
Carbamazepin und Pregabalin haben erwiesene Wirkungen gegen neuropathische Schmerzen. Carbamazepin blockiert spannungsabhängige Na (+)-Kanäle, während Pregabalin dies bei spannungsabhängigen Ca (2 +)-Kanäle tut. Die Autoren vermuteten, dass die gleichzeitige Verabreichung dieser Medikamente neuropathische Schmerzen synergistisch [= sich gegenseitig ergänzend] vermindern könnte.
Methoden:
Neuropathischen Schmerzen wurde durch eine L5 Nervenligatur in Sprague-Dawley Ratten herbeigeführt. Um ihre ED (50)-Werte [= Effektivdosis Werte, um bei der Hälfte der Tiere eine bestimmte Wirkung zu erzielen] zu bestimmen, wurden Carbamazepin und Pregabalin oral in den Mengen 0,3, 3, 10 oder 30 mg kg (-1) verabreicht. Danach wurden die Medikamente in den Mengen 0 , 1/4 × ED (50), 1/2 × ED (50), 1,5 × ED (50), und 2 x ED (50) zur Ermittlung der ED (50) und ED (75) Werte der Wirkstoffe in Kombination verabreicht.
Die Allodynie [= ein Reiz, der normalerweise nicht schmerzhaft ist, wird schmerzhaft empfunden] wurde mit dem von Frey Haar Test bestimmt; und mit Hilfe von Dosis-Wirkungs Kurven sowie Isobologramms wurden die Wechselwirkungen der Medikamente untersucht. Die Konzentrationen des akuten reaktiven Proteins c-Fos im Dorsalhorn des Rückenmarks wurden als Indikator für pathologische Nervenerregungen ausgewertet.
ERGEBNISSE:
Bei Dosierungen auf ED (50) Ebene zeigten Carbamazepin und Pregabalin keine Synergieeffekte, aber in höheren Dosen als ED (75) erwiesen sie sich als synergistisch. Der Kombinations Index war 0,18 (= starke Synergie) und die Dosisreduktion für Carbamazepin liegt bei 35,7-fach und 6,8-fach für Pregabalin bei gleichzeitiger Gabe, wenn man sie mit einer Verabreichung bei ED (75) eines Mittels verglicht.
Der Anteil der Allodynie Erleichterung liegt bei 60% für Carbamazepin und bei 80% für Pregabalin bei alleiniger Gabe, während ihre gleichzeitige Verabreichung die Allodynie um 100% wegnimmt. Darüber hinaus nahm mit der Behandlung auch die c-Fos-Expression im dorsalen Horn ab, aber die Unterschiede zwischen den Tieren mit Carbamazepin plus Pregabalin zu denen mit nur einem Medikamtent waren nicht signifikant.
FAZIT:
Carbamazepin und Pregabalin lindern neuropathische Schmerzen synergistisch bei höheren Dosen.
- PMID:
- 22936823
- [PubMed - indexed for MEDLINE]
Combined carbamazepine and pregabalin therapy in a rat model of neuropathic pain.
Source
Department of Anaesthesiology and Pain Medicine, Samsung Medical Centre, Sungkyunkwan University School of Medicine, 50, Ilwon-Dong, Kangnam-Gu, Seoul, Republic of Korea.
Abstract
BACKGROUND:
Carbamazepine and pregabalin have proven effects against neuropathic pain. Carbamazepine blocks voltage-dependent Na(+) channels, whereas pregabalin blocks voltage-dependent Ca(2+) channels. The authors hypothesized that the co-administration of these drugs would synergistically reduce neuropathic pain.
METHODS:
Neuropathic pain was induced by L5 nerve ligation in Sprague-Dawley rats. To determine their ED(50) values, carbamazepine and pregabalin were orally administered at 0.3, 3, 10, or 30 mg kg(-1). The drugs were then co-administered at 0, 1/4×ED(50), 1/2×ED(50), 1.5×ED(50), and 2×ED(50) to determine the ED(50) and ED(75) values of the drugs in combination. Allodynia was determined using the von Frey hair test and dose-effect curves and isobolograms were used to investigate drug interactions. Levels of the acute reactive protein c-Fos in the dorsal horn were evaluated as an indicator of pathological nerve excitation.
RESULTS:
At ED(50) levels, carbamazepine and pregabalin did not exhibit synergism, but doses higher than ED(75) were found to be synergistic. The combination index was 0.18 (strong synergy) and dose reductions were 35.7-fold for carbamazepine and 6.8-fold for pregabalin when co-administered when compared with a single administration at ED(75). The percentage allodynia relief was only 60% for carbamazepine and 80% for pregabalin by single administration, whereas their co-administration relieved allodynia by 100%. Furthermore, treatment decreased c-Fos expression in the dorsal horn, but expressional differences between animals treated with carbamazepine plus pregabalin were not significantly different from those treated with single drug.
CONCLUSIONS:
Carbamazepine and pregabalin ameliorate neuropathic pain synergistically at higher doses.
- PMID:
- 22936823
- [PubMed - indexed for MEDLINE]
Ballon Kompression des Ganglion trigeminale hilft auch bei atypischen Schmerzen
- Details
- Kategorie: Chronische Schmerzen
- Erstellt am Mittwoch, 06. März 2013 15:17
- Geschrieben von Joachim Wagner
- Zugriffe: 451
Clin Neurol Neurosurg. 2011 Jan;113(1):14-21. doi: 10.1016/j.clineuro.2010.08.005.Korrelation der klinischen Befunde und Ergebnisse der perkutanen Ballon-Kompression für Patienten mit Trigeminusneuralgie.
Source
Klinik für Neurochirurgie, Medizinische Universität von Schlesien, Sosnowiec, Polen.
Zusammenfassung
ZIEL:
Es soll die Schmerzlinderung und die Wiederkehr der Schmerzen nach perkutaner Ballon Kompression (PBC) und deren Abhängigkeit von der Art der Schmerzen, vorhergehender Trigeminus Operation oder andere klinische Faktoren untersucht werden
Methoden:
59 Patienten mit therapieresistenten Trigeminusneuralgie Schmerzen wurden in die Studie eingeschlossen. Die Patienten wurden aufgeteilt in solche mit typischen Trigeminusneuralgie (TN), und solchen mit anderen Arten von Trigeminus-Schmerz genannt "atypische Schmerzen." Die postoperative Rezidivrate wurde durch die Kaplan-Meier-Methode geschätzt. Cox-Proportional-Hazards-Modelle wurden verwendet, um Verbindungen zwischen Patientencharakteristika und dem Wiederauftreten der Schmerzen aufzudecken.
ERGEBNISSE:
42 Patienten hatten TN, 17 Patienten hatten atypische Schmerzen. Am letzten Kontroll Termin hatten 40 Patienten ausgezeichnete, 9 gute, 7 faire und 3 schlechte Schmerzlinderung. Ein Rezidiv wurde bei 35 Patienten beobachtet, und war abhängig vom Schmerz-Typ (relatives Risiko (RR) = 2,38, 95% Konfidenzintervall (CI): 1,22-4,63, p = 0,011) und der Schmerzdauer vor der PBC (RR = 1,33, 95% CI: 1,02-1,72, p = 0,033). Andere klinische Faktoren waren nicht signifikant. Zwei Patienten hatten eine vorübergehende Lähmung des sechsten Hirnnerven, es gab jedoch keine permanenten postoperativen Komplikationen.
FAZIT:
Unsere Studie zeigt die Sicherheit und Wirksamkeit der PBC; 83% der Patienten waren schmerzfrei beim letzten Kontroll Termin. Patienten mit atypischen Schmerzen und eine längere präoperative Symptomdauer erhöhen anscheinend das Risiko für ein Rezidiv. Eine wiederholte PBC Chirurgie ist genauso effektiv wie bei der ersten Operation. Das sollte Anlass sein, eine konservative Auswahl der eingesetzten Mittel bei dem ersten Eingriff am Trigeminus vorzunehmen, um Komplikationen zu minimieren.
Copyright © 2010 Elsevier B.V. All rights reserved.
- PMID:
- 20817388
- [PubMed - indexed for MEDLINE]
Correlation of clinical findings and results of percutaneous balloon compression for patients with trigeminal neuralgia.
Source
Department of Neurosurgery, Medical University of Silesia, Sosnowiec, Poland.
Abstract
OBJECTIVE:
To investigate pain relief and recurrence after percutaneous balloon compression (PBC) and its association with type of pain, prior surgery, or other clinical factors.
METHODS:
Fifty-nine patients with medically refractory trigeminal pain were enrolled into this study. Patients were divided into those with typical trigeminal neuralgia (TN), and those with other types of trigeminal pain or "atypical pain." The post-surgical rate of recurrence was estimated by the Kaplan-Meier method. Cox-proportional hazards models were used to investigate associations between patient characteristics and recurrence of pain.
RESULTS:
Forty-two patients had TN, 17 patients had atypical pain. At last follow-up, 40 patients had excellent, 9 good, 7 fair and 3 poor pain relief. Recurrence was observed in 35 patients, and was associated with pain type (relative risk (RR)=2.38, 95% confidence interval (CI): 1.22-4.63, P=0.011) and pain duration before PBC (RR=1.33, 95% CI: 1.02-1.72, P=0.033). Other clinical factors were not significant. Two patients had transient paresis of the sixth cranial nerve, however, there were no permanent post-surgical complications.
CONCLUSIONS:
Our study demonstrates the safety and efficacy of PBC with 83% of patients being pain free at last follow-up. Patients with atypical pain and longer pre-surgical symptom duration appear to have a higher risk of recurrence. Repeat surgery is just as effective as initial surgery, justification for being conservative in parameter selection at the initial procedure to minimize complications.
Copyright © 2010 Elsevier B.V. All rights reserved.
- PMID:
- 20817388
- [PubMed - indexed for MEDLINE]
Kommentar
Die Ballon Methode dient zur möglichst zerstörungsfreien Behandlung heftigster Schmerzen, die der Trigeminus verursacht. Dazu wird eine Kanüle von außen durch die Haut bis unter die Schädelbasis geschoben, und beim Erreichen des Foramen ovale (Loch in der Schädelbasis, durch das der Trigeminus zieht) ein Ballon für etwa 1 Minute aufgeblasen und danach wieder entfernt. Die Ergebnisse sind in der Grafik oben abzulesen.
Die Erfolgsergebnisse sind abhängig von der Art des Trigeminus Schmerzes. Bei der typischen Trigeminus Neuralgie bleiben nach 1 Jahr noch 70% der Patienten schmerzfrei, nach 3 Jahren noch 50%. Leider werden diese guten Werte bei "atypischen Schmerzen" des Trigeminus nicht erreicht. Ein Jahr nach dem Eingriff fühlen sich 50% der Patienten noch schmerzfrei aber nach 3 Jahren nur noch 10%.
Mit atypischen Schmerzen meinen die Autoren Dauerschmerzen im Gesicht, die nicht durch Berührung, Essen, Rasieren usw. ausgelöst werden können - was typischen Neuralgie Schmerzen entspräche - sondern ständig vorhanden sind. Kurz gesagt, das sind die Neuropathie Schmerzen des Zahnfilm.de Blogs. Bedauerlicherweise erweist sich die Ballon Kompression des Ganglion trigeminale bei neuropathischen Schmerzen als weniger effektiv. Wenn man aber bedenkt, dass etliche Patienten mit furchtbaren Dauerschmerzen der Stärke 7 bis 10 leben müssen, weil die medikamentöse Behandlung nicht funktioniert, zählt für diese auch schon halbes schmerzfreies Jahr. Dazu kann der Eingriff mehrfach wiederholt werden.
Zusammenfassung
Wer unter starken Dauerschmerzen (= Stärke höher als 5 von 10 Möglichen) leidet, die sich durch die Einnahme von Kombinationen der bekannten Mittel nicht wirklich mindern lassen, sollte ernsthaft über diesen nahezu nebenwirkungsfreien und kurzdauernden (20 Minuten) Eingriff in Vollnarkose nachdenken.
Cannabis hilft gegen neuropathische Trigeminus Schmerzen
- Details
- Kategorie: Chronische Schmerzen
- Erstellt am Montag, 04. Februar 2013 10:56
- Geschrieben von Joachim Wagner
- Zugriffe: 926
Synthetische Cannabinoide dämpfen Schmerzfehlempfindungen und Überempfindlichkeit in einem Rattenmodell von trigeminalen neuropathischen Schmerzen
- Ying-Ching Lianga, b,
- Chiung-Chun Huanga,
- Kuei-Sen Hsua, b, c,
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- aDepartment of Pharmacology, College of Medicine, National Cheng Kung University, Tainan 701, Taiwan
- bInstitute of Basic Medical Sciences, College of Medicine, National Cheng Kung University, Tainan 701, Taiwan
- cCenter for Gene Regulation and Signal Transduction Research, National Cheng Kung University, Tainan 701, Taiwan
Zusammenfassung
Die Trigeminusneuralgie ist eine Erkrankung von anfallsartigen und stark behindernden Gesichtsschmerz und stellt weiterhin eine echte therapeutische Herausforderung dar. Derzeit sind nur wenige wirksame Medikamente bekannt. Hier haben wir die Wirkungen des synthetischen Cannabinoid WIN 55,212-2 auf das mechanische Fehlempfindungen und die thermische Überempfindlichkeit in einem Rattenmodell von neuropathischen Schmerzen des Trigeminus erforscht, die durch eine chronische Verengungs Verletzung (CCI) des infraorbitalen Zweigs des Trigeminus (ION) hervorgerufen werden.
Bezogen auf die Kontroll Ratten mit einer Scheinoperation zeigten alle Ratten mit der CCI-ION übereinstimmend eine Überempfindlichkeit beim Berühren mit "von Frey Filamenten" und der Wärme Stimulation der Außenbacken. Die mechanische Überempindlichkeit und die thermische Hyperalgesie kann sowohl auf der verletzten als auch der gegenüberliegenden Seite beobachtet werden, ist aber wesentlich deutlicher auf der verletzten.
Die Verabreichung von WIN 55,212-2 (0,3-5 mg / kg ip (= in den Bauch)) erhöhte dosisabhängig die mechanischen und thermischen Wegzuckschwellen. WIN 55,212-2 (0,3-3 mg / kg ip) verursachte keine nennenswerten motorischen Störungen bei den Tieren mit dem Rotarod-Test. Die Wirkung von WIN 55,212-2 wurde vom Cannabinoid-CB1-Rezeptor-Agonist HU 210 nachgeahmt und wurde von dem CB1-Rezeptor-Antagonist AM 251 gestört, nicht jedoch durch den CB2-Rezeptor-Antagonist AM 630 oder den Vanilloid-Rezeptor 1 Antagonisten Capsazepin, was auf die Beteiligung von CB1-Rezeptoren hinweist.
Die CCI-induzierter ION (= 2. Trigeminusast Neuropathie) führt auch zu einer zeitabhängigen Hochregulation von CB1-Rezeptoren auf oberflächlichen Schichten des unteren Trigeminuskerns im verlängerten Rückenmark auf der verletzten Seite, was durch den Western-Blot und die Immunhistochemie bewiesen wurde. Zusammengenommen legen diese Ergebnisse nahe, dass Cannabinoide einen sinnvollen therapeutischen Ansatz für die klinische Behandlung von neuropathischen Schmerzen des Trigeminus ergeben könnten.
Schlüsselwörter
Cannabinoide;
CB1-Rezeptor;
Neuropathische Schmerzen des Trigeminus;
Hyperalgesie;
Allodynie;
Chronische Verengung Verletzung (CCI)
The synthetic cannabinoids attenuate allodynia and hyperalgesia in a rat model of trigeminal neuropathic pain
- Ying-Ching Lianga, b,
- Chiung-Chun Huanga,
- Kuei-Sen Hsua, b, c,
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- aDepartment of Pharmacology, College of Medicine, National Cheng Kung University, Tainan 701, Taiwan
- bInstitute of Basic Medical Sciences, College of Medicine, National Cheng Kung University, Tainan 701, Taiwan
- cCenter for Gene Regulation and Signal Transduction Research, National Cheng Kung University, Tainan 701, Taiwan
Abstract
Trigeminal neuralgia is a disorder of paroxysmal and severely disabling facial pain and continues to be a real therapeutic challenge. At present there are few effective drugs. Here we have evaluated the effects of the synthetic cannabinoid WIN 55,212-2 on mechanical allodynia and thermal hyperalgesia in a rat model of trigeminal neuropathic pain produced by a chronic constriction injury (CCI) of the infraorbital branch of the trigeminal nerve (ION). Relative to sham operation controls, rats with the CCI-ION consistently displayed hyperresponsiveness to von Frey filament and heat stimulation of the vibrissal pad. Both mechanical allodynia and thermal hyperalgesia are seen both ipsilateral and contralateral to the side of nerve injury, but is significantly more severe ipsilaterally. Administration of WIN 55,212-2 (0.3–5 mg/kg i.p.) dose-dependently increased the mechanical and heat withdrawal thresholds. WIN 55,212-2 (0.3–3 mg/kg i.p.) produced no significant motor deficits in animals using the rotarod test. The effect of WIN 55,212-2 was mimicked by cannabinoid CB1 receptor agonist HU 210 and was antagonized by CB1 receptor antagonist AM 251, but not by CB2 receptor antagonist AM 630 or vanilloid receptor 1 antagonist capsazepine, suggesting the involvement of CB1 receptors. CCI-ION also induced a time-dependent upregulation of CB1 receptors primarily within the ipsilateral superficial laminae of the trigeminal caudal nucleus revealed by both Western blot and immunohistochemistry. Taken together, these results suggest that cannabinoids may be a useful therapeutic approach for the clinical management of trigeminal neuropathic pain disorders.
Keywords
- Cannabinoids;
- CB1 receptor;
- Trigeminal neuropathic pain;
- Hyperalgesia;
- Allodynia;
- Chronic constriction injury (CCI)
Kommentar
Bevor sich die hier lesenden Patienten zu früh freuen. Erstens ist Cannabis nach wie vor eine Substanz, die unter das Betäubungsmittelgesetz (BTM-G) fällt und dementsprechend NICHT frei gehandelt werden darf. Übrigens können selbst Apotheker nach Vorlage eines BTM-Rezepts kaum mit der Substanz dienen, weil es fast keine Präparate gibt. Ich scherze nicht.
Und zweitens ist es voreilig, von Experimenten an Ratten auf Menschen zu schließen. Was wir hier vorliegen haben, nennt sich "Proof of concept". Das soll heißen, dass Cannabis grundsätzlich als Mittel in Frage kommt, weil es bei der Ratte dosisabhängig die Schmerzen dämpft.
Soweit ich es überblicke, gibt es dazu noch keine Erkenntnisse am Menschen. Tipp: Probieren geht über studieren. Wenn ich neuropathische Schmerzen des Trigeminus über 4 von 10 hätte, würde ich mir umgehend Gras oder Dope besorgen und eine große Tüte bauen. Für die Nichtraucher gibt es auch mehr oder weniger gräßlich schmeckende Plätzchen Rezepte.
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